Kfz-Versicherungen im Vergleich

 In Allgemein

Die Kfz-Versicherung wird umgangssprachlich auch als Autoversicherung bezeichnet. Unter dem Begriff werden unterschiedliche Versicherungen aus dem Umfeld des Fahrzeugs verstanden. Zu den üblichen Versicherungen zählen die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Kaskoversicherung (Teilkasko und Vollkasko), die Unfallversicherung und der Kfz-Schutzbrief.

 

Was ist die Kfz-Haftpflichtversicherung?

Jeder Autohalter ist gesetzlich zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung verpflichtet. Ohne Vorlage der Kfz-Haftpflichtversicherungspolice erfolgt keine Zulassung von der zuständigen Zulassungsstelle. Die Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug ist gesetzlich vorgeschrieben, um geschädigte Dritte abzusichern. Wer einen Unfall verursacht, muss sich an seinen Kfz-Haftpflichtversicherer wenden, der den Schaden des Unfallgeschädigten reguliert. Wie hoch die Leistungen an den Geschädigten ausfallen, ergibt sich aus der vertraglich festgeschriebenen Deckungssumme.

 

Was ist die Deckungssumme?

Unter der Deckungssumme wird die maximale Entschädigungsleistung aus der Kfz-Haftpflichtversicherung verstanden. Verursacht der Versicherungsnehmer einen Schaden, dessen Höhe die maximale Deckungssumme überschreitet, so haftet der Versicherungsnehmer (Schädiger). Rechtlich gesehen ist der Versicherer zunächst immer zur vollständigen Kostenübernahme im Rahmen eines Unfalls verpflichtet. Überschreitet der Schaden die im Kfz-Versicherungsvertrag vereinbarte Deckungssumme, leistet der Versicherer trotzdem an den Geschädigten, nimmt aber den Versicherungsnehmer in Regress. Die Deckungssumme bei deutschen Versicherern liegt im Regelfall bei 100 Millionen Euro.

Bei Niedrigpreisprodukten kann die Deckungssumme auf 50 Millionen begrenzt werden. Auch bei grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers kann sich der Versicherer nicht auf Leistungsfreiheit berufen.

 

Was bezahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung bei Sachschäden?

Bei einem Sachschaden am Fahrzeug des Geschädigten werden die Reparaturkosten seitens des Versicherers übernommen. Je nach der Schadenhöhe und dem Alter des Fahrzeuges wird eine individuell festgelegte Wertminderung (nach Schadensgutachten) an den Geschädigten geleistet. Bei wirtschaftlichen oder technischen Totalschäden erhält der Geschädigte den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges abzüglich des Restwerts. Während der Reparaturzeit wird dem Geschädigten ein Mietfahrzeug gestellt. Wird dieses nicht in Anspruch genommen, erfolgt die Zahlung eines Nutzungsausfalls. Geschädigte können weiter Abschleppgebühren, Ummeldegebühren für das Fahrzeug und eine Telefonpauschale geltend machen.

Geschädigte Personen müssen die Höhe des Schadens nachweisen. Dies kann in Form eines Kostenvoranschlages der Werkstatt geschehen. Im Zweifelsfall kann ein Kfz-Gutachter beauftragt werden, der den Schaden begutachtet und die Reparaturkosten detailliert beziffert.

Nach einem Unfall ist der Kfz-Versicherer umgehend zu benachrichtigen. Durch das Erteilen einer Schadensnummer ist der Haftpflichtfall offiziell bei dem Versicherer gemeldet.

 

Was bezahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung bei Personenschäden?

Kommt es zu Schäden an Personen, so werden Rettungskosten, Heilkosten, Hilfsmittel sowie Rehabilitationsaufwendungen seitens des Versicherers übernommen. Schmerzensgeld wird unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt, was individuell festgelegt wird. Zu den Entschädigungsleistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung zählt auch der Verdienstausfall des Unfallopfers.

 

Was ist die Nachhaftung?

Nach Beendigung eines Haftpflichtversicherungsvertrages tritt die Nachhaftung ein. Alle Versicherer sind deutschlandweit verpflichtet, nach einer Vertragsbeendigung bis zu einem Monat darüber hinaus bis zur Höhe der gesetzlichen Mindestdeckungssumme an den Geschädigten zu zahlen. Die Nachhaftung tritt nur dann ein, wenn der Geschädigte keine Leistung seitens eines anderen Sozialversicherungsträgers oder Sachversicherers erhalten kann. Diese Regelung ist in § 3 PflVG in Verbindung mit § 117 VVG festgeschrieben. Ist die Nachhaftungsfrist überschritten, sind Entschädigungsleitungen nur noch über die Verkehrsopferhilfe geltend zu machen.

Gut zu wissen: Die Verkehrsopferhilfe reguliert gemäß §§12 ff Pflichtversicherungsgesetz Schäden, die aufgrund des Gebrauches eines Fahrzeuges entstehen, das pflichtwidrig nicht versichert ist oder rechtswidrig sowie vorsätzlich verursacht wurden. Nur, wenn gleichzeitig ein erheblicher Personenschaden eingetreten ist, werden Sachschäden erstattet.

 

Wer haftet bei Schäden mit ausländischen Autos?

