Fenster kaufen – Die besten Angebote im Vergleich

 In Allgemein

Zunächst sind es die Bauherren, welche ihr Haus mit Fenstern ausstatten müssen. Zur anderen Gruppe zählen alle, die ihr bestehendes Haus verschönern oder energetisch sanieren möchten. Vermieter müssen den Vorgaben der neuesten Energieverordnung entsprechen und für sie ist der Einbau unter Umständen Pflicht. Auch der Einbruchschutz spielt beim Kauf neuer Fenster eine Rolle.

 

Was haben neue Fenster mit dem Energieausweis zu tun?

Am 01. Mai 2014 verschärfte der Gesetzgeber die Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises und er ist bei folgenden Aktivitäten vorzulegen:

  • Verkauf eines Hauses oder der Eigentumswohnung
  • Vermietung einer Wohnung oder eines Hauses

Ähnlich wie bei Elektrogeräten, muss seit Mai 2014 aus dem Energieausweis klar hervorgehen, in welche Kategorie die Immobilie fällt. Diese werden in Energieeffizienzklassen unterschieden, die von A+ bis H reichen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Neben der Fassaden- und Dachdämmung spielen die Messwerte von Fenstern bei der Energieeffizienz von Gebäuden die Hauptrolle. Sie sollten hier den A-Wert, den G-Wert und den U-Wert beachten. Der A-Wert gibt Auskunft über die Luftdichtheitsmessung. Dazu wird auf die Fenster eine Folie montiert, die mit einer Lochblende ausgestattet ist. Gleichzeitig befindet sich im Raum ein Messgerät, das eine Luftdifferenz erzeug, welche sich zwischen Fensterscheibe und Folie zeigt. Sobald der Luftraum gefüllt ist, beginnt die Messung. Je dichter die Fenster, desto niedriger fällt der Wert aus.

Der G-Wert zeigt an, wie hoch der Energiedurchlassgrad von Fenstern ist. Er kennzeichnet den Wert, welcher durch die Sonnenstrahlen von außen in den Innenraum gelangen kann. Ziel moderner Verglasung ist, dass der G-Wert möglichst gering gehalten wird. Der G-Wert für alte Fenster aus den 80er Jahren liegt bei etwa 3 und im Vergleich die neuen Modelle bei 0,55 bis 0,8. Damals wurde also mitunter 300 % der Energie ungenutzt an die Außenluft abgegeben.

Der U-Wert kennzeichnet die Wärmedurchlässigkeit von Rahmen, Glas und dem Profil der Verglasung. Um einen Sanierungszuschuss der KfW-Bank zu erhalten, muss nachgewiesen werden, dass der U-Wert neuer Fenster bei 0,95 W/m² K (= Watt pro m² und Kelvin) liegt.

 

Welchen Einfluss hat die Profiltiefe auf die Energieeffizienz?

Beim Messen des U-Wertes spielt sowohl das Material als auch die Tiefe der Rahmen eine Rolle. Bei Holzrahmen geht der Trend zu dicken Profilen, die eine bessere Dämmung ermöglichen. Dabei ist zudem gewährleistet, dass moderne 3-fach Verglasungen mit Sonderfunktionen verbaut werden können.

Der Standard beim Einbau von Kunststoffrahmen liegt bei den Fünfkammerprofilen. Neu ist hier, dass Stahlaussteifungen durch Kleber und Kunststoff ersetzt werden. So können die Rahmen dünner und die Glasfläche größer gestaltet sein. Sonnenenergie ist so noch effizienter zu nutzen.

Aluminiumrahmen müssen nach den Vorgaben des Gesetzgebers häufig durch eine Dreifachverglasung optimiert werden. Das liegt an der Wärmeleitfähigkeit des Metalls. Hier wäre die Holz-Aluvariante eine gute Lösung.

Sämtliche Fenster müssen den Mindestanforderungen entsprechen und dürfen den U-Wert von 1,3 nicht überschreiten.

 

Welche Materialien werden für den Fensterbau verwendet?

Es gibt vier Varianten, die bei der Auswahl von Fenstern für Wohngebäude die Hauptrolle spielen: Holz-, Kunststoff-, Aluminium- und Holz-Alufenster.

Welche Vor- und Nachteile bieten die unterschiedlichen Materialien?

Holzfenster

Vorteile:

  • Der Anschaffungspreis ist bei Weichholz sehr günstig.
  • Durch neue Herstellungsverfahren verziehen sich die Hölzer nicht mehr.
  • Fenster aus Holz lassen sich in jeder Farbe streichen und jederzeit ausbessern.
  • Holz ist ein natürlicher Rohstoff und die Entsorgung gestaltet sich problemlos.

