Die KfZ-Versicherung von der Steuer absetzen – so geht`s

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Einen Posten, den jeder Steuerzahler Jahr für Jahr wieder absetzen kann, betrifft die KFZ-Versicherungen. Auch, wenn nicht alles leider dabei berücksichtigt werden kann, sollte man bei der nächsten Steuererklärung dies nicht vergessen. Jedoch muss man dabei unterscheiden, ob der Versicherungsnehmer im Angestelltenverhältnis arbeitet oder als Selbstständiger. Denn die Annahme, dass man als selbstständiger Gewerbetreibender alles absetzen kann, darf leider nicht so stehen bleiben.

 

KFZ-Versicherungen bei Angestellten

Als Angestellter kann ich Kosten für die KFZ-Versicherung dann teilweise geltend machen, wenn ich auch Versicherungsnehmer des Fahrzeuges bin. Das ist die Voraussetzung, dass man die Haftpflicht in der Steuerrückerstattung berücksichtigen lassen kann. Ebenso kann die Unfallversicherung, die in der Beitragsrechnung extra ausgewiesen wird mit geltend gemacht werden. Denn diese ist gesetzlich verpflichtend für alle vorgeschrieben. Optional sind dagegen Teilkasko oder Vollkasko Versicherungen. Das Finanzamt begründet dies so, dass ausschließlich nur diejenigen Policen abzugsfähig sind, die ein persönliches Risiko des Versicherungsnehmers, also des Steuerzahlers, abdecken.

 

Für dieses Risiko gibt es einen gesetzlichen Höchstbetrag, der auf 1900 Euro pro Angestellten festgelegt wurde. In diesen Betrag fließen allerdings nicht nur die Kosten für die KFZ Haftpflicht, sondern auch Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung. Das bedeutet, dass nicht immer ein steuerlicher Vorteil am Ende herauskommt, wenn diese Höchstgrenze schon überschritten wird.

Die KFZ Haftpflicht wird in der Steuererklärung in der Zeile 50 eingetragen, das ist das Feld, das für „Unfall-und Haftpflichtversicherungen“ vorgesehen ist. Das Finanzamt hat das Recht, Belege für die tatsächlich gezahlten Beiträge einzufordern. Dafür genügt es, wenn Sie die Beitragsrechnung Ihrer Autoversicherung, die Sie jährlich zugesandt bekommen, einreichen. So kann das Finanzamt die Beitragszahlung überprüfen.

 

Berufliche Nutzung des PKWs

Benutzen Sie das Fahrzeug auch beruflich, können Sie die Kilometer, die Sie zwischen Ihrem Wohnort und der Arbeitsstätte, beziehungsweise dem Einsatzort dann geltend machen, wenn Sie durch den Arbeitgeber keine Kilometerpauschale dafür erstattet und diese Fahrten als Dienstreisen bezeichnet werden. In dem Fall geben Sie die errechneten Kilometer in der Zeile 31 als „Werbungskosten“ an. Der Gesetzgeber sieht hierfür eine Pauschale von 0,30 Euro vor. Ebenso können Fahrtkosten zwischen dem Wohnort und der Arbeitsstätte berücksichtigt werden, sogenannte Pendlerkosten. Allerdings kann man dann nur die Strecke einfach mit 0,30 Euro ansetzen. Die Rückfahrt fällt unter den Tisch.

 

Besondere Regelungen bei Selbstständigen

Wenn ein Selbstständiger die KFZ-Steuer geltend macht, dann kann er seine Einkommenssteuer damit verringern. Im Gegensatz zu Angestellten, kann ein Selbständiger nicht nur die Haftpflicht absetzen, sondern auch die Kaskoversicherung. Allerdings gilt auch hier wieder, dass der Steuerzahler auch Versicherungsnehmer sein muss und das Auto beruflich genutzt werden muss. Der Vorsorgeaufwand bei Selbstständigen ist um einiges höher als bei Angestellten, nämlich 2800 Euro. Bei der Anrechnung sollte man aber darauf achten, dass man die Steuer nicht mit den Werbekosten vermischt oder gar doppelt abrechnet. Es empfiehlt sich auf alle Fälle das Führen eines Fahrtenbuches, da die steuerliche Berücksichtigung eines PKWs für Selbstständige relativ kompliziert ist.

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