Pferdefutter kaufen – die besten und günstigsten Sorten im Vergleich

 In Allgemein
Pferdefütterung ist für jeden Pferdebesitzer ein wichtiges Thema. Schon ein kleiner Fehler kann bei einem Pferd gesundheitliche Probleme verursachen. Nur wer sich zumindest mit den wichtigsten Punkten der Pferdefütterung auskennt, weiß, was gut fürs Pferdes ist.

 

Brauchen Pferde beim Fressen Abwechslung?

Abwechslungsreiches Essen gehört beim Menschen zur gesunden Ernährung. Beim Pferd hingegen sieht das anders aus, denn bei ihm ist der Verdauungsapparat nicht für ständig wechselnde Nahrung ausgelegt. Wird das Futter häufig gewechselt kann sich das negativ auf die Mikroorganismen im Darmtrakt auswirken.

Welche Folgen kann häufiger Futterwechsel verursachen?

Bei häufigem Futterwechsel kann es zum Absterben der Darmflora kommen. Dadurch können Koliken, Durchfall sowie Darmwasser entstehen.

Das Pferd erkrankt durch den Futterwechsel nicht sofort. In der Regel beginnen die Beschwerden erst nach einer Verdauungszeit von etwa 60 Stunden. Manchmal können auch Tage vergehen, bis die ersten Symptome auftreten.
 

Was ist, wenn ein Futterwechsel unvermeidbar ist?

Ein Futterwechsel ist nicht generell verboten, er sollte jedoch nicht zu häufig erfolgen. Daher sollte das Pferd auf der Weide immer zusätzlich auch Stroh beziehungsweise Heu zur freien Verfügung haben. Das gleiche gilt, wenn das Pferd in den Stall muss. Hier ist es ideal, wenn es neben Heu auch frisches Gras fressen kann.
 

Welches Basis-Futter gibt es?

Beim sogenannten Basisfutter wird zwischen Grünfutter und Raufutter unterschieden.

 

Was ist Grünfutter?

Das Gras auf dem Weideland wird als Grünfutter bezeichnet.

 

Dürfen Pferde Rasenschnitt fressen?

Auch wenn das Pferd das Gras des Weidelandes als Futter nutzt, bedeutet das nicht, das auch der Rasenschnitt aus dem Garten verfüttert werden darf. Der feine Rasenschnitt wird von vielen Pferden nicht richtig zerkaut runter geschluckt. Im Magen-Darmtrakt wird das Gras dann nicht vollständig verdaut. Verstopfungen und Verdauungsstörungen sind meist die Folge.

 

Kann frisches Gras mit Heu vermischt werden ?

Heu und Gras vom Weideland sollten generell nicht vermischt werden. Im Gegensatz zum trockenen Heu setzt beim Gras verhältnismäßig schnell der Gär-und Verderbnisprozess ein. Daher sollte das frische Gras immer getrennt vom Heu gefüttert werden.

 

Was ist Raufutter?

Heu wird auch als Raufutter bezeichnet. Bevor das Heu an das Pferd verfüttert wird, muss die Restfeuchte entweichen. Zu diesem Zweck wird das frisch gemähte Gras acht bis 12 Wochen gelagert. Ist das Heu nicht vollständig getrocknet, kann das beim Pferd Koliken und Durchfall erzeugen. Allerdings sollte die Lagerung nicht zu lange dauern, da das Heu sonst überjährig werden kann.

 

Was ist unter überjährigem Heu zu verstehen ?

Lagert das Heu mehrere Monate bis zu einem Jahr, setzt sich Staub und Dreck fest. Wird das überjährige, verschmutzte Heu vom Pferd gefressen, sind Verdauungsprobleme vorhersehbar.

Überjähriges Heu kann verfüttert werden, wenn es vorher ausgiebig gewässert wird. Dennoch ist es besser auf die Fütterung von überjährigem Heu ganz zu verzichten. Als Alternative zum Heu können sogenannte Heucobs verwendet werden.

Was sind Heucobs ?

Bei den Heucobs, auch Wiesencobs oder Grascobs genannt, handelt es sich um große Pellets, die aus Heu hergestellt werden.

Welche Vorteile haben Heucobs ?

Aufgrund des besonderen Herstellungsverfahrens (Heißlufttrocknung), bleiben wichtige Strukturen im Darm erhalten. Zudem sind Wiesencobs frei von Schimmelpilzbefall sowie Staubablagerungen. Somit können Grascobs auch als Heufutterersatz für allergische, hustende und staubempfindliche Pferde verwemdet werden .

