Wie finde ich die beste Matratze für mich?

 In News

Vor dem Kauf einer Matratze ist es gut sich zu informieren. Die Auswahlkriterien und die Preisunterschiede sind horrend. Doch die Matratzen sind die Basis für einen erholsamen und gesunden Schlaf. Es werden die unterschiedlichen Typen von Matratzen mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt.

 

[wpi_designer_button id=45]

1. Bestandteile einer Kaltschaummatratze

Eine Kaltschaummatratze besteht aus einem Matratzenkern und einem Matratzenbezug.

Der Matratzenkern

Kaltschaum, aus welchem der Kern der Matratze besteht, wird aus Polyol und Isocyanat hergestellt. Genutzt wird für die Polyurethanherstellung ein Aufschäumungsverfahren. Es schließt sich die Aushärtung bei niedrigen Temperaturen an. Als gesundheitlich unbedenklich werden die Schaumstoffkerne eingestuft.

Der Bezug

Mit einem Bezug, welcher unterschiedlich dick ist und eine diverse Dichte hat, wird die Matratze umhüllt. Das Material des Bezuges ist Schaumstoff. In den einzelnen Schichten des Bezuges befinden sich Luftkammern und Luftkanäle. Diese dienen der Zirkulation der Luft. Ausgangsstoffe können Rosshaar sein. Meist jedoch wird Schafschurwolle genutzt.

1.1 Was ist Kaltschaum?

Dem Namen ist zu entnehmen, dass zur Herstellung von Kaltschaum auf Hitze verzichtet wird. In einem Prozess der Schäumung werden Polyol und Isocyanat (Hauptbestandteile), Wasser und weitere Zusatzstoffe vermischt. Nachdem die Bestandteile diesem Prozess zur Herstellung von Schaumstoff unterzogen wurden, schließt sich der Arbeitsgang des Aushärtens an.

Definition von Kaltschaum

HR-Schaum ist die Innovation von Kaltschaum. HR ist die Abkürzung für High Resilience. Da bei dem Prozess der Herstellung keine Hitze zum Aushärten, daher auch Kaltschaum, benötigt wird, zeichnet sich dieses Material durch eine hohe Elastizität aus.

[alert style=“success“]Hinweis: Die Struktur von Kaltschaum ist vergleichsweise mit anderen Materialien, welche einen Schäumungsprozess unter Hitzeanwendung durchlaufen, geschlossen.[/alert]

Feuchtigkeit kann somit während des Aushärtens nicht in den Block eindringen. Eine negative Beeinflussung der Eigenschaft von Kaltschaum kann nicht erfolgen.

[alert style=“success“]Hinweis: Die Stauchhärte kann bei Kaltschaum höher erzeugt und gemessen werden als bei Heißschaum.[/alert]

Für die Nutzung von Kaltschaum für Matratzen ist der entscheidende Vorteil, dass dieses Material offenporig ist. Dies wird durch den nächsten Arbeitsschritt erreicht. Der Einsatz der speziellen Walztechnik hat die Luftdurchlässigkeit und die Atmungsaktivität zur Folge. Der HR-Kaltschaum ist ein innovativer Fortschritt. Bei der Herstellungsweise konnten ständige, weitere Verbesserungen verzeichnet werden. Verglichen werden kann seine Struktur mit der des Naturschwamms. Er ist noch elastischer, atmungsaktiver und luftdurchlässiger.

2. Vor- und Nachteile einer Kaltschaummatratze

Bei den vielen Tests, unter anderem von Stiftung Warentest, wurden harte Maßstäbe angelegt, um die Vor- und Nachteile exakt herauszukristallisieren.

2.1 Vorteile von Kaltschaummatratzen

Es überwiegen, vor allem für Menschen, die häufig unter Rückenschmerzen leiden, die Vorteile.

Matratzen Testportal

Hohe Punktelastizität

Bei der Punktelastizität können Schultern und Hüfte, zur Entlastung, in die Matratze einsinken. Andere Körperpartien erhalten die optimale Unterstützung, die sie während des Schlafes benötigen. Da die Körperkontur optimal angepasst wird, nimmt der Mensch und somit die Wirbelsäule, eine ergonomische Haltung ein.

Hervorragende Luftzirkulation

Für ein gesundes und hygienisches Schlafklima ist die Luftzirkulation von großer Bedeutung. Die Schaumstruktur des Kaltschaumes sorgt dafür, dass es zu keinen Ansammlungen von Flüssigkeiten (Schweiß) kommt. Zurückzuführen ist dies auf das Zusammenspiel der Belüftungskanäle und den Luftkammern im Kern der Kaltschaummatratzen.

Hohe Lebenserwartung

Zu den weiteren positiven Eigenschaften gehört die hohe Lebensdauer der Kaltschaummatratzen. Daher relativiert sich der Anschaffungspreis, wenn eine Nutzungsdauer bis zu 10 Jahren zugrunde gelegt wird.

Fehlende Bildung von Liegemulden

Bei einer so langen Möglichkeit die Matratzen zu benutzen ist der nächste Vorteil, nämlich, dass sich kaum Liegemulden bilden, spürbar. Durch die erstklassige Federung wird bei jeder Veränderung der Lage während des Schlafens, blitzschnell der Ursprungszustand der Oberfläche einer Kaltschaummatratze wieder hergestellt.

Einfache Handhabung

Die Handhabung der doch recht unhandlichen Matratzen gestaltet sich recht einfach. Dies bezieht sich auf das Wenden und den Transport.

Hygienische Gesichtspunkte

Ein wichtiger Aspekt für Allergiker ist die Tatsache, dass die Bezüge der Kaltschaummatratzen abnehmbar und bei hohen Temperaturen waschbar sind. Daher kann davon ausgegangen werden, dass es zu keinen Milbenbefall kommt.

Hervorragende Wärmeisolation

Ein erholsamer Schlaf ist abhängig davon, ob man sich in seinem Bett wohlfühlt. Frieren ist ein Zustand, der nicht eintreten sollte. Daher gereicht es zum Vorteil, dass die Körperwärme bei den Kaltschaummatratzen gut gespeichert wird. Gleich anzufügen ist an dieser Stelle, dass es sich um ein geräuscharmes Schlafen handelt, auch wenn Personen sich in der Nacht häufig auf der Matratze bewegen.

2.2 Nachteile von Kaltschaummatratzen

Nachteilig ist zu bewerten, dass eine Kaltschaummatratze nicht ohne Lattenrost genutzt werden kann. Der Grund ist die sonst fehlende Stabilität. Es wird auch auf ein Brandrisiko hingewiesen, welches allerdings erst bei Temperaturen um die 400 Grad zu erwarten ist. Diesem kann mit einem entsprechenden Bezug entgegengewirkt werden.

3. Härtegrade

Für den Härtegrad stehen fünf unterschiedliche Matratzentypen zur Verfügung. Die folgenden Angaben sind sehr pauschal. Es kann online auch ein kostenloser Härtegradrechner zur exakten Ermittlung des benötigten Härtegrades genutzt werden.

Härtegrade /Körpergewicht/Bemerkungen

  • H1: bis 60 kg – sehr weich – Wird vorwiegend von Frauen genutzt.
  • H2: ab 61 kg bis 80 kg – weich – Wird am zweithäufigsten gekauft.
  • H3: ab 81 kg bis 100 kg – fest – Ist der Härtegrad, welcher am häufigsten bestellt wird.
  • H4: ab 101 kg bis 140 kg – sehr fest – Ist ebenfalls ein gängiger Härtegrad.
  • H5: ab 141 kg – extrem fest – Dieser Härtegrad wird teilweise gar nicht von Händlern angeboten. Alternativ wird der Härtegrad 4 empfohlen.

4. Raumgewicht

Definiert wird durch das Raumgewicht das Schaumstoffgewicht in kg pro m³ der Matratze. Handelt es sich um ein hohes Raumgewicht, ist die Matratze besonders fest, langlebig, stabil und formbeständig. Formel für die Berechnung vom Raumgewicht:

Gewicht (in kg) : Länge (in m) x Breite (in m) x Höhe (in m) = RG (Raumgewicht in kg/m³)

5. Stauchhärte

Definition von Stauchhärte

In Kilopascal (kPa) wird die Stauchhärte angegeben. An der Stauchhärte kann der Kunde ablesen, welche Kraft eingesetzt werden muss, um den eingedrückten Schaumstoff auf seine ursprüngliche Höhe zurückzuversetzen. Bei Labortests werden in der Regel drei Schaumstoffmuster zugeschnitten und bis zu 25 % bis zu 40 % und bis zu 65 % eingedrückt. Die sich daraus ergebenden Resultate sind, dem an den Kaltschaummatratzen befindlichem Label, zu entnehmen.

