Mit Fonds als Geldanlage lässt sich ein echter Wertzuwachs realisieren

 In Allgemein

Verbraucherschützer, -zeitschriften und Portale befürworten die Anlage in Fonds

Nicht nur bei vielen Sparerinnen und Sparern macht sich inzwischen der berechtigte Unmut über die Niedrigzinsen breit. Was mit „Niedrigzinsen“ so harmlos umschrieben ist, ist in der Realität eine Zinsfalle: Selbst für fünfstellige Anlagesummen auf einem „Aktivsparen“, „Cashkonto“ oder ähnlich bezeichneten Anlagekonto bezahlt eine der größeren süddeutschen Sparkassen gar keine Zinsen mehr

Eine andere Bank bewirbt ein Konto mit 0,01 % mit dem Hinweis auf „Hohe Zinsen“ beim Tagesgel,! Das statistische Bundesamt weist die Preissteigerungsrate im Januar 2017 mit etwa 1,9 % aus. Im Klartext bedeutet dies, dass eine Wertanlage unter Berücksichtigung der Abgeltungsteuer erst dann einen Wertzuwachs ermöglicht, wenn sie beinahe 2,6 % Wertzuwachs erbringt.

Vor diesem Szenario ist es ratsam, die Welt der festverzinslichen Wertpapiere zu verlassen und sich mit den besten Geldanlagemöglichkeiten in Fonds zu befassen. Die Stiftung Warentest vergibt für einige Fonds sogar Bestnoten, wie in einem aktuellen Artikel der Stiftung Warentest nachzulesen ist. Die Redaktion unseres Fondsvergleichs bevorzugt deshalb Fonds, die die Chancen der Wertpapiermärkte nutzen und zugleich das Risiko auch streuen.

Die früher so beliebten Fremdwährungskonten einiger Direktbroker werden inzwischen praktisch auch nicht mehr verzinst. So werden Fonds, die auf die Wertentwicklung von Unternehmen oder Aktien setzen, wahrscheinlich auf längere Sicht die höheren Renditen erzielen. In vielen Publikationen finden Sie Hinweise auf die bisherige Wertentwicklung der letzten fünf, zehn oder gar zwanzig Jahre: In den meisten Fällen konnten die Anlegerinnen und Anleger eine wesentlich höhere Rendite erzielen, als wenn sie ausschließlich auf festverzinsliche Wertpapiere gesetzt hätten.

Bisherige Erfolge können üblicherweise in die Zukunft fortgeschrieben werden.

Bei der Fondsauswahl setzt unser Vergleich – ebenso wie die Ratingagenturen – auf Kontinuität und langfristig orientierte Wertzuwachsstrategien. Wir würden also nicht einzelne Aktien mit einem Übergewicht ins Depot nehmen, da diese durchaus auch zu einer Schwächephase neigen könnten, wie die Beispiele der Deutschen Telekom AG bei den Großunternehmen oder der Halloren AG im mittelständischen Umfeld zeigten.

Stattdessen setzt die Geldanlage in Fonds auf folgende Schwerpunkte:

 

Risikostreuung für eine stabile Aufwärtsentwicklung

Der Risikoausgleich bzw. die Risiko- und Chancenstreuung innerhalb einer bestimmten Wertpapiergattung. Mit gutem Grund sehr beliebt und meist sehr gut bewertet sind Aktienfonds oder auch ETFs, die den Aktienindex möglichst genau nachbilden. Mit dieser unter den Börsianern auch „Replizieren“ genannten Vorgehensweise kauft ein Fonds möglichst exakt die Anzahl an Aktien, die im jeweiligen Index enthalten sind.

Dabei können Sie unterscheiden zwischen Fonds, die einen Gesamtindex (wie den DAX 30, den französischen Börsenindex CAC 40, den Dow Jones oder einen asiatischen Index nachbilden). Eine andere Fondskategorie bezeichnet sich als Branchenfonds und investiert dabei in die jeweils als am aussichtsreichsten eingeschätzten Aktien innerhalb einer bestimmten Branche. Wenn Sie also aus persönlicher Erfahrung beispielsweise Pharmaaktien oder Konsumgüterhersteller als die aussichtsreichsten Unternehmen einschätzen, dann gibt es hierfür sehr gute Spezialfonds. Damit vermeiden Sie auch den enormen täglichen Zeitaufwand, den das „Selbst beobachten“ eines Depots von zig unterschiedlichen Aktien verursachen würde.

-> Durch Risikostreuung nähern sich die Fonds in der langfristigen Betrachtung den jeweiligen Vergleichsrenditen oder Wertentwicklungen sehr stark an.

TIPP: Wenn Sie einen Zehn-Jahres-Chart bei einem der Direktbroker oder Bankangebote mit dem DAX Index (Wertpapierkennnummer 846900) aufrufen, dann gewinnen Sie eine erste Vorstellung über die Wertentwicklungschancen von Aktien als Geldanlage. Die Entwicklung des Aktienindexes bietet eine Orientierung.

 

Transparenz und Pflichtinformationen ermöglichen die Produktbewertung

Bei den Fonds gibt es neben den Verkaufsunterlagen auch einen Emissionsprospekt und die Rechenschafts- bzw. Jahresberichte, die von Ratingagenturen und den Wirtschaftsjournalisten und vielen weiteren Personen ausgewertet werden. au diesen lässt sich Einiges herauslesen, bis hin zu den größeren Positionen des Portfolios. Das Interessante dabei: Trotz ähnlicher Grundlagen oder Konstruktionsprinzipien gibt es teilweise bedeutende Renditeunterschiede, die sich auf Ihr Ansparziel oder die private Altersvorsorge auswirken können. Dabei lässt sich eine gewisse Kontinuität in der Wertentwicklung bzw. auch dem Fondsmanagement selbst feststellen: Sehr gut bewertete Fonds bleiben oft jahrelang mit nur sehr kleinen Abweichungen auf den vorderen Plätzen der Rankings oder belegen die Plätze der Testsieger. Aus diesem Grund lässt sich aus einer bisherigen Bewertung, einem Qualitätssiegel oder auch einer Ratingnote ein sehr guter Trend erkennen, wie sich die Geldanlage in der Zukunft entwickeln könnte.

TIPP: Probieren Sie gleich unseren Fondsvergleich aus und vergleichen zwei bis drei Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt in deutschen oder auch europäischen Aktien.

 

Jährliche Ausschüttung oder „Zins-Zinseszins-Effekt“

Je nach Anlageziel und -horizont ist jeweils ein anderer Fonds für Ihre Geldanlage-Ideen und die geplante Vermögensmehrung das passendste Investhment-Vehikel. Bei manchen Fonds gibt es sogar zwei annähernd identische Varianten: Eine Variante mit einer Wiederanlage beispielsweise auch der vereinnahmten Aktien-Dividenden, so dass das Vermögen schneller wachsen kann. Ähnlich wie beim „Zins-Zinseszins-Effekt“ werden schon im zweiten Jahr noch höhere Erträge erzielt, da die Dividenden des ersten Jahres weiter angelegt werden können. Bei den Fonds mit jährlichen Ausschüttungen erzielter Dividenden können sich Anleger dagegen über regelmäßige Auszahlungen freuen. Unserer Beobachtung nach sind beide Varianten praktisch gleichwertig. In unserer Redaktion finden sich deshalb einige Befürworter der jährlichen Ausschüttung (damit der Anlageerfolg zumindest in Teilen auch auf dem Referenzkonto sichtbar wird), andere möchten das Vermögen schneller wachsen sehen.

 

Trennung von örtlicher Bankfiliale und Investmententscheidung

Bevor Sie mit der Geldanlage in Fonds beginnen, sollten Sie sich der Aufteilung der Aufgaben zwischen einer örtlichen Bankfiliale (oder auch der Direktbank) und der Fondsgesellschaft vergegenwärtigen. In der Fondsgesellschaft werden die eigentlichen Anlageentscheidungen über den Kauf und Verkauf von Wertpapieren getroffen, auch die Depotverwaltung findet hier statt. Sie können deshalb exakt den gleichen Fonds über unterschiedliche Vertriebswege oder Angebotskanäle bekommen. So lässt sich ein großer Publikumsfonds beispielsweise einer der großen deutschen Banken ebenso in der Filiale kaufen, als auch im Online-Angebot oder über die Liste unseres Fondsvergleichs. Bei exakt identischer Geldanlage besteht dann allerdings ein Unterschied darin, wie viel der Einzahlungen auch wirklich im Fonds ankommen: Ein voller Ausgabeaufschlag wird meist nur im Filialsystem berechnet, so dass eine monatliche Einzahlung von beispielsweise 300 Euro auch mal mit mehr als 10 Euro Ausgabeaufschlag belastet wird. Der Löwenanteil dieser Gebühren entfällt beim Kauf der gleichen Geldanlage über einen für den Anleger besseren Weg.

-> Anders als beispielsweise ein großer Immobilienkredit wird die Fondsanlage nicht direkt in der Filiale produziert. Da Sie die gleichen Fonds auch auf anderen Wegen kaufen und in einem Wertpapierdepot verbuchen können, lohnt sich der Vergleich der Fonds und der Kauforte.

 

Geldanlage ist kein Selbstläufer: Wie Sie selbst eine gute Geldanlage finden!

In unserem Fondsvergleich finden Sie alle „technischen Daten“ zu den Fonds, wie die bisherige Performance, die Anlageidee und viele Detailinformationen zu dem jeweiligen Fonds. Ein Fonds mit einigen Jahren Tradition und einem großen Anlagevolumen lässt dabei darauf schließen, dass viele andere Kunden sich bereits für diesen Fonds entschieden haben. Im besten Fall hat der Fonds auch eines der Qualitätsmerkmale oder -siegel, wie sie von Rating-Agenturen oder auch Finanzzeitschriften so unabhängig wie möglich vergeben werden. Die Betrachtung der detaillierten Merkmale ist allerdings der zweite Schritt: In einem ersten Schritt könnten Sie sich mit dem inneren Kern der Geldanlage, also der Fondsidee befassen.

