Die 3 besten KfW-Gründerkredite

 In Finanzen

Die Testsieger aus dem KfW Gründerkredit-Vergleich

Bei Jungunternehmen und Existenzgründungen ist das Hauptproblem die Finanzierung. Sollten Sie die richtige Geschäftsidee haben und Ihnen das nötige Geld fehlen, dann können Sie in Deutschland einen Gründerkredit erhalten, sollten sich aber gut vorbereiten. Hierzu benötigen Sie in der Regel einen Businessplan der überzeugt und eine detaillierte Finanzplanung. Hiermit erhöhen Sie die Chancen den Kredit zu erhalten.

Die 3 besten Existenzgründerkredite aus unserem Test möchten wir Ihnen vorstellen.

Weiterhin erklären wir Ihnen, welche Förderungen es gibt und wer einen solchen Kredit beantragen kann.

Die Testsieger in der Übersicht:

067 Kredit

058 Kredit

073 Kredit

Anbieter ERP-Gründerkredit 067 – StartGeld ERP-Kapital für Gründung 058 ERP-Gründerkredit 073 – Universell
Effektiver Jahreszins ab 2,07 % ab dem 4. Jahr
ab 2,82 %
ab 1,00 %
Laufzeit 5 – 10 Jahre 15 Jahre 2 – 20 Jahre
Kredithöhe bis 100.000 € bis 500.000 € bis 25 Mio. €
Tilgungsfreie Anlaufjahre bis 2 Jahre 7 Jahre 1 – 3 Jahre
In Teilbeträgen auszahlbar Nein Nein Nein
Zinsbindung bis 10 Jahre bis 10 Jahre bis 20 Jahre

Die Vor- und Nachteile der Gründerkredite:

067 Kredit: Zu den großen Vorteilen zählt sicherlich, dass dieser Kredit bis zum Höchstbetrag mehrmals beantragt werden kann. Wird das Unternehmen in einem Team gegründet, kann jedes Mitglied diesen beantragen. Dafür haftet auch jeder Kreditnehmer persönlich für die Rückzahlung.

058 Kredit: Für diesen Kredit sind keine Sicherheiten notwendig und auch dieser kann mehrfach beantragt werden. Auch hier gibt es eine persönliche Haftung für die Rückzahlung. Allerdings ist zusätzlich ein Eigenkapital von 10% notwendig.

073 Kredit: Möchten Sie sich im Ausland oder als Nebenerwerb eine Existenz aufbauen, können Sie diesen Kredit beantragen. Bei einer Haftungsfreistellung ist dieser aber nicht mit anderen Krediten der KfW kombinierbar.

Wer kann einen KfW Antrag stellen?

Wenn Sie ein Unternehmen aufbauen oder erweitern möchten, muss dieses meist über eine Finanzierung geschehen. Also müssen Sie erst einmal eine Bank für Ihr geplantes Vorhaben gewinnen. Hierzu benötigen Sie einen schlüssigen Businessplan, um auch die Bank zu überzeugen. Zudem kann man an einem Businessplan auch die Weiterentwicklung des Unternehmens besser einschätzen.

Welche Förderungen und Zuschüsse gibt es?

Wenn Sie einen Förderkredit beantragen möchten, erfolgt die direkte Kreditvergabe meist nicht über die Förderstelle. Diese übernimmt in der Regel das Risiko entweder in Teilen oder komplett, falls Sie Ihren Kredit nicht zurückzahlen können. Das Geld erhalten Sie dann von der Bank. Bei der Wahl der Förderung oder den Zuschüssen gibt es viele Möglichkeiten. Diese werden nicht nur vom Bund übernommen, sondern auch von den Kommunen oder der Europäischen Union. Die Art der unterschiedlichen Zuschüsse können bei der Förderbank betrachtet werden.

Die Vorteile eines Förderkredits

  • Einige Fördermodelle sehen es vor, dass Sie erst im zweiten Jahr mit der Rückzahlung starten müssen. Dadurch werden Sie im ersten Jahr von diesen Kosten verschont.
  • Sie benötigen nur wenig oder überhaupt kein Eigenkapital je nach Modell.
  • Als Gründer erhalten Sie die Auflage ein stichhaltiges Konzept vorzulegen. Dadurch werden Sie gezwungen sich genau mit Ihrer Idee auseinanderzusetzen. Das erhöht die Chancen auf einen langfristigen Erfolg.

Welche Maßnahmen sind förderfähig?

Zu den betriebswirtschaftlich geförderten Maßnahmen zählen:

  • Beteiligungen an einem Unternehmen
  • Immobilien oder Grundstücke
  • Übernahmen eines Unternehmens
  • Maschinen, Anlagen oder Einrichtungsgegenstände
  • Fuhrparks und Software
  • Waren
  • Betriebs- und Rohstoffe

Wieviel Geld benötigen Sie?

Meist haben die Gründer nur eine grobe Vorstellung, wieviel Geld sie wirklich benötigen, um ihr Vorhaben zu verwirklichen. Anhand Ihres Businessplans können Sie dies besser einschätzen und langfristig planen. Denn je nach Höhe des Betrags richten sich auch die verschiedenen Möglichkeiten einen Förderkredit zu erhalten.

Kredite bis zu einer Höhe von 25.000 Euro

Wenn Sie nur einen geringen Betrag benötigen, dann sind vielleicht die sogenannten Mikrodarlehen interessant. Allerdings ist die Beantragung sehr bürokratisch und die Zinsen sind höher.  

Ab einer Höhe von 25.000 Euro

Der Klassiker ist hier der Gründerkredit StartGeld mit seinen niedrigen Zinsen. Diesen erhalten Sie auch ohne Eigenkapital. Hier ist Ihre Hausbank der richtige Ansprechpartner, da diese den Kredit am Ende auch vergibt. Dafür müssen Sie Ihre Hausbank allerdings auch überzeugen.

Überzeugen Sie Ihre Bank

Ihre Bank wird Ihnen den Kredit vergeben, wenn Sie sie von dem Erfolg überzeugen können. Schließlich möchte die Bank Sie als langfristigen Geschäftspartner gewinnen. Denn diese möchte natürlich genau wie Sie Gewinne erzielen. Allerdings steht dagegen, dass Sie auch zahlungsunfähig werden könnten. Aus diesem Grund sollten Sie ein überzeugendes Konzept vorstellen. Zuerst müssen Sie also Ihren Sachbearbeiter überzeugen, der sich dann für Ihre Idee einsetzen wird.

VOR IHREM ERSTEN GESPRÄCH SOLLTEN SIE OPTIMAL VORBEREITET SEIN, UM DIE BANK FÜR IHRE IDEE BEGEISTERN ZU KÖNNEN.

Für wen eignet sich der Gründerkredit „StartGeld“?

Dieser Kredit eignet sich besonders für Existenzgründer oder kleine Unternehmen, die ein Startkapital benötigen und sich erst fünf Jahre oder weniger am Markt bewegen. Somit eignet sich dieser auch für einen Nebenerwerb, wenn dieser in Zukunft zu Ihrem Haupterwerb werden soll. Aber auch eine Übernahme ist hiermit möglich. Mit dem Förderkredit StartGeld wird aber keine Sanierung gefördert. Auch eine Anschlussfinanzierung oder Umschuldung ist hiermit nicht möglich.

Wie hoch ist die Förderung?

Der Höchstbetrag liegt hier bei 100.000 Euro. Möchten Sie Betriebsmittel finanzieren, werden Ihnen nur 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dafür kann der Finanzierungsanteil bis zu 100% betragen.

Weitere Informationen in der Übersicht:

  • Die Laufzeit liegt zwischen 5 und 10 Jahren
  • Möchten Sie außerplanmäßig tilgen, wird eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet
  • Von der KfW erhält Ihre Hausbank im Rahmen des Gründerkredits eine Haftungsfreistellung von 80%
  • Sie benötigen keine speziellen Sicherheiten
  • Kombinationen mit weiteren Förderkrediten der KfW sind nicht möglich.

Wie Sie den Gründerkredit StartGeld beantragen

In der Regel erhalten Sie alle notwendigen Unterlagen bei Ihrer Hausbank. Hierzu zählen neben der Schufa-Auskunft und der Bonitätsprüfung auch der Kreditantrag und die Risikoerklärung. Als Franchise-Gründer erhalten Sie ein separates Formular. Im Fokus steht natürlich immer der Businessplan. Dazu gehört auch die Rentabilitätsrechnung, eine Liquiditätsvorschau und der Investitionsplan für Ihr neues Unternehmen. Bei einem Gründerkredit von bis zu 25.000 Euro benötigen Sie keinen monatlichen Liquiditätsplan.

Die benötigten Unterlagen

Folgende Unterlagen sind für die Beantragung notwendig:

  • Die Selbsterklärung
  • Risikoanlage A, B und C
  • Lebenslauf
  • Antragsvordruck
  • Businessplan
  • Bei mehreren Gesellschaftern die Anlage Besitz und Beteiligungsverhältnisse
  • Anlage DE-Minimis-Erklärung
  • Einwilligungserklärung Auskunftei Anfragen
  • Liquiditätsplan für mindestens 2 Jahre

Für den Gründerkredit Universell benötigen Sie nicht die Risikoanlage C. Dafür kommt das Formular zum Statistischen Beiblatt hinzu.

Was bedeutet die Haftungsfreistellung beim Förderkredit StartGeld?

Die KfW gewährt hier eine Haftungsfreistellung von 80%. Dies gilt allerdings nicht für den Kreditnehmer, sondern für die Bank. Sollten Sie in die Insolvenz geraten haftet Ihre Bank lediglich mit 20%. Dadurch sinkt das Ausfallrisiko der Bank deutlich. Trotzdem gilt auch hier: Je mehr Sicherheiten Sie als Kreditnehmer vorweisen können, desto größer ist auch die Chance auf eine Bewilligung.

Benötigen Sie ein Rating?

Wenn Sie ein Darlehen beantragen möchten, ist das Rating seit dem Jahr 2007 ein Muss. Bei dem sogenannten Rating werden seitens der Bank alle Faktoren in Ihrem Unternehmen betrachtet. Das anschließende Ergebnis ist dann entscheidend dafür, ob Sie Ihren Kredit erhalten oder nicht. Wenn Ihr Unternehmen eine schlechte Ratingquote erhält, muss die Bank mehr Eigenkapital hinterlegen. Dadurch erhalten Sie einen höheren Zinssatz als ein Unternehmen mit einer guten Ratingquote. Bei Förderbanken ist es für Existenzgründer allerdings unüblich einen risikoabhängigen Zins zu berechnen, da das Risiko nur schwer bewertet werden kann. Für andere Finanzierungen bei einer Bank kann sich dies aber negativ auswirken. Informieren Sie sich bereits im Vorfeld, ob ein Rating den Zins beeinflussen kann.

Der Gründerkredit ERP-Kapital für Gründung 058

Der ERP-Kapital für Gründung 058 richtet sich an Existenzgründer im Haupterwerb und bietet eine 100% Haftungsfreistellung der Bank. Für die Beantragung sind allerdings mindestens 10% Eigenkapital erforderlich. Die Förderung erhalten Sie, wenn Sie sich als Geschäftsführer beteiligen, ein Unternehmen gründen möchten oder Ihr junges Unternehmen auf dem Markt festigen möchten. Es eignet sich aber nicht für große Unternehmen oder Unternehmen die in der Fischerei tätig sind oder landwirtschaftliche Produkte erzeugen.

Wie hoch ist die Förderung?

Als Förderung können Sie je Antragsteller bis zu 500.000 Euro beantragen. Die Laufzeit beträgt für diesen Kredit 15 Jahre, der Zins ist aber für 10 Jahre festgelegt, bevor dieser neu verhandelt wird.

Weitere Informationen in der Übersicht:

  • 100% werden ausgezahlt
  • Während der ersten sieben Jahre zahlen Sie lediglich die Zinsen und ein Garantieentgelt.
  • Nach dieser Zeit tilgen Sie Ihren Kredit vierteljährlich

Der Gründerkredit Universell

Auch der Gründerkredit Universell richtet sich an junge Unternehmen und Existenzgründer. Allerdings können hier bis zu 10 Millionen Euro für Betriebsmittel und Investitionen beantragt werden. Auch sind Kombinationen mit weiteren KfW-Programmen problemlos möglich. Dafür gibt es keine Haftungsfreistellung für Ihre Hausbank. Eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren ist durchaus möglich.

Tipp: Für einen erfolgreichen Businessplan kann Ihnen ein Gründercoach behilflich sein. Diese Beratung wird ebenfalls gefördert.

Gibt es Alternativen zum KfW-Gründerkredit?

Sollten Sie keinen Existenzgründerkredit erhalten, können Sie noch einen ganz normalen Ratenkredit beantragen. Hierzu benötigen Sie aber meist einen Bürgen. Benötigen Sie den Kredit für ein Fahrzeug, können Sie auch einen Autokredit beantragen oder das Fahrzeug leasen.

Tipp: Auch Maschinen können Sie leasen.

Wenn Sie über Eigentum verfügen, können Sie natürlich auch ein Immobiliendarlehen aufnehmen. Meist funktioniert dies bis zu 60% des Schätzwertes. Allerdings sollten Sie sich diesen Schritt genau überlegen. Sollten Sie zahlungsunfähig werden, kann es schnell zu einer Zwangsversteigerung Ihres Heimes kommen.

Spielt die Rechtsform des Unternehmens eine Rolle?

Wenn Sie einen Förderkredit beantragen möchten, spielt die Rechtsform Ihres Unternehmens keine Rolle. In welcher Rechtsform das zukünftige Unternehmen geführt werden soll kann jeder Unternehmer selbst entscheiden. Prokuristen sind in der Regel allerdings nicht förderungsfähig.

Ist ein negativer Schufa-Eintrag hinderlich?

Auch bei einem KfW-Darlehen wird im Vorfeld eine Schufa-Auskunft beantragt, damit die Kreditwürdigkeit geprüft werden kann. Auch hier ist ein negativer Eintrag schädlich. Allerdings werden auch hier die Gründe für den negativen Eintrag genauer betrachtet. Wurde hier vermerkt, dass Sie Ihren Zahlungen nicht nachgekommen sind, kann das zu Problemen bei der Bewilligung führen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Zahlungen immer pünktlich leisten und auch eine Kontoüberziehung rechtzeitig ausgleichen.

Wer Sie zusätzlich unterstützen kann

Sollten Sie Fragen haben, die über Ihre Existenzgründung hinausgehen, dann kontaktieren Sie am besten einen Existenzgründerberater. Dieser ist Ihnen bei vielen Fragen rund um die Gründung behilflich. Dieser kann Sie vor Fehlern bewahren und gibt Ihnen auch wichtige Tipps zur Umsetzung Ihres Vorhabens.

Der KfW-Gründerkredit: Fazit

Möchten Sie einen Existenzgründungskredit beantragen, sollten Sie einen realistischen und überzeugenden Businessplan vorlegen können. Hierzu gehört die Übersicht der zu erwartenden Kosten und auch eine Schätzung, wann Sie schwarze Zahlen erwirtschaften werden. Mit diesem Plan können Sie sich dann an Ihre Bank wenden und den Kredit beantragen. Kreditplattformen bieten zwar eine Alternative, allerdings müssen Sie hier meist eine zweijährige Geschäftserfahrung vorweisen können.

Weitere Informationen zum KfW-Gründerkredit finden Sie auf der Webseite der KfW.

Recent Posts