Private Krankenversicherungen im Vergleich – mit Tarifrechner

 In Versicherungen

Was ist die private Krankenversicherung?

Neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist die private Krankenversicherung (PKV) das zweite Sicherungssystem der sozialen Sicherung in Deutschland. Bei der PKV schließen Versicherer und Versicherte einen privatrechtlichen Versicherungsvertrag ab, der die Leistungen im Falle eine Krankheit des Versicherungsnehmers absichert. Die PKV erstattet, je nach Vertragsgestaltung, dem Versicherten die Kosten für die Behandlung bei Krankheit vollständig oder teilweise. Bei der PKV handelt es sich um eine Individualversicherung. Die Beiträge sind vom gewählten Leistungsangebot des Versicherten abhängig.

Muss ich krankenversichert sein?

In Deutschland ist es seit dem 01.01.2007 Pflicht, eine gesetzliche Krankenversicherung zu haben. Seit dem 01.01.2009 können Versicherte wählen, ob die Versicherungspflicht bei einer privaten oder gesetzlichen Krankenvollversicherung erfüllt wird.

Wer kann in die Krankenvollversicherung eintreten?

Personen, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen, können in die private Krankenvollversicherung wechseln. Die Versicherungspflichtgrenze wird jedes Jahr angepasst und orientiert sich an dem durchschnittlichen Bruttolohn eines Jahres. Die Jahresgrenze für 2017 liegt bei 57.600,00 Euro (brutto) und die Monatsgrenze beträgt 4.800,00 Euro (brutto). Weiter haben Freiberufler und Selbstständige die Möglichkeit, eine private Krankenvollversicherung zu wählen. Freiberufler sowie Selbstständige, die lediglich ein geringes Einkommen erzielen, haben die Möglichkeit einen Lastenzuschuss zu erhalten

 

Ist eine fehlende Krankenversicherung strafbar?

Ja, wer in Deutschland keine Krankenversicherung hat, muss mit Sanktionen rechnen. Im Bereich der privaten Krankenversicherung werden bei Personen, die nach dem 01.02.2009 unversichert waren, rückwirkend ab dem Zeitpunkt der fehlenden Krankenversicherung fällige Beiträge nacherhoben. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden Beiträge sogar rückwirkend bis zum 01.04.2007 erhoben, weswegen die private Krankenversicherung vergleichsweise milde agiert.

Was regelt das Beitragsschuldungsgesetz?

Menschen, die keine Krankenversicherung hatten und einer Krankenversicherung beitreten, haben nach dem Beitragsschuldungsgesetz bereits bei Eintritt Beitragsschulden. Aus diesem Grund scheuen sich viele Betroffene den Eintritt in die Krankenversicherung. Zum 01.08.2013 wurde seitens der Bundesregierung das Beitragsschuldungsgesetz erlassen, das der Entlastung von Nichtversicherten dient. Gemäß dem Beitragsschuldungsgesetz bekamen Personen, die zwischen August und Dezember 2013 der Krankenversicherungspflicht nachkamen, rückwirkend die Beitragsschulden erlassen. Wer sich allerdings nach diesem Zeitraum bei einer Krankenversicherung gemeldet hat, muss die rückwirkenden Beiträge begleichen. Private Krankenvollversicherer gehen auf die betroffenen Personen ein und bieten individuelle Lösungen.

Was muss ich bei der Tarifwahl beachten?

Die Krankenvollversicherung folgt dem Baukastenprinzip und ermöglicht so die individuelle und bedarfsgerechte Ausgestaltung des Versicherungsschutzes im Krankheitsfall. Der Vorteil der privaten Krankenversicherung liegt auch darin, dass sich die Beiträge nicht nach dem Einkommen richten, sondern nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem individuell gewählten Leistungsumfang. Bei dem Tarif ist immer ein Upgrade möglich, sodass man sich auch später für einen höheren Leistungsumfang wie beispielsweise die Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer im Krankenhaus entscheiden kann.

Was sind Zusatztarife?