Die so genannte „Grüne Versicherungskarte“ der Europäischen Union sollte bei Fahrten ins europäische Ausland mitgeführt werden. Die „Internationale Versicherungskarte“ (Grüne Karte) ist in vielen Staaten sowie der EU nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Bei einem Schaden im Ausland kann die grüne Karte die Schadensabwicklung erleichtern.

 

Was ist die Vollkaskoversicherung bei Fahrzeugen?

Die Vollkaskoversicherung (Vollkasko) ist eine freiwillige Zusatzversicherung, die Schäden am versicherten Fahrzeug abdeckt. Das bedeutet, dass nahezu alle Schäden, auch selbstverursachte, am Fahrzeug seitens des Versicheres reguliert werden. Es werden im Rahmen der Vollkasko nur Schäden reguliert, die am versicherten Fahrzeug entstehen. Die Leistungen der Vollkaskoversicherung beinhalten den Versicherungsschutz der Teilkaskoversicherung und bildet den höchsten Grad des Schutzes, wenn ein Schaden oder Unfall am Auto vorliegt. Die Vollkaskoversicherung dient als Ergänzung zur Teilkaskoversicherung und kommt bei:

  • Beschädigung durch den Versicherungsnehmer und Dritte
  • Verlust
  • Zerstörung
  • Vandalismus (mutwillige Beschädigung durch Dritte)

 

Was bietet die Teilkaskoversicherung bei Autos?

Schäden am eigenen Fahrzeug werden durch die Teilkaskoversicherung reguliert, die einen zusätzlichen Schutz zur Kfz-Haftpflichtversicherung bietet. Die Teilkaskoversicherung deckt folgende Schadensfälle am versicherten Fahrzeug ab:

  • Explosion oder Brand
  • Raub
  • Glasbruchschäden
  • Diebstahl (plus Einbruchsdiebstahl)
  • Schmorschäden (Schäden der Verkabelung aufgrund eines Kurzschlusses)
  • unmittelbare Einwirkung von Hagel, Sturm, Überschwemmung oder Blitzschlag
  • Zusammenstoß mit Haarwild während das Auto bewegt wird

Zur Info: Bei Haarwild werden in der Regel nur Schäden gemäß dem Bundesjagdgesetz reguliert.

In besser gestellten Tarifen im Rahmen der Teilkaskoversicherung wird ein erweiterter Deckungsschutz gewährt. Dieser umfasst auch Zusammenstöße mit Hunden, Kühen, Pferden, Schafen oder Katzen.

 

Was besagt die Schadensfreiheitsklasse?

Die Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) zeigt an, wie viele Jahre die versicherte Person bereits unfallfrei gefahren ist. Nach jedem schadensfreien Unfalljahr erreicht der versicherte automatisch eine bessere Schadensfreiheitsklasse. Die SF-Klasse ist mitbestimmend für die Höhe des Betrages der Kfz-Versicherung. Je höher die Schadensfreiheitsklasse, desto niedriger der Beitrag der Kfz-Versicherung.

 

Was ist der Schadensfreiheitsrabatt?

Je länger der Versicherungsnehmer schadensfrei gefahren ist, desto höher wird der Schadensfreiheitsrabatt, der durch die SF-Klassen ausgedrückt wird. Fahrer erhalten einen Rabatt auf den Beitrag der Kfz-Versicherung, wenn sie unfallfrei fahren. In der Kfz-Haftpflichtversicherung, der Kfz-Teilkaskoversicherung und der Vollkaskoversicherung bildet der Schadensfreiheitsrabatt eine bestimmende Größe. Je länger ein Versicherungsnehmer ohne Schaden fährt, desto höher wird der Schadensfreiheitsrabatt. Dieser ist mit den Beitragssätzen hinterlegt.

 

Was ist eine Rückstufung?

Schäden, die der Versicherer reguliert, bewirken eine Rückstufung im Schadensfreiheitsrabatt. Für den Versicherungsnehmer bedeutet die Rückstufung einen höheren Beitrag.

 

Was versteht man unter Rabattschutz?

Inzwischen sind fast alle Versicherer dazu übergegangen, Kunden den Rabattschutz anzubieten. Reguliert der Versicherer in einem Versicherungsjahr einen Schaden, so verbleibt der Versicherte in der gleichen Schadensfreiheitsklasse. Dadurch bleibt diese erhalten. Einige Versicherer stufen die Versicherten trotz Schaden weiter und Kunden werden so gestellt, als ob der Schaden nicht stattgefunden hätte. Je nach Versicherer beinhaltet der Rabattschutz einen oder mehrere Schadensfälle pro Jahr. Der Rabattschutz ist kostenpflichtig und muss explizit im Versicherungsvertrag festgehalten werden. Der zusätzliche Beitrag wird via Zuschlag auf den Grundbetrag berechnet. Viele Versicherungsgesellschaften bieten den Rabattschutz erst ab der SF 4 an. Junge Fahrer (bis zum Alter von 25 Jahren) erhalten bei zahlreichen Versicherern keine Möglichkeit, den Rabattschutz in den Vertrag einzuschließen.

