Treppenlifts – Was sie kosten und was Sie beim Kauf unbedingt beachten sollten

 In Allgemein

Wissenswertes über den Kauf eines Treppenliftes

Ein Treppenlift ist immer dann sinnvoll, wenn die Mobilität beim Laufen eingeschränkt ist. Gerade im Alter fällt es vielen Menschen schwer, viele Stockwerke hoch zu laufen. Ein Treppenlift kann hier Abhilfe schaffen. Je nach Beschaffenheit einer Treppe stehen die unterschiedlichsten Modelle von Treppenliften zur Verfügung.

 

Wie finden Sie den richtigen Treppenlift?

Auf dem Markt gibt es die unterschiedlichsten Treppenlift Modelle zu kaufen. Diese sind speziell für örtliche Gegebenheiten und Behinderungen ausgerichtet. Bei der Vielfalt an Modellen ist es nicht sehr einfach, den Überblick zu behalten.

Die wohl bekannteste Variante ist ein Sitzlift. Dieser ist für gehbehinderte Personen und Senioren optimal geeignet.

Sogenannte Hublifte und Plattformlifte sind für Rollstuhlfahrer konstruiert worden. Sie transportieren die jeweilige Person sitzend in einem Rollstuhl. Ein Treppenlift dagegen gibt es für kurvige, steile und enge Treppen.

Achten Sie beim Kauf eines Treppenliftes auf den Hinweis gerade, kurvig oder auch für enge Treppen geeignet. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass der Lift über die Anzahl an Etagen führen kann, die benötigt werden.

 

Voraussetzungen für Plattformlifte

Ein Hub- oder Plattformlift kann in der Regel in jedem Treppenhaus angepasst werden. Die Installation sollte am besten über einen Fachmann erfolgen. Einige Modelle sind sogar für einen Außenbereich nutzbar. Dementsprechend werden sie aus witterungsfesten Materialien hergestellt.

Rund 30% alle Menschen über 65 Jahre stürzen öfters im Jahr. Bei einem derartigen Sturz kann es schnell zu Knochenbrüchen oder Verstauchungen kommen. Treppen stellen dann ein unüberwindbares Hindernis dar.

Wie kann ein Treppenlift finanziert werden?

Bei der Anschaffung eines Treppenliftes handelt es sich um eine größere Investition. Nicht jeder Senior oder Gehbehinderte kann sich eine derartige Anschaffung leisten. Aus diesem Grund bieten viele Anbieter von Treppenliften unterschiedliche Möglichkeiten bei der Finanzierung an.

Die Finanzierungsangebote der Anbieter können genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden. Viele Händler haben Verständnis für die individuelle Situation und unterbreiten ein faires Angebot.

Wenn ein Treppenlift nur zeitglich begrenzt genutzt werden soll, dann lohnt sich in vielen Fällen ein Kauf nicht. In diesem Fall ist es ratsam, einen Treppenliften in dem benötigten Zeitraum anzumieten. Dadurch kann einiges an Geld gespart werden.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit bundesweite oder regionale Förderungen von Trägern zu beantragen. Durch Sie können Sie ebenfalls größere Summen bei der Anschaffung einsparen.

Oftmals werden Treppenlifte gebraucht angeboten. Wenn zufällig die Größe und Bauweise passt, sollten Sie sich überlegen, auf ein gebrauchtes Modell zurück zu greifen. Auch gebrauchte Lifte sollten einwandfrei funktionieren. Sie sollten fachmännisch aufbereitet sein und über entsprechende Dokumente verfügen.

Sollten Sie pflegebedürftig sein, dann ist es bei vielen Pflegeversicherungen möglich, einen Antrag auf einen entsprechenden Pflegekosten Zuschuss zu stellen. Pro Person können für einen Treppenlift bis zu 4.000 Euro beantragt werden.

 

Alles über Treppenlift Zuschüsse

Die Anschaffung eines Treppenliftes kann bei einer Familie ein großes Loch in den Geldbeutel reissen. Daher ist es sinnvoll, vorab alle Möglichkeiten einer Finanzierung abzuwägen. Der Kauf eines Treppenliftes ist keine Entscheidung, die sie kurzfristig treffen sollten.

Wenn Ihnen oder einem Familienmitglied ein unvorhergesehener Unfall passiert oder eine plötzliche Krankheit auftritt, der die Mobilität stark beeinträchtigt, dann hat man nur in den wenigsten Fällen ausreichend vorgesorgt.

Bei einer unvorhersehbaren Situation kann man sich schließlich nicht schützen. Um sich im eigenen Heim wieder frei und selbstständig bewegen zu können, muss ein Treppenlifter angeschafft werden. Gut das es viele Institutionen gibt, die in einer derartigen Situation helfen können.

