Mitfahrgelegenheiten: Die besten Portale im Vergleich

 In Allgemein

Ohne eigenes Auto konnte vor einigen Jahren kaum gereist werden, es sei denn, es wurde auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgegriffen, ein Freund gefragt, ob er fährt oder getrampt. Nicht jeder hat ein eigenes Auto oder möchte dieses stets benutzen müssen und die Fahrt mit der Bahn wird von Jahr zu Jahr teurer. Aus diesen Gründen setzen viele Menschen heutzutage auf Mitfahrgelegenheiten. Mit diesen ist einfach, auch spontan Fahrten zu organisieren. Die größten Vorteile an dieser Art des Verreisens sind, dass weit weniger Kosten entstehen und weniger Abgase produziert werden.

Welche Portale für Mitfahrgelegenheiten gibt es?

fahrtfinder.net
blablacar.de
bessermitfahren.de
flinc.de
fahrgemeinschaft.de
mitfahren.de

Wie wird eine Anzeige für eine Mitfahrgelegenheit erstellt?

Mitfahrzentralen im Internet sind Plattformen, auf denen Fahrer und Mitfahrer sich finden können. Der Fahrer erstellt hierfür ein Inserat, in welche er die nötigen Informationen schreibt. Angegeben werden müssen der Startpunkt und die Uhrzeit, also von wo aus der Fahrer losfährt und wann, sowie den Zielort, wie viel Gepäck im Fahrzeug verstaut werden kann, ob im Fahrzeug geraucht werden kann und es muss natürlich auch der Preis für die Gesamtstrecke oder Teilstrecken genant werden. Manchmal gibt der Fahrer zusätzlich eine kurze Beschreibung des Treffpunktes an. Der Fahrer muss sich im Normalfalls registrieren und seine Nummer verifizieren lassen, bevor das Inserat reingestellt werden kann.

 

Wie treten die Mitfahrer mit dem Fahrer in Kontakt?

Nach dem Reinstellen der Anzeige seitens des Fahrers, können Personen, die in die gleiche Stadt oder in die Richtung müssen, durch eine Suchfunktion auf diese aufmerksam werden. Die Suchfunktion ist bei vielen Mitfahrzentralen über fahrtfinder.net geregelt. Nachdem ein Fahrer gefunden wurde, wird sichergestellt, dass der Mitfahrer auch registriert ist. Ist dies nicht so, muss die Registrierung nachgeholt werden. Eine Verifizierung der Telefonnummer ist bei den meisten Mitfahrzentralen notwendig. Der Mitfahrer kann danach Kontakt mit dem Fahrer aufnehmen, indem er in das Nachrichtensystem des Portals schreibt oder eine Fahrt bei ihm bucht. Der Fahrer muss die Fahrt nun bestätigen. Anschließend kommt es bei manchen Mitfahrgelegenheiten jetzt schon zur Abbuchung der Fahrtkosten und der Provision für den Betreiber der Plattform. Die genannten Schritte sind bei Mitfahrzentralen üblich, die ein Online-Buchungssystem haben. Ein Zustandekommen einer Fahrgemeinschaft ist bei kostenlosen Mitfahrzentralen auch ohne diese Zwischenschritte möglich. Der Mitfahrer hat nun jedenfalls die Nummer des Fahrers und es liegt an ihm, den ersten Schritt zu tun und den Fahrer anzurufen. Natürlich sollte dieser die Informationen des Fahrers davor schon gründlich durchgelesen haben, er kann an dieser Stelle aber nochmal genauer auf die Fahrt eingehen oder spezielle Wünsche äußern, wie z. B. ob auch kleine Umwege gefahren werden können usw.

 

Warum Mitfahrgelegenheiten immer mehr genutzt werden

Die Vorteile einer Fahrgemeinschaft sind vielfältig, wobei fast jeder von dieser Form des Reisens profitieren müsste. Zum einen reagieren Mitfahrzentralen auf die immer weiter steigenden Preise für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Mit einer Mitfahrgelegenheit ist das Fahren auch sehr langer Strecken eigentlich für jeden erschwinglich. Ein weiterer Vorteil der Fahrgemeinschaft ist, dass auch Personen aus kleineren Gemeinden und Dörfern mobil sind, auch wenn die Infrastruktur dort nicht sehr ausgebaut ist. Ein anderer Aspekt, der für die Nutzung einer Mitfahrgelegenheit spricht, ist natürlich die Schonung de Umwelt. Ob jeder alleine mit dem Auto fährt oder versucht wird, Autos vollbesetzt zu bekommen, macht in dieser Hinsicht einen großen Unterschied. Da viele Gruppen in sozialen Netzwerken und Mitfahrzentralen auf Bahnfahrten spezialisiert sind, ist die Umweltfreundlichkeit noch mehr gegeben. Manche Menschen mögen es außerdem, neue Leute kennenzulernen. Mit einer Mitfahrgelegenheit sind solche Situationen einfach herbeizuführen. Wer normalerweise alleine reist, dem wird es vor allem auf einer langen Reise nicht so schnell langweilig. Früher hatten Fahrgemeinschaften mit dem Auto einen sehr schlechten Ruf. Nur wenige haben diese Möglichkeit des Reisens genutzt, da Ähnlichkeiten zum Trampen gesehen wurden. Besonders Studenten nutzten das Angebot aufgrund der Kostenersparnis. Heutzutage ist die Bildung von Fahrgemeinschaften so beliebt wie nie zuvor. Alle Menschen, egal welches Alter sie haben oder welchen Beruf sie ausüben, nehmen den Service von Mitfahrzentralen in Anspruch. Das wiederum macht diese Form des Fahrens lohnenswerter, denn zu faste jeder Stunde und an jedem Ort gibt es Angebote.

 

Nachteile der Fahrgemeinschaften

Wer sich auf eine Mitfahrgelegenheit einlässt, kann zwar wesentlich günstiger davonkommen, es gibt aber dennoch mögliche Nachteile. Bei Vereinbarung einer gemeinsamen Fahrt mit Fremden setzt sich der Reisende dem Risiko aus, dass die Fahrt aufgrund von Unzuverlässigkeit des jeweils Anderen verhindert werden kann. Dies ist zum beispiel dann der Fall, wenn der Mitfahrer nicht mehr erreichbar ist bzw. nicht auftaucht. Ein weiterer Punkt, der kritisch betrachtet werden kann, ist, dass die jeweils andere Person unbekannt ist. Der Fahrer ist ein Fremder und es ist ungewiss, ob er einen vernünftigen Fahrstil hat, nüchtern ist usw. Sehr ängstliche Mitfahrer sollten hier lieber selber fahren oder die Bahn nehmen. Zwei Nachteile von Mitfahrgelegenheiten wie BaBlaCar beispielsweise sind, dass für die Nutzung der Mitfahrzentrale eine Registrierung erforderlich ist. Häufig ist auch nur eine Online-Bezahlung möglich, was nicht für jeden möglich ist.

 

Tipps für Fahrer

Der Fahrer sollte, wenn er ein Inserat bei einer Mitfahrzentrale schaltet, natürlich alle nötigen Informationen nennen. Zu den wichtigsten Infos gehören Abfahrtsort, Zielort, Uhrzeit und Preis. Andere Angaben sollten auch gemacht werden. Es ist anzugeben, wie lange die Fahrt ungefähr dauern wird bzw. wann die Ankunftszeit ist, wie viel Platz für Gepäck im Auto vorhanden ist, ob auch Raucher oder nur Nicht-Raucher erwünscht sind etc. Es ist zudem empfehlenswert, anzugeben, ob Umwege bei der Autofahrt möglich sind. Vor der Fahrt gilt es, die Telefonnummern auszutauschen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Fahrer im Stau steht und später kommen kann oder eine Person aus der Fahrgemeinschaft aus anderen Gründen zu spät kommt oder gar nicht mehr kommt. Mit der Telefonnummer der Mitfahrenden können die größten Risiken, weshalb eine Fahrt nicht gelingen kann, gebannt werden. Des Weiteren sollten Fahrer nicht versuchen, Gewinne mit dem Beitrag der Mitfahrer zu erzielen. Diese wissen in etwa, was für die Strecke berechnet werden kann und werden sich bei zu hohen Kosten nicht melden.

 

Tipps für Mitfahrende

Um schnell eine Mitfahrgelegenheit zu finden, sollten Mitfahrzentralen gewählt werden, auf denen viele Menschen Anzeigen reinstellen. Eine alternative zu den Online-Mitfahrzentralen stellen Fahrgemeinschaftsgruppen auf Facebook dar. Dort gibt es sogar Einzelgruppen für spezielle Strecken, die oft befahren werden. Oftmals handelt es sich dabei nicht nur um Car-Sharing, sondern auch um die Nutzung der Bahn mit einem Mehrpersonen-Ticket. Wenn eine Person keinen Fahrer findet, die zum gewünschten Zielort fahren will, kann unter Umständen auch jemand gesucht werden, der in die gleiche Richtung fährt. Manche Fahrer sind willens kleine Umwege zu fahren. Notfalls kann per Nachricht gefragt werden. Wenn eine Fahrgemeinschaft zustande gekommen ist, sollten alle in der Gruppe pünktlich sein. Das st aus verschiedenen Gründen wichtig. Zum einen könnten Missverständnisse auftauchen und manche Mitfahrer könnten meinen, dass das Auto gar nicht mehr kommt, je nachdem wie die Erreichbarkeit ist. Ein weiterer Punkt ist, dass die Mitreisenden an Zeiten und Termine gebunden sind und mit einer gewissen Ankunftszeit rechnen. handelt es sich bei den Mitfahrenden um Pendler ist es vielleicht sinnvoll, zuverlässig zu sein, um gegebenenfalls in gleicher Konstellation eine Mitfahrgelegenheit zu bilden. In der Regel ist der Fahrer unbekannt, Es ist ratsam einem Freund oder Familienmitglied die Strecke zu beschreiben, sowie die geplante Ankunftszeit und evtl. Name und Nummer des Fahrers zu hinterlassen. Bei erfolgreicher Ankunft kann der Mitfahrende die entsprechende Kontaktperson anrufen und versichern, dass nichts passiert ist. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich vor allem dann immer, wenn der Mitfahrer alleine bei dem Fahrer oder den Fahrern im Auto sitzt. Die Telefonnummern im Voraus auszutauschen und miteinander zu sprechen ist klug, denn anders als die Kontaktaufnahme per Mail, macht das Telefonieren die Fahrgemeinschaft verbindlicher und die beteiligten Personen sind viel eher dazu geneigt, zu kommen, pünktlich zu sein, auf Wünsche einzugehen usw.

 

Bei Unfällen abgesichert sein

Im schlimmen Fall, dass während der Reise im Auto des Fahrers der Fahrgemeinschaft ein Unfall gebaut wird, übernimmt die Versicherung des Fahrers den Kosten. Die Mitfahrer bei der Mitfahrgelegenheit fallen unter die Haftpflichtversicherung des Fahrers. Es gab aber immer wider Fälle, in denen sch die Versicherungsunternehmen dagegen wehren und keinen Schadensersatz zahlen möchten. Die Begründung liegt darin, dass das Fahren anderer Personen für Geld als gewerbliche Tätigkeit angesehen werden kann, wenn der Fahrer regelmäßig fremde Personen für Geld mitnimmt. Deshalb sollte der Fahrer keine zu hohen Kosten seitens der Mitfahrer verlangen. Der Mitfahrer kann seinerseits ebenfalls dazu beitragen, dass die Situation im Falle eines Unfalls nicht unnötig kompliziert wird, indem er vor der Fahrt kontrolliert, ob der Fahrer wirklich Besitzer des Autos ist. Sollte das nicht der Falls ein, wird die Versicherung bei Unfällen häufig keine Kosten übernehmen. Genauso gilt es vor Fahrtantritt zu schauen, ob der Fahrer alkoholisiert ist oder anderweitig den Anschein erweckt, als wäre er nicht ganz fahrtüchtig. Fahrer können aber auch verlangen, dass die Mitfahrenden eine vertragliche Haftungsbeschränkung einzugehen. In diesem Vertrag verzichtet der Mitfahrer auf Schadensersatz bei einem Unfall. Einige Mitfahrzentralen haben einen eigenen Versicherungsschutz, der sowohl Fahrer als auch Mitfahrer nach einem Unfall kostenfrei zurücklassen würde.

