Ökostrom-Anbieter im Vergleich

 In Allgemein

Spätestens seit der atomaren Katastrophe im Kernkraftwerk von Fukushima (Japan) ist die Energiewende in Deutschland ganz oben auf der politischen Agenda gelandet. Was vorher meistens nur Investoren oder Öko-Aktivisten interessierte und weniger auf eine tatsächlichen Wende in der Stromerzeugung ausgerichtet war, rückte seit März 2011 ins öffentliche Bewusstsein: Alternativen zur konventionellen Energiegewinnung ausbauen!

Was ist Ökostrom?

Nicht alle Formen der heutigen Stromerzeugung bargen oder bergen ein solch hohes Gefahrenpotential für die Gesundheit wie die Atomkraft. Reaktorunfälle scheinen eher selten und wenn dann im gewaltigen Ausmaß aufzutreten. Dabei sind mehr als 30 schwere Katastrophen weltweit bekannt und zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer großflächigen Schädigung von vielen hunderten oder tausenden Menschen und der Tier- sowie Pflanzenwelt alles andere als nur ignorierbar verschwindend gering ist.

 

Aus welchen Energieträgern wird Energie gewonnen?

Wasserkraftwerk

Das heißt nicht, dass andere, konventionell hergestellte Energie eine bessere Umwelt- oder Ökobilanz besitzt. Nur weisen sie auf den ersten Blick keine solch offensichtlichen Auswirkungen auf Mensch und Natur auf.

Meist tauchen auf eine Frage nach den existierenden Energiegewinnungsmethoden in Deutschland drei bis vier als Antworten auf. Tatsächlich sind es wesentlich mehr (sortiert nach etwaiger Erzeugung in Terawatt in Deutschland aus):

  • Braunkohle
  • Steinkohle
  • Kernenergie
  • Erdgas
  • Windenergie onshore (an Land)
  • Biomasse
  • Photovoltaik
  • Wasserkraft
  • Windenergie offshore (in Küstennähe auf dem Meer)
  • Hausmüllverbrennung (biogene beziehungsweise nachwachsende Rohstoffanteile)
  • Mineralölprodukte
  • Sonstige Energieträger

Nach der Fukushima-Atomkatastrophe sank der Anteil der Stromgewinnung aus Kernenergie von ca. 22% auf aktuell 13%. Der Ausgleich des Strombedarfs erfolgte durch den Ausbau von Windkraft-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen. Die umweltbelastende Verbrennung von Braun- und Steinkohle sowie Erdgas verharrten auf ihrem Niveau.

 

Was wird als Ökostrom bezeichnet?

Grundsätzlich ist Strom neutral. Es existiert kein guter oder schlechter Strom. Dem aus der Steckdose nutzbaren Strom geht eine Umwandlung von kinetischer, chemischer, thermische oder potentieller Energie in elektrische voraus. Der Strom würde – bildlich betrachtet – aus Kohle oder aus dem Sonnenlicht erzeugt genau gleich aussehen.

Der Begriff der Energieerzeugung ist physikalisch gesehen aber fehlerhaft. Das Energieerhaltungsgesetz sagt aus

Energie besitzt in einem abgeschlossenen System eine feste Erhaltungsgröße. Energie kann von einer Form in eine andere umgewandelt, aber nicht verringert oder vergrößert oder neu erzeugt werden.

Was heißt das in der Praxis? Es müsste Energienutzbarmachung oder ähnlich heißen. Es kann aus dem Nichts keine Energie zur häuslichen oder wirtschaftlichen Nutzung erzeugt werden. Es findet vielmehr eine Transformation (Umwandlung) der in einem Energieträger (zum Beispiel Kohle) enthaltenen Energie in eine andere Energieform statt. Dieser Energieträger kann fest, flüssig, gas- oder teilchenförmig (Licht) sein.

Erst mit der Betrachtung der Umwandlungsprozesse während der Energiegewinnung kann ein positiver oder entsprechend negativer Rückschluss auf die Umweltbilanz eines Energieerzeugungssystem (zur Verständlichkeit wird der Begriff Energieerzeugung beibehalten) getroffen werden. Aus den hervorgerufenen Nebenwirkungen der einzelnen Energiegewinnungsarten lässt sich eine individuelle, regionale oder globale Einflussnahme auf Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität ableiten.

 

Welche umgewandelten Elemente können auftreten?

Ein vereinfachtes, kleines Experiment verdeutlicht, wie Energie umgewandelt wird und wo der Verlust nutzbarer Energie zu finden ist. Um eine Glühlampe zum Leuchten zu bringen, erzeugt ein Experimentator beispielhaft die notwendige elektrische Energie durch Umwandlung einerseits aus Bewegungsenergie (kinetisch) und andererseits aus chemischer Energie (Kohleverbrennung).