Der Rabattschutz gilt nur für die bestehende Kfz-Versicherung. Bei einem Versicherungswechsel wird der gerettete Schadensfreiheitsrabatt nicht an den neuen Versicherer bestätigt. Das bedeutet, dass der Versicherte so gestellt wird, als wäre der Rabattschutz nicht in Anspruch genommen wurde.

 

Was bietet der Rückkauf?

Wurde ein Versicherungsnehmer aufgrund eines Schadens zurückgestuft, hat er innerhalb eines Zeitraumes von 6-12 Monaten die Möglichkeit gegen Ausgleich der Schadensersatzleistung, die Rückstufung rückgängig zu machen, die mit höheren Beiträgen verbunden ist. In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist der Rückkauf Standard. Viele Versicherer bieten den Rückkauf auch bei der Teil- oder Vollkaskoversicherung an.

Der Versicherer ist bei Schäden bis zu einem Betrag von 500 Euro verpflichtet, den Versicherungsnehmer auf die Möglichkeit des Rückkaufs hinzuweisen.

 

Kann man Verträge von Dritten übernehmen (SFR)?

Der Schadensfreiheitsrabatt kann von einer anderen Person übernommen werden. Das marktbestimmende Kriterium ist jedoch an verschiedene Kriterien gebunden. Im Regelfall ist die Rabattübertragung von einer Person (Abgebender) auf eine andere (Übernehmender) an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So muss der Übernehmende seitens der Versicherungsgesellschaft glaubhaft machen, dass das Fahrzeug des Abgebenden nicht nur selten gefahren wurde. Der Übertragung muss der Abgebende zustimmen. Versicherer regeln die Übernahme des Schadensfreiheitsrabatts unterschiedlich.

 

Welche Auswirkungen hat eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes?

Wird über einen längeren Zeitraum kein Auto gefahren, wird auch keine Kfz-Versicherung fällig. Im Falle einer Unterbrechung von bis zu einem halben Jahr wird der Versicherungsnehmer so gestellt, als ob die Unterbrechung nicht stattgefunden hat. Dauert die Unterbrechung mehr als 6 Monate und bis zu 7 Jahren, bleibt der Vertrag in der Schadensfreiheitsklasse, in der er sich bei Beendigung des Vertrages befunden hat. Der SFR verfällt nach sieben Jahren.

 

Bietet die Kfz-Versicherung für den Zweitwagen Vergünstigungen?

Wird ein weiteres Auto auf den Versicherungsnehmer oder den Ehepartner versichert, offerieren viele Versicherer einen besseren Einstieg in die Schadensfreiheitsklasse. Einige Versicherer bieten die Möglichkeit, das Zweitfahrzeug in der SFR-Klasse einzustufen wie das Erstfahrzeug.

Erfolgt ein Schadensfall, egal mit welchem Fahrzeug, erfolgt meistens eine Rückstufung beider Fahrzeuge.

 

Was ist der passive Rechtsschutz?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt die Kosten für Schäden an anderen Fahrzeugen oder Personen. Die geschädigte Person meldet den Schaden bei der Kfz-Versicherung. Diese prüft im ersten Schritt den Anspruch des Geschädigten. Es kommt in der Praxis vor, dass Forderungen von Geschädigten unberechtigt oder zu hoch angesetzt sind. Der Versicherer prüft, ob die Ansprüche tatsächlich gerechtfertigt sind. Versicherungsunternehmen verfügen über eigene Rechtsabteilungen, die im Zweifelsfall unberechtigte Ansprüche abwehren. Diese Form der Überprüfung seitens des Kfz-Versicherers wird als passiver Rechtsschutz bezeichnet.

 

Wann darf der Versicherer die Leistung verweigern (Ausschluss)?

In dem Versicherungsvertrag sind alle Fälle aufgelistet, in denen die Leistung verweigert werden kann oder die Deckungssumme beschränkt ist. Diese Leistungsausschlüsse führen dazu, dass der Versicherer bei einem Schaden nicht bezahlen muss. Einfach fahrlässiges Verhalten seitens des Versicherungsnehmers führt nicht automatisch dazu, dass der Versicherer die Leistung verweigen kann. Es gilt eine Abstufung im Bereich der Definition. Fahrlässiges wird von grob fahrlässigem Handeln unterschieden, weshalb eine Quotenregelung seitens der Versicherungsgesellschaft gilt. Handelt der Versicherte vorsätzlich, kann die Leistung komplett verweigert werden.

 

Was sind typische Ausschlussgründe?

Zu den typischen Ausschlussgründen zählt das Fahren ohne gültigen TÜV. Versicherte, die Kenntnis von einem Defekt haben, gefährden den Straßenverkehr und sich selbst. Das Fahren ohne gültigen TÜV-Ausweis kann auch bei einem verkehrstüchtigen Auto eine leichte Fahrlässigkeit begründen. Das kann im Schadensfall zu einer Kürzung der Leistung führen. Fahrer, die während des Fahrens vom Beifahrer geküsst werden und deshalb einen Unfall verursachen, handeln grob fahrlässig und sind mit einem alkoholisierten Fahrer vergleichbar ( Entscheidung Landgericht Saarbrücken 2012). Alkohol am Steuer ist ein klarer Fall, der den Versicherungsschutz kosten kann. Der Schaden des Unfallgegners wird zwar reguliert, der Fahrer jedoch seitens des Versicherers in Regress genommen. Der Versicherungsschutz entfällt auch bei illegalen Autorennen und beim Fahren ohne Führerschein. Wer sein Handy/Smartphone beim Autofahren bedient und einen Unfall verursacht, kann komplett auf den Kosten sitzen bleiben, wenn grobe Fahrlässigkeit attestiert werden kann. Selbst wenn der Fahrer schuldlos am Unfall ist, kann eine Teilschuld die Folge der Handynutzung sein.