[alert style=“success“]Tipp: Ein Gewicht von bis zu 110 kg halten Kaltschaummatratzen mit einer Stauchhärte von 40 kPa stand. Die unbequeme und zugleich unansehnliche Bildung von Kuhlen kann mit der richtigen Wahl der Stauchhärte unterbunden werden. Somit wird der Schlafkomfort wesentlich erhöht.[/alert]

Beispiel:

Dies könnte auf dem Label einer HR-Kaltschaummatratze stehen:

  • 2,5 soft RG 30 / kPa
  • 3,5 medium RG 35 / kPa
  • 4,5 fest RG 40 / kPa
  • 3,0 medium RG 50 / kPa
  • 4,0 fest RG 50 / kPa

6. Matratzenhöhe

Bei der Bestellung einer Kaltschaummatratze ist aufzupassen, ob die Angaben der Höhe die Gesamthöhe oder die Kernhöhe betrifft. Auf keinen Fall sollten diese beiden unterschiedlichen Abgaben verwechselt werden.

Tipp: Grundsätzlich beim Kauf einer jeden Matratze ist für einen erholsamen und aus orthopädischer Sicht gesundheitlich gesunden Schlaf, diese nicht zu dünn gewählt werden.

Definition von Gesamthöhe

Die Gesamthöhe einer Kaltschaummatratze setzt sich aus der Kernhöhe, der Höhe der Ummantelung bzw. des Bezuges zusammen. Für die Gesamthöhe für den Kauf einer Kaltschaummatratze sollten 19 cm bzw. 24 cm nicht unterschritten werden.

Definition von Kernhöhe

Vom Namen kann der Begriff Kernhöhe abgeleitet werden. Es ist das Maß der reinen Höhe vom Matratzenkern. Die richtige Wahl entscheidet darüber, dass der Körper nicht zu tief einsinken kann und gewisse Stellen, wie beispielsweise die Schultern, die Wirbelsäule und die Füße, speziell gestützt werden. So kann davon ausgegangen werden, dass eine resistente Reaktion auf den Druck zu erwarten ist, wenn der Kern höher ist.

[alert style=“success“]Tipp: Gängig, dennoch abhängig vom Körpergewicht der Person, welche die Kaltschaummatratze nutzt, sind Kernhöhen von 14 cm bis 17 cm.[/alert]

7. Zonen der Kaltschaummatratze

Einige Kaltschaummatratzen werden in anderen, als der doch gängigen 7-Zonen-Matratze gefertigt. Derzeit sind jedoch die 7-Zonen-Kaltschaummatratzen favorisiert. Aufgebaut sind die Zonen spiegelsymmetrisch. Daher bleiben die Funktionen auch beim Wenden und Drehen der Matratze vollumfänglich erhalten.

Der 7-Zonen-Aufbau

  • Kopfbereich
  • Schulterbereich
  • Lendenwirbelsäulenbereich
  • Beckenbereich
  • Oberschenkel und Kniebereich
  • Unterschenkelbereich
  • Fußbereich

Die elastische Komfortzone, also eine mittelfeste Zone, ist im Kopfbereich angelegt.

Für den Schulterbereich haben die Hersteller eine weiche und zugleich leicht unterstützende Zone, also eine druckelastische Zone, in die Kaltschaummatratze eingearbeitet. Diesem Bereich der Matratzen wird eine besondere Bedeutung beigemessen. Sie trägt zu einer Gelenkentlastung bei. Die Schultern können sanft einsinken und die Arme werden gut durchblutet. Für den Lendenbereich ist eine spezielle Stützzone eingearbeitet. Sie ist, im Vergleich zu den beiden zuvor beschriebenen Zonen, fester und härter. Die Lordose, wie die Lendenwirbelsäule medizinisch bezeichnet wird, bedarf während des Schlafes einer ausreichenden Unterstützung. Ebenfalls fest, aber vor allem breit, ist die Zone für den Beckenbereich. Obwohl das Becken aktiv gestützt wird, ist ein Einsinken bei der stützaktiven Zone möglich. Bezüglich der Härte gleicht die Zone für die Oberschenkel und der Knie, die dem Areal des Lendenwirbelsäulenbereichs. Eine Wiederholung der Härte der Zonen zeigt sich zwischen dem Bereich der Waden und dem Bereich der Schultern. Die Fußzone ist in ihrer Art der des Kopfbereiches vergleichbar. Daher ist es auch möglich, die 7-Zonen-Kaltschaummatratze zu wenden und den Liegekomfort zu nutzen.

8. Einsatzgebiete der Kaltschaummatratzen

8.1 Für wen eignen sich Kaltschaummatratzen?

Zu den positiven Eigenschaften von Kaltschaummatratzen gehört, dass sie bereits nach dem Kauf und dem ersten gründlichen Lüften fast geruchlos sind. Der erstklassige hygienische Aspekt kommt den Allergikern zugute. Kaltschaum hat ein relativ geringes Eigengewicht, was sich vorteilhaft für Menschen, die an MCS (Multiple Chemical Sensitivity) leiden, eignet. Für Menschen, die Rückenprobleme haben und Senioren ist die Kaltschaummatratze der Tipp. Die hervorragende Wärmeisolation des Materials ist ein großer Pluspunkt für Nutzer, die schnell frieren. Kaltschaummatratzen erreichen problemlos binnen kürzester Zeit in ihre Ausgangsform zurück, wovon Personen mit einem unruhigen Schlaf profitieren.

8.2 Personentypen und Schlafgewohnheiten

Personentypen

Obwohl schon von Stiftung Warentest bestätigt, sind die Einteilungen nach Personentypen landläufig noch relativ unbekannt. Sie werden in Typ A, E, H, I klassifiziert.

  • Typ A: Zum Typ A werden Menschen mit einer kleineren und mittleren Statur eingeordnet.
  • Typ E: Die Bezeichnung Typ E trifft auf große und schlanke Menschen zu.
  • Typ H: Von großer und kompakter Statur sind die Menschen, die in Typ E klassifiziert wurden.
  • Typ I: Klein bis mittelgroß ist die Statur für den Typ I zu beschreiben.

Für die Wahl der Größe und des Raumgewichtes der Matratzen sind diese Angaben nicht unerheblich.

Schlafgewohnheiten

Matratzen TestportalUm den Bewegungsapparat optimal zu stützen, ist auch die Frage zu klären, welche Schlaflage bevorzugt wird. So sind es häufig die

Seitenschläfer

Diese Position empfinden viele Menschen nicht nur als besonders entspannend, sondern stellt sich eine Verbesserung der Atmung ein. Für die Menschen, die vorwiegend die Seitenlage zum Schlafen einnehmen, sind die Kaltschaummatratze prädestiniert. Denn es werden durch die unterstützende Wirkung auch die Bandscheiben, Muskeln regeneriert und der Rücken wird perfekt entlastet.

Bauchschläfer

Seltener ist die Bauchlage während der gesamten Nacht. Orthopäden finden diese Schlaflage auch weniger förderlich für den Bewegungsapparat. Kunden, die dennoch diese Schlaflage bevorzugen, sind gut mit einer Kaltschaummatratze beraten.

Rückenschläfer

An zweiter Stelle der Positionen, welche Menschen nachts einnehmen gehört die Rückenlage. Gesundheitlich konnte beobachtet werden, dass die Körperhaltung dazu führt, dass die Magensäure leichter zurückfließen kann und Magenprobleme sich minimieren können. Dazu trägt in hohem Maß die Kaltschaummatratze bei.

9. Was sagt die Stiftung Warentest zur Kaltschaummatratze?

Stiftung Warentest hat in der Februarausgabe 2017 unter anderem auch Kaltschaummatratzen auf den Prüfstein gestellt. Anders als die Kunden erwartet haben, fielen die Ergebnisse aus. Getestet wurden Kaltschaummatratze aus dem höheren Preissegment und auch günstige Modelle. Einige Produkte von mehr als 1.000 Euro konnten qualitativ mit Kaltschaummatratzen für 300 Euro nicht mithalten. Nicht nur physiologisch, sondern auch psychologisch erwartet die Leser der Ausgabe ein völlig entspanntes Schlafgefühl nachdem klar ist, dass es häufig die günstigen Matratzen sind, auf denen es sich besser schläft.