Die private Krankenversicherung bietet Zusatztarife wie Krankentagegeld oder Krankenhaustagegeld. Das Krankentagegeld sichert das Einkommen im Krankheitsfall. Selbstständige oder Freiberufler erhalten kein gesetzliches Krankengeld wie Angestellte. Versicherte können selbst festlegen, ab wann das Krankentagegeld gezahlt wird und wie hoch die tägliche Zahlung ausfallen soll. Krankentagehausgeld wird dann gezahlt, wenn es zu einem stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus kommt. Der vereinbarte Tagegeldsatz ist eine Erweiterung, die individuell vereinbart wird. Die Pflegezusatzversicherung leistet dann, wenn eine Pflegestufe vorliegt.

Die Höhe des Krankengeldes muss dem tatsächlichen Einkommen entsprechen. Versicherer verlangen im Leistungsfall die Vorlage der Einkommenssteuerbescheide (Nettoeinkommensnachweis) der letzten drei Jahre, weshalb eine realistische Höhe des Krankentagegeldsatzes wichtig ist.

Was gilt für Brillen, Zahnersatz oder alternative Heilmethoden?
Versicherte können je nach Bedarf den Versicherungsschutz um Mehrleistungen für Brillen, Zahnersatz, Kontaktlinsen oder alternative Heilmethoden erweitern.

Was versteht man unter dem Selbstbehalt?

Die Vereinbarung der so genannten Selbstbeteiligung ist ein wichtiges Instrument, um den Versicherungsschutz umfänglich und trotzdem nicht zu teuer zu gestalten. Erst wenn Arztrechnungen eine festgelegte Grenze (z.B. 500 Euro) überschreiten, werden die Rechnungen seitens des Versicherers beglichen.

Die Höhe des Selbstbehaltes sollte immer zur Verfügung stehen, denn im Krankheitsfall müssen die Arztrechnungen bis zu dem vereinbarten Betrag selbst gezahlt werden.

Wird die private Krankenversicherung im Alter zu teuer?

Versicherer bilden so genannte Altersrückstellungen, die dazu dienen, die Beiträge auch mit zunehmendem Alter konstant zu halten. Der Versicherungsbeitrag beinhaltet immer einen gewissen Anteil, der als Altersrückstellung ausgewiesen ist, sodass die Beiträge im Alter entgegen der herrschenden Meinung nicht merklich erhöht werden.

Was ist die Beitragsrückerstattung?

Versicherte, die im vergangenen Versicherungsjahr keine Leistungen seitens des Versicherers in Anspruch genommen haben, profitieren von der Beitragsrückerstattung. Werden innerhalb eines Kalenderjahres keine Belege eingereicht, so erstattet der Versicherer Beiträge zurück.

Wie gestaltet sich die Zahlung der Arztrechnungen?

Versicherte erhalten seitens des Arztes eine Privatrechnung. Diese wird bei dem Versicherer eingereicht und dieser erstattet den Betrag zeitnah auf das angegebene Konto. Oft wird davon gesprochen, dass Versicherte die Arztrechnungen „vorlegen“ müssen, was zu einer finanziellen Belastung werden kann. Arztrechnungen haben ein Zahlungsziel und in der Regel erfolgt die Leistung der Versicherer zeitnah, sodass Versicherte nicht in Vorlage gehen müssen.

Was ist der Basistarif?

Wer sich in der privaten Krankenversicherung versichern muss, hat die Möglichkeit, in den Basistarif einzusteigen. Der Basistarif bietet eine brancheneinheitliche Gestaltung und entspricht in Leistung sowie Preis ungefähr dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Der maximal zu leistende Beitrag liegt derzeit bei 639,39 Euro pro Monat.

Was ist der Kontrahierungszwang?

Einige Personen haben Angst, dass ein privater Krankenversicherer die Annahme verweigert. Diese Angst ist unbegründet, denn es herrscht der Kontrahierungszwang. Demnach dürfen Versicherungsanwärter nicht abgelehnt werden, wenn sie in den Basistarif einsteigen möchten. Im Basistarif erfolgt keine vorherige Gesundheitsprüfung der Versicherungsanwärter. Falls Versicherungsnehmer jedoch einen höherwertigen Tarif wünschen, ist die Gesundheitsprüfung erforderlich. Anschließend zahlen Versicherte Beiträge, die sich nach dem Gesundheitszustand, Alter und gewünschten Versicherungsleistungen richten. Studenten erhalten einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung, während Rentner die Beiträge in der Regel selbst begleichen müssen.