Wer Kleinpferde oder Ponys mit Grascob füttern will, sollte unbedingt auf einen hohen Rohfasergehalt achten, damit die Tiere nicht zu viel Eiweiß mit der Nahrung aufnehmen.

 

Warum muss der Gehalt an Rohfasern hoch sein ?

Ist der Gehalt an Rohfasern zu niedrig, gelangen nur wenig Strukturen in den Darm. Das bedeutet, es entsteht in der Darmflora ein Defizit an Rohfasern und der Darm arbeitet nicht richtig. In diesem Fall kann es zu Durchfällen oder Kotwasser kommen.

 

Sind Wiesencobs eine echte Alternative ?

Für kranke und alte Pferde sind Grascobs sicherlich ein guter Heuersatz. Für gesunde Pferde hingegen mit einem natürlichen Kaubedürfnis ,sind Pellets weniger geeignet. Wiesencobs sollten daher bei gesunden und jungen Pferden nur zusammen mit einer entsprechenden Heuration verfüttert werden-.

Bei alten und kranken Pferden sollten die Heucobs vor der Fütterung ausgiebig gewässert werden, um eine Schlundverstopfung zu vermeiden.

 

Was sind Luzerne?

Luzerne gehören zu den Kleearten. Insbesondere in Amerika haben sich Luzerne als Heuersatz bewährt. Sie werden auch oft für Pferdemüsli verwendet.

 

Für welche Pferde sind Luzerne geeignet?

Luzerne sind sehr mineralstoffreich und enthalten zudem viel Eiweiß. Daher sind Luzerne vor allem für Pferde geeignet, die sich viel bewegen. Bei Freizeitpferden mit nur mittleren oder niedrigen Leistungsanforderungen hingegen, können Luzerne Übergewicht verursachen.

 

Gibt es Diätfutter für Pferde?

Zu den wohl bekanntesten Diätfuttermitteln zählt Mash. Damit ist jedoch kein Futter gemeint, dass speziell für übergewichtige Pferde entwickelt wurde. Das diätische Futtermittel Mash dient vor allem dazu Pferde in der Rekonvaleszenzeit zum Beispiel nach einer Krankheit oder einer Verletzung mit gut verdaulichem Futter zu versorgen. Mash belastet kaum den Magen und entlastet den Darm. Auch bei Pferden mit Zahnproblemen hat sich Mash bewährt. Im Winter wird Mash als warme Mahlzeit an die Pferde verfüttert.

Mash wird im Handel auch als Fertigfutter angeboten, dass nur noch mit heißem Wasser aufgegossen wird. Allerdings enthalten diese Fertigprodukte in der Regel viel Zucker. Für Pferde mit gestörtem Stoffwechsel ist Fertigmash in diesem Fall weniger geeignet.

 

Welches Zusatzfutter darf ein Pferd bekommen?

Auch wenn das Hauptfutter so wenig wie möglich gewechselt werden sollte, freut sich das Pferd doch über das Zusatzfutter.
Dazu zählen vor allem:

  • Hafer
  • Gerste
  • Weizen und Roggen
  • Mais
  • Zuckerrüben
  • Dinkel
  • Müsli

 

Ist Hafer als Zusatzfutter gut fürs Pferd?

Die Verdaulichkeit von Hafer liegt bei rund 90 Prozent. Zudem regt es den Stoffwechsel an und enthält die Gesundheit fördernde gesättigte und ungesättigte Fettsäuren.

Hafer zwingt das Pferd seine Nahrung lange und gründlich zu kauen. Ältere und kranke Tiere können hierbei Probleme haben. Daher ist es ratsam in diesen Fällen gequetschten Hafer zu verfüttern, auch wenn dieser schneller verdirbt.

 

Kann Hafer auch als Alleinfutter verwendet werden?

Hafer kann durchaus als Hauptfutter verwendet werden, allerdings ist es ratsam der Haferfütterung ein Mineralfutter mit hohem Anteil an Calcium unterzumischen.

Die Qualität das Hafers lässt sich leicht feststellen. Je größer die Haferkörner desto besser die Qualität.

Ist Gerste als Futter empfehlenswert?