Die Miete und der Kauf eines Treppenliftes können bezuschusst werden, wenn das eigene Einkommen nachweisbar nicht dafür ausreichen. Bei welcher Einrichtung sie einen Zuschuss für ihren Treppenlift beantragen müssen, ist ganz von ihrer Situation abhängig.

Eine Allgemeingültigkeit gibt es nicht. Pflegekassen, Berufsgenossenschaften, Landesämter, Banken, KfW oder andere Träger lassen sich schnell vor Ort ermitteln. Eine Berufsgenossenschaft ist zum Beispiel immer dann zuständig, wenn die Mobilität durch einen Arbeitsunfall eingeschränkt ist.

Bei der Pflegekasse kommt es auf die festgestellte Pflegestufe an. Wenn weder ein gesetzlicher noch ein sozialer Träger die Kosten übernehmen kann, dann bleibt nur noch die eigene Finanzierung. Viele Kreditinstitute bieten für eine Treppenlift Finanzierung spezielle Programme an. Somit müssen Sie auf die Mobilität in Ihren eigenen vier Wänden nicht verzichten.

Teilweise bezuschusst die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die barrierefreie Maßnamen. Ein derartiger Umbau in den eigenen vier Wänden kann von der KfW Bank mit bis zu 5.000 Euro pro Haushalt gefördert werden. Hierbei darf es sich nur um 10% der Kaufsumme handeln.

Die Anschaffung eines Treppenliftes kann in den meisten Fällen von der Steuer abgesetzt werden. Am besten besprechen Sie das vor dem Kauf mit Ihrem Steuerberater. Auch er kann wertvolle Tipps für eine Finanzierung geben.

Wenn sich die beantragende Person in einer Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess befindet, dann kann die Agentur für Arbeit den Kauf eines Lifts befürworten. Daher sollte auf jedem Fall vor dem Kauf ein Termin mit dem entsprechenden Berater geführt werden.

Sozialhilfe gilt beim Kauf oder Mieten eines Treppenliftes immer zur letzten Instanz. Wenn das Sozialamt einen Anteil der Kosten übernimmt, dann ist das nur der Fall, wenn alle anderen Möglichkeiten die finanzielle Förderung abgelehnt haben.

 

Machbarkeit und Umsetzung des Treppenlifteinbaus

Wenn die Finanzierung eines Treppenliftes steht, dann kann der Einbau geplant werden. In der Regel gibt es für jedes Treppenhaus ein geeignetes Modell. Es sollte aber einige bestimmte Kriterien erfüllen, damit die Sicherheit des Nutzers gewährleistet ist.

Mit einer Checkliste können Sie die Machbarkeit Schritt für Schritt überprüfen. Wenn alle relevanten Kriterien für den Einbau in den eigenen vier Wänden erfüllt werden, dann kann der Einbau beginnen.

 

Wie prüfen Sie die Machbarkeit?

Erstellen Sie sich eine kleine Checkliste:
  • Welchen Verlauf hat ihre Treppe?
  • Wie breit ist ihre Treppe?
  • Über wie viele Etagen wird der Treppenlifter benötigt?
  • Wo genau soll der Lift installiert werden?

Die Form ihrer Treppe spielt beim Einbau des Treppenliftes eigentlich nicht die größte Rolle. Bei vielen Modellen ist es egal, ob es sich um eine steile, kurvige oder gerade Treppe handelt. Fast an jede Treppenart gibt es ausreichend Modelle, die angepasst werden könnne.

Wie sieht es bei Wendeltreppen aus? Auch hier haben Sie eine große Auswahl. Die Schienen, die für den Lift benötigt werden, werden ganz individuell an der Form ihrer Wendeltreppe angepasst.

Die Treppenbreite dagegen muss passen. Ihre Treppe sollte mindestens eine Breite von 70 cm aufweisen. Nur so hat ein eingeklappter Treppenlift ausreichend Platz. Ein zusammengeklappter Lift braucht in der Regel nur 30 cm an Breite.

Das hat den Vorteil, dass die Treppe für Gäste und allen anderen Hausbewohnern ausreichend zur Verfügung steht. Gerade in Miets- oder Mehrfamilienhäusern ist es sehr wichtig, dass genügend Platz auf der Treppe vorhanden ist. Ansonsten könnte ein Fluchtweg durch den Lifter versperrt werden und das Haus entspricht nicht mehr dem Brandschutz Gesetz.

 

Der Anfangs- und Endbereich eines Treppenliftes

Im oberen und unteren Bereich eines Treppenliftes muss ebenfalls ausreichend Platz sein. Beim Einbau muss beachtet werden, dass genügend Platz zwischen der Tür und dem Treppenlift besteht. Schließlich dreht sich bei vielen Modellen der Sitz für ein einfacheres Ein- und Aussteigen einfach von der Treppe weg.