Gut zu wissen: Auch das Wegdrückens eines Anrufs ist nicht erlaubt. Versicherer ziehen durchschnittlich ca. 10 Prozent von der Leistung ab, wenn die Wegfahrsperre nicht vorhanden oder aktiviert wwar und das Auto gestohlen wure. Bei einer aktiven Wegfahrsperre hingegen, ist der Versicherer zur Leistung verpflichtet, wenn das Auto gestohlen wurde. Der Diebstahl wird durch eine Wegfahrsperre deutlich erschwert, weshalb Versicherer gelegentlich von einer vorgetäuschten Tat ausgehen. Es müssen allerdings konkrete Anhaltspunkte vorliegen, damit die Schadensregulierung verweigert werden kann. Die Zahlung kann auch teilweise verweigert werden, wenn der Fahrer durch das Tragen von losem Schuhwerk einen Unfall verursacht. das gilt auch für barfuß Auto fahren.Wer von einem Unfallort flüchtet kann seitens des Versicherers in Regress genommen werden. Regressansprüche seitens der Versicherungsgesellschaft können auch bei überhöhter Geschwindigkeit oder Missachtung der Verkehrsregeln gesetllt werden.

 

Was passiert bei Ausschluss grober Fahrlässigkeit?

Ist in dem Versicherungsvertrag der „Einwand der groben Fahrlässigkeit“ ausgeschlossen, kann trotzdem eine Leistungsverweigerung seitens der Versicherungsgesellschaft erfolgen. Zahlreiche Versicherer schließen drogen- oder alkoholbedingte Schäden generell aus.

 

Was tun, wenn die Leistung verweigert wird?

Versicherungsgesellschaften prüfen jeden Einzelfall und kennen ihre Vertragswerke genau. Der Versicherer muss explizit darlegen, warum es zu einer Verweigerung der Leistung kam. Häufig geht es aber auch um reine Formfragen (Nachfragen zum Unfallhergang oder fehlende Unterlagen). Die erste Reaktion der Versicherungsgesellschaft muss nicht immer die endgültige sein. Je nach dem, wie hoch die Schadenssumme ist, lohnt sich die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes (Fachanwalt für Verkehrsrecht).

 

Was ist der Kontrahierungszwang bei der Kfz-Haftpflichtversicherung?

Der Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung ist in § 5 Pflichtversicherungsgesetz geregelt. Versicherer müssen den Antrag auf Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung annehmen (Kontrahierungszwang) annehmen, können allerdings auf der gesetzlichen Mindestdeckungssumme bestehen. Das Gesetz gibt jedoch Ablehnungsgründe vor:

  • Örtliche oder sachliche Beschränkungen (Versicherer versichert nur Beamte oder regional)
  • Antragsteller war bereits Kunde und wurde wegen Beitragsnichtzahlung gekündigt
  • Antragsteller wurde wegen eines Schadens gekündigt
  • Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflicht
  • Vertrag wurde wegen Drohung oder arglistiger Täuschung angefochten
  • Nichtzahlung der Erstprämie mit Rücktrittserklärung

 

Wann besteht ein außerordentlicher Kündigungsgrund?

Generell gelten die Kündigungsfristen, die in dem Versicherungsvertrag festgeschrieben sind. Versicherer und Versicherte haben jedoch das außerordentliche Kündigungsrecht, das die Möglichkeit bietet, auch ohne Einhaltung der Kündigungsfrist den Vertrag vorzeitig zu beenden. Bei einem Schadensfall können Versicherungsnehmer den Vertrag kündigen. Auch, wenn der Versicherer die Leistungen oder Preise ändert, hat der Versicherungsnehmer ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Eine Sonderkündigungsrecht besteht auch, wenn der Tarif günstiger wird.

 

Was ist bei einem Unfall oder Schaden zu unternehmen?

Kommt es zu einem Unfall, sollte immer die Polizei benachrichtigt werden, die den Unfall aufnimmt. Die Versicherungsgesellschaft ist umgehend zu benachrichtigen, damit der Unfallfragebogen zugesendet werden kann. Es ist wichtig, detaillierte Angaben zu machen und im Idealfall dem Unfallbogen beweisträchtige Fotos beizufügen. Je nach Versicherungsgesellschaft bestehen unterschiedliche Fristen bei der Meldung eines Schadens. Werden diese überschritten, kann der Versicherer die Leistungen verweigern.

 

Was ist bei einem Kfz-Versicherungswechsel zu beachten?