Gerste wird aufgrund des hohen Energiegehalts vor allem bei Sport-und Arbeitspferden verwendet. Allerdings ist Gerste schlecht verdaulich und zudem verhältnismäßig schwer zu zerkauen. Daher sollte Gerste nur als Anteil einer Mischfutterration verwendet werden.

 

Sind Weizen und Roggen als Futter geeignet?

Sowohl Weizen als auch Roggen enthalten das sogenannte Klebeeiweiß, das beim Pferd Verdauungsstörungen verursachen kann. Daher sind Weizen und Roggen auch als Futterbeigabe eher zu vermeiden.

 

Mais als Futteralternative?

Insbesondere in den USA wird Mais in Verbindung mit Heu als Kraftfutter eingesetzt. Da Mais aber sehr viel Eiweiß enthält, sollte es nur bei Pferden verfüttert werden, die sich entsprechend viel bewegen. Ansonsten kann es schnell zu Übergewicht kommen.

Mais ist besser zu verdauen, wenn es vor der Fütterung geschrotet und mit anderen Getreidesorten gemischt wird.

 

Warum soll vor dem Kraftfutter immer Heu gefüttert werden ?

Pferde sind ganz wild auf Kraftfutter. Dementsprechend gierig fressen sie das Futter. Allerdings entsteht dadurch das erhöhte Risiko einer Schlundverstopfung. Hat das Pferd aber vorher Heu bekommen, frisst es das Kraftfutter langsamer, da es nicht mehr so hungrig ist.

 

Können Zuckerrübenschnitzel als Kraftfutter gefüttert werden ?

Zuckerrübenschnitzel enthalten wenig Eiweiß und Phosphor, verfügen jedoch über viel Energie und Calcium. Damit sind Zuckerrübenschnitzel eigentlich als Haferfutterergänzung ideal geeignet. Dennoch sind sie wegen das relativ hohen Zuckergehalts als Pferdefutter nur bedingt zu empfehlen. Für dünne oder kranke Tiere sind sie jedoch ein ideales Zusatzfutter. Auch als kleine Mahlzeit zwischendurch haben sich Zuckerrübenschnitzel bewährt.

Zuckerrübenschnitzel nie uneingeweicht verfüttern, da sonst die Gefahr einer Schlundverstopfung besteht. Die Zuckerrübenschnitzel sind fertig eingeweicht, wenn sie beginnen im Wasser aufzuquellen. Nach dem Aufquellen sofort verfüttern, da bei Zuckerrübenschnitzeln der Gärungsprozess in der Regel schnell einsetzt.

 

Ist Dinkel als Futter einsetzbar?

Dinkel gehört zu den sogenannten Urweizen und ist häufig in Getreidemischungen und Pferdemüsli zu finden. Weizen ist als Pferdefutter ungeeignet, das es Verklebungen im Pferdedarm verursachen kann. Wenn es dennoch als Futterzusatz verwendet werden soll, muss es unbedingt vor der Fütterung geschrotet beziehungsweise thermisch vorbehandelt werden.

 

Was ist Pferdemüsli?

Mittlerweile bekommen immer mehr Pferde sogenanntes Pferdemüsli zu fressen. Dabei handelt es sich um mineralisierte Fertigmischungen mit oder ohne Weizen. Pferdemüsli ist reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien. Der Vorteil von Pferdemüsli besteht vor allem in der Möglichkeit, den Müsli dem Bedarf des jeweiligen Pferdes anzupassen. Egal ob alt oder jung, ob sportlich oder eher gemütlich, es gibt für fast jedes Pferd eine passende Müsli-Mischung.

Beim Kauf des Pferdemüsli auf den Gehalt der Rohfaser achten. Je mehr Rohfasern im Müsli enthalten sind, um so weniger Energie liefert die Mischung.

 

Kann die Futtermischung vom Pferdebesitzer hergestellt werden?

Viele Pferdebesitzer gehen dazu über eine eigene Futtermischung zusammenzustellen. Der Vorteil dabei ist, dass alle verwendeten Produkte persönlich ausgesucht werden. So können zum Beispiel bestimmte Nährstoffallergien bei der Mischung berücksichtigt werden. Allerdings sind solche individuellen Futtermischungen meist teurer als die Fertigprodukte aus dem Handel.

Was ist bei der Fütterung von Obst zu beachten?

Jedes Pferd mag Obst und Gemüse. Als kleine Belohnung ist das Füttern von sogenanntem Saftfutter auch unbedenklich. Doch zu viel des Guten kann unter Umständen Koliken, Blähungen, Durchfälle, Kotwasser oder sogar schwerwiegende Stoffwechselerkrankungen verursachen.

 

Bei welchen Obstsorten ist besondere Vorsicht geboten?

Insbesondere Zitrusfrüchte wie Mandarinen und Orangen können einem Pferd mit sensiblem Magen große Probleme bereiten. Aber auch die bei Pferd und Reiter beliebten Möhren und Äpfel können im Übermaß genossen Koliken verursachen.

 

Was ist besser – Mineralfutter oder Mineralstein?

Viele Pferdebesitzer setzten bei der Mineralstoffversorgung ihrer Pferde auf Mineralsteine. Diese werden einfach auf die Weidefläche gelegt oder aber in der Pferdebox aufgehängt. Allerdings lässt sich auf diese weise die Mineralstoffversorgung des Pferdes nicht kontrollieren, sodass eine Überversorgung nicht auszuschließen ist. Daher ist hochwertiges Futter zur Mineralstoffversorgung die bessere Alternative.

 

Wie viel Kraftfutter darf ein Pferd haben?

Es gibt vier goldene Kraftfutterregeln:

1. Nicht alles auf einmal
Die Kraftfuttermenge darf auf keinen Fall auf einmal gefüttert werden. Viel mehr sollte es auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden.

2. Zeitlichen Abstand einhalten
Zwischen den einzelnen Kraftstofffütterungen sollten jeweils sechs bis acht Stunden vergehen.

3. Heuration nicht vergessen
Vor dem Kraftfutter sollte das Pferd möglichst viel Heu fressen, um den Magen vorzubereiten.

4. Verdauungszeit einplanen
Nach der Fütterung sollte vor dem nächsten Ausritt eine Verdauungszeit von mindestens einer Stunde eingerechnet werden

 

Wie wichtig ist die Qualität des Futters?

Fast alle Pferde haben einen recht empfindlichen Magen. Daher sollte nur qualitativ hochwertiges Futter verwendet werden.

 

Welches Futter ist das richtige?

Ob es sich bei dem Futter beziehungsweise Zusatzfuttermittel um ein gutes Produkt handelt, lässt sich am einfachsten durch einen Blick auf die Futteretiketten erkennen. Folgende Begriffe und Werte sind dort zu finden:

# Rohwasser: Wie viel Wassergehalt hat das Futter prozentual
# Trockenmasse: Hier wird der Wert der Trockenmasse angegeben, die nach Abzug des Wassergehalts noch übrig bleibt
# Rohasche: Angabe das Mineralstoffgehalts
# Rohprotein: Wie viel Eiweiß ist im Futter vorhanden
# Rohfett: Angabe de energetischen Wertes
# Rohfaser: Alle im Futter enthaltenen Pflanzenfasern

Wer sich nicht sicher ist, ob das Futter den Ansprüchen genügt, sollte unbedingt den Fachverkäufer fragen oder sich vorab im Internet nach dem besten Futter erkundigen.

 

Ist es sinnvoll seinem Pferd Biofutter zu geben?

Wenn von Biofutter für Pferde gesprochen wird, muss man zunächst differenzieren, auf welches Futtermittel genau man sich bezieht. So ist da zunächst einmal das Raufutter. Fast alle Pferde bekommen Heu zu fressen und das gibt es durchaus in unterschiedlichen Qualitäten von konventioneller bis hin zu ökologisch-nachhaltiger Erzeugung zu kaufen. Im Bereich von Müsli, Kraftfutter, Mash und Ähnlichem gibt es heute eine noch recht überschaubare Anzahl an Anbietern von Bioqualität. Geht es um Gemüse und Obst, wie zum Beispiel Äpfel oder Karotten, kann man sich bei der Auswahl von Bioprodukten an den üblichen Kennzeichnungen aus dem Bereich der Lebensmittel für Menschen orientieren.

 

Was bedeutet Bio?

Im Grunde ist der Begriff des „biologischen Anbaus“ im Bereich des Viehfutters genauso definiert wie im Lebensmittelhandel für den Menschen. Der Begriff „Bio“ garantiert:

  • Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO)
  • Kein Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln
  • Kein Einsatz von leicht löslichen Düngemitteln
  • Keine Verwendung von chemischen Wachstumsstoppern wie Halmverkürzern bei Getreide

Futtermittelhersteller, die die EWG-Verordnung Nr. 2092/91 zur biologisch kontrollierten Landwirtschaft erfüllen, weisen bei der Beschreibung ihrer Produkte in der Regel darauf hin. Im Zusammenhang damit wird entweder die EG-Kontrollnummer angegeben oder der Name der prüfenden Öko-Kontrollstelle.