Im ersteren Fall ist ein Fahrrad als Heimtrainer, wie es in einem Fitnessstudio anzutreffen wäre, das Kraftwerk und der Experimentator der Energieträger. Der Experimentator setzt sich auf das Fahrrad und bringt das Schwungrad in Bewegung.

Mithilfe eines Generators wird die erzeugte Bewegungsenergie in elektrische Energie transformiert. Parallel dazu wandeln der Energieträger und das Kraftwerk einen Teil der Energie in Wärme (thermische Energie) um. Der Experimentator fängt an zu schwitzen sowie das Kraftwerk wird punktuell heiß(er).

Im zweiten Fall wird ein Ofen als Kraftwerk genutzt, in dem Kohle (Energieträger) verbrannt wird. Durch die Verbrennung soll Wärme erzeugt werden, die Wasser verdampfen lässt, der wiederum den Generator antreibt und den notwendigen Strom hervorbringt. Bevor die in der Kohle vorhandene Energie nutzbar gemacht werden kann, muss erst einmal Energie zugeführt werden, um die Kohle zu entfachen (Die Kohle muss angebrannt werden).

Mit dem Wandlungsprozess der Kohle in Wärme, verschiedenen Gasen und Asche erfolgt eine direkte Rückkopplung auf die Umwelt. Bevor die Kohle den höchsten Energiewandlungsgrad erreicht (glüht), sondert sie unangenehm riechende und reizende oder auch giftige Gase sowie Dämpfe ab. Die Asche als fester Rückstand muss entsorgt oder umgelagert werden.

Aus diesem Experiment kann die Erzeugung von Ökostrom abgeleitet werden. Ökostrom wird vereinfacht als die Energiegewinnung bezeichnet, die in Ihrer Ökobilanz nur einen geringen oder bestenfalls keinen negativen Einfluss auf die Umwelt nimmt.

 

Wie wird Ökostrom erzeugt?

Ökostrom ist kein wissenschaftlich definierter oder absolut abgrenzender Begriff für die Energiegewinnungsmethoden, die in Ihrer Ökobilanz neutral sind. Vielmehr umfasst sie eine Liste derjenigen, die aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen werden.
Eine umgangssprachliche, jedoch teilweise kritisch zu hinterfragende Aufteilung unterscheidet dabei zwischen den echten Ökostrom erzeugenden Quellen

  • Wind
  • Sonne
  • Wasser
  • Geothermie (Erdwärme)
  • (teilweise experimentell aus Bewegungsenergie)

und den unechten mit Rückkopplung auf die Umwelt verbundenen Quellen aus Biomasse (regenerative Quellen)

  • Holz
  • Biogas
  • Biowasserstoff
  • Biodiesel
  • Biopflanzenöl
  • Bioethanol

 

Echter Ökostrom (Grüner Strom)

Die Erzeugung des Ökostroms bei den sogenannten echten Herstellungsmethoden beruht auf der Wandlung von einer Energieform in eine andere, ohne das negative Begleiterscheinungen für das Klima oder allgemein für die Umwelt auftreten.

Bei der Gewinnung der im Wind enthaltenen Energie wird die lineare Bewegungsrichtung in eine kreisförmige umgewandelt. Ein daran angeschlossener Generator erzeugt aus der Bewegungsenergie elektrischen Strom. Die Stromerzeugung ist wetterabhängig und regional begrenzt. Umweltbelastungen gibt es bei diesem Prozess nicht.

Energie aus der Sonneneinstrahlung kann in Form von Strom oder Wärme genutzt werden. Photovoltaikanlagen wandeln mit der im Sonnenlicht enthaltenen Strahlung mithilfe von Photodioden eine elektrische Spannung um. Grob vereinfacht gesagt, werden Elektronen (Energieträgern) durch das Sonnenlicht angeregt, ihren bestehenden Platz zu verlassen und sich an einen anderen Ort zu begeben. Diese Bewegung erzeugt den Stromfluss.

Wasser ermöglicht durch seine Bewegung mithilfe von Wasserrädern die Umwandlung in elektrische Energie. Die Transformation der Bewegungsenergie erfolgt durch Generatoren. Auch wenn die Stromerzeugung durch Wasserkraft keine klimatischen Veränderungen zur Folge hat, nimmt sie doch durch Staudämme Einfluss auf die natürliche Umgebung von Flüssen.

Eine zweite Möglichkeit der Energiegewinnung sind Pumpspeicherkraftwerke, die Wasser von einem niedrigeren Niveau auf ein höheres pumpen, um aus dem anschließenden Abfluss auf das niedere Niveau Energie zu gewinnen.

Die experimentelle Energiegewinnung aus Bewegungsenergie befasst sich mit Methoden, notwendige Bewegung energetisch zu nutzen. So wurde damit experimentiert, auf Straßen verschiedene Stoffe zu installieren, die die Bewegung der Fahrzeuge beziehungsweise deren Reibungsenergie sowie Druck auf die Straße als Nebeneffekt in elektrische Energie umwandeln.

 

Unechter Ökostrom

Biogasspeicher

In der wirtschaftlichen Konkurrenz der Anbieter von Ökostrom wird der unechte Ökostrom als ähnliche Energiegewinnungsmethode bezeichnet, die der konventionellen Stromgewinnung nahesteht.

Dagegen wird von Seiten der Erzeuger des Stroms aus regenerativen Quellen argumentiert, dieser Ökostrom wäre weniger umweltbelastend als der aus fossilen Trägern gewonnene. Die Energiegewinnung sei deswegen neutral, da die nachwachsenden Rohstoffe nur die Energie und umweltbelastende Stoffe (zum Beispiel CO2) abgeben, die sie in zeitnaher Vergangenheit beim Wachstum aufgenommen haben.

Holz wird dabei nicht nur als Kaminholz verwendet. Sogenannte Pellets (kleinstgepresste Holzstücke) werden aus Sägemehl und Holzspänen hergestellt. Die Grundlage bilden dabei teilweise Abfallprodukte der holzverarbeitenden Industrie. Ihre positive Betrachtung erhält Holz als Energieträger aufgrund seines relativ, schnellen Nachwachsens.

Aus Biomasse wird durch Vergärung Biogas erzeugt. Dieses Gas kann als Kraftstoff, Heizstoff oder zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt werden. Der Begriff Bio rührt dabei von den verwendeten Rohstoffen her, nicht von den Nebenprodukten und -erscheinungen, die bei einer Verbrennung immer auftreten.

Biodiesel wird durch Umwandlung (Umesterung) von tierischen und pflanzlichen Fetten oder Ölen gewonnen. Seine Emissionen sind teilweise wesentlich geringer als Mineralöldiesel, aber die Wandlung von landwirtschaftlich genutzten Flächen von der Nahrungsmittel- zur Treibstoffmittelerzeugung und teilweise verbundenen Brandrodungen zeigen Grenzen für diese Energiequelle auf

Bioethanol wird aus Biomasse oder Abfällen, die biologisch abbaubar sind, gewonnen. Auch ist es möglich, aus pflanzlichen Abfällen oder ganzen Pflanzen, Stroh und Holz Bioethanol zu erzeugen. Seine Anwendung begrenzt sich im Großen und Ganzen auf die Kraftstoffbeimischung oder als reiner Biokraftstoff für Ottomotoren.

Biowasserstoff oder allgemein Wasserstoff wird seit der Energiewende als aussichtsreicher Kandidat für eine umweltfreundliche Energiegewinnung und ~versorgung diskutiert. Größtes Anwendungsgebiet verspricht sich die Wirtschaft in der Nutzung in Brennstoffzellen. Biowasserstoff wird aus Biomasse oder mithilfe lebender Biomasse erzeugt. Während des Verbrennungsprozesses würde nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie vorher durch die Biomasse aufgenommen wurde. Die Erzeugung einer massentauglichen Produktionsmenge befindet sich noch weitestgehend in der Experimentierphase.

 

Was unterscheidet Ökostrom von konventionell hergestellter Energie?

Das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal für den Stromverbraucher findet sich in der relativ klimaneutralen Schadstoffemission aller erneuerbaren Energiequellen. Der Abbau von Kohle verursacht nicht nur wesentlich mehr gesundheitsschädliche Gase (zum Beispiel Stickoxide) bei der Energieerzeugung, sondern führt auch in der Kohle Jahrmillionen gespeichertes CO2 in die Atmosphäre zurück.

Diese Anreicherung führt zu einer stetigen Erderwärmung, mit dem klimatische Veränderungen wie zunehmende Stürme, intensivere Kälte- und Trockenperioden einhergehen. Die Folge daraus sind Änderungen der ökologischen Umwelt, Verlust von Tiergattungen und Wandlung der Pflanzenfauna.

Die Gewinnung der Braun- und Steinkohle verursacht zudem regionale Zerstörungen, die mit der Umsiedlung ganzer Dörfer verbunden sind. Die Rekultivierung dieser Tagebaue benötigt oft viele Jahrzehnte, ehe wieder ein funktionierendes Ökosystem mit reichhaltiger Pflanzen- und Tierwelt erblüht.

Ökologisch neutral produzierter Strom mindert die gesundheitlichen Belastungen für Mensch und Tier. Sie verringert ebenfalls Begleiterscheinungen der Zerstörung der Umwelt und hinterlässt keine ungelösten Lagerprobleme für Abfallprodukte.

 

Wie gelangt Ökostrom in die Haushalte?

Da Ökostrom und konventionell hergestellte, elektrische Energie in seiner nutzbaren Form nicht unterscheidbar sind, ist der Transport über das bestehende Verteilungsnetz problemlos möglich. Natürlich stellt sich der Verbraucher die Frage, woher er dann wissen soll, ob denn dann Atom-, Kohle- oder Ökostrom an seiner Steckdose ankommt?

Plastisch gesprochen: Gar nicht. Alle Erzeuger speisen ihren produzierten Strom ins Verteilernetz ein. Als Beispiel wird dabei vielerorts der sogenannte Stromsee als bildliche Verdeutlichung herangezogen.

Die Energiehändler (Stromanbieter) sind nicht grundsätzlich auch Erzeuger von Strom. Sie vermitteln zwischen den Produzenten und den Endverbrauchern. Durch die (mengenmäßig große) Bestellung einer bestimmten Strommenge und der Art des Stroms entsprechend der Stromerzeugung speisen die Hersteller die geforderte Menge in das Netz ein. Aus den Vorkäufen kann der Hersteller abschätzen, welche Auslastung sein Kraftwerk in etwa haben wird.

Dabei handeln die Produzenten nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Wird weniger bei den Produzenten gekauft, verringern sie die Einspeisemenge an Strom, auch wenn sie wesentlich mehr herstellen könnten. Diese Wirtschaftlichkeitsrechnung beruht auf denselben Grundlagen, wie ein privater Haushalt zum Beispiel Lebensmittel einkauft.

Benötigt ein Haushalt Lebensmittel im Gegenwert von 100 EUR, hätte aber die Möglichkeit für 300 EUR Lebensmittel zu erwerben, wäre es wirtschaftlich unrentabel, dies auch zu tun. Je nach Beschaffenheit würden nicht verbrauchte Lebensmittel verderben. Die zu viel investierten 200 EUR wären verloren, ohne einen Nutzen zu bringen.

Mit der Entscheidung für Ökostrom als Energiequelle erhöhen sich damit die Menge des eingespeisten Stroms und die Wahrscheinlichkeit, dass solch erzeugter Strom an der Steckdose ankommt.

 

Ist die Stromlieferung gesichert, wenn zum Beispiel keine Sonne scheint?

Immer wieder taucht die Diskussion auf, dass die Energiegewinnung rein aus regenerativen Quellen an der schwankenden Verfügbarkeit scheitern würde. Dabei wird häufig von einer rein regionalen oder saisonalen Betrachtung ausgegangen.

Das eine Stromgewinnungsform nicht allein das Energieproblem lösen kann, ist aufgrund der jahreszeitlichen Verfügbarkeit der Energiequellen (Sonne, Wind, Wasser) nachvollziehbar. Daher wird auch bei der Energiewende von einem ausgeglichenen Energiemix ausgegangen. Langfristig wird durch verbesserte Speicherkapazitäten ein Überschuss an produziertem Strom zu Zeiten der Ressourcenknappheit verfügbar. Schon heute findet dieses Prinzip in Form von Pumpspeicherkraftwerken seine Anwendung.

Mit diesem Reservoir an erzeugter und gespeicherter Energie wird eine hohe Liefersicherheit insbesondere bei Ökostrom forciert.

 

Warum ist der Wechsel zu einem Ökostromanbieter sinnvoll?

Konventionelle Energieträger sind begrenzt verfügbar. Auch stehen immer noch wichtige Fragen der Lagerung von Abfallprodukten (Atombrennstäbe) ungelöst im Raum. Gesundheitliche Schädigungen oder überregionale Katastrophen bilden wichtige Grundlagen zu überlegen, wer von den Stromproduzenten wie viel Energie erzeugen soll(te).

Auch wenn die Entscheidung des Einzelnen gering in seinem Einfluss auf die gesamte, erzeugte Energie zu gewichten ist, so bildet gerade das die Grundlage für einen nachhaltigen, umweltbewussten und klimafreundlichen Umgang mit Energie.

Werden verschiedene Möglichkeiten miteinander kombiniert (Elektroauto und Ökostrom), vervielfacht sich die Wirkung auf den Energiemix im Stromsee. Die mittelfristigen Auswirkungen bilden dabei den wichtigsten Beweggrund für einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter.

