Die besten Immobilienportale Deutschlands im Vergleich

 In Allgemein

Immobilienportale Test – welches Portal liefert die besten Ergebnisse?

Mehr als 9 Millionen Deutsche ziehen pro Jahr um. Viele von ihnen konzentrieren sich bei ihrer Wohnungssuche auf das Internet. Denn dort bieten sich den Verbrauchern reichlich Vergleichs- und Filtermöglichkeiten bei der Suche nach einem neuen Zuhause. Als Interessenten finden Sie bei den verschiedenen Immobilienportalen nicht nur unzählige Wohnungsinserate in Ihrer Stadt, sondern auch hilfreiche Tipps vor. Im Vergleich zum klassischen Zeitungsinserat profitieren Sie davon, dass Sie sich online Bilder des Mietobjekts anschauen können. Auch den Anbieter können Sie direkt kontaktieren oder den Verbrauchsausweis einsehen. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den größten Immobilienportalen in Deutschland. Diese haben wir für Sie getestet. Nachfolgend verraten wir Ihnen, welches der folgenden Portale sich am besten für Ihre Suche nach einer Traumwohnung eignet:

 

Die größten Immobilienportale im Test

ImmobilienScout24, immonet und immowelt.de sind mit Abstand die größten Immobilienportale in Deutschland. Bei diesen drei Anbietern können Sie die meisten Wohnungsinserate vorfinden. Als privater oder gewerblicher Vermieter können Sie hier Ihr Inserat aufgeben, wobei unterschiedlich hohe Kosten in Abhängigkeit von der Laufzeit und Platzierung des Inserats anfallen. Nur ImmobilienScout24 konnte im Test die Note „sehr gut“ erzielen, während die anderen beiden Portale gut abgeschnitten haben.

 

Wo gibt es die meisten Wohnungsangebote?

Als Stichprobe haben wir nach Mietwohnungen in Berlin gesucht (Stand 9.1.2017):

Platz 1: immobilienscout24 (4.331 Angebote)

Platz 2: immowelt.de (1.999 Angebote)

Platz 3: immonet (1837 Angebote)

Übersichtliche Zusammenfassung der Testergebnisse

  • Mit seinem breitgefächerten Angebot ist ImmobilienScout24 unser Sieger in unserem Test. Hier treten sowohl private als auch gewerbliche Vermieter in Erscheinung. Die Wohnungssuche gestaltet sich komfortabel und es gibt zahlreiche Suchfunktionen. Allerdings verlangt das Portal vergleichsweise hohe Preise für das Aufgeben eines Inserats. Die Preispolitik von ImmobilienScout24 ist zudem nicht transparent, da Sie den Preis für ein Inserat – abhängig von Lage und Art der Immobilie – erst erfahren, nachdem Sie mehrere Formulare ausgefüllt haben
  • immonet.de und immowelt.de teilen sich in unserem Test den zweiten Platz. Hier können vor allem gewerbliche Anbieter von niedrigeren Preisen profitieren. Allerdings finden Sie als Mietinteressenten bei diesen Portalen nicht ganz so viele Wohnungsinserate vor wie beim Testsieger.
  • Die Erfahrungen aus dem Test haben gezeigt, dass viele Anbieter gleich bei mehreren dieser Portale inserieren. Dennoch lohnt sich der Vergleich, da es immer wieder auch Wohnungen gibt, die nur bei einem der drei großen Immobilienportale in Deutschland beworben werden.

 

Unser Testsieger: ImmobilienScout24

  • über 1,5 Millionen Online-Immobilienangebote
  • mehr als 250 Millionen Exposéaufrufe pro Monat
  • 12 Millionen monatliche Besucher
  • rund 900 Millionen Seitenaufrufe jeden Monat
  • sehr hohe Qualität der Inserate
  • sehr gute und übersichtlich Darstellung der Suchergebnisse
  • viele Filtermöglichkeiten und leichte Bedienung
  • mobile Webseite
  • App für Apple, Android und Windows Phone

MIt der App von immobilienscout24 lassen sich schnell aktuelle Immobilienangebote im Umkreis anzeigen