Was ist die Gesundheitsprüfung bei der PKV?

Versicherer verlangen eine Gesundheitsprüfung, um das individuelle Risiko und den Gesundheitszustand des Versicherungsanwärters einzuschätzen. Aus diesem Grund wird vor dem Versicherungsbeginn eine allgemeine Gesundheitsprüfung vorgenommen. Bei der Gesundheitsprüfung handelt es sich nicht um eine ärztliche Prüfung, sondern um einen Fragebogen, auf dem Gesundheitsfragen sowie Vorerkrankungen erfasst werden.

Tipp: Die Fragen bezüglich der Vorerkrankungen sollten immer wahrheitsgemäß beantwortet werden. Im Idealfall befragen Versicherungsanwärter den Hausarzt nach der Anamnese und lassen sich den Gesundheitszustand attestieren. Die Bescheinigung sollte dem Versicherungsantrag beigefügt werden und im Versicherungsvertrag schriftlich aufgeführt sein.

Was passiert bei falschen Angaben bei der Gesundheitsprüfung?

Der Versicherungsaspirant hat alle Fragen der Gesundheitsprüfung schriftlich zu beantworten. Die Angaben müssen wahrheitsgemäß und nach bestem Wissen und Gewissen gemacht werden. Verschweigt der Versicherungsnehmer bewusst Vorerkrankungen, kann das zu einer Verweigerung der Zahlung oder zur Kündigung des Versicherungsvertrages führen. Versicherer sind auf die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen angewiesen und leisten damit einen Vertrauensvorschuss. Private Krankenversicherer sind wirtschaftlich agierende Unternehmen, die Beiträge unter anderem nach versicherungsmathematischen Gesichtspunkten berechnen. Jeder Versicherte zahlt einen Beitrag, der seinem individuellen Gesundheitsrisiko entspricht. Aus diesem Grund werden bei Antragsstellung u.a. der allgemeine Gesundheitszustand und das Alter zur Berechnung herangezogen. Der Versicherer darf wegen der ärztlichen Schweigepflicht keine Auskünfte beim behandelnden Arzt einholen, ausser der Versicherungsaspirant erteilt hierfür sein Einverständnis.
Zur Info: Auch das nicht vorsätzliche und unwissentliche Verschweigen von Vorerkrankungen kann dem Versicherer das Recht zur Kündigung geben.

Was ist die Risikoprüfung?

Die Risikoprüfung umfasst das subjektive und objektive Risiko in Bezug auf möglicherweise zukünftig auftretende Erkrankungen. Die Höhe der beiden Risiken sind mitbestimmend für den Beitrag.

Was versteht man unter dem objektiven Risiko?

Das objektive Risiko setzt sich aus unterschiedlichen Umständen äußerer Art zusammen. Zu den objektiven Risiken zählen beispielsweise Beruf, Alter, Wohnort, aktueller Gesundheitszustand oder eventuell erfolgte operative Eingriffe. Das objektive Risiko wird weitestgehend durch die Angaben des Antragsstellers erfasst.

Was versteht man unter dem subjektiven Risiko?

Das subjektive Risiko hängt stark von dem Verhalten des Antragstellers ab und bezeichnet Gefahrenmomente. Übt der Antragsteller ein gefährliches Hobby oder Sportart aus, ist das Gefahrenmoment höher einzustufen, denn es kann häufiger zu einem Unfall kommen. Zu dem subjektiven Risiko zählen Faktoren wie soziale Stellung, Einkommens- und Vermögensverhältnisse, Bildungsstand, Ehrlichkeit des Antragstellers oder Einstellung zur Krankheit sowie anderweitig vorliegende Versicherungen.

Welche Kündigungsgründe hat der Versicherungsnehmer?

Versicherte können die private Krankenversicherung ohne Angaben von Gründen jeweils nach den im Vertrag geltenden Fristen kündigen. Nach Vorgaben des Gesetzgebers besteht eine dreimonatige Kündigungsfrist zum Ende eines Versicherungsjahres. Bei den meisten Versicherern wird das Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr gleichgesetzt. In diesem Fall endet die Vertrag jeweils zum 31.12 des jeweiligen Jahres, weshalb die Kündigung spätestens zum 30.9. ausgesprochen werden muss. Bei einigen Versicherern endet das Versicherungsjahr unterjährig. In diesem Fall liegt das Vertragsende jährlich an einem Tag vor Aufnahme des Vertrages im Vorjahr. Neben dem ordentlichen Kündigungsgrund bietet die Gesetzgebung das so genannte außerordentliche Kündigungsrecht, das auch als Sonderkündigung bezeichnet wird.

Tipp: Die ordentliche Kündigung einer Krankenvollversicherung sollte per Einschreiben versendet werden, denn dieses gilt als Nachweis. In dem Kündigungsschreiben müssen der vollständige Name, Datum, Kündigungszeitpunkt Anschrift sowie die Versicherungsnummer aufgeführt sein. Zudem muss die Kündigung vom Versicherungsnehmer unterschrieben sein. Zudem ist die Mindestvertragslaufzeit zu beachten. Der Versicherungsvertrag muss dann erst eine bestimmte Zeit laufen, bevor erstmals eine Kündigung möglich ist. In der Regel beträgt die Mindestvertragslaufzeit ein bis zwei Jahre, wobei Einzelheiten im jeweiligen Vertragswerk festgeschrieben sind.

Was ist das Sonderkündigungsrecht?

Damit das Sonderkündigungsrecht gemäß § 205 VVG Anwendung findet, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
1. Die aktuelle Versicherungspflichtgrenze wird seitens des privatversicherten Angestellten unterschritten. Die Kündigung der PKV hat rückwirkend und innerhalb von maximal drei Monaten nach Eintritt in die gesetzliche Krankenversicherung zu erfolgen. Wird diese Frist versäumt, so besteht eine Kündigungsfrist von einem Monat (zum Ende des aktuell laufenden Monats). Die Versicherungspflicht ist der PKV innerhalb von zwei Monaten nachzuweisen.

Die Kündigungsfristen müssen eingehalten werden, denn sonst werden unter Umständen doppelte Beiträge fällig und man muss die GKV und PKV zahlen!

2. Zu einer außerordentlichen Kündigung berechtigt auch der Eintritt in die gesetzliche Familienversicherung. Hier gelten dieselben Regelungen wie bei dem Eintritt in die gesetzliche Pflegeversicherung.

3. Es besteht bei dem Versicherten ein Anspruch auf Heilfürsorge. Wenn während des Versicherungsverhältnisses der Anspruch auf Heilfürsorge eintritt, hat der Versicherte den Anspruch außerordentlich zu kündigen.

4. Der Versicherer nimmt eine Beitragsanpassung vor oder erhöht die Beiträge. Auch wenn eine Leistungsänderung vorgenommen wird, hat der Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Ab Bekanntwerden der Änderungen bleiben dem Versicherten zwei Monate Zeit, das Sonderkündigungsrecht auszusprechen. Entscheidend für den Fristbeginn ist der Zustellungszeitpunkt der Beitrags- oder Leistungsänderung. Die Kündigung des Versicherten wird gleichsam mit dem Zeitpunkt der Anpassung wirksam. Die Kündigung muss vor Inkrafttreten der Leistungsänderung oder Beitragsanpassung bei dem jeweiligen Versicherer eingegangen sein. Für das Krankenhaustagegeld und das Krankentagegeld gelten allerdings gesonderte Kündigungsfristen.
Beachten: Bei einer außerordentlichen Kündigung des Krankenvollversicherungsvertrages gelten dieselben Formalien wie bei einer ordentlichen Kündigung. Zudem muss der Grund für die außerordentliche Kündigung aufgeführt sein.