Hinweis: Spezialanfertigungen wurden als sehr teuer bewertet, wobei sie mit ihren Attributen nicht überzeugen konnten. So war das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmig.

10. Kleines Matratzenschaumlexikon

Dieses kleine Lexikon soll die diversen Schaumarten für Matratzen und ihre Eigenschaften erklären. Neben dem Kaltschaum wird gern dernKomfortschaum verwendet. Komfortschaummatratzen werden im Handel auch unter dem Namen PUR-Schaummatratze angeboten. Zurückzuführen ist diese Bezeichnung auf das Material Polyurethan. Dem PU bzw. PUR werden Treibmittel zum Aufschäumen beigemischt. Infrage kommt auch Kohlendioxid oder CO². Der Kontakt mit Wasser ist aber auch schon für das Aufschäumen zureichend. Der Schaumstoff, welcher aufgrund der Herstellung und des Materials entsteht, ist sehr weich.

Formschaum

Komplett anders wird der hochwertige Schaumstoff im Vergleich zum Kaltschaum bearbeitet. Das Gießen in die Form passiert bereits beim Aufschäumen. Der Vorteil gegenüber dem Blockschaumverfahren ist darin zu sehen, das die Zellstruktur homogen ist. Positive Eigenschaften ergeben sich wie folgt:

  • Lebensdauer erhöht
  • Raumgewicht sehr hoch
  • Luftzirkulation verbessert
  • Zuschnitt nach Gießverfahren entfällt

Visco

Visco-Matratzen erfreuen sich bei den Kunden durch eine Reaktionszeit von rund 3 Sekunden, um in die Ausgangsform zurückzugelangen, großer Beliebtheit. Visco-Schaum ist warm und weich. Da dieses Material aber kaum über einen Gegendruck verfügt, ist für die Herstellung der Matratzen zwingend eine Schicht aus Polyurethan (Kaltschaum) notwendig. Die punktelastische Druckentlastung führt zu erholsamen Nächten.

Latex

Es ist zwischen dem synthetischen und dem natürlichen Latex zu unterscheiden. Kautschuk wird bearbeitet. Dies geschieht mit Druck und Hitze. Durch die Vulkanisation vernetzen sich die Moleküle des Kautschuks. In die Form werden Heizstifte gefüllt, ehe das Latex hineingegossen wird. Zu beachten ist, der perfekt funktionierende Flüssigkeitsaustausch, sodass während des Schlafens ein sehr trockenes Klima vorherrscht. Von dem Material geht eine antibakterielle Wirkung aus. Die Körperanpassung kann als gut bezeichnet werden.

Fazit

Fast ein Drittel des Lebens ist der Aufenthaltsort des Menschen, das Bett. Diese Zeit benötigt der Körper zur Regeneration. Daher stellt die Wahl der richtigen Matratze die Basis dafür dar. Kaltschaum ist ein Material, welches in der Vergangenheit nicht mit so vielen positiven Eigenschaften wie heute, aufwarten konnte. Bei der Wahl der Kaltschaummatratze sind viele Aspekte zu berücksichtigen. Eine allgemeine Aussage, einer besonders empfehlenswerten Matratze ist nicht möglich. Sie muss den individuellen Bedürfnissen des Nutzers gerecht werden. Ergebnisse, wie sie Stiftung Warentest veröffentlicht hat und das Feedback der Kunden können bei der Kaufentscheidung sehr hilfreich sein. Nicht in jedem Fall müssen es teure Matratzen sein, welche die Anforderungen erfüllen.

FAQ zu Kaltschaummatzatzen

Eine gute Kaltschaummatratze sorgt für eine optimale Stützung des Körper in der Seiten- und Rückenlage. Die Qualität der Matratze kann entscheidend für die Erholung sein. Was ist eine Kaltschaummatratze, welche Unterschiede gibt es und was ist beim Kauf zu beachten? Diese FAQ-Liste liefert umfangreiche Informationen über die Kaltschaummatratze und lässt keine Fragen offen.

Was ist eine Kaltschaummatratze?

Kaltschaummatratzen verfügen über einen Kern, der aus Kaltschaum besteht. In der Regel wird Polyurethan eingesetzt, denn dieses Material ist ungiftig und eignet sich auch für Allergiker. Der Name „Kaltschaum“ wird deshalb verwendet, weil das Ausgangsmaterial bei niedrigen Temperaturen nur mit Luft aufgeschäumt wird. Auf den Einsatz von FCKW oder Treibgasen wird beim Aufschäumungsprozess verzichtet. Die Struktur des Kaltschaums ist offenporig. Daher sind diese Matratzen feuchtigkeitsdurchlässig und atmungsaktiv.

Welche Vorteile bietet die Kaltschaummatratze?

Die Kaltschaummatratze vereint zahlreiche Vorteile. Das Material ist elastisch, weich und leicht. Die gute Wärmeisolation gesellt sich zu einer hohen Elastizität, die sich optimal der Körperform anpasst. Eine Kaltschaummatratze nimmt die Körperwärme optimal auf und hält warm, ohne unangenehm feucht zu werden. Die Komfortabilität der Kaltschaummatratzen wird dadurch unterstützt, dass metallische Ätzlaute beim Umdrehen, die von Federkernmatratzen bekannt sind, völlig unterbleiben. Kaltschaummatratzen sind punktelastisch. Vorteile im Überblick:

  • leicht
  • weich
  • atmungsaktiv
  • hoch elastisch
  • geräuschlos
  • punktelastisch
  • lange Lebensdauer

Was ist die Punktelastizität bei der Kaltschaummatratze?

Man kann sich auf Kaltschaummatratzen geräuschlos drehen. Das liegt daran, dass keine Welle durch die gesamte Matratze geht, wenn man auf einer Stelle Druck ausübt. Das Material nimmt sofort wieder seine ursprüngliche Form an, wenn der ausgeübte Druck nachlässt. Die Einteilung in unterschiedlich harte Zonen sorgt für die optimale Entlastung. Schwerere Körperregionen wie Kopf, Schultergürtel oder Hüfte werden entlastet, was zu einer entspannteren Nachtruhe beiträgt.

[alert style=“success“]Tipp: Wer einen Partner hat, der sich häufig im Schlaf dreht, ist mit einer geräuschlosen Kaltschaummatratze gut beraten.[/alert]

Was ist der Härtegrad?

Am so genannte Härtegrad erkennt man, für wen eine Matratze geeignet ist. Ein niedriger Härtegrad ist für Menschen mit leichtem Körpergewicht ausgelegt. Ein hoher Härtegrad wird bei Menschen mit höherem Körpergewicht empfohlen. Die Härtegrade werden in Stufen von H1 bis H5 angegeben.

Welche Härtegradstufen gibt es?

Seitens der Hersteller werden die Härtegradstufen durch eine Gewichtsempfehlung ergänzt. In der Regel werden die Stärken H2 und H3 angeboten. H2 eignet sich für Menschen mit einem Gewicht bis zu 80 Kilo und H3 für jene, die bis zu 100 Kilo wiegen. Jeder Mensch empfindet die Härte einer Kaltschaummatratze anders, weshalb vor dem Kauf bereits festliegen sollte, ob man eher eine harte oder weiche Variante bevorzugt. Generell sollte eine Kaltschaummatratze mindestens eine Höhe von 17 bis 20 cm haben. Wesentlich dünnere Ausführungen können den Rücken nicht dauerhaft stärken. Für ein Gästebett oder ein Schlafsofa, auf dem selten genächtigt wird, reicht eine dünne Kaltschaummatratze.

[alert style=“success“]Tipp: Die Kaltschaummatratze hat eine lange Lebensdauer. Für jene, die gerne hart liegen, ist es ratsam, ein Modell zu wählen, das mehr Gewicht zulässt. Wer gerne sehr weich liegt, kann die Gewichtsempfehlung etwas überschreiten und sinkt tiefer ein. Auf sehr große Abweichungen von den Herstellerangaben sollte verzichtet werden. Wer zu hart oder weich liegt, riskiert, dass die Kaltschaummatratze die Wirbelsäule nicht mehr optimal unterstützen kann.[/alert]

Was versteht man unter dem Raumgewicht und Strauchhärte?