Bevor die Kfz-Versicherung gekündigt wurde, sollte ein neuer Versicherer die Annahme bestätigen. Viele Versicherungsgesellschaften sind bei der Kündigung des alten Kfz-Versicherungsvertrages behilflich und stellen Formvorlagen zur Verfügung. Es ist wichtig, dass die Kündigung der Kfz-Versicherung nachgewiesen werden kann. Deshalb lohnt sich die Versendung per Post-Einschreiben. Im Kündigungsschreiben sollte immer eine schriftliche Kündigungsbestätigung angefordert werden.

Kfz-Versicherung für Freiberufler und Selbstständige 

Für Freiberufler und Selbstständige ist das Auto zumeist besonders wichtig. Kundenbesuche, Geschäftstermine und Geschäftsreisen lassen sich oft nur schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen. Hinzu kommt der Imageverlust, wenn ein Freiberufler oder Selbstständiger sich mit Kunden trifft, und dann zu Fuß zum Meeting erscheint. Ohne eine passende Kfz-Versicherung für Freiberufler und Selbstständige kann das Auto nicht angemeldet und betrieben werden. Bei der Kfz-Versicherung (Haftpflicht) handelt es sich um eine Pflichtversicherung. Alle anderen Zusatzversicherungen aus dem Bereich Kfz-Versicherung sind freiwillige Versicherungen und gehören nicht zu den Pflichtversicherungen. Bei der Auswahl einer passenden Kfz-Versicherung, gibt es einige Details zu beachten. Billig ist in dem Fall nicht immer gut. Gerade dann, wenn der geschäftliche Erfolg von der Einsatzfähigkeit des Autos abhängt.

Wann sollte nach einer passenden Kfz-Versicherung Ausschau gehalten werden?

Die Gründe, nach günstigen Angeboten im Bereich Kfz-Versicherung Ausschau zu halten, können unterschiedlich sein. Zumeist sind es folgende Gründe:

– ein neues (oder auch gebrauchtes) Auto wurde angeschafft
– ein Umzug in eine andere Stadt erfordert eine Neuanmeldung
– es ist ein Schadensfall eingetreten
– es ist Herbst und noch ausreichend Zeit für eine fristgerechte Kündigung zum Jahresende
– der eigene, bisherige Versicherungstarif ist teurer geworden

Wann kann eine Kfz-Versicherung gekündigt werden?

Jede Kfz-Versicherung kann bis zum 30. November (Stichtag), zum Jahresende hin gekündigt werden. Hinzu kommen noch Sonderkündigungsrechte bei Kfz-Versicherungen, die nicht in Vergessenheit geraten sollten.

– kommt es zu einem Schadensfall, kann die bisherige Versicherung fristlos gekündigt werden
– meldet die bisherige Kfz-Versicherung schriftlich eine Preissteigerung bei den Tarifen an, kann ebenfalls eine fristlose Kündigung erfolgen
– wer sein Auto verkauft oder in einen anderen Landkreis zieht (Kennzeichenwechsel), braucht die bisherige Versicherung gar nicht zu kündigen, weil das bisherige Vertragsverhältnis automatisch mit der Abmeldung des versicherten Autos erlischt

Bei jeder Neuanmeldung kann dann die Kfz-Versicherung problemlos gewechselt werden.

Wie kann eine passende Kfz-Versicherung gefunden werden?

Freiberufler und Selbstständiger haben unterschiedliche und individuelle Bedürfnisse bei der Autonutzung. Die Tarifstrukturen sind auf den ersten Blick nicht immer klar durchschaubar. Es müssen daher ganz individuelle Stichpunkte notiert werden, die die eigene PKW-Nutzung definieren:

– wo wird das Auto in der Regel geparkt? Straße, Garage, Tiefgarage (Großraumgarage) oder Einzelgarage, auf dem eigenen Grundstück?
– wie viele Kilometer werden ca. in einem Jahr mit dem Auto gefahren?
– welche Schadensfreiheits- und Typenklasse wird angesetzt?
– in welcher Region (Regionalklasse) wird das Auto angemeldet?
– wie viele unterschiedliche Fahrer fahren das Auto?
– wie hoch ist die maximale Kostendeckung (Haftpflicht), wenn es zu einem Schaden (Personen- und Sachschäden) kommt?
– ist eine Mallorca-Police enthalten?
– gibt es Rabatte für Freiberufler und Selbstständige, wie z. B. Flottenrabatte?
– ist grobe Fahrlässigkeit im Versicherungsschutz enthalten oder nicht?
– ist ein „Rabattretter“ enthalten?
– sind die AGB´s klar ersichtlich und deutlich ausformuliert?
– gibt es von dem Versicherer Filialen in der eigenen Region, mit einem zuverlässigen Ansprechpartner, oder handelt es sich um einen Versicherer, der nur online aktiv ist?
– sind Tierschäden mit allen Arten von Tieren versichert (nicht nur Wildunfälle, sondern auch Marderbiss an Kabeln, usw.)?
– lockt eine Werkstattbindung mit günstigen Rabatten?
– wer einen Neuwagen zulassen möchte, muss wissen, wie lange dieser als „Neuwagen“ gilt und bei einem Totalschaden als Neuwagen ersetzt wird)
– welche Versicherung mit angeboten, nur Haftpflicht- oder auch Teil- und Vollkaskoversicherungen?
– wird auch eine Insassenversicherung angeboten?
– wie hoch sind die Selbstbeteiligungen bei den Kaskoversicherungen?