Seit 1998 konnte ImmobilienScout24 den deutschen Immobilienmarkt für sich erobern. Der Marktführer unter den Immobilienportalen kann sich im Vergleich zur Konkurrenz mit 900 Millionen Seitenabrufen pro Monat durchsetzen. Auf Platz 2 kommen immonet und immowelt.de gemeinsam gerade einmal auf rund 44 Millionen Aufrufe pro Monat. Die Anzahl der Visits signalisiert deutlich, dass ImmobilienScount24 aufgrund seiner großen Reichweite für alle Vermieter und Verkäufer interessant ist. Diese müssen dafür zwar einen vergleichsweise hohen Preis bezahlen, können im Gegenzug allerdings extrem viele Mietinteressenten auf ihr Mietobjekt aufmerksam machen. Wahlweise übernimmt ImmobilienScout24 sogar das Erstellen der Inserate für die Vermieter. Dieser Service ist mit entsprechenden Zusatzkosten verbunden.

Wenngleich der Benutzerkomfort bei ImmobilienScout24 sehr hoch ist, sollten Sie bedenken, dass einige Inhalte nur angemeldeten Nutzern angezeigt werden können. Die Anmeldung ist kostenlos. Um kein für Sie interessantes Immobilienangebot zu verpassen, erstellen Sie besser einen Account. Bezüglich der Preise für die Online-Immobilieninserate gilt, dass diese abhängig von der Dauer, dem Wert sowie der Lage der Immobilie berechnet werden.

 

Platz 2: immowelt.de und immonet

  • beide Portale werden von der Immowelt Group aus Nürnberg betrieben (die Fusion erfolgte 2015)
  • Immonethat ca. 1,5 Millionen Objekte online, aber nur halb so viele Besucher (6,1 Millionen). Immowelt bietet mit 1,2 Millionen Objekten rund 5,3 Millionen Besucher monatlich

Um mit ImmobilienScout24 mithalten zu können, haben immonet und immowelt.de fusioniert. Beide Seiten können Sie weiterhin unabhängig voneinander zur Wohnungssuche nutzen. Bei diesen Portalen ist die Reichweite nicht so groß und es warten nicht ganz so viele Inserate auf alle Mietinteressenten wie bei ImmobilienScout24. Aufgrund der geringeren Reichweite ist eine Anzeige bei diesen Immobilienplattformen nicht so teuer wie beim aktuellen Marktführer. Zudem können Sie sich für ein Anzeigenpaket bei beiden Portalen entscheiden und automatisch von Preisvorteilen profitieren. So sollen Sie als Vermieter mehr Mietinteressenten erreichen. Auch mit dem Zusatzangebot, wie zum Beispiel der Videoeinbindung oder der professionellen Exposé-Gestaltung vom Experten, können die Plattformen im Test punkten.

 

Wohngemeinschaften als kostengünstige Alternative

Wenn Sie bei der Nutzung eines dieser Portal feststellen, dass eigener Wohnraum für Sie nur schwer bezahlbar ist, kann eine Wohngemeinschaft eine exzellente Alternative darstellen. Während WGs vor allem bei Studenten und Azubis beliebt sind, gibt es immer mehr Künstler sowie vollerwerbstätige Menschen, die sich für dieses Lebensmodell entscheiden. Die gängigen Immobilienportale haben sich nicht auf die Vermittlung WGs spezialisiert. Daher sind Sie bei speziellen Portalen für die WG-Suche besser aufgehoben. Unsere 3 Testsieger der deutschen WG-Portale finden Sie hier.

 

Wo können Sie Wohnungsschnäppchen finden?

Inzwischen gibt es bei Facebook immer mehr Gruppen, die sich ebenfalls mit der Wohnungssuche in den verschiedensten deutschen Städten beschäftigen. Treten Sie am besten den mitgliederstärksten dieser Gruppen bei. Auch dort inserieren die aktuellen Mieter häufig ihre Wohnung, um einen Nachmieter zu finden. Diese Wohnungen sind oftmals nur auf diesem Weg zu finden, da sich ausreichend Mietinteressenten bei Facebook melden. Kostenpflichtige Inserate bei einer der drei großen Immobilienplattformen werden für diese Mietobjekte daher nie geschaltet. Wenn Sie alle verfügbaren Quellen bei der Wohnungssuche ausschöpfen wollen, sollten Sie auch bei Facebook und ebay-kleinanzeigen.de vorbeischauen. Auch mit diesen Tipps können Sie wohlmöglich das passende Wohnungsschnäppchen finden:

  • auch Printmedien berücksichtigen – dort gibt es zwar nur eine begrenzte Zahl von Angeboten, aber gerade ältere Menschen und private Vermieter inserieren oftmals nur in ihrer lokalen Tageszeitung
  • Wohnbaugenossenschaften direkt kontaktieren oder sich auf die Warteliste setzen lassen
  • auch Kirchen besitzen meist Wohnungen und können diese mitunter vermieten
  • Suchanzeigen bei Facebook aufgeben (mittels der eigenen Timeline oder speziellen Gruppen für den Wohnungsmarkt vor Ort)
  • schwarzes Brett – im Supermarkt, in der Drogerie, in der Uni, in einer gemeinnützigen Einrichtung, etc.
  • Kosten sparen durch die Gründung einer WG oder Baugemeinschaft
  • auch renovierungsbedürftige Wohnungen in die engere Auswahl nehmen

Das sind die 15 größten Immobilienportale Deutschlands

Nachfolgend haben wir die 10 größten Immobilienportale aufgelistet. Wir haben diese nach dem Alexa Rank sortiert (Stand 12.12.2016). Der Alexa Rank gilt unter Webmastern als eines der zuverlässigsten Tools, um die Reichweite von Webseiten zu überprüfen. Alexa.com wertet die Anzahl der Zugriffe auf Webseiten aus. So lässt sich die Beliebtheit der verschiedenen Seiten sowie deren Reichweite unmittelbar vergleichen. Die beliebtesten Webseiten in Deutschland sind laut Alexa google.de, youtube.de, amazon.de, eBay.de, Facebook und wikipedia.de zu finden. Eine gezielte Suche nach den größten Immobilienportalen liefert folgendes Ranking (In Klammern der Alexa Rank bzw. die Positionierung der jeweiligen Seiten unter allen Webseiten deutschlandweit):

  1. ImmobilienScout24.de (51)
  2. immowelt.de (179)
  3. immonet.de (222)
  4. wohnungsboerse.net (2.443) (kostenlos)
  5. 1a-immobilienmarkt.de (8.766)
  6. www.wunschimmo.de/ (14.566)
  7. immopool.de (11.299)
  8. ivd24immobilien.de (13.424)
  9. ohne-makler.net (13.472)
  10. immo4trans.de (18.848) (kostenlos)
  11. reedb.com (19.108)
  12. wohnung-jetzt.de (19.120)
  13. salzundbrot.com (21.060) (Nur für Mietwohnungen)
  14. immobilien.de (21.591)
  15. my-next-home.de (21.650)

Zudem gibt es noch eBay Kleinanzeigen (8), quoka.de (302) und Kalaydo (732). Diese Portale sind zwar keine reinen Immobilienportale, jedoch gibt es auch dort einen Bereich für Immobilien und es können Wohnungsangebote und –gesuche veröffentlicht werden.

Für möblierte Studentenunterkünfte eignet sich auch uniplaces.com. Uniplaces ist die am schnellsten wachsende internationale Website zur Buchung von möblierten Studentenunterkünften. Der Online-Marktplatz ermöglicht Studenten schnell und sicher eine Unterkunft zu buchen. Uniplaces verfügt über mehr als 10.000 registrierte Nutzer und bietet 30.000 Unterkünfte in 165 Ländern an, viele davon in Deutschland.

 

Fake-Anzeigen bei Immobilienportalen

Leider haben immer mehr Immobilienportale mit Fake-Anzeigen zu kämpfen, vor denen Sie sich unbedingt schützen sollten. Gerade in beliebten Wohngegenden werden attraktive Wohnungen häufig zu Spottpreisen eingestellt. Wenn Sie dann eine Anfrage zu dieser Wohnung senden, erhalten Sie die Information, dass der Vermieter sich im Ausland befindet. Sie könnten die Wohnung jedoch gegen Zahlung einer Schlüsselkaution oder einer Mietvorauszahlung besichtigen. Fallen Sie niemals auf solche Fakes herein. Denn Ihr Geld werden Sie nie wiedersehen und die angepriesene Wohnung gibt es häufig gar nicht.

 

Was taugen Meta-Portale für Vermieter und Verkäufer?

Seit dem 1. Juni 2015 gilt das Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass Immobilienmakler dem Mieter in der Regel keine Provision mehr berechnen dürfen. Als Reaktion auf diese Gesetzesänderungen gibt es neue Immobilienportale, die sich mit innovativen Geschäftsmodellen etablieren wollen, um die Mieter am Ende doch zur Kasse zu bitten bzw. die Maklerdienstleistung weitestgehend zu ersetzen.

Von Matching-Plattformen für den perfekten Mieter bis hin zu Versteigerungen des Mietvertrages ist alles möglich. Die nachfolgenden Plattformen gehören zu den bekanntesten Anbietern in diesem Bereich:

Dennoch hat sich keine dieser Plattformen am Markt bisher ernsthaft durchgesetzt. Für Vermieter kann es allerdings durchaus sinnvoll sein, Portale wie www.immoticket24.de, moovin.de oder ohne-makler.net zu nutzen.

Diese Portale kaufen größere Kontingente bei den großen Immobilienportalen ein und geben Sie dann an Sie als Vermieter/ Immobilienverkäufer weiter. So können Sie zu einem günstigen Pauschalpreis bei mehreren Portalen gleichzeitig inserieren und Ihre Reichweite für kleines Geld steigern.

 

Welche Unterlagen benötigen Sie für die Suche nach einer Mietwohnung?

Besonders in Städten, in denen der Wohnungsmarkt hart umkämpft ist, sollten Sie die erforderlichen Unterlagen bereithalten, bevor Sie sich überhaupt auf die Wohnungssuche begeben. Viele Vermieter verlangen von allen Mietinteressenten eine Schufa-Auskunft. Diese zu besorgen kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen. Wenn Sie Ihre potentielle Traumwohnung nicht aufgrund derartiger Formalitäten verlieren möchten, sollten Sie die folgenden Dokumente für alle Mietinteressenten bereithalten:

  • aktueller Einkommensnachweis (meist für die letzten 3 Monate)
  • Kopie Ihres Personalausweises (von beiden Seiten)
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom vorherigen Vermieter
  • SCHUFA-Selbstauskunft
  • Kopie von Ihrem Wohnungsberechtigungsschein (sofern vorhanden)

Was für eine Art von Einkommensnachweis erforderlich ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Bei Arbeitnehmern werden mindestens die letzten 3 Einkommensbescheinigungen benötigt. Bei Selbstständigen sind hingegen die letzten beiden Einkommenssteuerbescheide erforderlich. Zusätzlich wird eine Bescheinigung des Steuerberaters benötigt, welches das Einkommen des aktuellen Jahres aufzeigt. Sozialmieter sollten einen Bescheid vom zuständigen Amt beim Vermieter einreichen. Im Idealfall sollte dieser ausweisen, dass die Miete, die Nebenkosten und die Kaution, die für die jeweilige Wohnung anfallen, vom Amt voll getragen werden. Rentner sollten hingegen ihren Rentenbescheid vorlegen, um ihre Einkommensverhältnisse nachzuweisen.

Eine ausführliche Mieterselbstauskunft sollten Sie außerdem ausfüllen, wenn diese vom Vermieter angefragt wird. Jeder Vermieter verwendet schließlich unterschiedliche Formulare für diese Auskunft. Falls Ihre Einkommensverhältnisse in den Augen des Vermieters nicht ausreichen, ist eine Bürgschaft denkbar. In diesem Fall muss der Bürge einen Einkommensnachweis erbringen und die Kopie seines Ausweises vorlegen. Sofern Sie sich für eine behindertengerechte oder barrierefreie Wohnung bewerben, sollten Sie begründen, warum Sie diese benötigen. Häufig werden diese Wohnungen an Menschen mit dem größten Bedarf vergeben.

 

Fragen und Antworten zur Mieterselbstauskunft

Die Mieterselbstauskunft stellt nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die persönlichen Verhältnisse des Mieterinteressentens dar und ist beim Vermieter einzureichen. Dabei handelt es sich um einen Fragebogen, der vom Mietinteressenten auszufüllen ist. Dort fragt der Vermieter zum Beispiel ab, ob Haustiere vorhanden sind oder die Mietinteressenten ein lautes Instrument spielen. Neben den wirtschaftlichen Angaben können sich diese Informationen stark auf die Entscheidung des Vermieters auswirken. Abgesehen von dem Vor- und Zunamen, dem Geburtsdatum, dem Wohnsitz und der Anzahl der Familienmitglieder, die in die Wohnung einziehen sollen, werden vor allem diese wirtschaftlichen Verhältnisse abgefragt:

  • erlernter/ ausgeübter Beruf des Mietinteressenten
  • Arbeitgeber (und seit wann der Mieter bei diesem Arbeitgeber tätig ist)
  • Einkommen
  • Vermögen
  • Schulden
  • Zahlungsrückstände

Warum verlangt der Vermieter eine Selbstauskunft?

Die in der Selbstauskunft enthaltenden Informationen sind für den Vermieter wichtig, um nicht nur einen zahlungswilligen Mieter, sondern auch einen Mieter zu finden, der zur restlichen Hausgemeinschaft passt. Daher spielen Fragen zu Kindern, einem möglichen Kinderwunsch, dem Spielen von Instrumenten, der Tierhaltung sowie einer Gründung einer WG für den Vermieter eine wichtige Rolle bei der Wohnungsvergabe.

 

 

Müssen Sie als Mietinteressent eine Selbstauskunft ausfüllen?

Nein. Sie sind zur Abgabe der Selbstauskunft nicht verpflichtet. Allerdings vergeben die meisten Vermieter ihre Wohnungen ohne dieses Dokument nicht. Sofern Sie die Selbstauskunft ausfüllen, sollten Sie dies wahrheitsgemäß tun. Auf den meisten Formularen müssen Sie sogar unterschreiben, dass Sie wahrheitsgemäße Angaben gemacht haben.

Fragen, die keine direkte Relevanz für den Mietvertrag haben, dürfen Sie jedoch auch unwahrheitsgemäß beantworten. Dies hat keine negativen Auswirkungen und Ihr Vermieter darf Ihnen deshalb in Zukunft auch nicht kündigen. Denn diese Fragen hätte er Ihnen von Anfang an nicht stellen dürfen. Weder zu Ihrer Familienplanung noch zu Ihrer Nationalität oder Ihren Vorstrafen müssen Sie sich wahrheitsgemäß äußern, auch wenn Sie Ihr potentieller Vermieter dazu befragt.

 

6 Erfolgstipps für die Online-Wohnungssuche

Damit sich Ihre Wohnungssuche online möglichst angenehm gestaltet, sollten Sie diese Tipps unabhängig vom jeweiligen Immobilienportal beachten:

  1. Sie sollten nach Möglichkeit nicht mehr als 40% Ihres gesicherten Nettoeinkommens für Ihre Warmmiete zuzüglicher aller weiteren anfallen Nebenkosten für Ihre Wohnung ausgeben. Auf Basis Ihres Einkommens abzüglich aller Steuern können Sie somit Ihr Budget für die Wohnungssuche festlegen.
  2. Machen Sie sich eine genaue Vorstellung von Ihrer neuen Traumwohnung. Was muss Ihnen Ihre neue Wohnung unbedingt bieten können? Welche Ausstattungsmerkmale sind zwar wünschenswert, aber kein Muss? Benötigen Sie einen Keller, eine Garage oder einen Fahrstuhl? Wie teuer darf die Kalt-/ Warmmiete der Wohnung maximal ausfallen? Alle gängigen Immobilienportale bieten Ihnen praktische Filtermöglichkeiten an. So können Sie Ihre Suche anhand Ihrer Kriterien verfeinern. Dann werden Ihnen nur Wohnungsangebote angezeigt, die zu Ihrem Budget und Ihren Vorstellungen passen.
  3. Falls Sie in einen neuen Ort oder Stadtteil ziehen, sollten Sie sich über diese Wohngegend zunächst erkundigen. So können Sie entscheiden, ob Ihnen die Lage der Wohnung wirklich zusagt und eventuelle Problemviertel meiden.
  4. Nehmen Sie auch Inserate mit wenig / keinen Bildern oder unzureichenden Informationen in die engere Auswahl. Derartige Inserate meiden viele andere Interessenten. Das ist Ihre Chance. Kontaktieren Sie den Vermieter, um die fehlenden Informationen einzuholen. Vielleicht verbirgt sich hinter diesem mangelhaften Inserat Ihre Traumwohnung. Gerade in Städten mit großem Wohnungsnotstand sollten Sie auf diesen Trick setzen.  
  5. Alle großen Immobilienportale bieten einen sogenannten Suchagenten an. Auf diese Weise werden Sie über neue Immobilienangebote, die Ihren Suchkriterien entsprechen, immer direkt per Email informiert
  6. Vergleichen Sie die Miethöhe mit anderen Angeboten. Werfen Sie einen Blick auf den aktuellen Mietpreisspiegel und die Preis- und Lageinformationen z.B. bei immobilienScout24