Modelle werden häufig mit den Begriffen „Raumgewicht“ oder Stauchhärte“ beschrieben. Beide Begriffe informieren über die Beschaffenheit des verwendeten Schaumstoffes, der die Grundlage für den Härtegrad bildet. Das Raumgewicht gibt an, wie viele Kilogramm Kaltschaum pro Kubikmeter Matratze eingesetzt wurde. Die Strauchhärte misst, wie viel Druck erforderlich ist, damit die Kaltschaummatratze um einen bestimmten Wert eingedrückt werden kann.

Gut zu wissen: Wenn eine Matratze aus einer Kombination von unterschiedlichen Schaumstoffen besteht, sind Raumdichte und Stauchhärte verschieden. Aussagekräftiger ist in diesem Fall der Härtegrad.

Welche Raumgewichte gibt es?

Je geringer das Raumgewicht (RG) einer Kaltschaummatratze ausfällt, desto größere und vielfältigere Poren weist der Schaumstoff auf. Die Kaltschaummatratze mit einem geringen Raumgewicht tendiert eher zur Kuhlenbildung und muss eher ersetzt werden. Die Formstabilität steigt, je höher das Raumgewicht ausfällt.
Qualitätsmerkmale der Raumgewichte:

  • RG von 20 bis 25: Geringere Lebensdauer(1-2 Jahre) und niedrigere Qualität.
  • RG 30 bis 35: Mittlere Lebensdauer (3-6 Jahre) und Qualität.
  • RG über 40: Hochwertige Qualität, Lebensdauer von 6- 8 Jahren
  • RG über 50: Extrem hochwertig, ideal für schwere Menschen und größere Belastungen, 8-10 Jahre Lebensdauer
  • RG über 60: Sehr gute Haltbarkeit und Lebensdauer von über 10 Jahren

Was zeichnet eine hohe Qualität aus?

Neben dem Preis und dem Raumgewicht zeigt ein 3D-Profil des Matratzenkerns, beispielsweise der Würfelschnitt, das Innenleben der Kaltschaummatratze. Gesamtmatratzenhöhe sowie Kernhöhe sind ein Maß für die Druckresistenz. Die Wahl des passenden Lattenrosts mit engstehenden Leisten unterstützt und optimiert die Eigenschaften der Kaltschaummatratze.

Was sind Liegezonen?

Die Oberfläche einer Kaltschaummatratze ist in unterschiedliche Zonen unterteilt. In einigen Zonen ist die Liegefläche leicht verstärkt und in anderen Zonen etwas nachgiebiger. Die verschiedenen Zonen dienen dazu, die unterschiedlich schweren Körperzonen auszugleichen. Die Einteilung in Zonen sorgt dafür, dass die Wirbelsäule in der natürlichen Form unterstützt wird.
Ideal ist es, wenn der Kopf vom Untergrund etwas Unterstützung erfährt. Die Liegezone sollte im Kopfbereich etwas härter sein. Im Bereich der Schultern sollte die Matratze ein wenig nachgeben. Dadurch kann man auch bequem auf der Seite schlafen.

[alert style=“success“]Tipp: Experten attestieren, dass drei Liegezonen vollkommen ausreichend sind.[/alert]

Wie ermittele ich die richtige Matratzenlänge?

Generell gilt, dass die Kaltschaummatratze mindestens 10 cm, besser 20 cm länger sein sollte als der Benutzer. Je mehr Platz bereitsteht, desto besser, denn dadurch wird das Anstoßen an das Kopfteil verhindert. Der Markt bietet die 2 Meter-Standardausführung. Für größere Zeitgenossen sind Modelle in Sondergrößen (220 cm und mehr) erhältlich.

Welche Matratzengrößen gibt es?

In der Regel gibt es Kaltschaummatratzen in den Größen 90, 100, 160, 180 oder 200 cm. In einem Doppelbett hat man die Wahl zwischen einer durchgängigen Matratze oder jeweils zwei Ausführungen. Bei zwei Matratzen trennt die bekannte „Ritze“ die beiden Kaltschaummatratzen voneinander. Für einen erholsamen Schlaf kann das vorteilhaft sein, denn man merkt kaum, wenn sich der Partner im Schlaf dreht. Wer gerne angekuschelt schläft, ist mit einer durchgängigen Matratze besser bedient. Generell sollte die Matratze immer größer gekauft werden, denn dann hat man mit Sicherheit mehr Platz.

Welches Modell für Bauchschläfer, Seitenschläfer oder Rückenschläfer?

Der Hauptteil der Menschen wechselt während des Schlafes die Liegeposition. Deshalb garantiert eine konkrete Matratzenauswahl nach dem Schlaftyp keinen gesunden und gemütlichen Schlaf. Die folgenden Hinweise können bei der Auswahl des Matratzentyps helfen. In welcher Position man einschläft, ist ein Indiz dafür, welcher Matratzentyp geeigneter ist.

Welcher Matratzentyp ist für Bauchschläfer geeignet?

Bauchschläfer laufen Gefahr, dass der Rücken in der Nacht ein Hohlkreuz bildet, was zu Rückenschmerzen führen kann. Deshalb ist eine Kaltschaummatratze mit einem höheren Härtegrad empfehlenswert, denn sie unterstützt die Wirbelsäule und wirkt dem „nächtlichen Hohlkreuz“ entgegen.

Seitenschläfer: Welche Kaltschaummatratze?

Menschen, die auf der Seiten schlafen, benötigen ein flexibles Modell, das eine hohe Punktelastizität bietet.

Welche Kaltschaummatratze für Rückenschläfer?

Für Menschen, die hauptsächlich auf dem Rücken schlafen, spielt die Punktelastizität eher eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass die Kaltschaummatratze insgesamt stützt, damit die Wirbelsäule die natürliche S-Form behalten kann. Eine Mehrzonenmatratze bietet für Rückenschläfer eine gute Unterstützung.

Kann die falsche Matratze schaden?

Eine Kaltschaummatratze, die nicht auf das Körpergewicht ausgelegt ist, kann dazu führen, dass Gelenke, Gelenkkapseln und die Wirbelsäule langfristig geschädigt werden. Wenn die Kaltschaummatratze zu hart ist, kann sie sich den Körperformen nicht richtig anpassen. Dadurch werden die Gelenke in Richtung der Gelenkkapseln gedrückt. Ist die Kaltschaummatratze hingegen zu weich, kann es zu dem so genannten „Hängematteneffekt“ führen, weil der Körper nicht gestützt wird. Ob zu hart oder zu weich: Beide Effekte können Schmerzen verursachen und den Schlaf beeinträchtigen.

Welche Lebensdauer hat eine Kaltschaummatratze?

Menschen verbringen durchschnittlich 8 Stunden im Bett. Die Stützkraft einer Kaltschaummatratze lässt nach ca. 8-10 Jahren nach. Auch aus hygienischen Gründen ist ein Austausch nach dieser Zeit ratsam.

Tipp: Eine Kaltschaummatratze mit abnehmbaren Bezug ist ideal. Zum einen kann der Bezug regelmäßig gewaschen werden und zum anderen ist ein neuer Bezug jederzeit nachzubestellen.

Warum riecht die neue Kaltschaummatratze?

Neue Kaltschaummatratzen haben anfänglich immer einen gewissen Eigengeruch. Das ist nicht schädlich, sondern normal. Es ist leider nicht möglich, produkttechnisch bedingte Eigengerüche gänzlich auszuschließen. Kaltschaummatratzen werden aus hygienischen Gründen luftdicht verpackt. Deshalb empfindet man nach dem Entfernen der Folie einen etwas unangenehmen Geruch. Dieser verfliegt jedoch schnell.

Gut zu wissen: Die neue Kaltschaummatratze sollte vor dem ersten Gebrauch am offenen Fenster ausgelüftet werden. Spätestens nach ein paar Nächten ist der Eigengeruch verschwunden.

Wie pflegt man die Matratze?

FAQ zu KaltschaummatzatzenViele Menschen wechseln die Bettwäsche, vernachlässigen aber die Pflege der Matratze. Ist der Schlafraum nicht ausreichend gelüftet und bietet eine hohe Luftfeuchtigkeit, kann es zu unangenehmen Stockflecken kommen. Wer täglich für frische Luft im Schlafzimmer sorgt, wirkt der Gefahr entgegen. Die Kaltschaummatratze bleibt bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40-60% und einer Raumtemperatur von 16-20 Grad trocken. Zudem sollte die Kaltschaummatratze in regelmäßigen Abständen ausgelüftet werden. Dabei sind alle Bezüge zu entfernen, die Matratze sollte aus dem Bett gehoben werden und für ca. 1 Stunde an der Wand gelehnt auslüften. Regelmäßiges Absaugen der Matratze erhöht den hygienischen Faktor. Doch Vorsicht beim Wenden der Matratze.