Wie hoch sollte die Deckungssumme bei der Kfz-Versicherung sein?

Die Deckungssumme bei einer Kfz-Versicherung wird von gesetzlicher Seite aus mit mindestens 7,5 Millionen beziffert. Das klingt viel, ist aber wenig. Wer wirklich einen schweren Unfall baut, muss nicht nur mit dem verursachten Sachschaden bei dem Unfallgegner rechnen, sondern auch mit ausgelaufenem Öl, das Trinkwasser kontaminiert usw., die Summen addieren sich schneller, als der Unfall geschah. Es ist daher von existenzieller Wichtigkeit, dass die Deckungssumme bei der Kfz-Versicherung Haftpflichtversicherung so hoch wie möglich. Eine Deckungssumme von 100 Millionen Euro, besser noch eine unbegrenzte Deckung, ist erstrebenswert. Wer genau hinschaut, wird sehen, dass diese Deckungssumme nur wenige Euro mehr kostet.

Was ist eine Mallorca-Police?

Mallorca-Police klingt erst einmal komisch. Wer möchte als Freiberufler oder Selbstständiger schon eine Mallorca-Police, wenn die geschäftlichen Unternehmungen in Deutschland und dem umliegenden Ausland stattfinden. Dennoch ist die Mallorca-Police von entscheidender Wichtigkeit. Sie hat ihren Namen nicht, weil sie nur auf Mallorca gültig ist, sondern weil auf Mallorca die meisten deutschen Urlauber einen Mietwagen mieten. Es geht letztendlich nur um Fahrten mit einem Mietwagen, egal, wo in Europa. Passiert mit einem Mietwagen ein Unfall, ist die Versicherungssumme, die bei der Mietwagenmiete enthalten ist, zumeist zu gering. Die Mehrkosten, die sich bei einem Unfall ergeben würden, müsste jeder Unfallverursacher aus eigener Tasche begleichen. Damit dies verhindert wird, gibt es die Mallorca-Police. Sie bedeutet, dass die eigene Kfz-Versicherung(Haftpflicht) auch die Unterdeckung bei einem Unfallschaden im Ausland (mit einem Mietwagen) übernimmt. Somit ist nicht nur jeder private Autofahrer, der im Ausland einen Mietwagen anmiete bestens abgesichert, sondern auch jeder Freiberufler und Selbstständige.

Was ist ein Rabattschutz?

Jeder Autofahrer, der schon eine geraume Zeit eine Kfz-Versicherung besitzt, hat eine bestimmte Schadensfreiheitsklasse, die von der Laufzeit der Kfz-Versicherung abhängt und der Anzahl der Unfälle, die in diesem Versicherungszeitraum passiert sind. Der Schadensfreiheitsrabatt begleitet einen Autofahrer sein Leben lang, egal, wie häufig die Kfz-Versicherung gewechselt wird. Bei einem Versicherungswechsel stimmen sich die beteiligten Versicherungen ab und der Schadensfreiheitsrabatt wird von der gekündigten Kfz-Versicherung auf die neue Kfz-Versicherung übertragen. Der Rabattschutz ist nicht teuer, schützt aber vor steigenden Tarifkosten, wenn einmal ein Unfall geschehen sollte. Jeder Versicherungsnehmer, der sich für einen Rabattschutz entscheidet, hat dadurch einen Unfall „gut“, bevor der Schadensfreiheitsrabatt herabgestuft wird.

Wie lange sollte ein Neuwagen als Neuwagen versichert sein?

Ein Neuwagen ist ein Neuwagen, bei einem Unfallschaden sollte daher auch der Neuwagenpreis komplett erstattet werden. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Kfz-Versicherungen besteht darin, dass manchmal der Neuwagen nur 12 Monate als Neuwagen gilt, bei anderen Versicherungen aber 24 Monate. Die Tarife unterscheiden sich zwar von den Kosten her, aber eher gering. Daher sollte immer die Kfz-Versicherung gewählt werden, bei der der Neuwagen möglichst lange ein Neuwagen ist.

Bietet ein Rabatt bei Werkstattbindung Vorteile?

Ist der Versicherungstarif bei einer Kfz-Versicherung besonders günstig, ist zumeist eine Werkstattbindung im Vertrag enthalten. Die Werkstattbindung kann bis zu 20 Prozent Rabatt bei dem Versicherungstarif ausmachen. Allerdings schränkt sie auch die Flexibilität ein. Bei einer Werkstattanbindung entscheidet der Versicherer, wo ein Unfallwagen repariert wird, nicht der Fahrzeughalter. Diese Vertragsklausel kann nicht nur auf Reisen unangenehm sein, sondern auch bei Leasingfahrzeugen oder Neuwagen, bei denen entweder die Neuwagengarantie kippt, wenn der Neuwagen nicht in einer Vertragswerkstatt repariert wird oder der Kreditgeber (Leasingfahrzeug) Probleme bereitet. Es ist daher eine individuelle Entscheidung, ob eine Werkstattbindung erwünscht ist oder nicht. Die Konsequenzen sollten bei der Auswahl einer Kfz-Versicherung bekannt sein.