 

Was spricht für biologisches Pferdefutter?

Warum jemand sein Pferd mit Futtermitteln aus ökologisch nachhaltigem Anbau versorgen möchte, kann ganz unterschiedliche Gründe haben:

  • Prinzipienfrage: Pferdebesitzer kauft ausschließlich biologisch nachhaltig ein
  • Sorge um die Gesundheit des Pferdes
  • Förderung von nachhaltiger Landwirtschaft
  • Natur- und Landschaftsschutz
  • Pferdehaltung auf zertifiziertem Biohof
Ernährt der Pferdebesitzer sich und seine Familie ausschließlich mit Bio-Produkten, liegt es nahe, dass auch das eigene Pferd entsprechend gefüttert wird. Oft steht eine komplexe Weltanschauung hinter dieser Entscheidung, die bei jedem individuell etwas anders aussehen kann. Die folgenden Aspekte spielen meistens eine große Rolle dabei:
Lebensmittel oder Futter aus biologischem Anbau sind in der Regel weniger mit Schadstoffen belastet als konventionell produzierte Produkte. Da der Einsatz von chemischen Spritzmitteln und Düngemitteln in Bio-Betrieben verboten ist, gelangen weniger chemische Substanzen in den Verdauungstrakt des Pferdes. Viele Chemikalien aus der konventionellen Landwirtschaft stehen unter dem Verdacht, Allergien und Krankheiten auszulösen.
So wie die chemische Keule negative Auswirkungen auf das physische Wohlbefinden des Pferdes haben kann, so belastet sie auch die Umwelt. Der Anbau von biologischem Futter erfolgt im Einklang mit der Natur, belastet die Böden weniger und sorgt einem Auslaugen besser vor. Dementsprechend ist also auch der Umweltschutz ein wesentlicher Aspekt bei der Entscheidung für Bio-Futter.
Steht ein Pferd auf einem Bauernhof, der ein Biosiegel trägt, so unterliegt auch die Fütterung des Pferdes in der Regel den Auflagen des Siegels. Selbst wenn ein Hof für das Fleisch seiner Rinder ein Siegel aus dem Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit bekommt, muss das übrige Vieh im selben Betrieb auf Bio-Futter umgestellt werden.

Was spricht gegen biologisches Pferdefutter?

Da die Produktion auf biologische Art und Weise aufwendiger und dabei oft weniger ertragreich ist, kostet Bio-Futtermittel mehr als konventionelles Futter. Dies kann je nach genauem Produkt Mehrkosten im Bereich von 30 % bis 50 % bedeuten.

Da die Pferdehaltung allgemein schon nicht billig ist, wird manch ein Pferdebesitzer für Futter kaum so tief in die Tasche greifen wollen.

Auf der anderen Seite ist es auch so, dass sich bei in Deutschland angebautem Futter die Belastung durch Schadstoffe in Grenzen hält. In Untersuchungen aus den Jahren 2002 bis 2006 konnte gezeigt werden, dass konventionell produziertes Obst und Gemüse kaum mehr Schadstoffe enthält als solches aus biologischer Landwirtschaft. Dies gilt allerdings nur für Deutschland. Kommen die Produkte aus anderen Ländern, kann der Unterschied zwischen bio und nicht bio sehr viel größer ausfallen.

Auch hinsichtlich gesunder Inhaltsstoffe ist biologischer Anbau nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor. So konnte bei Äpfeln hinsichtlich ihres Gehalts an Flavonoiden gezeigt werden, dass die Variation über verschiedene Apfelsorten hinweg größer ausfällt als zwischen Bio- und Nicht-Bio-Äpfeln. Flavonoide unterstützen die Gesundheit dadurch, dass sie freie Radikale im Körper neutralisieren können.

 

Bio-Pferdefutter kaufen

Letzten Endes muss jeder Pferdebesitzer selbst sehen, ob ihn die erwähnten Argumente vom Kauf biologischen Pferdefutters überzeugen. Denkbar ist auch ein Kompromiss, der regionalen Futtermitteln den Vorzug gibt und nur bei ausländischer Produktion auf ein zuverlässiges Bio-Siegel achtet.