Wozu dienen Wendeschlaufen?

Kaltschaummatratzen sind heute mit praktischen Griffen an den Seiten ausgestattet. Diese so genannten Wendegriffe dienen dem komfortablen Wenden der Matratze ohne Hilfe. Kaltschaummatratzen sind sehr leicht und via Wendegriff einfach umzudrehen.

Achtung: Versehentlich werden die Wendegriffe zum Transport der Kaltschaummatratze verwendet. Die Wendeschlaufen sind ausschließlich zum Wenden da. Ruckartiges Ziehen sollte vermieden werden, denn das kann zum Ausreißen der Schlaufen führen.

Gut zu wissen: Kaltschaummatratzen können ohne Funktionsverlust transportiert werden.

Für wen sind Kaltschaummatratzen geeignet?

Kaltschaum bietet sehr gute hygienische Eigenschaften. Der Allrounder eignet sich deshalb auch für Allergiker. Nach dem ersten Auslüften ist die Kaltschaummatratze nahelos geruchlos, weshalb sich das Material sogar für Menschen eignet, die an MCS (multiple chemical sensivity- multiple chemische Sensivität) leiden. Kaltschaummatratzen haben im Gegensatz zu anderen Matratzenmodellen ein geringes Gesamtgewicht. Dadurch kann die Kaltschaummatratze auch leicht gewendet werden, wenn Menschen unter Rückenproblemen leiden. oder älter sind. Die Kaltschaummatratze bietet eine gute Wärmeisolation, weshalb sie für Personen, die leicht frieren, eine gute Wahl ist.Das Material zeichnet sich dadurch aus, dass es leicht nachgibt und gleichzeitig sien Ausgangsform schnell wieder erhält. Wer sich im Schlaf häufig dreht, findet in der Kaltschaummatratze einen guten Begleiter für die Nacht.

Wie findet man die richtige Kaltschaummatratze?

Der Körperbau und das Gewicht eines Menschen bestimmen die Eigenschaften, die an eine Kaltschaummatratze gestellt werden. Idealerweise wird die Kaltschaummatratze vor dem Kauf zumindest probeweise getestet. Viele Menschen sehen von einem Online-Kauf ab, weil sie befürchten die falsche Matratze zu erwerben, da kein Probeliegen möglich ist. Wer bei der Online-Auswahl darauf achtet, dass der Anbieter eine 30-Tage Rückgaberecht einräumt, kann die Kaltschaummatratze ausprobieren.

TIPP: Hygienische Maßnahmen sollten beachten werden. Deshalb sollte man die Vertragsbedingungen genau durchlesen, damit dem Rückgaberecht nichts entgegensteht.

Welches Modell eignet sich für Kinder und Jugendliche?

Kaltschaummatratzen für Kinder sollten keine Zonen aufweisen. Kinder im Grundschulalter sind mit einer nicht zu harten Matratze ohne Zoneneinteilung gut bedient. Die Kaltschaummatratze sollte dem Kind ausreichend Halt und Bewegungsfreiheit bieten. Falls die Matratze zu weich ist, kann das Kind zu tief einsinken und sich schwer drehen. Bei einem zu harten Modell ist die Stützung zu gering und das Kind kann sich schwer drehen. Eine mittelweiche Matratze ist deshalb für Kinder ideal. Auch für Jugendliche sollte die Kaltschaummatratze keine Zonenaufteilung vorweisen.

Kaltschaummatratzen bieten einen optimalen Liegekomfort und zeichnen sich durch ein geringes Eigengewicht und absolute Geruchslosigkeit aus. Matratzen aus Kaltschaum sind daher insbesondere für geruchsempfindliche Menschen, Menschen mit Rückenleiden sowie Menschen, die an MCS leiden, eine ideale Lösung. Doch auch bei Matratzen aus Kaltschaum gibt es große Qualitätsunterschiede

Kaltschaum – ein synthetischer Weichschaumstoff

Kaltschaum ist ein zu 100 % aus Rohöl hergestellter synthetischer Polyurethan-Weichschaumstoff. In aller Regel besteht das Material zu einem Drittel aus Isosyanaten und zu zwei Dritteln aus Isocyanaten. Durch den Zusatz von Wasser spaltet sich Kohlendioxid ab, sodass der synthetische Weichschaumstoff Polyurethan entsteht. In einem Blockschaumverfahren wird das Polyurethan bei niedrigen Temperaturen mit Luft aufgeschäumt.

Polyurethan – gesundheitlich nahezu unbedenklich

Bei der Herstellung von Kaltschaum wird grundsätzlich auf Gase verzichtet. Polyurethan ist FCKW-frei. Kaltschaum ist daher gesundheitlich nahezu unbedenklich. Das Material ist geruchslos und birgt keine nennenswerten gesundheitlichen Risiken.

Ökologische Variante – Bio-Kaltschaum

Normalerweise erfolgt die Herstellung von Kaltschaum auf Rohölbasis. Bio-Kaltschaum ist indes eine besonders ökologische Variante, bei deren Herstellung ein Teil des Rohöls durch Naturöl (z.B. Sonnenblumenöl) ersetzt wird. Ein zu hoher Anteil von Naturöl wirkt sich jedoch negativ auf die Langlebigkeit des Kaltschaums aus.

[alert style=“success“]Es gilt daher die Regel: Je geringer der Naturölanteil, desto langlebiger ist die Kaltschaummatratze.[/alert]

Qualitäts- und Schadstoffprüfungen

Testergebnisse der Stiftung Warentest über (Kaltschaum-)MatratzenBei Matratzenkauf ist die Schadstoffbelastung immer ein wichtiger Aspekt. Auch Matratzen aus Kaltschaum können diesbezüglich große Unterschiede aufweisen. Auf eine gute und sichere Qualität können sich Verbraucher verlassen, wenn die Matratze mit entsprechenden Prüfsiegeln versehen ist. Beim Kauf einer Kaltschaummatratze sollte daher insbesondere auf

  • ein Prüfsiegel des Qualitätsverbandes für umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL)
  • ein Prüfsiegel des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN)

geachtet werden. Diese unabhängigen Prüfstellen kontrollieren alle verwendeten Rohstoffe nach den Richtlinien der Verbände.

[alert style=“success“]Eine zu hohe Schadstoffbelastung kann bei einer so geprüften Matratze daher ausgeschlossen werden.[/alert]

Die Qualität einer Matratze aus Kaltschaum erkennen

Die Qualität von Kaltschaum lässt sich an verschiedenen Merkmalen feststellen. Dabei ist das Raumgewichts des Kaltschaums ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Das Raumgewicht gibt das Gewicht eines Kubikmeters Schaumstoff an. Je höher das Raumgewicht, desto hochwertiger ist der Kaltschaum. Kaltschaummatratzen mit einem hohen Raumgewicht sind elastischer, tragfähiger und haltbarer als Matratzen mit einem geringen Raumgewicht. Kaltschaum mit einem geringeren Raumgewicht hat ein geringes Wiederaufrichtungsvermögen. Solche Matratzen bilden daher bei regelmäßigem Gebrauch schneller Kuhlen und zeigen eine geringere Haltbarkeit und Lebensdauer.

Bio-Kaltschaummatratzen – bester Liegekomfort

Testergebnisse der Stiftung Warentest über (Kaltschaum-)MatratzenMatratzen aus Bio-Kaltschaum haben mit rund 60 kg pro Kubikmeter ein extrem hohes Raumgewicht. Sie sind dadurch äußerst punktelastisch und passen sich dem Körper perfekt an. Die Muskulatur und das Skelett werden im Schlaf entlastet. Bio-Kaltschaummatratzen sorgen daher für einen gesunden Schlaf und bieten dabei den besten Liegekomfort.

Hochwertige Kaltschaummatratzen

Eine hochwertige Kaltschaummatratze verfügt über ein Raumgewicht von mindestens 40 bis 50 kg pro Kubikmeter. Eine solch hochwertige Matratze ist punktelastisch und hat eine Lebensdauer von mindestens 10 bis 12 Jahren. Damit sorgt sie über viele Jahre für einen erholsamen Schlaf bei einem gleichbleibend guten Liegekomfort.