Kfz-Versicherung, Tarife einfach online vergleichen

Versicherungstarife lassen sich ganz einfach online vergleichen. Wichtig ist nur, dass jeder Autobesitzer die Daten, die für einen Onlineversicherungsvergleich zur Hand hat. Diese lassen sich zumeist aus dem alten Versicherungsvertrag übernehmen, wenn die bisherige Versicherung gekündigt werden soll. Bei einem Neuwagen lassen die notwendigen Daten problemlos beim Verkäufer erfragen. Mit wenigen Tastenklicks ist der Versicherungsvergleich erledigt. Die Details lassen sich dann einfach vergleichen, wenn jeder Freiberufler und Selbstständige weiß, worauf es ankommt und welche Details bei einer Versicherung besonders interessant und wichtig sind.

Was ist der Unterschied zwischen einer Haftpflicht-, einer Teil- und Vollkasko Kfz-Versicherung

Bei einer Kfz-Versicherung gibt es einige Unterschiede. Wer lediglich von einer Kfz-Versicherung spricht, drückt sich ungenau aus. Bei der Haftpflichtversicherung handelt es sich um eine Pflichtversicherung, die nur die Schäden abdeckt, die ein Fahrzeughalter bei Unfallgegner verursacht (Sach- und Personenschäden), die Schäden am eigenen Fahrzeug werden nicht bezahlt. Bei einer Teilkasko- Kfz-Versicherung werden Fahrzeugschäden am eigenen Fahrzeug, wie Explosion, Brand, Diebstahl, Marderbisse, Haarwild, Kurzschluss und Glasbruch bezahlt, die durch höhere Gewalt verursacht werden. Bei einer Vollkasko-Kfz-Versicherung werden zudem selbst verschuldete Unfallschäden und Schäden durch Fahrerflucht oder Vandalismus erstattet. Bei den Kaskoversicherungen zahlt zumeist der Versicherer die Schäden nicht komplett, da es zumeist eine vereinbarte Summe als Selbstbeteiligung gibt, die bei jedem Schaden vom Fahrzeughalter selber getragen werden muss. Die Restschadenssumme wird dann vom Versicherer erstattet.

Was ist eine Selbstbeteiligung bei Kaskoschäden?

Die Selbstbeteiligung bei einem Kaskoschaden ist im eigentlichen Sinne kein notwendiges Übel, damit die Tarifprämien möglichst gering bleiben, sondern ein Vorteil. Werden geringe Kaskoschäden aus eigener Tasche bezahlt, bleibt die bisherige Schadensfreiheitsklasse erhalten. Durch die Verhinderung einer Rückstufung in eine andere Schadensfreiheitsklasse können überflüssige Kosten gespart werden, die sich durch eine Tarifanhebung ergeben würden. Die Versicherer bieten Selbstbeteiligungen in unterschiedlichen Höhen an. Bei der Auswahl einer Kfz-Versicherung sind diese, zu berücksichtigen.

Welche Zusatzversicherungen gibt es und welche Vorteile bieten sie?

Wer als Freiberufler und Selbstständiger häufig mit dem Auto unterwegs ist, hat öfter Kunden oder Geschäftspartner als Mitfahrer im Auto. Es lohnt sich daher durchaus, verschiedenste Zusatzversicherungen in Kombination mit der Kfz-Versicherung, abzuschließen. Eine Insassenversicherung schützt vor Entschädigungskosten, wenn ein Insasse, der im Auto des Versicherungsnehmers durch einen Unfall zu Schaden kommt. Die Insassenversicherung übernimmt nicht nur Schmerzensgelder, die unbeteiligten Unfallopfern gerichtlich zugesprochen werden, sondern auch Behandlungskosten und Entschädigungen. Eine Insassenversicherung schützt daher vor unüberschaubaren Kosten, die sich bei einem Unfall ergeben können, und ist daher in jedem Fall empfehlenswert.

Besonders für Freiberufler und Selbstständige ist eine Fahrerunfallversicherung empfehlenswert. Kommt es zu einem selbst verschuldeten Unfall, bei dem auch der Fahrer verletzt wird, tritt die Fahrerunfallversicherung ein. Sie zahlt nicht nur Schmerzensgeld, sondern auch Krankentagegelder und Lohnausfälle, wenn diese vertraglich vereinbart wurden. Eine Fahrerunfallversicherung kann bei einem selbst verschuldeten Unfall bei Freiberuflern und Selbstständigen vor dem finanziellen Ruin schützen, wenn die Arbeitstätigkeit über einem längeren Zeitraum nicht möglich ist. Eine normale Haftpflicht Kfz-Versicherung kommt für diese Kosten nicht auf.

Ein Schutzbrief ist ebenfalls eine lohnenswerte Ergänzung zu einer Haftpflicht Kfz-Versicherung. Wer mit dem Auto häufig über weite Distanzen unterwegs ist, muss immer wieder mit einer Panne rechnen. Bei einer Panne oder einem Unfall kommt ein Schutzbrief für die Bergungs- und Abschleppkosten auf. In den meisten Fällen werden auch die Kosten für einen Mietwagen übernommen, der dann angemietet werden kann, bis das eigene Auto wieder fahrtüchtig ist.