Es gibt noch nicht viele Anbieter für biologisch zertifiziertes Pferdefutter. Doch ist ein klarer Trend steigender Nachfrage erkennbar. Momentan bieten zum Beispiel Mühldorfer und Eggersmann entsprechend ausgezeichnete Futtermittel an.

Die neun beliebtesten Hersteller von Pferdefutter

Wie alle Tierhalter wollen natürlich auch Pferdebesitzer nur das Beste für ihren Liebling. Neben den Haltungsbedingungen, der Pflege und dem regelmäßigen Reiten spielt die Fütterung eine zentrale Schlüsselrolle in Hinsicht auf das Wohlergehen und die Gesundheit des Pferdes.

„Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung“ legte schon Hippokrates den Menschen ans Herz. Diesen Leitsatz kann man ohne Weiteres auf die Fütterung des eigenen Pferdes übertragen. Achtet man sorgfältig auf die Qualität des Futters, kann man sich so manchen Tierarztbesuch ersparen.

Im Folgenden werden die neun beliebtesten Hersteller von Pferdefutter in Deutschland vorgestellt. Durch qualitativ hochwertige Produkte überzeugten sie in den vergangenen Jahren eine große Anzahl an Züchtern und Reitern von ihren Produkten.

Höveler

Bereits 1905 patentierte Arnold Höveler das erste Pferdefutter in Müsliform im kaiserlichen Patentamt. Seither gehört die Firma Höveler Spezialfutterwerke zu den festen Größen im Bereich der Pferdefutterherstellung in Europa. Die Qualität dieses Produzenten findet weltweite Anerkennung.

Zu den Kunden gehören Freizeitreiter, wie auch Zucht-, Turnier- und Rennställe. Speziell von Höveler ausgebildete Fachberater geben vor Ort Empfehlungen zur Pferdefütterung und gezieltem Futtermitteleinsatz.

Das Angebot umfasst beispielsweise:

  • Müsli
  • Zusatz- & Ergänzungsfutter
  • Zuchtfutter
  • Spezialfutter für Sportpferde, Senioren, Islandpferde etc.

 

Josera

Josera stellt seit über zwanzig Jahren hochqualitatives Pferdefutter in Deutschland her. Das Sortiment an Premium-Pferdefutter umfasst Angebote für die Aufzucht von Fohlen inklusive Milchersatz, Erwachsenenfutter und spezielle Futtermittel für Senioren. Man findet bei Josera auch Müsli, Mash, Belohnungsfutter sowie Vitamin- und Mineralfutter.

Das Hauptaugenmerk von Josera liegt auf der guten Verdaulichkeit des Futters. Aus diesem Grund enthält keines seiner Futtermittel Hafer. Außerdem wird das Getreide hydrothermisch aufgeschlossen.

Der hohe Qualitätsstandard wird durch ständige Laborkontrollen gewährleistet. Pferdefutter dieser Marke ist frei von künstlichen Farb- und Aromastoffen.

 

Eggersmann

Die Firma Eggersmann hat seinen Sitz in Rinteln, Weserbergland. Das Angebot enthält

  • Einzelfuttermittel
  • Leistungsfutter
  • Zuchtfutter
  • Mineralfutter
  • Konzentrate
  • Zusatzfutter
  • Bio-Futter
  • Belohnungsfutter

Eggersmann verfügt über vierzig Jahre Praxiserfahrung. Das Unternehmen bildet seine Mitarbeiter fortlaufend weiter, sodass sie eine kompetente, individuelle Beratung geben können. Auf Anfrage wird ein speziell auf das einzelne Pferd abgestimmtes Futter zusammengestellt.

Die Qualität des Futters wird durch den Standard GMP+ ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung, die höchste Qualität von der Auswahl der Rohstoffe bis hin zum fertigen Produkt verlangt.

 

Marstall

Im Jahr 1974 wurde die Pferdefutter-Marke Marstall gegründet. Mittlerweile ist sie europaweit tätig. Ein einheitlicher Qualitätsstandard wird durch streng überwachte Rezepturen sichergestellt.

Das Sortiment umfasst folgende Bereiche:

  • Hauptfutter: Freizeitfutter, Seniorenfutter, Kompaktfutter, Weidemüsli etc.
  • Sport- und Turnierfutter
  • Zuchtfutter
  • Individualfutter
  • Strukturfutter
  • Zusatzfutter
  • Vitamin- und Mineralfutter
  • Getreidefreie Angebote ohne Melasse

Durch die hydrothermische Aufschließung der Getreideflocken sind die Müslis leicht verdaulich. Kunden können die exakte prozentuale Zusammensetzung des jeweiligen Futtermittels beim Hersteller anfragen.