Der verstärkt Lauf von Ökostrom durch die Verbrauchern verringert sich Stück für Stück die produzierte Strommenge der konventionellen Kraftwerke. Dies hat langfristig zur Folge, dass unrentable Produktionsstätten aufgegeben oder in der Kapazitätsgröße zurück gebaut werden. Mit der weniger produzierten Strommenge verringert sich auch der Bedarf an konventionellen Primärenergieträgern (Zum Beispiel Kohle), womit der Abbau sich verlangsamt oder mögliche geplante Tagebauprojekte erst gar nicht gestartet werden.

Eine kleine Entscheidung entfaltet damit eine Kette von Wirkungen, die der Natur und Umwelt, dem Menschen und dem Klima zugutekommen. Umso mehr sich für eine nachhaltige Energiegewinnung engagieren,

  • sei es durch Energiesparens auch mithilfe der Anschaffung von Produkten, deren Energiebedarf geringer ist
  • kleineren ökologisch neutralen Energiegewinnungsprojekten (zum Beispiel solarbetriebene Lampen in Gärten)
  • eigenen kleinen häuslichen Kraftwerken (Photovoltaikanlagen)
  • Erneuerung der Heizungsanlagen mit geringerem Energieverbrauch zur Bedienung der Anlage
  • durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter

nimmt die langfristige Produktionsmenge von Ökostrom zu. Denn mit der steigenden Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen werden neue Produktionsstätten auf den Weg gebracht, die Forschung effizienterer Nutzungsmethoden unterstützt und die Zukunft der nachkommenden Generationen ökologisch sinnvoll gestaltet.

 

Was ist bei einem Wechsel zu einem Anbieter von Ökostrom zu beachten?

Die Stiftung Warentest hat Ökostromtarife getestet. Die Tester stellten erfreulicherweise fest, dass alle Tarife ihr Versprechen erfüllten, 100% des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu liefern. Berücksichtigt wurde nicht, ob der Lieferant oder Stromhändler auch erzeugten Strom aus anderen Quellen (Kohle, Atomenergie) als alternativen Tarif im Angebot hat.

Noch nicht immer erfolgt eine zumindest teilweise Nutzung der erzielten Gewinne zum Ausbau von Ökostrom-Kraftwerken. Das heißt, dass entweder in Form eines Preiszuschlags oder als Anteil vom Strompreis gewonnene Einnahmen in den Bau neuer ökostromproduzierender Kraftwerke investiert werden (oder eben nicht).

Hervorhebenswert seien einige Tarife, die zusätzliche Serviceleistungen anböten. So etwa installiert ein Anbieter Mini-Blockheizkraftwerke in Einfamilienhäusern, die überschüssige Energie ins Stromnetz zurück speisen. Weitere ökologische Engagements sind in Carsharingprojekten mit Elektroautos, Beratungen zur ökologischen Heizungsmodernisierung oder im kostenlosen Verleih von Energiemessgeräten zu finden.

Besonderes Engagement endet nicht mit der Lieferung von Strom, sondern fördert den Ausbau von zentralen oder auch dezentralen Kraftwerksanlagen und dem bewussten Umgang mit Ökostrom (Energiesparen).

 

Ist der Wechsel mit großem Aufwand verbunden?

Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist sehr einfach. Mit dem Antrag auf Wechsel übernimmt der Anbieter sämtliche Formalitäten, von der Kündigung bis zur Meldung beim lokalen Stromnetzbetreiber. Die störungsfreie Lieferung mit Strom ist gesetzlich bei einem Wechsel garantiert und sichergestellt.

 

Wann kann der Wechsel erfolgen?

Der Wechsel zu einem Ökostromtarif ist bei Tarifen ohne besondere Mindestvertragslaufzeit je nach tariflichen Bedingungen mit einer Kündigungsfrist zwischen 14 Tagen bis 3 Monaten möglich. Besteht eine längerfristige Vertragsbindung (meist zwischen 12 bis 24 Monaten) kann entsprechend der Bedingungen ebenfalls mit 1 bis 3 Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt und gewechselt werden. Einige wenige Tarife weisen eine längere Kündigungsfrist (teilweise 6 Monate) aus.

Bei einem Wechsel des Stromanbieters übernimmt der neue Stromversorger die Kündigung. Je nachdem welche Rückmeldung der bisherige Versorger dem neuen Anbieter erteilt, läuft der alte Stromvertrag bis zum gültigen Ablauftermin weiter. Der neue Stromversorger informiert darüber zeitnah.

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