Was bedeutet es, wenn grobe Fahrlässigkeit bei einer Kfz-Versicherung nicht mit versichert ist?

Bei jeder Kfz-Versicherung kommt es auf das Kleingedruckte an. Hier wird sofort ersichtlich, ob grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist oder nicht. Niemand baut gerne einen Unfall. Es kann aber aufgrund einer geringen Alkoholmenge, ein Handy-Telefonat oder heruntergefallener Zigarettenasche zu einem Unfall kommen, der im Nachhinein als grobe Fahrlässigkeit gewertet wird. Ist diese in der Kfz-Versicherung nicht abgesichert, müssen die entstandenen Kosten vom Unfallverursacher selber getragen werden. Wer genau hinschaut, wird feststellen, dass die Mitversicherung von grober Fahrlässigkeit nicht teuer ist. Es lohnt sich daher auch hier, vor dem Vertragsabschluss einer Kfz-Versicherung genauer hinzuschauen. Einige Mehrkosten lohnen sich schnell. Bei Vielfahrern kann es eher zu einem verschuldeten Unfall kommen, als bei Verkehrsteilnehmern, die nur selten das Auto nutzen. Die mitversicherten Schäden können von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich.

Die Zulassung von einem Auto

Früher wurde für die Zulassung von einem Auto eine Versicherungsdoppelkarte benötigt. Dies ist im Computerzeitalter nicht mehr nötig. Vor einer geplanten Autoanmeldung übermittelt der ausgewählte Versicherer einen Versicherungscode als Versicherungsnachweis online an die Zulassungsstelle. Danach kann die Zulassung wie gewohnt erfolgen.

Gewerblich und geschäftlich, wo ist der Unterschied?

Freiberufler und Selbstständige, die auf der Suche nach einer passenden Kfz-Versicherung sind, sollten sich nicht verunsichern lassen. Rabatte, die für gewerbliche Verkehrsteilnehmer gelten, sind nicht für Freiberufler und Selbstständige nutzbar, wenn sie ihre Einnahmen nicht grundsätzlich aus der Autonutzung beziehen. Selbstständige Kurier- und Taxifahrer, die das Auto nutzen, um direkt ihre Einnahmen zu erzielen, sind gewerblich. Jeder Freiberufler und Selbstständige, der das Auto für Geschäftsreisen und -fahrten nutzt, ist geschäftlich. Diese Definition ist eindeutig und sollte nicht verwechselt werden, weil gewerbliche Autofahrer weitaus höhere Versicherungstarife zahlen, als geschäftliche Kunden.

Fazit

Bei der Auswahl einer Kfz-Versicherung sollte Zeit keine Rolle spielen. Es lohnt sich immer wieder, ganz genau hinzuschauen und die Angebote im Detail miteinander zu vergleichen. Es ist durchaus nicht so, dass das günstigste Angebot auch wirklich günstig ist. Zumeist rechnen sich günstige Versicherungstarife nur, weil auf Service und Leistung verzichtet wird. Versicherer, die nur online auftreten, sparen an Kosten, weil sie weniger Personal haben und keine repräsentativen Immobilien unterhalten müssen. Besonders für Freiberufler und Selbstständige ist der persönliche Kontakt zum regionalen Versicherungsvertreter wichtig, damit Streitfragen und Kulanzfälle einfach geregelt werden können, das ist online zumeist nicht möglich.

Kleiner Tipp: Sollte eine neue Versicherung online abgeschlossen werden, lassen sich zumeist vorformulierte Kündigungsschreiben für die bisherige Kfz-Versicherung kostenlos herunterladen. Sie sind schnell und einfach ausgefüllt, und brauchen nur noch an den bisherigen Versicherer pünktlich übermittelt zu werden, damit eine fristgemäße Kündigung rechtskräftig ist. Der pünktliche Posteingang muss vom Versicherungsnehmer nachgewiesen werden. Das geht am einfachsten, wenn die Kündigung schriftlich per Einschreiben / Rückschein an den Versicherer geschickt wird oder per Fax. Alle weiteren Abstimmungen erfolgen intern unter dem neuen und dem bisherigen Versicherer. Der Versicherungsnehmer kann hierbei nicht helfen. Es lohnt sich trotzdem, die übertragenen Daten noch einmal genau, zu kontrollieren.

Hinweis: Spezielle Rabatte für Freiberufler und Selbstständige machen es möglich, dass verschiedene Geschäftswagen in einem Flottenvertrag besonders günstig versichert werden. Trotzdem sollte bei dem jeweiligen Versicherungsabschluss darauf geachtet werden, dass ausreichend viele Fahrer eingetragen und mitversichert werden, damit die Nutzungsflexibilität der verfügbaren Fahrzeuge immer gegeben ist. Es ist teurer, wenn ein Fahrer nicht gelistet ist und einen Unfall verursacht, als wenn ein Fahrer zu viel gelistet ist. Eine Kontrolle, der tatsächlich gefahrenen Kilometer mit einem Firmenfahrzeug ist ebenfalls wichtig, damit die, im Versicherungsvertrag angegebenen Jahreskilometer nicht überschritten werden. Kurzfristige, nachträgliche Anpassungen sind möglich.

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