Kaltschaummatratzen mittlerer Qualität

Kaltschaummatratzen mit einer Raumdichte von 30 bis 35 kg pro Kubikmeter zählen zur mittleren Qualitätsstufe. Diese Matratzen zeigen eine gute Elastizität, sind jedoch nicht ganz so punktelastisch wie Matratzen von hochwertiger Kaltschaumqualität.

TIPP: Der Kauf einer Kaltschaummatratze mit einer Raumdichte von weniger als 30 kg pro Kubikmeter ist nicht empfehlenswert.

Eine solche Matratze wird schon nach kurzem Gebrauch Kuhlen bilden. Das führt schnell zu Verspannungen und Rückenproblemen, sodass der Liegekomfort und ein gesunder Schlaf empfindlich gestört werden.

Die Vorteile von Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratzen zeichnen sich aufgrund der besonderen Materialeigenschaften von Polyurethan durch einige Vorteile aus. Dazu gehören:

  • hohe Atmungsaktivität
  • gute Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
  • hohe Elastizität
  • hohe Anpassungsfähigkeit
  • Leichtigkeit des Materials

Die grobe, unregelmäßige und offenzellige Porenstruktur des Kaltschaums führt zu einer hohen Atmungsaktivität und einer guten Feuchtigkeitsdurchlässigkeit. Kaltschaummatratzen bieten daher eine gute Durchlüftung und sorgen damit für ideale Schlafbedingungen. Die hohe Elastizität bietet einen komfortablen Liegekomfort. Das Kaltschaum-Material erzeugt ein passives Federn und passt sich der Liegeposition ideal an. Kaltschaummatratzen bieten dem Körper einen optimalen Halt und sind trotzdem recht leicht. Für älteren Menschen und Menschen mit Rückenleiden ist das Wenden einer Kaltschaummatratze daher wesentlich einfacher als das Wenden einer Matratze aus anderen Materialien.

Wie man sich bettet, so schläft man. Doch welche Matratze ist die richtige? Nicht die Optik einer Matratze ist maßgeblich. Es ist das Innenleben, also der Kern, der für die unterschiedlichen Liegeeigenschaften der Matratzen verantwortlich ist. Dieser Artikel führt die unterschiedlichen Matratzentypen auf und informiert über deren Besonderheiten. Nach dem Lesen weiß jeder, welche Matratze für den individuell optimalen Schlaf sorgt.

Matratzenkern

Der Matratzenkern entscheidet über die Liegeeigenschaften der Matratze. Die unterschiedliche Matratzentypen sind auf die verschiedenen Schlafgewohnheiten ausgerichtet. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Wahl der Matratze ist das Körpergewicht. Aus diesem Grund sind die meisten Matratzen in mehreren Härtegraden erhältlich.

Federkernmatratze

Welche Matratzentypen gibt es?Der Aufbau einer Federkernmatratze besteht aus miteinander verbundenen Stahlfedern. Der Matratzenkern ist mit einer Polsterung ummantelt. Die Federkernmatratze ist in Liegezonen unterteilt und die unterschiedlichen Drahtstärken beeinflussen die Spannung der Federn. Sehr gute Flächenelastizität und eine gute Luftzirkulation zeichnen diesen Matratzentyp aus. Der Körper sinkt beim Liegen unmerklich in die Matratze ein und wird sehr gut gestützt. Federkernmatratzen sind für Bauch- und Rückenschläfer geeignet. Auch Menschen, die in der Nacht stark schwitzen und ein hohes Körpergewicht haben, sind mit diesem Modell gut beraten.
Gut zu wissen: Die Federkernmatratze sollte die Bewegungen dämpfen und nicht nachschwingen, sonst wird ein orthopädisch korrektes Schlafen verhindert.

Taschenfederkern

Die eingenähten Federn der Matratze sind in einzelne Taschen eingenäht. Eine Polsterung ummantelt den Kern der Matratze. Die Federkernmatratze bietet eine gute Punktelastizität. Das Modell zeichnet sich durch eine sehr hohe Stützkraft aus. Die stützende Wirkung der Taschenfederkernmatratze sorgt dafür, dass Benutzer mittelweich bis mittelfest liegen und nicht tief in die Matratze einsinken. Die Federkernmatratze ist für alle Schlafpositionen geeignet. Auch für Menschen mit einem hohen Körpergewicht und nächtlichem Schwitzen ist diese Matratze ideal.

[alert style=“success“]Zur Info: Die Matratze ist umso hochwertiger, je mehr Federn pro Quadratmeter verarbeitet sind. Je mehr Federn verarbeitet wurden, desto besser kann sich die Federkernmatratze an die Kontur des Körpers anpassen.[/alert]

Kaltschaummatratze

Durch Einschnitte im Kaltschaumkern wird diese Variante in Liegezonen unterteilt. Je höher der Kaltschaumkern, desto besser passt sich die Matratze an den Körper an. Die Kaltschaummatratze bietet eine gute Flächenelastizität bei einer hohen Stützkraft und geringem Gewicht. Beim Liegen spürt man die stützende Wirkung der Kaltschaummatratze und sinkt minimal ein. Das Modell ist ein Allrounder und für alle Liegepositionen geeignet. Vor allem für Menschen mit einem unruhigen Schlaf, die sich in der Nacht oft drehen, ist die Kaltschaummatratze ideal.

Wichtig: Eine Kaltschaummatratze sollte mindestens ein Raumgewicht von 40 kg/m³ aufweisen. Ideal ist, wenn der Bezug mit einem feuchtigkeitsregulierenden Vlies versteppt ist.

Viscoschaummatratze

Der Kaltschaumkern ist mit einer Viscoschaumauflage versehen. Durch Einschnitte im Kaltschaum wird die Matratze in Liegezonen unterteilt. Die Viscoschaummatratze passt sich der Körperwärme an und sorgt so für eine ideale Druckentlastung beim Liegen. Das Modell ist hochelastisch und bietet eine gute Punktelastizität bei hoher Formstabilität. Beim Liegen entsteht fast ein Gefühl der Schwerelosigkeit, denn Druckunterschiede an den verschiedenen Körperzonen sind kaum spürbar. Die Viscoschaummatratze eignet sich besonders für Seitenschläfer und leistet bei Rückenproblemen Unterstützung.

Tipp: Bei einer Viscoschaummatratze sollte die Temperatur im Schlafzimmer mindestens 18 Grad betragen, denn sonst kann sich die Matratze nicht optimal anpassen und bleibt zu hart. Je häufiger man sich im Schlaf umdreht, desto dünner sollte die Viscoschaumauflage ausfallen.

Latexmatratze

Welche Matratzentypen gibt es?Durch verschiedene Lochstärken im Latexkern wird die Matratze in Liegezonen unterteilt. Hohe Formstabilität und sehr gute Punktelastizität zeichnen diese Matratzenart aus. Die Latexmatratze eignet sich gut für einen Elektro-Lattenrost und hat ein hohes Eigengewicht. Das Liegegefühl ist sehr weich und man sinkt relativ tief in die Matratze ein, woraus eine exakte Anpassung an die Körperkontur erfolgt. Die Latexmatratze ist ideal für alle, die gerne weich liegen und hauptsächlich auf der Seite schlafen.

Zu beachten: Eine hochwertige Latexmatratze sollte einen dickeren Kern aufweisen und 5 Zonen bieten, damit der Körper optimal gestützt werden kann.

Gelaxmatratze

Comfortflex-Schaum und eine Gelax-Auflage kennzeichnen diesen Matratzentyp. Perfekte Körperanpassung und beste Druckentlastung gesellen sich zu optimaler Punktelastizität. Die Gelaxmatratze ist hoch elastisch, atmungsaktiv und bietet eine zeitnahe Rückstellfähigkeit. Das Modell sorgt für ein weiches bis mittelweiches Liegegefühl, ohne dass man tief einsinkt. Die Gelaxmatratze bietet ein druckentlastendes schwereloses Liegeempfinden und eignet für alle Liegepositionen. Je nach Höhe der Gelax-Auflage kann Rückenproblemen begegnet werden.

Tipp: Die Matratze wird weicher, je höher die Gelax-Auflage gewählt wird. Aus der Stauchhärte ergibt sich der Härtegrad, der zudem für die verschiedenen Liegezonen verantwortlich ist.

