Ratgeberartikel über Surfsticks

 In Allgemein




Ohne Internet geht in unserer heutigen Zeit fast gar nichts mehr. Im Schnitt sind wir 15 Stunden pro Woche online. Tendenz deutlich steigend. Und all jene, die auch beruflich das Internet in Anspruch nehmen, kommen auf eine noch viel höhere Wochenstundenzahl.

Fakt ist, dass uns das Internet nicht nur als Informationsquelle und Arbeitsplatz dient. Es dient auch der Unterhaltung, der Datenübertragung und bietet obendrein hervorragende Kontaktmöglichkeiten mit Menschen auf der ganzen Welt.

Doch was tun, wenn man unterwegs ist und das heimische DSL nicht erreichbar? Ein Surfstick, der auch als UMTS-Stick oder als Dongle bezeichnet wird, kann dann die ideale Lösung sein.

Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, für Sie alle Fakten rund um den Surfstick zusammenzutragen. Sie sollen Ihnen einen umfassenden Überblick über die Leistungen der Sticks, deren Einsatzmöglichkeiten und deren Nutzen im Allgemeinen geben.

 

Was ist ein Surfstick?

Surfstick von o2

Um einen guten Einstieg in das Thema zu finden, ist es wichtig, dass Sie wissen, was ein Surfstick überhaupt ist. Ein Surfstick ist ein USB-Stick im Taschenformat, der mit mobilen Geräten wie einem Laptop oder einem Tablet verbunden werden kann und auch unterwegs eine sichere und jederzeit verfügbare Internetverbindung bereitstellt. So müssen Sie sich nicht in offene WLAN-Netzte einwählen und damit auch keine Bedenken haben, das Dritte Ihre Daten auslesen können.

Es gibt auch Verbraucher, die den Surfstick in den eigenen vier Wänden nutzen. In Frage kommt er vor allen Dingen dann, wenn kein WLAN Anschluss gegeben ist und dieser Aufgrund der Kosten oder des Aufwandes auch nicht hergestellt werden soll. Da der Surfstick in jeder Lebenslage zum Einsatz kommen kann und obendrein sehr handlich und leicht ist, stellt er eine hervorragende Alternative dar.

Tipp: Prüfen Sie in Ihrem Wohnumfeld, ob WLAN in Betracht kommt oder ob Sie mit einem Surfstick besser beraten sind. Besonders dann, wenn Sie in ländlichen Gebieten wohnen oder nur sehr selten das Internet benutzen, kann diese Vorüberlegung sehr hilfreich sein.

 

Wie funktioniert ein Surfstick?

Ein Surfstick wird mit Hilfe des USB-Anschlusses mit dem entsprechenden Gerät verbunden. Der Stick installiert sich selbständig, sodass keine zusätzliche Software benötigt wird. Sie sollten jedoch bei der ersten Nutzung auf dem entsprechenden Gerät ein wenig Zeit mit sich bringen, da die Installation einige wenige Minuten in Anspruch nehmen kann.

Nach der Installation öffnet sich ein kleines Fenster und Sie müssen einen PIN angeben. Den ersten PIN finden Sie in den Unterlagen zum Stick. Diesen können Sie auf Wunsch nach der ersten Eingabe oder im weiteren Verlauf der Nutzung auch ändern und anpassen. Er besteht meist aus vier Zahlen.

Nach der Eingabe vom PIN verbindet sich der Surfstick mit Ihrem Endgerät. Sie sind dann automatisch mit dem Internet verbunden und können dieses nutzen.

Im Surfstick ist eine SIM Karte mit einer Telefonnummer enthalten, die für die Verbindung sorgt. Auf Wunsch können Sie diese Karte entnehmen und auch in anderen Geräten nutzen. Sie ist also nicht zwingend an einen Stick gebunden.

Tipp: Mit der SIM Karte kann beispielsweise auch telefoniert werden, wenn diese nicht als reine Karte mit Datenvolumen ausgelegt ist. Entsprechende Informationen können Sie ihrem Angebot entnehmen.

 

Wer bietet Surfsticks an?

Surfsticks finden Sie bei nahezu allen Mobilfunkanbietern. Es dürfte Ihnen daher nicht schwer fallen, passende Angebote ausfindig zu machen. Bei Ihrer Auswahl müssen Sie jedoch einige Dinge beachten und in Ihre Vorüberlegungen einbeziehen. Diese wären:

  • Wie viel und wie lange möchten Sie mit dem Surfstick surfen?
  • Welches Datenvolumen benötigen Sie dafür?
  • Welche Geschwindigkeit benötigen Sie?
  • Wünschen Sie ein Gerät mit einem Vertrag oder suchen Sie eine Prepaid-Variante?
  • Welche Kosten dürfen entstehen?

Wenn Sie im Vorfeld diese Fragen für sich klären, wird Ihnen die Auswahl eines passenden Surfsticks deutlich leichter fallen. Nutzen Sie zudem unseren Tarifrechner, den Sie im oberen Bereich der Seite finden können. Er zeigt Ihnen alle Optionen auf und unterstützt Sie bei ihrer Auswahl.

 

Welche Vertragsarten gibt es?

Es werden zwei große Vertragsarten angeboten, die sich dann noch einmal innerhalb ihrer Art verzweigen. Auf der einen Seite wäre das der Surfstick, den Sie in Kombination mit einem festen Vertrag bekommen.

Auf der anderen Seite steht der Surfstick, der auf Prepaid Basis funktioniert und entsprechend aufgeladen werden muss. Beide Varianten haben Vorteile, weisen jedoch auch einige Nachteile auf.

 

Der Surfstick mit Vertrag

Entscheiden Sie sich für einen Surfstick, der einen festen Vertrag mit sich bringt, binden Sie sich in der Regel für zwei Jahre an den Anb
ieter. Es gibt auch einige Varianten, die eine kürzere Laufzeit mit sich bringen. Diese können jedoch sehr oft im Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mit den regulären Angeboten mithalten.

Im Vertrag ist der Surfstick – also das Gerät – und die SIM Karte enthalten. Zusatzkäufe entfallen somit. Sie haben ein festes Datenvolumen im Monat, welches Sie variabel einsetzen können. Verbrauchen Sie nicht das gesamte Volumen, verfällt es. Ein Übertrag auf den nächsten Monat ist nicht möglich.

Innerhalb dieser Variante ergeben sich verschiedene Tarife, die Sie bei den einzelnen Anbietern abrufen können. Einerseits wäre dies die Monatsflat, die mit unterschiedlich großem Datenvolumen genutzt werden kann. Sie würden in diesem Fall eine feste Gebühr pro Monat entrichten und können sich im festgeschriebenen Datenvolumen bewegen. Verbrauchen Sie mehr Daten, riegelt der Stick ab und drosselt die Geschwindigkeit.

Auf der anderen Seite werden auch Tagesflats angeboten. Auch diese sind mit einem festen Datenvolumen ausgestattet, welches entsprechend abgerufen werden kann. Gezahlt wird immer einmal pro Monat zu einem vorher festgesetzten Preis.

Eine Tagesflat bei Angeboten in Kombination mit einem Vertrag wird nur von sehr wenigen Anbietern bereitgestellt.

 

Der Surfstick mit Prepaid

Sehr beliebt ist auch der Surfstick als Prepaid Variante. Er kann beliebig aufgeladen werden und bietet ebenfalls verschiedene Tarifvarianten.

Bei einer Monatsflat ist sehr oft ein Datenvolumen von 5 GB vorhanden. Wer sich für eine Tagesflat entscheidet, kann ein Datenvolumen bis zu 1 GB nutzen. Die meisten Verbraucher wählen eine Monatsflat aus, da sich diese – preislich gesehen – deutlich besser präsentiert als die Tagesflat. Letztendlich sollten Sie jedoch selbst entscheiden, wie oft Sie den Stick verwenden wollen und welche Flatrate für Sie am ehesten lohnen würde.

Bezahlt wird auf unterschiedliche Art und Weise. Sie können in verschiedenen Geschäften einen Code zum Aufladen kaufen. Dafür müssen Sie schauen, für welchen Anbieter Sie sich entschieden haben und die entsprechende Karte auswählen. Angeboten werden diese Aufladungen in unterschiedlicher Höhe, sodass Sie frei wählen können, wie viel Geld Sie ausgeben möchten.

Viele Anbieter räumen auch die Möglichkeit ein, den Stick per Überweisung aufzuladen. Zudem können Sie eine automatische Aufladung veranlassen. Ist Ihr Stick leer, nimmt der Anbieter automatisch eine Lastschrift von Ihrem Konto vor und Sie können weitersurfen, ohne sich um die Details zu kümmern.

Die beiden letzten Bezahlmethoden können nur mit Ihrem Einverständnis in Anspruch genommen werden. Sie können diese auch jederzeit wiederrufen und sind nicht verpflichtet, diese über einen festgelegten Zeitraum zu nutzen.

 

Gibt es Begrenzungen?

Begrenzungen gibt es im Bereich des Datenvolumens. Hier lohnt es, dass Sie sich im Vorfeld genau informieren, welches Datenvolumen die einzelnen Angebote mit sich bringen. Zudem sollten Sie ihre persönliche Nutzung analysieren.

Surfen Sie nur normal im Internet und benötigen Sie den Stick, um einige Arbeiten auszuführen, E-Mails zu checken und zu versenden, dann werden Sie mit einem Datenvolumen von 5 GB bequem über den Monat kommen.

Laden Sie Bilder und Videos, möchten Sie Online Spiele spielen oder größere Datenmengen versenden, kann es sein, dass die 5 GB recht schnell aufgebraucht sind. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Laptop oder das Tablet eine Aktualisierung der Software beziehungsweise der Apps und installierten Programme vornimmt. Daher sollten Sie diese Vorgänge im besten Falle immer dann vornehmen, wenn Sie in ein WLAN Netzwerk eingewählt sind und nicht auf den Datenverbrauch achten müssen.

 

Vorteile von einem Surfstick

Ein Surfstick bringt vielfältige Vorteile mit sich. Diese wären unter anderem:

  • Sie sind überall in der Lage, sich ins Internet einzuwählen. Völlig unabhängig wo Sie sind. Sie müssen den Surfstick lediglich mit dem Endgerät verbinden.
  • Surfsticks stellen eine günstige Alternative für all jene dar, die auch unterwegs nicht auf eigenes Internet verzichten wollen.
  • Je nachdem, wie oft Sie den Surfstick nutzen wollen, werden Ihnen unterschiedliche Datentarife mit oder ohne Vertrag angeboten. Sie haben die freie Wahl und können unabhängig entscheiden, welcher Tarif und welcher Anbieter für Sie empfehlenswert sind. Um eine Auswahl treffen zu können, sollten Sie im Vorfeld Ihre Nutzungsgewohnheiten analysieren.
  • Ein Surfstick ist kompakt, leicht und flexibel einsetzbar. Zudem passt er in jede Tasche.
  • Surfsticks können überall dort zum Einsatz kommen, wo keine stationäre Internetversorgung möglich ist.
  • Sie haben bei einem Surfstick die volle Kostenkontrolle. Besonders dann, wenn Sie sich für die Prepaid-Variante entscheiden.

Tipp: Haben Sie den Wunsch, nicht nur für ein Gerät mobiles Internet nutzen zu können, sondern gleichzeitig für mehrere Geräte, dann empfehlen wir Ihnen einen mobilen Hotspot. Er funktioniert ähnlich wie der Surfstick, wird jedoch nicht direkt mit dem Endgerät durch eine USB-Verbindung verbunden und ermöglicht daher einen gleichzeitige Verbindung mit bis zu sechs Endgeräten. Für den mobilen Hotspot können Sie Ihre Karte aus dem Surfstick nutzen.

 

Nachteile von einem Surfstick

Surfsticks bieten nicht den vollen Umfang an Leistungen, wie Sie des von einem WLAN Anschluss kennen. So ist die Surfgeschwindigkeit in der Regel etwas geringer, was sich vor allen Dingen dann negativ bemerkbar machen kann, wenn Sie Bilder oder Videos laden wollen beziehungsweise große Online Spiele spielen.

Bei einer Abrechnung nach Datenvolumen müssen Sie aufpassen, dass die Kosten im Rahmen bleiben.

Ansonsten gibt es keine weitreichenden Nachteile, die mit einem Surfstick in Verbindung gebracht werden können.

 

Was sagt die Stiftung Warentest zu den Surfsticks?

Es ist schon einige Zeit her, dass sich die Stiftung Warentest mit dem Thema Surfstick beschäftigt hat. Trotz alledem hat die Institution eine klare Meinung zu den kleinen Sticks:

Positiv hervorgehoben wird die Tatsache, dass überall Internet zur Verfügung steht, soweit der Anbieter in den entsprechenden Regionen eine Netzabdeckung garantiert. In unserer heutigen Zeit ist dies jedoch meist der Fall.

Auch die einfache Bedienung und die unkomplizierte Beschaffung sind gelobt wurden. Negativ wird lediglich die Tatsache aufgefasst, dass die Geschwindigkeit oftmals nicht dem entspricht, was im Vorfeld ausgelobt wurde. In vielen Fällen muss mit einer deutlich geringeren Geschwindigkeit gesurft werden, dass das Surfvergnügen schnell ein wenig dämpfen kann.

Trotz alldem reichen die Sticks für ein normales Surfverhalten vollkommen aus und stellen eine gute Alternative auf Reisen dar. Für den täglichen Gebrauch im Büro oder für aufwendigere Arbeiten sind sie eher nicht empfehlenswert. Dafür sollte ein WLAN-Netz genutzt werden.

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