 

Agrobs

Ihre Produktion hat die Agrobs GmbH im bayerischen Alpenvorland auf dem alten Rauscher-Hof, der seit dem 16. Jahrhundert in Familienbesitz ist. Seit 1990 wird hier nach Naturland-Richtlinien biologisch gewirtschaftet. Das Pferdefutter von Agrobs ist mit dem Qualitätssiegel GMP+ B1 ausgezeichnet.

Das Sortiment dieses Produzenten erstreckt sich von Grund- und Belohnungsfutter über Ergänzungs- und Mineralfutter bis hin zu speziellen Saat- und Kräutermischungen. Die gut geschulten Mitarbeiter geben Auskunft über Wirkungsweisen und Einsatzgebiete der einzelnen Futtermittel.

Neben Pferdefutter stellt Agrobs Raufutter für die verschiedensten Tierarten, wie zum Beispiel Rinder, Kamele oder Landschildkröten her.

 

Mühldorfer

Bei diesem Pferdefutterhersteller handelt es sich um eine Marke der Mühldorfer Nutrition AG mit Sitz in Oberbayern. Die Futtermittel werden an fünf verschiedenen Standorten produziert. Im Angebot finden sich unter anderem:

  • Vollkorn-Müslis
  • Bio-Futter
  • Heu
  • Heucobs
  • Belohnungsfutter
  • Zusatzfutter

Der Hersteller achtet auf die sorgsame Auswahl der Rohstoffe und die schonende Verarbeitung. Es werden ausschließlich hochwirksame Ergänzungsstoffe zugesetzt. Weder chemische Binde-, Konservierungs- oder Extraktionsmittel noch dopingrelevante Substanzen werden verwendet. Von optischen Spielereien wird ebenfalls abgesehen.

 

Nösenberger

Der Hersteller Nösenberger produziert sei 1972 Pferdefutter auf Basis eines ausgefeilten Qualitätskonzeptes. Am Anfang entwickelte Horst von zur Gathen, selbst leidenschaftlicher Reiter und Landwirtschaftsmeister, ein außergewöhnlich hochwertiges Futter aus dem eigenen Getreide.

Bis heute sind Anbau, Entwicklung und Produktion direkt in Betriebshand. Das erklärte Konzept von Nösenberger ist es Pferde gesund und strukturgerecht zu ernähren. Genmanipulierte Futtermittel lehnt das Unternehmen strengstens ab.

Die Produktpalette umfasst:

  • Müsli
  • Mineralfutter
  • Sondermischungen
  • Kräuterfutter
  • Reisprodukte
  • Heu und Luzerne
  • Belohnungsfutter

 

Atcom Horse

Bei Atcom Horse handelt es sich um einen Hersteller von speziellem Pferde-Ergänzungsfutter. Seit dem Beginn im Jahre 1993 wurden ausgehend von dem ersten erfolgreichen Futtermittel gegen Hufprobleme weitere, spezielle Futterergänzungen für andere Problembereiche entwickelt. So bietet Atcom heute ernährungsbasierte Hilfen für Pferde mit Allergien, Muskel- oder Sehnenleiden, mit Magen-Darm-Problemen und vieles weitere an.

Das Vorzeigeprodukt „Atcom Hufvital“ wurde erstmalig 1998 vorgestellt. Der Verkauf von Atcom Horse-Produkten erstreckt sich über ganz Europa, Saudi-Arabien und die Arabischen Emirate.

 

St. Hippolyt

Mit der Natur als Vorbild stellt die St. Hippolyt Nutrition GmbH hochwertiges Pferdefutter her. Seit über 25 Jahren entwickelt die Firma Futtermittel auf der Basis von praktischen Erfahrungen vereint mit Fachwissen aus den Bereichen der Molekularbiologie, Ernährungs- und Sportwissenschaften.

Durch die Entwicklung individueller Futterpläne unterstützen die Fachkräfte von St. Hippolyt den Pferdebesitzer bei spezifischen Problemen. Neben Hauptfutter und diversen Müslis bietet der Hersteller auch Mineral- und Vitaminfutter, Zuchtfutter, Mash und kalt gepresste Pflanzenöle an.

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