Kaltschaummatratzen sind derzeit die besten Matratzen, die der Handel Interessierten bietet. Durch ihre unterschiedlichen Materialien und ausgeklügelte Struktur bieten sie zu gleichen Teilen unterstützenden und weichen Liegekomfort, der erholsamen Schlaf begünstigt.

Wie ist eine Kaltschaummatratze aufgebaut?

Vor etlichen Jahren waren Matratzen aus Schaumstoff, aufgrund ihrer schlechten Verarbeitung unbeliebt. Die heutigen Kaltschaummatratzen besitzen jedoch entweder einen hochwertigen Kern aus Visco-Schaum (eine Weiterentwicklung des Schaumstoffs Tempur beziehungsweise Memory Foam) oder PUR-Kaltschaum (ohne Hitze hergestellt).

Diese Materialien werden anschließend mit unterschiedlichen Stoffqualitäten kombiniert, die einerseits das Material schonen/schützen und andererseits den Komfort erhöhen.

Überzüge für Kaltschaummatratzen bestehen beispielsweise aus:

  • Baumwolle
  • Lammfell beziehungsweise Schafwolle
  • oder sind zwecke Wärmeisolierung aus pflegeleichten Kunstfasern gearbeitet.

Die unterschiedlichen Bezüge für Kaltschaummatratzen ermöglichen es, die Nutzung den Jahreszeiten anzupassen. So spendet beispielsweise das Lammfell während des Winters wohlige Wärme. Ein Bezug aus kühler Baumwolle ist die ideale Unterlage in heißen Nächten. Der mitgelieferte Bezug kann somit durch einen individuellen Stoffbezug ersetzt oder überzogen werden.

Weitere Eigenschaften des Kaltschaums, die beachtenswert sind

Bei einer Kaltschaummatratze ist neben dem Bezug auch das Raumgewicht für den Komfort entscheidend. Das Raumgewicht stellt das Gewicht des Kaltschaums in Kilogramm dar, das in einen Kubikmeter Schaum steckt. Dieses Gewicht wird ermittelt, bevor die Matratze angefertigt wird. Als Faustregel gilt dabei: Je schwerer/dicker der Kaltschaum ist, desto länger hat der Besitzer an seiner Kaltschaummatratze Freude. Ein weiterer wichtiger Punkt bei Kaltschaummatratzen ist die Stauchhärte. Dieser Begriff bezeichnet den Druck, welcher benötigt wird, um einen Block Kaltschaum um vierzig Prozent einzudrücken.

Als Faustregel gilt hierbei: Je höher der Wert der Stauchhärte ausfällt, desto fester/härter ist letztendlich die Kaltschaummatratze (hoher Härtegrad).

Wie unterscheidet sich eine Kaltschaummatratze von anderen Modellen?

Einerseits liegt der Unterschied zwischen traditionellen Matratzen und Kaltschaummatratzen in ihrer Herstellung. Bei Taschenfederkern-Matratzen werden beispielsweise Federn aus Metall in sogenannte Taschen einzeln eingenäht und anschließend miteinander verbunden. Derartige Matratzenmodelle wirken zwar unterstützend für den Körper, sind jedoch relativ starr. Die Kaltschaummatratze ist dazu im Vergleich ein Vollpolstermodell. Ihre unterschiedlichen Zonen passen sich der Wirbelsäule optimal an und sorgen für eine natürliche Schlafposition. Andererseits liegt der Unterschied zwischen klassischer Matratze und den Kaltschaumvarianten auch im Liegekomfort. Matratzen aus Kaltschaum stehen in unterschiedlichen Härtegraden zur Verfügung (je nach Größe und Gewicht der Nutzer auszuwählen) und zeigen verschiedene Eigenschaften in Bezug auf die individuelle Druckbelastung. Weist die Kaltschaummatratze eine hohe Stauchhärte auf, liegt auch der Härtegrad höher. Trotzdem behält das Modell so viel Elastizität, dass der schlafenden Person eine möglichst rückenschonende Position ermöglicht wird.

Weitere Merkmale zwischen den einzelnen Modellen der Schaummatratzen sind zum Beispiel:

  • Dichte und Art des Kaltschaums
  • Qualität
  • und somit die jeweilige Lebensdauer der Kaltschaummatratze.

Wie sind Kaltschaummatratzen aufgebaut?

Kaltschaummatratzen - welche Unterschiede bestehen zu herkömmlichen Matratzenmodelle?In der Regel verfügen Matratzen aus Kaltschaum über sieben Zonen. Dieses Konstrukt hat sich für eine stabile wie auch flexible Schlafposition bewährt. Somit hat die 7-Zonen Aufbau den Vorteil, dass sich auf den stark belasteten Bereichen der Matratze nicht nachträglich Kuhlen bilden.

Eine Kaltschaummatratze wird in drei unterschiedlich gearbeitete Bereiche eingeteilt. Die nachfolgend Genannten sind hierbei identisch:

  • für Schultern und Waden/Knöchel jeweils ein Bereich
  • die Hüftzone
  • jeweils ein Bereich, der Kopf und Rücken, Knie/Oberschenkel sowie Füße stützt.
[alert style=“success“]Die Konstruktion der Kaltschaummatratze ist dabei horizontal und vertikal symmetrisch. Dadurch ist es möglich die Matratze aus Kaltschaum individuell zu platzieren, ohne an Komfort einzubüßen.[/alert]

Die Vorteile einer Kaltschaummatratze gegenüber anderen Modellen

Ein sehr bemerkenswerter Vorteil von Kaltschaummatratzen im Vergleich zu traditionellen Modellen ist die enorme Anpassungsfähigkeit an die schlafende Person sowie an den integrierten Lattenrost – ohne Verlust der stützenden Wirkung. Sie sind praktisch geräuschfrei im Gegensatz zu knarzenden Federkernmatratzen. Weitere positive Merkmale sind unter anderem:

  • schnelle Rückbildung des Kaltschaums bei Änderung der Liegeposition
  • punktelastisch
  • exzellente Wärmeisolierung – somit schnell angenehme Schlaf-/Betttemperatur
  • hohe Lebensdauer
  • bei richtiger Pflege fast kein Milbenbefall möglich – für Allergiker empfehlenswert
  • hygienisch, da Bezug abzunehmen und waschbar ist
  • unkomplizierter Transport durch spezielle Faltung.

Gibt es die perfekte Matratze?

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen. So unterschiedlich wie die Schlaftypen, so individuell sind die Ansprüche an Lattenrost, Bettzeug und Matratze. Eine zu weiche oder zu harte Schlafunterlagen kann zu Nacken- oder Rückenproblemen führen und zudem die erholsame Nachtruhe beeinträchtigen. Harte oder weiche Matratze – was ist gesünder?

Diese Frage stellt sich vielen und wird oftmals unterschätzt. Generell gibt es sie nicht, die perfekte Matratze. Immer wieder werden Studien durchgeführt, die zeigen, dass eine mittelharte Unterlage die beste Wahl ist. Zahlreiche Fachhändler raten zu einer harten Unterlage. Fakt ist, dass Experten immer wieder feststellen, dass die Matratze weit weniger Einfluss auf den menschlichen Rücken hat, als angepriesen wird. Von Bedeutung ist, dass sie optimal auf die ganz eigenen Bedürfnisse des Schläfers angepasst ist.

Die Schlafgewohnheiten entscheiden

Vor einer Kaufentscheidung sollte der Verbraucher Überlegungen anstellen. In erster Linie sind die persönlichen Schlafgewohnheiten entscheidend für die Auswahl der Betteinlage.

Weiterhin entscheidend sind

  • Körpergewicht
  • Schlafposition (Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer)
  • Rückenprobleme

Die deutsche Bevölkerung leidet zunehmend an der Volkskrankheit Rückenschmerzen. Diese entstehen durch falsche Haltung, stundenlanges Sitzen, fehlende Bewegung oder falsche Hebetechniken. Eine falsche Schlafhaltung kann dieses Leiden begünstigen.

Hart oder weich?

Häufig werden Empfehlungen gegeben, sich in solchen Fällen eine harte Schlafunterlage zu kaufen. Sie soll für Entlastung sorgen, indem sie die Wirbelsäule stabilisiert. Allerdings kann eine zu harte Matratze dafür sorgen, dass Becken und Schulter nicht mehr tief genug einsinken können. Zudem kann der Körper im Alter schmerz- und druckempfindlicher reagieren. In solchen Fällen ist eine weichere Matratze ideal.