Im Normalfall lässt sich mit Vermietern keine niedrigere Miete aushandeln. Prüfen Sie besser gleich, ob die Miete fair ist. Obwohl der Vermieter die Miete im Fall einer Neuvermietung erhöhen kann, sollte der Mietpreisspiegel für Sie als Richtlinie gelten. Das gilt gerade dann, wenn Sie in eine neue Stadt ziehen und eine Orientierungshilfe benötigen. Viele Vermieter halten sich jedoch nicht an den Mietpreisspiegel. Vor allem in Großstädten gibt der Mietpreisspiegel die aktuelle Marktsituation nur bedingt wieder, da große Sprünge von Jahr zu Jahr möglich sind. Dennoch kann diese Information ein erster Anhaltspunkt bei Ihrer Wohnungssuche sein.

Kontaktieren Sie den Vermieter sofort, wenn Sie an einer Wohnung interessiert sind. In vielen Städten herrscht so großer Wohnungsnotstand, dass sich 20 bis 30 Interessenten auf eine Wohnung in den beliebtesten Wohngegenenden bewerben. Daher sollten Sie schnell sein. Am besten rufen Sie den Anbieter direkt an, um zeitnah einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Bringen Sie die erforderlichen Unterlagen zur Besichtigung mit. Wenn Ihnen die Wohnung zusagt, können Sie Ihre Bewertung unmittelbar vor Ort abgeben.

Auch wenn Eile geboten ist, damit Ihnen ein anderer Mietinteressent Ihre Traumwohnung nicht vor der Nase wegschnappt, sollten Sie nichts überstürzen. Das gilt sowohl für die Wohnungssuche als auch die Unterzeichnung des Mietvertrags. Besichtigen Sie nach Möglichkeit mehrere Wohnungen, um Ihre Traumwohnung zu finden. Dann können Sie besser vergleichen und sich einen Überblick über das aktuelle Wohnungsangebot in Ihrer Stadt verschaffen.

Natürlich müssen Sie den Mietvertrag vor der Unterzeichnung genau prüfen. Lassen Sie sich diesen zur Ansicht zuschicken. Sind im Mietvertrag Klauseln enthalten, die Ihnen bisher nicht bekannt waren? Was besagt die Hausordnung? Inwiefern stimmt der Mietvertrag mit den Eckdaten des Wohnungsinserats überein? Sind alle Klauseln rechtmäßig? Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie eine zweite Person bitten, einen Blick auf den Mietvertrag zu werfen. Bei einem Vertrag handelt es sich um ein bindendes Dokument, so dass Sie diesen erst unterschreiben sollten, wenn mögliche Unsicherheiten aus der Welt geschafft wurden.

Mietpreise in Deutschland

Ob München, Hamburg oder Köln, vor allem die großen deutschen Metropolen gelten bei der Wohnungssuche als die teuersten Pflaster. Die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter kann gerade in Abhängigkeit von der Wohnungsgröße sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn Sie einen Blick auf den örtlichen Mietpreisspiegel werfen, sollten Sie dies in Relation zu den folgenden Eckdaten tun:

  • dem Baujahr des Mietobjekts
  • der Größe der Wohnung
  • die Wohnlage

 

Was ist in den Nebenkosten enthalten?

Neben der Miethöhe sollten Sie auf die Höhe der Nebenkosten achten. Fragen Sie sich, ob es sich um kalte oder warme Nebenkosten handelt und welche Kosten die Nebenkosten genau abdecken. Nicht immer ist Ihr Wasserverbrauch in den Nebenkosten enthalten. Falls es sich um eine Wohnung mit Gastherme handelt, sind die Heizkosten zusätzlich zu den kalten Nebenkosten zu zahlen. Außerdem lohnt der Blick auf den Energieausweis. So können Sie abschätzen, welche Heizkosten ungefähr auf Sie zukommen werden. Sofern die Nebenkosten vom Vormieter der Wohnung übernommen wurden, sollten Sie prüfen, inwiefern Ihre Lebensumstände vergleichbar sind. Wie viele Personen haben zuvor in der Wohnung gelebt? Mit wie vielen Personen wollen Sie dort einziehen? Die Antworten auf diese Fragen beeinflussen die Höhe der Nebenkosten, die zu erwarten sind, stark.