 

Sicherheit bei Zahlungen

Dass der Mitfahrer auch wirklich zahlt, kann kaum garantiert werden. In dieser Hinsicht ist der Fahrer ist der Fahrer auf die Vertrauenswürdigkeit der anderern Menschen angewiesen. Im Vorfeld sollte er sich auf jeden Fall ein Bild der Mitfahrer machen, indem er diese vor der Reise anruft. Bei Mitfahrgelegenheit.de ist das etwas anders. Dort muss jeder Inserat eine Provision zahlen für den Fall, dass ein oder mehrere Mitfahrer nicht zahlen oder den Preis herunterhandeln wollen. Zuerst zahlt das Unternehmen die Mitfahrerkosten. Die Mitfahrer schließlich müssen den Betrag der Mitfahrzentrale zukommen lassen. Bei einer Stornierung bekommt der Fahrer sein, über Paypal beispielsweise, überwiesenes Geld zurückerstattet. Es gibt kostenlose Mitfahrzentralen, bei denen diese Sicherheit nicht gegeben ist. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Fahrgemeinschaft.de
  • BlaBlaCar.de
  • BesserMitfahren.de

Um keine Probleme entstehen zu lassen, ist eine Telefonat zwischen Fahrer und Mitfahrern vor der Fahrt sehr zu empfehlen. Im vorigen Gespräch sollte der Preis nochmal deutlich erwähnt werden, damit keine Missverständnisse entstehen können. Mitfahrende sollten den zu zahlenden Betrag immer passend mitbringen. Wenn ein Mitfahrer das Geld gerade nicht passend dabei hat und es ihm erst kurz vor der Fahrt auffällt, sollte dieser den Fahrer anrufen, um ihm zu signalisieren, dass später noch der Weg zu einer Bank oder Gastronomie zum Wechseln eingeschlagen werden muss. Fahrer und Mitfahrer tun gut daran, eine Mitfahrzentrale zu wählen, auf welcher Bewertungen abgegeben werden können. Auf diese Weise können seriöse Fahrer und Mitfahrer von unseriösen unterschieden werden.

 

Wie viel Geld darf der Fahrer verlangen?

Sinn von Fahrgemeinschaften ist es, sich die Benzinkosten aufzuteilen und eine Win-Win-Situation für Fahrer und Mitfahrer zu schaffen. Eine Win-Win-Situation ist nicht gegeben, wenn der Fahrer Gewinn machen möchte, indem er zu hohe Preise veranschlagt. Abgesehen davon, wird er neben all den anderen Fahrern kaum Mitfahrer für sich gewinnen können. Um sich eine realistische Preisvorstellung machen zu können, kann mit etwa 5 oder 6 EUR pro 100km gefahrener Strecke gerechnet werden.

 

Spontane Mitfahrgelegenheit finden

Die Bildung von Fahrgemeinschaften entwickelt sich immer weiter. So wurden auch bereits erwähnte Probleme teilweise beseitigt, indem eine neue Art der Mitfahrgelegenheit gefunden wurde. Wer kurzfristig bei keiner Mitfahrzentrale mehr jemanden finden kann oder wenn der Fahrer losgefahren ist, weil der Mitfahrer zu spät kam, kann auf Dynamiy Ridesharing zurückgegriffen werden. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk, in welches Fahrer genaue Angaben zu ihrer Strecke und ihren Zwischenzielen machen. Der Mitfahrende kann dann genau einsehen, wo er zu warten hat bzw. welcher Fahrer an dem Ort unterwegs ist und noch Personen mitfahren lassen würde. Genauso können Fahrer einsehen, wo potentielle Mitfahrer gefunden werden können. Anbieter eines solchen Systems in Deutschland ist z. B. flinc.de.

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