Nachteile:

  • Der Pflegeaufwand ist an den wetterzugewandten Seiten besonders groß.
  • Holzfenster sind schwerer als solche aus Alu und Kunststoff.

Kunststofffenster

Vorteile:

  • Günstig in der Anschaffung
  • Leichter als Holz
  • Kein Erhaltungsaufwand erforderlich
  • Sie haben eine sehr lange Lebensdauer (etwa 50 Jahre)

Nachteile:

  • Weiße Kunststofffenster lassen sich nur mit speziellen Mitteln reinigen.
  • Fenster aus Kunststoff können sich bei Temperaturschwankungen verziehen und das Öffnen beziehungsweise Schließen erschweren.
  • Die Entsorgung ist teuer als bei anderen Materialien.
  • Das Material lädt sich statisch auf und zieht Staub „magisch“ an.
  • Aluminiumfenster

Vorteile:

  • Ideal für große Flächen, da das Material leicht ist
  • Lange Lebensdauer ohne Erhaltungsaufwand
  • Aluminium bleicht selbst nach jahrelanger, intensiver Sonneneinstrahlung nicht aus.
  • Die Energieeffizienz konnte durch neue Herstellungsverfahren wesentlich gesteigert werden.

Nachteile:

  • Verformen sich bei Temperaturschwankungen, das Schließen und Öffnen ist dann schwierig.
  • Teurer als andere Materialien

 

Welche Unterschiede gibt es beim Glas?

  • Wärmeschutzglas
  • Sicherheitsglas
  • Zur weiteren Art zählt das selbstreinigende Glas. Vergleichbar mit der Lotusblüte, auf der die Wassertropfen nicht haften bleiben, perlt Regen auch bei diesem Material ab. Das wird durch den Einsatz von Nanopartikeln hervorgerufen. Selbstreinigend ist hier allerdings übertrieben. Staub, Luftverschmutzung und Vogelkot müssen regelmäßig entfernt werden.

Tipp: Empfehlenswert ist das selbstreinigende Glas für schwer erreichbare Dachflächenfenster.

  • Elektronisch dimmbares Glas ist eine Innovation für Liebhaber extravaganter Technologien. Während es im Sommer als Sicht- und Sonnenschutz dient, speichert es im Winter die Sonnenenergie und gibt sie an den Innenraum ab. Jede Maßnahme ist separat und per Knopfdruck steuerbar.
  • Spezielle Glasarten, wie etwa Butzenscheiben und Antikglas werden für Energiesparmaßnahmen in sehr alten und/oder denkmalgeschützten Gebäuden verwendet. Auch sie entsprechen den Anforderungen der Gesetzgeber. Die Fenster müssen nicht unbedingt komplett erneuert werden. Falls der Rahmen erhaltenswert ist, genügt der Austausch des Glases.

 

Was heißt lichte Breite und Höhe?

Bevor der Rahmen montiert wird, hat der Mauer einen Sturz eingebaut und die Öffnung durch Laibungen und Brüstung stabilisiert. Messen Sie nun diese Öffnung, dann spricht der Fachmann von der Fensterlichte. Hier wird später der Fensterrahmen (auch Blende oder Blendrahmen) eingefügt.

Tipp: Messen Sie im Rohbau immer erst dann die Fensterlichte, wenn der Maurer seine Arbeit dort beendet hat.

 

Aufbau des Fensterrahmens

Kunststofffenster haben einen sehr feinen Rahmen. Die Kombination aus dünnen Stegen und Luftkammern bringt hier eine gute Wärmedämmung. Luft leitet die Wärme nicht, sondern hält sie im wahrsten Sinne des Wortes fest. Sie gelangt nicht nach draußen, sondern bleibt im Raum.

Aluminiumfenster der alten Generationen beförderten die warme Luft nahezu ungebremst nach draußen. Heute sind Aluminiumfenster mit einer thermischen Entkoppelung ausgestattet. Dazu werden sie aus zwei Rahmen gefertigt, welche durch Kunststoffstege miteinander verbunden sind. Gleichzeitig bilden die Stege eine Barriere, durch die warme Luft kaum noch entweichen kann. Im Vergleich zu den 70er Jahren, wo Alufenster einen U-Wert von 5,6 W/ m²K hatten, weisen die neuen Modelle den deutlich geringeren Wert von 1,9 W/ m²K auf.

Der natürliche Rohstoff Holz besteht aus kleinen Zellen, die mit Luft gefüllt sind. Die Fensterrahmen benötigen also keine zusätzlichen Kammern. Im Gegensatz zur Vergangenheit bestehen sie nicht mehr aus einem Stück. Ihr Aufbau geschieht durch mehrere Schichten, die in Lamellenform gestaltet und fest miteinander verbunden werden. Das bringt mehr Stabilität und so sind auch große Spannweiten möglich. Holzfenster zeichnen sich durch eine hohe Geschlossenheit aus. Dafür sorgen moderne, leistungsstarke Dichtungen.

 

Wie und wo kann ich meine alten Fenster entsorgen?

  • Spezielle Fenstercontainer werden gemietet und bleiben bis zum vollständigen Ausbau vor der Haustüre stehen. Neben der Wochenmiete fällt noch die Gebühr für die Entsorgung an. Sie wird nach dem Gewicht berechnet.
  • Der Lieferant der neuen Fenster übernimmt die Entsorgung.
  • Bauen Sie sich ein Gewächshaus aus den alten Fenstern oder bieten sie für dieses Vorhaben im Internet an.

 

Was bedeutet die Anzahl der Kammern?

Dieser Begriff kommt nur bei der Beschreibung von Kunststoff- und Alufenstern vor. Bei Kunststofffenstern bestehen die Profile aus verschiedenen Kammern. Da sie für die Qualität des Wärmeschutzes mitverantwortlich sind, heißen sie auch Isolierkammern. Sie sind zudem für die Statik der Fenster verantwortlich.

Alte Modelle kamen mit einer Kammer aus und hatten einen U-Wert zwischen 2 bis 2,4 W/ m²K. Im Vergleich dazu werden heute nur noch Kunststofffenster hergestellt, die zwischen zwei und sieben Kammern haben. Zweikammerprofile weisen einen U-Wert von 1,8 bis 2 W/ m²K auf, sind also ebenfalls nicht optimal.

Möchten Sie die Vorgaben des Gesetzgebers erfüllen, dann wählen Sie das Dreikammerprofil. Mit dem U-Wert von 1,5 W/ m²K entsprechen Sie nicht nur den Auflagen, Sie sparen tatsächlich auch Heizkosten. Die 5 und 7-Kammer-Profile bringen zwar noch niedrigere U-Werte, diese sind allerdings nur sehr gering. Der Nachteil liegt darin, dass bei den vielen Kammern eine Ausweitung der Bautiefe erforderlich ist.

Bei Aluminiumfenstern besteht die Kammer aus einer Luftbrücke, die den zweigeteilten Rahmen voneinander trennt. Die dort gestaute Luft dient als Blockierung für die Wärme aus den Räumen. Diese gelangt nur minimal an die Außenluft.

 

Müssen Fenster zum Stil des Hauses passen?

Auf jeden Fall. Ein Fachwerkhaus mit Aluminiumfenstern und ohne Sprossen verliert dadurch seinen Charakter. Bei einem Land- oder Holzhaus, das mit Sprossenfenstern aus Holz ausgestattet ist, wird der Charakter auf diese Weise unterstrichen.

 

Was sind Sprossenfenster?

Es gibt zwei Arten von Sprossenfenstern. Zum einen jene, wo die Sprossen fest mit dem Rahmen verbunden sind. Zum anderen Modelle, wo die Sprossen in einen separaten Rahmen gefasst sind und dieser zum Putzen aufgeklappt werden kann.

Die Sprossen können senkrecht, waagerecht oder in Form eines Strahles gearbeitet sein.

 

Welche Auflagen muss ich bei der Restaurierung eines denkmalgeschützen Hauses beachten?

In vielen Regionen lautet die Vorschrift, dass dann die Fenster den einstigen Originalen möglichst angepasst sein müssen. Das können schmale Profile und Wiener Sprossen sowie Flügelfenster mit Oberlicht sein. Erkundigen Sie sich vor Ort und hier ist die untere Denkmalbehörde der richtige Ansprechpartner.

To do Liste beim Austausch denkmalgeschützter Fenster

  • Erstellen eines Sanierungsplans
  • Denkmalrechtliche Genehmigung einholen
  • Kostenvoranschläge von Firmen, die sich auf Denkmalschutzfenster spezialisierten, vergleichen

Tipp: Besuchen Sie Schreiner vor Ort und hier möglichst ältere Meister. Sie kennen sich im Fensterbau vergangener Zeit bestens aus und werden Sie gut beraten.

Formen der Sanierung denkmalgeschützter Fenster

  • Anbringen eines zusätzlichen Rahmens oder Glases
  • Austausch der Verglasung mit Erhalt des ursprünglichen Rahmens
  • Anbringen neuer Dichtungen zwischen Blend- und Flügelrahmen
  • Kompletterneuerung mit denkmalgerechten Fenstern

 

Fördermöglichkeiten bei denkmalgeschützten Häusern

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, bietet Programme an, die eine Restaurierung fördern. Der Austausch von Fenstern zählt zu energetischen Sanierungen und wird von der Bank unterstützt. Das kann ein zinsgünstiger Förderkredit oder ein Investitionszuschuss sein. Eine Bedingung für die Förderung ist die Beratung durch einen Spezialisten. Er ist speziell geschult und wird mit Ihnen gemeinsam die Planung und den Antrag auf Förderung durch die KfW stellen. Eine Liste der Sachverständigen finden Sie im Internet.

 

Welche Verglasung ist die beste?

Hier ist ein Vergleich der U und G-Werte von Vorteil. Zweifach verglaste Fenster haben einen U-Wert von 1,1 W/m²K, während die dreifache Verglasung den Wert von 0,6 W/m²K aufweist. Das heißt, dass die Dreifachverglasung deutlich weniger Wärme ungenutzt nach draußen abgibt. Ähnlich sieht es beim G-Wert aus und auch hier liegt die Energieeffizienz der Dreifachverglasung vorne.

Alu-Holz- und Holzfenster haben durch das verwendete Material bereits eine natürliche Wärmedämmung. Hier genügt die Ausstattung mit Doppelglas. Alu- und Kunststofffenster sollten Sie mit einer Dreifachverglasung wählen. So erfüllen Sie die Anforderungen der Energieverordnung völlig.

 

Wie sehen einbruchhemmende Fenster aus?

Das Angebot dafür reicht von durchschuss-, über durchbruch- bis hin zu durchwurfhemmend. Einbruchhemmendes Glas besteht aus mehreren Scheiben. Dazwischen befindet sich jeweils eine Lage aus Kunststoff, die fest mit dem Glas verbunden ist. Diese Verbundsicherheitsgläser werden in unterschiedlichen Dicken angeboten. Je dicker sie sind, desto mehr Schutz bieten sie.

 

Schimmelbildung durch neue Fenster?

Einen „Vorteil“ hatte die Einfachverglasung der alten Fenster. Sie sorgten für eine dauernde Belüftung der Wohnräume. Das sieht bei den neuen Wärmeschutzfenstern anders aus. Sie dichten den Raum so ab, dass regelmäßiges Lüften unerlässlich ist. Sonst kommt es zu einer hohen Luftfeuchtigkeit. Das führt unweigerlich zur Bildung von Kondenswasser an Scheiben und Rahmen. Die Spätfolge sind Schimmelbildung und feuchte Flecken. Davon sind primär neue Holzfenster betroffen, da sie durch ihre hermetische Abriegelung keinen natürlichen Luftaustausch ermöglichen.

Tipp: Entscheiden Sie sich für moderne Holzfenster, lassen Sie diese mit einem Mechanismus ausstatten, der den Mindestluftaustausch automatisch gewährleistet.

 

Schritt für Schritt zum KfW-Kredit

  • Überlegen Sie, aus welchem Material die Fenster bestehen sollen.
  • Suchen Sie sich Modelle aus, deren Werte den neuesten Vorschriften entsprechen (U-Wert höchstens 0,95W/m²K)
  • Die Maßnahme muss durch einen Energieberater befürwortet werden.
  • Füllen Sie gemeinsam mit dem Fachmann die Anträge aus und lassen auch ihn unterschreiben.
  • Beim Kreditantrag geben Sie diesen bei Ihrer Hausbank ab. Diese leitet ihn an die KfW weiter.
  • Beantragen Sie einen Zuschuss, dann schicken Sie die Papiere direkt an die KfW.

Tipp: Fangen Sie erst mit dem Austausch der Fenster an, wenn die Zusage der Bank vorliegt.

 

Vor- und Nachteile für den Online-Fensterkauf

 

Vorteile

  • Das Aussuchen kann jederzeit bequem von zuhause aus erfolgen und hängt nicht von Öffnungszeiten ab
  • Preisvergleich auch ohne das Einholen von Angeboten
  • Große Auswahl an Material und Farben
  • Mit dem Konfigurator ist der Preis in wenigen Minuten berechnet
  • Lieferung bis in die Wohnung
  • Die Hersteller bieten Schritt für Schrittanleitungen an, die das Aufmaß erleichtern.
  • Lieferung auf Wunsch mit Montage

 

Nachteil

  • Das Aufmaß muss sehr genau erfolgen und Fehler lassen sich nach der Fertigung nicht mehr rückgängig machen.

Sie sehen, dass es viele Vorteile und nur einen Nachteil beim Kauf der Fenster im Netz gibt. Sie gehen hier kein Risiko ein. Schauen Sie sich sicherheitshalber Referenzen und Bewertungen an. Achten Sie ebenfalls auf die Angaben des Anbieters im Impressum. Fallen sie nicht eindeutig aus, suchen Sie sich einen anderen Fensterbauer.

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