 

Wie berechnet sich die Wohnfläche?

Nicht nur die Miethöhe wird von der Größe der Wohnung bestimmt. Vielmehr wird die Wohnfläche zur Berechnung der Nebenkosten herangezogen. Je größer die Wohnung, auf desto mehr Nebenkosten müssen Sie sich laut unseren Erfahrungen einstellen. Daher sollten Sie prüfen, ob in Ihrem Mietvertrag die korrekte Wohnungsgröße genannt wird. Die Wohnflächenverordnung gibt an, welche Flächen in welchem Umfang zur Wohnfläche gezählt werden können. Die Wohnungsgrundfläche musst nicht gleich der Wohnfläche sein.

Das gilt nicht nur bei Schrägen. Immerhin darf die Wohnfläche, die im Mietvertrag steht, 10% vom tatsächlichen Wert abweichen. Größere Abweichungen sollten Sie beim Vermieter reklamieren. Wenn Sie dies nicht tun, gilt für die Kostenberechnung weiterhin die im Mietvertrag genannte Wohnfläche. Prüfen Sie besser, ob die folgenden Regeln bei der Berechnung Ihrer konkreten Wohnfläche korrekt befolgt wurden:

  • Flächen unter Schrägen zählen erst ab einer Höhe von 1,01 Meter zur Wohnfläche
  • beträgt die Deckenhöhe unter Schrägen zwischen 1,01 und 1,99 Meter, fließt diese Fläche nur zur Hälfte in die Wohnflächenberechnung ein
  • 100% aller Flächen unter Schrägen ab einer Deckenhöhe von 2 Metern zählen zur Wohnfläche
  • für Terrassen, Loggien und Balkone werden zwischen 25% und 50% der Fläche als Wohnfläche veranschlagt
  • Schwimmbäder und Wintergärten ohne Heizung zählen nur zu 50% zur Wohnfläche
  • beheizbare Wintergärten und Schwimmbäder zählen voll zur Wohnfläche
  • Schornsteine, Pfeiler oder Säulen mit einer Grundfläche von über 0,1 Quadratmetern und einer Höhe von über 1,5 Metern gehören nicht zur Wohnfläche

 

Ihre Pflichten als neuer Mieter

Als Mieter müssen Sie sich nicht nur an alle rechtswirksamen Klauseln Ihres Mietvertrags halten. Vielmehr hat der Gesetzgeber weitere Verpflichtungen vorgesehen. Es gilt die gesetzliche Meldepflicht. Nach einem Umzug müssen Sie eine Ummeldung vornehmen und sich an Ihrem alten Wohnort abmelden, um sich an Ihrem neuen Wohnort neu zu melden. Die meisten Gemeinden sehen vor, dass diese Meldung binnen ein bis zwei Wochen ab dem Umzugsdatum zu erfolgen hat. Sonst kann ein Ordnungsgeld gegen Sie verhängt werden. Dies kann bis zu 500 € betragen. Allerdings sind die zuständigen Bezirksämter in einigen Städten so überlastet, dass Sie erst in mehreren Wochen oder Monaten einen Termin bekommen werden. In diesem Fall ist es völlig ausreichend, wenn Sie sich rechtzeitig um einen Termin bemühen. Für die Ummeldung wird eine Gebühr fällig. Außerdem benötigen Sie diese Dokumente:

  • Ihren Personalausweis
  • eine aktuelle Wohnungsgeberbescheinigung bzw. den Mietvertrag

Auch das Meldeformular Ihrer Gemeinde müssen Sie ausfüllen. Dieses Formular erhalten Sie, wenn Sie sich bei Ihrem Bezirksamt für Ihren Termin melden. Wenn Sie in der Vergangenheit häufig umgezogen sind, müssen Sie Ihre vorherigen beiden Meldeadressen zusätzlich zur neuen Meldeadresse angeben. Zur An- oder Ummeldung müssen Sie persönlich erscheinen, wenn Sie einer anderen Person keine persönliche Vollmacht ausgestellt haben.

Bedenken Sie, dass Sie Ihrem Strom– und Wasseranbieter die Zählerstände, die bei der Wohnungsübergabe festgehalten wurden, mitteilen müssen. Die Anmeldung von Strom und Wasser sollte zeitnah nach Ihrem Einzug erfolgen. Viele Vermieter verlangen einen Nachweis darüber, dass Sie diese Anmeldung vorgenommen haben.

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