Denken Sie bei der Wahl eines Treppenliftes daran, dass die zu befördernde Person einen weichen und sicheren Sitz erhält. Gleichzeitig muss es möglich sein, eine Person auch mit ihren Gehstützen zu transportieren. Auch Pflegekräften und helfenden Partner muss es möglich sein, die zu befördernde Person beim Ein- und Aussteigen zu unterstützen.

Bei einer gehbehinderten Person, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist es wichtig, dass ausreichend Platz für den Einstieg in den Rollstuhl vorhanden ist. Ansonsten hätte die zu befördernde Person ein Problem, den Lift sicher zu verlassen.

Für den Einbau eines Liftes ist die Anzahl der Etagen nicht in erster Linie relevant. Viele Treppenlifte können zwischen 1 und 7 Etagen geführt werden. Hier sollten Sie auf die Herstellerangaben des Liftes achten. Darüber erhalten Sie viele wichtige Information über das entsprechende Treppenlift Modell.

 

Ist der Lift für den Innen- oder Außeneinsatz gedacht?

Benötigen Sie draußen einen Treppenlift oder sind Sie auf der Suche nach einem passenden Modell für den Innenbereich? Für alle Bereiche ist eine große Auswahl an Plattform- und Sitzliften vorhanden. Der Unterschied der einzelnen Modelle besteht vor allem in der Verarbeitung und der Materialien des Liftes.

Wenn Sie einen Treppenlift für den Außenbereich benötigen, dann muss die Technik optimal vor Feuchtigkeit und Wind geschützt sein. Die Polster des Liftes müssen wasserabweisend sein. Auch UV-Strahlen sollten den Sitzen nichts ausmachen.

Viele Schalter und Bedienelemente für Außenanlagen befinden sich in einer gut geschützten Kapsel. Die Antriebselektronik ist bei diesen Liftern gut versiegelt. Dadurch kann es zu keinem Kurzschluss kommen, falls der Lifter bei starkem Regen zu nass wird.

Ein Lifter muss den bauaufsichtlichen Anforderungen entsprechen

Für alle Treppen gelten die bauaufsichtlichen Regeln. Durch den Bau eines Liftes dürfen diese Regelungen nicht beeinträchtigt werden. Die Breite eines Fluchtweges muss gewährleistet sein.

Der Brandschutz darf im Flur durch den Einbau des Lifters nicht beeinträchtigt werden. Auch die Funktion der Treppe als Rettungsweg muss jederzeit erhalten bleiben. Achten Sie beim Einbau des Lifters darauf, dass die Verkehrssicherheit in keinster Form beeinträchtigt wird.

Die vorgeschriebene Mindestlaufbreite ihrer Treppe muss mindestens 100 cm betragen. Trotz Einbau eines Liftes muss es anderen Hausbewohnern oder Gästen möglich sein, einen Handlauf zu benutzen. Im Notfall muss ein Lifter so ausgestattet sein, dass er per Hand in die gewünschte Position geschoben werden kann.

Für ihren eigenen Brandschutz ist es wichtig, dass der Sitz des Liftes aus einem nicht brennbarem Material besteht. Ansonsten könnten Sie sich durch einen brennnenden Liftersitz selber den Fluchtweg versperren.

Wenn alle Baubedingungen eingehalten werden, dann bietet ein Treppenlifter ein Höchstmaß an Sicherheit. Auch Ihr Vermieter wird Ihnen keine Steine in den Weg legen. Als Mieter haben Sie immer einen Anspruch darauf, dass Sie Ihre Wohnung barrierefrei betreten können.

Ein Vermieter ist immer verpflichtet, auch einen nachträglichen Einbau eines Lifts zu dulden. Gerade wenn viele ältere Bewohner in einer Hausgemeinschaft leben, wird er sich vorab darauf einstellen können. Die Kosten für den Einbau müssen aber nicht vom Vermieter getragen werden.

Jeder Mieter ist selbst für den Kauf, die Miete oder den Einbau des Lifts zuständig. Vor dem Kauf sollte sich trotzdem die Einverständniserklärung der Eigentümergemeinschaft eingeholt werden. Das kann im Zweifel Ärger vermeiden. Schließlich handelt es sich beim Einbau eines Treppenlifts um eine große bauliche Veränderung.

Kaum ein anderer Mieter wird etwas dagegen haben, Sie bei Ihrem Vorhaben zu unterstützen. Außerdem ist das Recht nach § 554a Abs. BGB auf Ihrer Seite. Sie haben immer Anspruch auf einen barrierefreien Zugang zu Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung.

Recent Posts