Der Versicherte muss innerhalb von zwei Monaten eine neue Krankenvollversicherung nachweisen. Erst mit dem Nachweis der neuen privaten Krankenversicherung wird die Kündigung der alten wirksam.

Nicht nur eine Beitragserhöhung berechtigt zum außerordentlichen Kündigungsrecht. Wichtig ist, dass ein Bestandteil des Vertrages seitens des Versicherer geändert wird. Deshalb berechtigt auch eine Beitragssenkung zu einer außerordentlichen Kündigung des Versicherungsvertrages seitens des Versicherungsnehmers.

Was ist die Kündigung bei Vertragsverletzung?

Der Versicherer kann bei einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung den Versicherungsvertrag kündigen.

Was ist eine grob fahrlässige Vertragsverletzung?

Zu der grob fahrlässigen Vertragsverletzung seitens des Versicherten zählt das Verschweigen von Vorerkrankungen. Der Versicherer hat ab Bekanntwerden eines derartigen Verstoßes innerhalb einen Monats das Recht, den Versicherungsvertrag fristlos zu kündigen. Falsche Angaben bei der Gesundheitsprüfung können erst dann auffallen, wenn ein Leistungsfall auftritt.

Versicherer haben in der Regel kein ordentliches Kündigungsrecht. dadurch soll verhindert werden, dass sich Versicherungsgesellschaften von kranken oder älteren Versicherten trennen können. Die privaten Krankenversicherer unterliegen den gesetzlichen Regelungen. Dadurch wird gewährleistet, dass Versicherer sich rein privatwirtschaftlich orientieren. Auch private Krankenversicherer müssen dadurch die gesamtwirtschaftlichen Zwecke erfüllen. Deswegen sind Ängste vor einer „Alterskündigung“ bei der privaten Krankenversicherung völlig unbegründet.

Droht eine Kündigung bei Nichtzahlung der Beiträge?

Im Zuge der Einführung der allgemeinen Versicherungspflicht im Jahre 2009 kann der Versicherer nicht mehr kündigen, wenn Beiträge offen sind. Aus diesem Grund werden beitragsäumige Versicherer in den Basistarif eingestuft. Die Einstufung in den Basistarif dauert so lange, bis die fehlenden Beiträge beglichen werden.

Was ist eine Vertragstrennung in der privaten Krankenversicherung?

Die Vertragstrennung ist nicht mit der Vertragskündigung zu verwechseln. Die Vertragstrennung bezeichnet nur die Überführung eines Gemeinschaftsvertrages in einen separaten Tarifvertrag. Familienangehörige oder Kinder der Versicherungsnehmer haben mit Eintritt der Volljährigkeit, das recht zu entscheiden, ob sie weiter bei dem Eltern versichert bleiben oder sich selbst gesetzlich oder privat versichern möchten. Für den Fall, dass das volljährige Kind den bestehenden Tarif bei der PKV übernehmen möchte, wird die Übernahme als „Vertragstrennung“ vereinbart. Das bedeutet lediglich, dass die volljährige Person selbst versichert ist und nicht mehr über die Eltern. Im Fall einer Scheidung haben beide Versicherte in der PKV das Recht, die Vertragsteile als eigenständige Verträge zu behalten.

Kündigung oder Tarifwechsel?

Werden die Beiträge zu hoch, ist die Kündigung lediglich eine Alternative. Statt der Kündigung haben Versicherte die Möglichkeit, den eigenen Tarif entsprechend anzupassen. Tarife ändern sich im Laufe der Jahre und ein Wechsel ist unkompliziert und sorgt für eine marktgerechte Anpassung, die häufig mit geringeren Beiträgen verbunden ist.

Was ist der Vorteil des Tarifwechsels?

Der Vorteil des Tarifwechsels gegenüber der Kündigung ist, dass keine erneute Gesundheitsprüfung erfolgt. Bisher angesparte Rückstellungen bleiben für den Versicherten erhalten. Das Versicherungsvertragsgesetz liefert mit § 204 die gesetzliche Grundlage für den Tarifwechsel.

Es lohnt sich immer, die bestehenden Verträge regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls einen anderen Tarif zu wählen, wodurch Geld gespart werden kann.

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