Beantworten Sie sich anhand von Tageszeitungsberichten, Pressemeldungen oder dem Urteil von Verbraucherschützern selbst die Frage, welche Fondskategorie sich lohnen könnte. Aufgrund der Niedrigzinsphase scheiden damit Rentenfonds oder auch Tagesgeldfonds für Neuanlagen für die meisten Anleger aus, wenn nicht ein ganz bestimmtes Anlagemotiv die mangelnde Rendite als erträglich erscheinen lässt.

Überlegen Sie sich deshalb am Besten selbst, in welchem Markt Sie die Wertschöpfung innerhalb Ihres Anlagehorizonts sehen. Wenn Sie langfristig anlegen möchten, dann ist ein Fonds mit einem sich kontinuierlich nach oben entwickelnden Markt oder einer sich ähnlich verhaltenden Branche eine der besseren Entscheidungen. Nicht ohne Grund legen deshalb viele Anleger und auch Fonds das Geld in die großen Unternehmen an, die ihrerseits wieder eine grpé Produktpalette haben oder auch in vielen Ländern präsent sind. Meist gilt zudem, dass die Märkte der entwickelten Volkswirtschaften (außer für kurzfristige und riskante Trading-Strategien) die bessere Wahl sind.

Beginnen Sie also einmal beim Kurszettel einer Tageszeitung oder der Rangliste der wertvollsten Unternehmen der Welt und sehen sich an und in welchen Ländern diese ihren Hauptsitz oder ihre Börsennotierung haben. Dann werden Sie feststellen, dass sowohl die europäischen Märkte wie Deutschland, Schweiz, aber auch US-Märkte und der Börsenplatz Hong Kong über einige der weltweiten Schwergewichte verfügen.

Dahingegen sollten Sie Abstand nehmen von Kleinstwerten oder angeblichen Börsenraketen, die von angeblich gutmeinenden Börsenbriefen in stetig steigender Zahl in Ihren Briefkasten oder die Mailbox geliefert werden. Dort werden meist Werte von Kleinstunternehmen besprochen, die vielleicht einen Kurssprung vor sich haben. Aber auf lange Sicht gesehen mehr Risiko als Chancen in sich vereinen.

Proportionale Gebühren – auch deshalb ist Diversifikation Trumpf

Wenn Sie sich fragen, wie die Gebühren bei Investmentfonds im Allgemeinen berechnet werden, dann bietet die Antwort eine sehr gute Möglichkeit, Ihre Geldanlage auf verschiedene Fonds zu verteilen, die in unserem Vergleich vorne liegen:

Oftmals ist das Ansparen in einem Investmentfond auch bei einer monatlichen Einzahlung bzw. Sparrate von 50 oder 100 Euro möglich, da die Fondsgesellschaft auch die Versteuerung der Kapitalerträge (Stichwort Abgeltungsteuer) für Sie übernimmt. Damit haben Sie keinerlei persönlichen Zeit- oder Mehraufwand dafür, dass Sie die Investments zwischen verschiedenen Fonds aufteilen. Zudem werden de facto alle Gebühren proportional berechnet, also in Abhängigkeit vom Anlagevolumen. Haben Sie jeweils 5.000 Euro in zwei unterschiedlichen Fonds gleicher Gebührenstruktur angespart, so sind die Gebühren genauso niedrig, als wenn Sie die Gesamtsumme in einem einzigen Fonds angelegt hätten. Dafür können Sie aber den Wertzuwachs zweier unterschiedlicher Fonds nutzen und auch von Quartalsauszug zu Quartalsauszug bequem miteinander vergleichen.

 

Mit Fonds arbeiten die Unternehmen und die Weltwirtschaft für Ihre Geldanlage

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Fonds Ihre Anlagegelder entgegennehmen und nach einer bereits in den Emissions- bzw. Ausgabeprospekten genannten Idee bzw. Anlagestrategie in die Wertpapiere wie Aktien investieren. In der Niedrigzins- oder Beinahe-Nullzinsphase liegt die höchste Wahrscheinlichkeit für einen echten Wertzuwachs in den Aktienmärkten. In unserem Vergleichsportal haben Sie Zugriff auf viele gute Fonds, die jeweils eine eigene Investmentidee realisieren. Deren Strategie erscheint deshalb erfolgreich, weil sie mit dem Vehikel der Aktien in echtes unternehmerisches Engagement investieren und Sie sich deshalb von den vielleicht sogar als willkürlich zu bezeichnenden Entscheidungen der Zinspolitik abkoppeln können.

Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren: