Kapitalanlagen im Vergleich

 In Finanzen

Wenn es um die passende Geldanlage beziehungsweise Kapitalanlage geht, dann müssen aktuell die beliebten Geldanlagen wie das Sparbuch oder auch Festgeld viele Federn lassen. Vor einigen Jahren noch als sicher und gewinnbringend eingestuft, werfen Sie durch die Zinspolitik der EZB kaum noch Zinsen ab, sodass sie kaum einen Inflationsausgleich bieten. Kein Wunder, dass viele Verbraucher nach einer guten Alternative suchen.

Diese Alternative lässt sich hauptsächlichen in spekulativen Geldanlagen finden. Auch wenn diese ein gewisses Risiko mit sich bringen, sind sie zugleich auch mit einer guten Renditechance ausgestattet und bringen die zusätzlichen Einnahmen, die sich die Anleger so sehnlichst wünschen.

Auch für Sie kann die richtige Kapitalanlage die Chance sein, ihr Guthaben zinskräftig anzulegen. Da die Möglichkeiten bei der Anlage des Geldes sehr breit gefächert sind, möchten wir Ihnen an dieser Stelle nicht nur einen generellen Überblick über Kapitalanlagen geben, sondern Ihnen auch aufzeigen, wie Sie diese für Ihre Zwecke nutzen können. Zudem möchten wir auf unseren Tarifrechner verweisen, der Ihnen einen Vergleich der unterschiedlichsten Angebote ermöglicht.

 

Was sind Kapitalanlagen?

Unter dem Begriff „Kapitalanlagen“ versteht man in der Regel Geldanlagen, die über einen längeren Zeitraum vorgenommen werden. Sie haben zum Ziel, das jeweilige Kapital zu sichern und im besten Falle sogar zu erhöhen. Dabei kann auf verschiedene Anlageprodukte gesetzt werden.

Eine Kapitalanlage kann sich aus einem oder aus verschiedenen Kapitalprodukten zusammensetzen. Sehr oft wird die Kapitalanlage von einem Sparplan begleitet. Er setzt voraus, dass der Anleger in regelmäßigen Abständen eine feste Summe der Kapitalanlage zuführt, damit diese weiter wächst und sich entwickelt. Es ist jedoch auch möglich, einen einmaligen Geldbetrag fest anzulegen. Für welchen Weg Sie sich entscheiden, sollten Sie Anhand Ihrer persönlichen Voraussetzungen und unter Erstellung eines Anlagezieles selbst erarbeiten.

 

Wer bietet Kapitalanlagen an?

Kapitalanlagen lassen sich an den unterschiedlichsten Stellen finden. Auf der einen Seite sind die Bankhäuser immer ein idealer Ansprechpartner. Sie halten neben den traditionellen Geldanlagen wie dem Sparbuch, Tagesgeld oder auch Festgeld verschiedene Depots für den Wertpapierhandel bereit. Zudem kann in Fonds investiert und diversen individuellen Sparplänen gefolgt werden.

Eine weitere Anlaufstelle stellen unabhängige Anlageberater und auch Broker dar. Anlageberater finden Sie bei sich vor Ort oder auch hier im Internet. Sie arbeiten eng mit den Bankhäusern, aber auch mit Versicherungen zusammen.

Letztere können ebenso bezüglich einer Kapitalanlage als Anlaufstelle angesehen werden. Denn es gibt einige kapitalbildende Versicherungen, die ebenfalls unter den Begriff „Kapitalanlage“ fallen. Als Beispiel sei an dieser Stelle die private Altersvorsorge genannt.

Wenn Sie sich für einen Broker als Partner für eine optimale Kapitalanlage entscheiden, empfehlen wir Ihnen, einen Online Broker auszuwählen. Denn die angebotenen Kapitalanlagen können Sie in aller Regel eigenständig managen. Damit dies gelingt, ist es wichtig, dass der Broker entsprechende Handelskonten und Handelsplattformen zur Verfügung steht. Zudem sollten Sie jederzeit auf Ihre Geldanlage zugreifen können, damit eine optimale Betreuung und Steuerung möglich ist.

Tipp: Bei der Auswahl der passenden Anlaufstelle sollten Sie sich stets an Ihren persönlichen Interessen und auch an Ihrem Wissen rund um die ideale Geldanlage orientieren. Haben Sie wenig Ahnung, was den Finanzmarkt betrifft und wenig Interesse, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen, dann kümmern Sie sich um eine feste und langfristige Kapitalanlage, bei der Sie selbst nichts oder nur sehr wenig machen müssen. Wollen Sie eigenständig agieren, bieten sich beispielsweise Wertpapiere über einen Online Broker an

Wie funktionieren Kapitalanlagen?

Kapitalanlagen folgen einem ganz einfachen Prinzip. Sie als Privatanleger leihen Ihr Geld einem Anlagepartner, den Sie sich im Vorfeld aussuchen. Das kann ein Unternehmen aber auch eines der Bankhäuser beziehungsweise ein Broker oder ein Berater sein.

Mit Ihrem Anlagepartner vereinbaren Sie eine feste Anlagezeit. Legen Sie ihr Geld eigenständig an – vielleicht in Wertpapiere – können Sie die Anlagezeit selbst festlegen und individuell regeln. Übertragen Sie dem Anlagepartner die Verantwortung, wird er Sie entsprechend beraten. Die festgelegte Zeit wird dann in einem Vertrag vermerkt.

Nach Ablauf der Anlagezeit zahlt Ihnen der Anlagepartner Ihr Geld wieder zurück. Im besten Falle mit Zinsen. Ja nach Kapitalanlage, Vereinbarung und wirtschaftliche Entwicklung der Kapitalanlage.

Kapitalbildende Versicherungen gehen beispielsweise mit einer Mindestrendite einher. Diese muss Ihnen der Anlagepartner gewähren. Wirft die Kapitalanlage jedoch mehr Geld ab, kann sich auch Ihr Gewinn deutlich erhöhen. Achten Sie daher im Vertrag sehr genau darauf, welche Regelung diesbezüglich geschlossen wurde und lassen Sie sich nicht von warmen Worten des Beraters leiten. Nur die Zahlen, die im Vertrag vermerkt werden, sind am Ende auch bindend.

 

Welche Renditen können mit Kapitalanlagen erreicht werden?

Die Höhe der möglichen Rendite orientiert sich immer an der ausgewählten Kapitalanlage. Hier gilt es, nicht ausschließlich auf die Worte möglicher Berater zu hören. Informieren Sie sich vielmehr im Vorfeld selbst, welche Renditen möglich sind.

Eine feste Regel dazu besagt: Renditen über 4 Prozent sind eher selten. Sollte Ihnen jemand eine hohe Rendite in Aussicht stellen, dann sollten Sie unbedingt Ausschau nach dem berühmten Haken halten. Alles was bis 4 Prozent ist, gilt jedoch als normal und vertrauenswürdig.

In dieser Branche gibt es leider viele schwarze Schafe, die auf die Gutmütigkeit und Unwissenheit der Anleger bauen. Sie investieren deren Geld leichtfertig und erwirtschaften Verluste. Zudem lassen sich viele Anleger von sogenannten „Expertentipps“ leiten. Besser ist es, wenn Sie ihren eigenen Weg und Ihre eigene Kapitalanlage finden und nicht auf Insiderwissen oder ähnliches vertrauen.

Tipp: Je höher die ausgelobte Rendite, umso höher auch das Risiko bezüglich eines Verlustes. Suchen Sie eine sichere Kapitalanlage, dann sollten Sie sich daher nicht von hohen Renditen blenden lassen, sondern vielmehr darauf achten, dass sich die Kapitalanlage nicht allzu sehr als hoch spekulativ erweist. Auch wenn es nie eine Garantie geben wird.

 

Welche Laufzeiten sind bei Kapitalanlagen üblich?

Auch hier gilt: Es gibt verschieden lange Laufzeiten, die Sie ganz individuell für jede Kapitalanlage festlegen können. So ist es möglich, Kapitalanlagen zu nutzen, die mit einer Laufzeit von mehreren Jahren einhergehen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, Kapitalanlagen zu nutzen, die eine Laufzeit von wenigen Sekunden mit sich bringen. Dies wäre unter anderem beim Handel mit Aktien oder Binären Optionen der Fall. Beide Varianten bieten nämlich nicht nur langfristige, sondern auch sehr kurze Laufzeiten.

Entscheiden Sie sich hingegen für eine sehr lange Laufzeit, wie es unter anderem bei einer kapitalbildenden Versicherung oder einem geschlossenen Fond der Fall wäre, haben Sie während der Laufzeit keinen Zugriff auf Ihre Kapitalanlage. Würden Sie diese auflösen – soweit dies überhaupt möglich wäre – dann würde hohe Gebühren dafür anfallen und Ihre Rendite wäre futsch.

 

Welche Sicherheiten bringen Kapitalanlagen mit sich?

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Sicherheit einer Kapitalanlage beeinflussen. Einerseits ist es wieder die Art der Kapitalanlage, für die Sie sich entscheiden haben. Denn es gibt Kapitalanlagen mit einem sehr geringen Risiko und Kapitalanlagen, die ein sehr hohes Risiko in sich tragen.

Entscheiden Sie sich beispielsweise für Festgeld, ist das Risiko sehr gering und die Sicherheit entsprechend hoch. Denn Sie wissen von Anfang an, welche Rendite Sie nach Ablauf der Anlagezeit erwarten können.

Entscheiden Sie sich hingegen für den Handel mit CFDs, dann ist das Risiko sehr hoch, dass Ihr Geld verloren geht. Im Gegenzug können Sie jedoch auch mit einer stattlichen Rendite rechnen.

Auf der anderen Seite gibt es Sicherheiten, die Sie selbst beeinflussen können. Nämlich bei der Auswahl Ihres Anlagepartners. Entscheiden Sie sich nur dann für eine Zusammenarbeit, wenn:

  • eine Regulierung angeboten wird
  • eine Einlagensicherung vorhanden ist
  • alle Risiken und Sicherheiten im Vorfeld klar benannt werden
  • alle Abläufe rund um die Kapitalanlage transparent dargestellt werden

Mit Hilfe von unserem Vergleichsrechner haben Sie die Möglichkeit, die Sicherheit Ihrer Kapitalanlage sehr genau zu prüfen. Wir empfehlen Ihnen daher, diesen für Ihre Auswahl zu nutzen.

 

Wie hoch ist das Risiko?

Die Höhe des Risikos hängt immer von dem ab, was Sie persönlich bereit sind, zu riskieren. Wünschen Sie eine besonders hohe Rendite, müssen Sie bereit sein, ein hohes Risiko in Kauf zu nehmen. Bei einer überschaubaren Rendite ist das Risiko entsprechend geringer.

Zudem kann bezüglich des Risikos entscheidend sein, wer die Kapitalanlage betreut. Übergeben Sie diese in erfahrene Hände, wird das Risiko geringer ausfallen, als wenn Sie die Betreuung selbst übernehmen und keine Erfahrungen mit sich bringen.

Möchten Sie selbst Hand anlegen, dann sollten Sie sich im Vorfeld genau informieren, welche Kapitalanlage Sie nutzen wollen, wie diese funktioniert und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen. Obendrein sollten Sie ausreichend Zeit und den festen Willen mit sich bringen, sich in die Materie einzuarbeiten und permanent weiterzubilden. Ansonsten kann die eigene Verwaltung sehr schnell zu einer Schuldenfalle werden.

 

Welche Formen der Kapitalanlagen gibt es?

Es gibt eine Reihe von Kapitalanlagen, die allesamt ihren ganz eigenen Reiz haben. Die traditionellen Kapitalanlagen werden von den Sparkonten, Termingeldkonten, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten oder auch Kontokorrentkonten präsentiert. Eine Art der Geldanlage, die in den letzten Jahren ein wenig ins Abseits geraten ist, weil die Zinsen sehr niedrig und eine Inanspruchnahme daher weniger interessant ist.

Auch Versicherungen bieten die Möglichkeit, Kapital anzulegen. Kapitalbildende Versicherungen wären beispielsweise Lebensversicherungen oder Altersvorsorgeprodukte. Auch hier muss allerdings erwähnt werden, dass die Erträge am Ende nicht so hoch sind, wie viele sich dies wünschen. Hinzu kommt, dass mitunter Steuern auf die Erträge entrichtet werden müssen, die den Gewinn und den Vorteil noch einmal schmälern.

Wertpapiere und Finanzderivate stellen die dritte Gruppe der Kapitalanlagen dar. Hier bewegen Sie sich im Bereich der spekulativen Anlageobjekte, was bedeutet, dass hohe Gewinne, jedoch auch hohe Verluste möglich sind. Die bekanntesten Anlageobjekte aus dieser Sparte wären:

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Indizes
  • Edelmetalle
  • Devisen
  • Binäre Optionen
  • CFDs
  • ETFs geschlossene und offene Fonds

Für Sie als Anleger steht daher die Frage im Raum, welche dieser Kapitalanlagen am ehesten geeignet ist. Mit unserem Vergleichsrechner können Sie dies ermitteln.

 

Kapitalanlagen richtig vergleichen

Ohne einen vorherigen Vergleich sollten Sie keine Kapitalanlage in Anspruch nehmen. Allein die Vielfalt und die damit einhergehenden Vor- wie auch Nachteile sollten Sie zu diesem Vergleich bewegen.

Um richtig vergleichen zu können, müssen Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie viel Geld will ich anlegen?
  • Welches Risiko bin ich bereit, dabei einzugehen?
  • Wie lange möchte ich das Geld anlegen?
  • Was erhoffe ich mir von der Kapitalanlage?
  • Wofür soll sie genutzt werden?

Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, dürfte es Ihnen relativ leicht fallen, die passende Kapitalanlage auszuwählen. Sie müssen dann lediglich noch schauen, mit welchem Anbieter Sie zusammenarbeiten möchten. Denn auch hier ist das Angebot sehr breit und es gibt den einen oder anderen Unterschied, der beachtet werden sollte.

 

Was sagt die Stiftung Warentest zu Kapitalanlagen?

Die Stiftung Warentest hat bereits mehrere Kapitalanlagen getestet und ist zu folgendem Urteil gekommen:

Kapitalanlagen sollten immer unter dem Aspekt der Sicherheit abgeschlossen werden. Die Rendite ist zwar wichtig, sollte die Auswahl jedoch nicht maßgeblich beeinflussen.

Von Kapitalanlagen aus dem sogenannten „grauen Kapitalmarkt“ sollte Abstand gehalten werden. mehr als 30 Milliarden Euro gehen durch diese dubiosen Anlagen pro Jahr bei den Verbrauchern verloren. Dazu gehören unter anderem:

  • Unternehmensbeteiligungen
  • Beteiligungen an vermieteten Eigentumswohnungen
  • Schiffsfonds
  • geschlossene Immobilienfonds
  • Termingeschäfte

Diese Kapitalanlagen werden zwar rege angeboten, haben jedoch ein deutlich höheres Risiko und stehen daher für hohe Verluste.

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