Die Qual der Wahl

Neben dem Härtegrad spielt das Material der Bettauflage eine wichtige Rolle. Gängige Materialien sind:

  • Bonell- oder Taschenffederkern
  • Kaltschaum
  • Latex

Die Materialien – ein Faktor

Beide Typen der Federkern-Matratze leiten Wärme und Feuchtigkeit ab und sorgen für Durchlüftung. Die Bonell-Variante passt sich kaum der Körperform an, die Taschenkern-Variante verfügt über eine gute Punktelastizität. Sie gibt an den entsprechenden Stellen nach, an denen der Körper in die Matratze einsinkt. Die anderen Stellen werden unterstützt. Moderne Kaltschaum-Matratzen passen sich gut dem Körper an. Zudem besitzen sie eine hohe Punktelastizität. Der Schaumstoff hält Wärme gut zurück und transportiert die Feuchtigkeit ab. Beim Kauf einer solchen Betteinlage spielt die Dichte des Materials eine Rolle. Entsprechend des Körpergewichts sollte die passende gewählt werden. Latex-Matratzen sind schwerer, passen sich dem Gewicht des Schläfers an.

Die Bedürfnisse sind entscheidend

Immer gut gebettet mit der richtigen MatratzeVon den Herstellern wird jede Matratze mit ihrem Härtegrad gekennzeichnet. Jeder entscheidet am besten selbst, was für ihn gut ist. Generell kann gesagt werden, dass schwerere Menschen eine härtere Schlafunterlagen wählen sollten. Ist diese zu hart, kann dies zu Schlafstörungen führen. Schlanke Personen sollten eine weichere Matratze bevorzugen.

Vor dem Kauf testen

Eine konkrete Antwort auf die Frage, ob weich oder hart, gibt es nicht. Viele Anbieter sind dazu übergegangen, ihren Kunden Matratzen für eine bestimmte Zeit zur Verfügung zu stellen. Der Verbraucher hat die Möglichkeit, die Betteinlage ausgiebig im heimischen Bett zu testen. Nach Ablauf der Testphase kann diese zurück gegeben werden, wenn sie sich für den Betreffenden nicht eignet.

Welche Matratze für erholsamen Schlaf sorgen kann, ist die Frage aller Fragen, wenn es darum geht, eine neue Matratze anzuschaffen. Als Erstes müssen Interessierte sich darüber klar sein, für welche Person die neue Matratze gedacht ist. Sollen Kinder oder Senioren, Paare oder einzelne Erwachsene in den Genuss einer optimalen Schlafunterlage kommen. Als zweiter Aspekt müssen das individuelle Gewicht und die Körpergröße beachtet werden.

Größe und Gewicht der Nutzer bestimmen den Härtegrad

Handelsübliche Matratzen stehen grundsätzlich in etlichen Größen zur Verfügung. Bei einem Kauf müssen die jeweilige Körpergröße und das Körpergewicht unbedingt beachtet werden. Nur so kann in jeder Nacht orthopädisch korrekter Schlaf für die gewünschte Erholung sorgen. Besitzt die neue Matratze dagegen nicht den optimalen Härtegrad, entsteht eine schlechte Körperhaltung, die auf Dauer zu unterschiedlichen Beschwerden führen kann. Ist die passende Matratze ausgewählt, steht die Frage nach dem richtigen Härtegrad im Raum. Der Matratzen-Härtegrad ist eine Empfehlung, die auf dem Gewicht der Nutzer basiert. Um diesen Wert einfach und schnell zu ermitteln, bieten viele Online-Portale für Matratzen einen Härtegrad-Rechner an. Hierbei werden einerseits das aktuelle Körpergewicht und andererseits die Körpergröße eingegeben – und schon ist die Härtegrad-Empfehlung berechnet.

TIPP: Generell liegen schwere Menschen auf härteren Matratzen besser, da sie auf weichen Modellen zu tief einsinken und die Wirbelsäule Schaden nehmen kann.

Trotzdem können Personen mit höherem Gewicht mittelharte oder weiche Matratzen auswählen, wenn diese zum Beispiel durch mehrere Zonen den Liegekomfort sichern sowie den Körper stützen.

Ist die Schlafposition bei der Wahl einer Matratze wichtig?

Die Frage klingt vielleicht nebensächlich, ist allerdings ein wesentlicher Faktor beim Kauf einer Matratze. So eignen sich zum Beispiel für:

  • Seitenschläfer besonders Matratzenmodelle, die über eine Schulter-Komfortzone verfügen. Hierdurch können Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich verhindert werden
  • Rückenschläfer sind eher von Taschenfederkern-Matratzen überzeugt, da diese ihre Schlafposition optimal unterstützen. Empfohlene Härtegrade können allerdings unterschiedlich fest oder weich empfunden werden. Hier ist intuitives Bauchgefühl gefragt, um sich für eine bestimmte Matratze zu entscheiden.

Bestehen bereits Beschwerden am Rücken, den Hüften, Lenden oder im Schulter-Nacken-Bereich sind Matratzen gefragt, die die Schmerzen lindern. Hier bieten sich zum Beispiel Kaltschaummatratzen an, die in körpergerechte 5-Zonen oder 7-Zonen im Liegebereich unterteilt sind. Wird zusätzlich auf einen hochwertigen Lattenrost geachtet, kann die Wirbelsäule exakt abgestimmt gestützt werden. Tiefes Versinken der schmerzenden Körperregionen kann so verhindert werden.

Raumtemperatur und Schwitzintensität beachten

Damit Nutzer ihre Schlafunterlage länger genießen können, muss auch das Raumklima angepasst werden:

  • Latexmatratzen eignen sich besonders in einer kühlen Umgebung
  • Federkernmatratzen sind dagegen unabhängig von der Raumtemperatur überall einsetzbar
  • die ideale Temperatur sollte sich im Schlafbereich prinzipiell bei etwa 16 bis 18 Grad Celsius einpendeln.

Die aktuelle Temperatur des Schlafzimmers beeinflusst ebenso die Festigkeit von Matratzen:

  • Viskoelastische Matratzen sind in der Lage sich mittels thermischer Reaktion dem jeweiligen Körper anzupassen, dies geschieht auch mit der Umgebungstemperatur
  • ist diese zu niedrig, fühlt sich die Matratze deutlich härter an. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert beim Matratzenkauf die individuelle Schlafzimmer-Temperatur mit einzubeziehen.

Da jeder Mensch nachts unbewusst fast 1/2 Liter Feuchtigkeit abgibt, müssen Matratzen atmungsaktiv sein und die Feuchte schnell absorbieren beziehungsweise weiterleiten.

Auch hier stehen etliche Matratzen im Handel zur Verfügung, die sich bei geringer oder deutlicher Schwitzneigung besonders eignen.

Eine Allergie auf Hausstaubmilben erfordert besondere Maßnahmen

Die perfekt angepasste Matratze finden - TippsDie Textilien der Matratze sollten grundsätzlich bis 60 Grad Celsius waschbar sein. Allergene und Milben werden so eliminiert und ausgewaschen. Für Allergiker bietet der Handel spezielle Bezüge, die mit einer Hygiene-Ausrüstung versehen sind. Befinden sich besondere Materialien wie beispielsweise TENCEL, Medicott oder Greenfirst in den Matratzen-Bezügen, erlangen unter anderem Milben keinen Zugang zur Matratze. Des Weiteren sind Matratzen aus 100 Prozent Naturlatex oder Kaltschaum für Allergiker sehr empfehlenswert. Textilien für Matratzen, die nach Öko-Tex auf Schadstoffe geprüft sind, verfügen über eine exzellente Regulierung der Feuchtigkeit. Hierdurch entsteht ein angenehmes Schlafklima und Personen mit Hausstaubmilben-Allergie können die Nächte unbeschwert verbringen.

Für zwei Personen besser zwei Matratzen wählen

Für Paare, die sich das Bett teilen, ist zu empfehlen nicht eine durchgängige Matratze zu nutzen. Da jeder Mensch über eine andere Physis verfügt, sollten stets zwei individuell angepasste Matratzen angeschafft werden. Falls eine gemeinsame Matratze gewünscht wird, ist darauf zu achten, dass diese punktelastisch ist. Matratzen dieser Bauart geben individuell nach, ohne dass der nähere Bereich beeinflusst wird.

Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren: