Elektromobile im Vergleich

 In Allgemein

Was ist ein Elektromobil?

Elektromobile zählen zu den medizinischen Hilfsmitteln. Sie werden als Sonderform des Elektrorollstuhls betrachtet. Die Nutzung erfolgt hauptsächlich durch mobilitätseingeschränkte Personen.

Die Modelle reichen von Rollermodellen über überdachte Modelle, die einem kleinen Auto in Komfort in nichts nachstehen.

Der Nutzen eines Elektromobils

  • fördern die Selbstständigkeit trotz Mobilitätseinschränkung
  • reduzieren die Beschneidung der Lebensqualität
  • ermöglichen die Bewältigung alltagsrelevanter Strecken und Wege
  • wirken teilweise der sozialen Isolation entgegen

Für wen lohnt die Anschaffung eines Elektromobils?

Die wohl größte Nutzergruppe dieses Hilfsmittels sind Senioren. Aber auch junge, gehandycapte und dadurch in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen profitieren von der Fortbewegungsmöglichkeit.

Die Beratung vor der Kaufentscheidung

Wird sich dazu entschlossen ein Eletromobil anzuschaffen, steht vorab eine gründliche Beratung an. Da ein solches medizinisches Fahrzeug mit einem erhöhten Anschaffungswert behaftet ist, sollte vorab eine gut durchdachte Auswahl stattfinden.

Wozu denn beraten lassen?

Vor Anschaffung besteht in zweierlei Hinsichten Beratungsbedarf. Dieser ergibt sich aufgrund einer:

  • sehr großen Auswahl diverser Modelle und Anbieter
  • individueller Ansprüche ans Fahrzeug

Zudem sollte vorab nicht außer Acht gelassen werden, wieviel Pflege und Instanthaltung der in Frage kommende Fahrzeugtyp braucht.

TIPP: Sollte sich eine dritte Person um das Fahrzeug kümmern (Pflege u.ä.) sollte diese in das Anschaffungsvorhaben involviert werden. Gehen Sie zusammen zum Beratungsgespräch. So lassen sich spätere Probleme im Umgang mit der Mobilitätshilfe besser vermeiden.

Was ist vor einer Modellwahl zu beachten?

Die Wahl des passenden Modelles sollte in Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Verkäufer, der die Vor- und Nachteile diverser Modelle kennt, und ihnen stattfinden.
Es bietet sich vorab an, eine Liste zu erstellen, die die eigenen Ansprüche verdeutlicht.

Auf der Liste sollte abgeklärt werden:

  • Wo soll das Elektromobil genutzt werden? (Innen und/oder Außen)
  • Welche Strecken sollen zurückgelegt werden?
  • Ist ein Transport mittels Fahrzeug möglich?
  • Ist das Mobil vielseitig einsetzbar?
  • Wird Wert auf hohen Komfort und Bequemlichkeit gelegt?
  • Handhabung möglichst vereinfacht?
  • Kostenübernahme furch Krankenkasse/Pflegekasse o.ä. möglich?

Das Elektromobil testen

Vor Anschaffung eines Elektromobils sollte ein ausgiebiger Test erfolgen.
Dabei sollte besonderes Augenmerk auf bequeme Sitzhaltung, ansprechende Bedienbarkeit und Leistung des/der gewählten Modells/e gelegt werden.

Vergleiche Einholen

Auch wenn das Beratungsgespräch inklusive Testfahrt einige Zeit in Anspruch nimmt, sollte man sich nicht genötigt fühlen, eine sofortige Kaufentscheidung zu treffen. Da es sich um ein hochwertiges Hilfsmittel handelt, enstehen entsprechende Kosten. Durch Vergleiche mit anderen Anbietern kann so einiges Geld gespart werden.

Kosten

Die Anschaffungskosten weisen eine hohe Spanne auf. Im Schnitt werden Preise von 1.000 bis 7.000Eur auf den Käufer zukommen.
Der Preis selbst richtet sich dabei nach:

  • Geschwindigkeit
  • Leistung
  • Reichweite
  • Komfort

Bei überdachten Mobilen kann die hier genannte Kostengrenze sogar noch überschritten werden.

Finanzierung

In den meisten Fällen werden von Kassenträgern nur Kosten für Modelle übernommen, die eine Grundversorgung gewährleisten. Diese sind meist langsam, haben keine große Reichweite und eingeschränkt im Komfort.
Kommt die Kostenübernahme für das gewählte Modell nicht in Frage, bleibt nur die Option das HIlfsmittel selbst zu zahlen.

Ist eine Einmalzahlung nicht möglich, sollte sich nach der Möglichkeit eines Finanzierungsplans erkundigt werden.
Dabei sind auf etwaig anfallende Zinsen zu achten. Des weiteren werden die Ratenpläne oftmals auf möglichst kurze Laufzeiten errechnet, da das Alter bei Anschaffung ein Risiko birgt.

Weitere Möglichkeiten der Finanzierung

Ist eine Ratenzahlung ebenfalls ausgeschlossen, kann sich nach einem gebrauchten Modell umgesehen werden. Diese sind oft deutlich kostengünstiger. Dabei zu beachten:

HINWEIS: Bei Kauf eines gerbauchten Eletromobils unbedingt auf Zustand, Funktionstüchtigkeit und Sicherheit achten!

Des weiteren bieten manche Sanitätshäuser die Option an, ein solches medizinisches Hilfsmittel zu mieten oder zu leihen. Die dabei anfallenden Gebühren können die Kosten im Vergleich zur Neuanschaffung erheblich reduzieren.

Unterhaltungskosten

Die Kosten, die sich nach Anschaffung und bei Nutzung des Mobils ergeben, sind aus mehreren zu bedenkenden Faktoren zusasmmengesetzt:

  • Intervalle der Batteriewiederaufladung
  • Wechel der Batterien in gegenem Zeitabstand
  • Anschaffung diverser Pflegemittel
  • anfallende Reparaturen
  • ebentuell notwendiges Zubehör

Kostenübernahme eines Elekromobils durch die Krankenkasse

Grundsätzlich ist eine Kostenübernahme durch den Krankenkassenträger möglich. Sie gelten, wie Elekrtorollstühle als anerkannte Hilfsmittel.
Beantragt werden können komplette Kostenübernahme oder Teilförderung bei den Anschaffungskosten.

HINWEIS: Um überhaupt Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu erhalten, ist der Nachweis einer Pflegestufe bzw. eines Pflegegrads nötig.

Wie wird ein Antrag auf Übernahme/Förderung gestellt?

Ist die Auswahl eines in Frage kommenden Modells getroffen, muss sich an den Haus- oder Facharzt gewandt werden. Dieser wird, bei gegebener Indikation ein Rezept ausstellen.

Dabei kann auf ein bestimmtes Modell verwiesen werden, welches im Rezept vermerkt werden soll.

Das Rezept wird anschließend im ausgewählten Sanitätshaus eingereicht. Dieses kümmert sich um das weitere Genehmigungsverfahren.
Dabei wird das Haus einen Versorgungsvorschlag erstellen, welche die zu deckenden Kosten beinhaltet und diesen an die entsprechende Krankenkasse weitergeben.

Beim Versicherungsträger erfolgt dann eine Prüfung der entsprechenden Kosten. Dabei wird differenziert, welche Kostenpunkte des Kostenvoranschlags getragen werden und welche nicht.
Egal ob bei voller oder teilweiser Übernahme, wird in den meisten Fällen ein Selbstkostenbeitrag durch den Versicherungsnehmer nötig. Auf diese sollte sich eingestellt werden.

Selbstkostenbeiträge

Selbstkostenbeiträge werden vom Gesetzgeber vorgesehen, um den steigenden Kosten des Gesundheitswesens dämpfend entgegenzuwirken.

Zuzahlung

Wird vom Versicherten Zuzahlung fällig, beschränkt sich dieser Beitrag auf minimal 5,-Eur und maximal 10,-Eur. Der genaue Zuzahlungsbeitrag ergibt sich aus 10% der Gesamtsumme des Hilfsmittels. Dabei kann man unbesorgt sein. Durch die maximale Obergrenze, sind auch bei hochpreisigen Anschaffungen wie dem Elektromobil, höchstens 10,-Eur zuzuzahlen.

Eigenanteil

Dieser wird nur dann erhoben, wenn Hilfmittel auch dann angeschafft werden müssen, wenn keine medizinische Indikation besteht.

Wirtschaftliche Aufzahlung

Wird sich für beim Elektromobil entschieden, dass aus dem sogenannten „Maß der Notwendigkeit“ fällt, besteht die Möglichkeit, dass Hilfsmittel durch die wirtschaftliche Aufzahlung dennoch zu bekommen.

Diese wird vorallem dann angesetzt, wenn die Geschwindigkeitsgrenze von 6km/h (Notwendigkeit) überschritten wird.
Dies ist dann ggf. durch den Kostenträger zu genehmigen.

Besonderheiten

Wird das Hilfmitttel Elektromobil genehmigt, ergibt sich eine Dauer der Notwendigkeit bzw. ein Nutzungszeitraum.
Dadurch ergeben sich einige Besonderheiten, die beachtet werden müssen.

1) Es muss ausreichender Schutz vor

  • Witterung
  • Diebstahl
  • Beschädigung

bestehen. Dadurch wird durch viele Träger vorab eine detailierte Angabe benötigt, um die Frage der Unterbringung und Stellmöglichkeit des Elektromobils zu klären.

2) Nachweis über Fahrtauglichkeit

Muss ein Elektromobil versichert werden?

Besteht eine Haftpflichtversicherung werden selbstverursachte Schäden am Mobil darüber gedeckt. Es ist keine zusätzliche Versicherung nötig.

Ausnahme: Elektromobil schneller als 6km/h

Wird ein Elektromobil gefahren, welches die festgesetzte Schrittgeschwindigkeit von 6km/h überschreitet, wird eine Versicherung nötig. Diese ähnelt der Mofaversicherung und fällt entsprechend kostengünstig und überschaubar aus.
Zusätzlich wird dann ein Kennzeichen am Fahrzeug nötig.

Zubehör fürs Elektromobil

Trotz aller Zuverlässigkeit und Komfort des erworbenen Fahrzeug, können früher oder später zusätzliche Anschaffungen in Form diverser Zubehöre nötig werden. Welche das sind und welchen Zweck sie erfüllen im Folgenden.

Batterien

Als Herzstück des Mobils sind die Batterien zeitlichem Verschleiß unterworfen. Daher ist immer auf die Hinweise im korrekten Umgang zu achten. dadurch wird eine lange Lebensdauer garantiert.
Dennoch kann es nötig werden, diese nach gewisser Laufzeit zu ersetzen.

Pflegemittel

Die Pflege ist ein Punkt, der bei der Anschaffung des Elektromobils nicht außer Acht gelassen werden sollte. Dies gilt sowohl für die private Anschaffung, als auch für Nutzungsberechtigungen durch Dritte.

Dabei ist zu beachten:

  • die Pflegemittel sind für die verwendeten Materialien zulässig
  • die Anwendung erfolgt genau nach Gebrauchsanweisung

Rampen

Seit geraumer Zeit tragen besonders große Städte Sorge, öffentliche Bereiche barrierefrei zu gestalten. Dies ist jedoch nicht überall und im benötigten Maße der Fall.
Hier helfen Rampen, um kleine Stufen und Unebenheiten zu überbrücken. So wird die neugewonnene Unabhängigkeit weniger durch Inanspruchnahme Dritter gehemmt.

Transporthilfsmittel

Die Nutzung des Mobils erfolgt oft im Vorhaben, Einkäufe und kleinere Besorgungen wieder selbstständig übernehmen zu können. Der Markt bietet hierfür einige Zubehöre an, die den Transport von Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs erleichtern und dabei die Fahrtüchtigkeit des Nutzers nicht einschränken.

Solche Hilfsmittel können erworben werden als:

  • Halterungen für eigene Transportmöglichkeiten (Gepäckträger)
  • Körbe
  • Transportboxen

Achten Sie stets auf eine korrekte und sichere Montage der Hilfsmittel, um Gefahren und Verletzungen durch plötzliches Kippen oder Verlust zu vermeiden.

verkehrsrelevante Hilfsmittel

Ist die Mobilität stark eingeschränkt, kann es sinnvoll sein, Zubehöre am Fahrzeug anzubringen, die den Unfallschutz bei Fahrt erhöhen.
Rückspiegel, bestimmte Signalgeber oder Lampen für Dämmerungsfahrten helfen den Überblick auf der Straße zu bewahren. Zusätzlich können damit Dritte gewarnt oder vorzeitigt dazu angehalten werden, etwas mehr Platz für die Weiterfahrt auf Gehwegen einzuräumen.

Eletromobile auf dem Prüfstand der Stiftung Warentest

In einem Test zum Thema „Rollstuhl“ der Stiftung Warentest wurden auch Elektromobile ausgiebig unter die Lupe genommen.
Dabei wurden mehrere Punkte genaustens geprüft und getestet. Im Test wurden 4 Modelle herangezogen, die unterschiedliche Ausstattungen und Aufmachungen aufwiesen.
Überraschender Sieger dabei war kein vierrädriges Modell, sondern ein Scooter.
Die vier getesteten Modelle im kurzen Überblick:

OrangeBikeConcept Freeliner

Der relativ leichte 30kg-Roller war Testsieger mit Bestnote 1,0.
Er überzeugte durch sein leichtes Gewicht, eine Geschwindigkeit bis 20km/h und eine Zulademöglichkeit von 150kg.
Der komfortable kleine Roller ist geeignet für Mobilitätsbeschränkte und Menschen mit eingeschränktem Gleichgewicht.
Die Ladezeit beträgt ca. 4,5h.

Großer Vorteil des Geräts ist die relativ schmale Form, die eine Fahrt sowohl auf der Straße, als auch auf Gehwegen ermöglichst. Als Roller ist er hierbei weniger und leichter zu händeln, als andere Modelle auf vier Rädern.

MobilityCube Yeti

Dieses Testmodell ist besonders für den Außenbereich geeignet. Seine rustikale Aufmachung bietet besonders in schwierigeren Gelände solides Fahrverhalten.
Mit 73kg kein Leichtgewicht, weist aber dennoch eine Höchstgeschwindigkeit von 20km/h auf.
Vorteil ist hier das leichte Handling und das sehr sichere Fahrverhalten.
Im ausgeschalteten Zustand ist Rangieren gut möglich.

Nachteil: Er passt mit 84cm Breite oft durch keine Tür.

Genny Mobility Genny

In Optik und Design sehr elegant, dabei flink und wendig. Auch dieser Scooter mit 20km/h Höchstgeschwindigkeit überzeugt durch Fahrverhalten und schlanke Linie. Dies erleichtert auch das Anfahren schmaler Supermaktkassen.
Durch ausgeklügelte elektronische Hilfsmittel wird der Fahrer optimal unterstützt.

Nachteil: Technisch hohes Niveau kann später entsprechende Ausfälle und nötige Reparaturen nach sich ziehen.

Mini Crosser M1

4 Räder sorgen für optimales Fahrverhalten. Zudem ist das Mobil äußerst kippstabil, was das Unfallrisiko enorm senkt.
Vorteil: Geschwindigkeitsregulierung bei Lenkradeinschlag.

Fazit der Stiftung Warentest

Alle getesteten Modelle waren überzeugend.
Durch technsiche Hilfen wird das Fahrverhalten meist zusätzlich positiv beeinflusst. Besonders das Kippverhalten, eine Problematik, die bei elektrischen Rollstühlen öfter auftritt, kann so verbessert oder gar verhindert werden.

Im Test herangezogene Merkmale:

  • Geschwindigkeit
  • Kippverhalten
  • Fahrverhalten auf unebenenen Grund
  • Einsatz elektronischer Helfer
  • Maße und Kompatibilität im Alltag (Türen, Supermarktkassen etc pp)
  • Design
  • Sitzkomfort

Es kamen im Testergebnis keine Punkte auf, die zum Überdenken einer Anschaffung führen.
Individuelle Bedürfnisse können modellspezifisch abgedeckt werden, dass Fahrverhalten aller getesteten Fahrzeuge war sicher.
Die Nutzen-Kosten-Gleichung geht auf.

Kaufberatung Elektromobile

Viele Menschen, die sich mit dem täglichen Gehen und erledigen der verschiedenen, alltäglichen Aufgaben aufgrund eines Handicaps schwer tun, schwören auf ein Elektromobil. Dieses Mobil erleichtert den einzelnen Personen die Bewältigung der täglichen Herausforderungen.

Sei es schnell einmal zum Einkaufen zu fahren oder einen Besuch beim Arzt zu absolvieren. Mit einem Elektromobil ist man heutzutage noch im hohen Alter selbständig und kann die wichtigen Dinge selbst und eigenständig erledigen. Dadurch gewinnen viele betagte Menschen im Alter einen echten Mehrwert an Lebensqualität.
Dennoch sind vor dem Kauf und auch während der Benutzung des Elektromobils einige Dinge wichtig, die vorab in Erfahrung gebracht werden sollten. Im folgenden ein FAQ der Ihnen die Entscheidung zum Kauf erleichtern soll und wichtige Tipps für Sie bereit hält.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem Elektromobil und einen Elektrorollstuhl und warum ist gerade das Elektromobil besser geeignet?

Mit einem Elektromobil lässt sich das Leben trotz eingeschränkter Beweglichkeit aktiv und mobil gestalten

Die mobilen Fortbewegungsmittel unterscheiden sich je nach dem, was der Kunde benötigt. Sie sind von der Bauart komplett unterschiedlich und auch in ihrer Nutzung variieren sie stark. So ist es mit einem Elektromobil nicht möglich in der Wohnung oder in einem Haus zu fahren. Dies geht nur mit einem Elektrorollstuhl.

Dieser kann im Außengelände und auch in Wohnräumen benutzt und gefahren werden. Ein Elektromobil hingegen ist aufgrund der Bauweise nur bedingt für den Innenraum geeignet und sollte nur im Freien gefahren werden. Deshalb eignet es sich für Personen, die im Haus nicht auf ein Fortbewegungsmittel dieser Art angewiesen sind, sondern nur im alltäglichen Leben draußen. Dies sind meist Menschen mit Gehbehinderung, die in ihrer Wohnung sich noch selbständig fortbewegen können.

Das Mobil hat eine Lenkung, die direkt gelenkt werden muss. Das heißt, es siind beide Arme dafür nötig, um dieses Mobil sicher zu steuern. Deshalb eignet es sich nur für Menschen die minimale Einschränkungen haben. Ein Elektrorollstuhl ist eher für Menschen geeignet, die unter einer schwereren Behinderung leiden und stärker eingeschränkt sind. Für die das Gehen gar nicht mehr möglich ist.

Das Mobil wird in der Regel nur für das Erledigen der verschiedenen Aufgaben im Freien genutzt. Ein Rollstuhl dagegen die ganze Zeit. Auch die Bedienung des Mobils erfordert eine geistige und körperliche Kompetenz.

Lassen Sie hier das beste Elektromobil für Sie finden:

Egal, ob elektrisch oder faltbar, ob Klapprollstuhl, Sportrollstuhl, Kinderrollstühle oder individuelle Spezialanfertigungen: Rollstühle sollten bequem, funktional und nützlich sein. Insbesondere für den Verwender ist es wichtig, dass er das Gefühl hat, dass der Rollstuhl eine wirkliche Erleichterung im Alltag darstellt. Aus diesem Grund gibt es laut Stiftung Warentest eine Reihe besonderer Aspekte, die beim Kauf eines Rollstuhls beachtet werden müssen. Jeder Rollstuhl sollte perfekt den körperlichen Gegebenheiten und den Bedürfnissen des Nutzers angepasst sein. Leider herrscht nach wie vor die Meinung, dass eben dies nicht zwingend erforderlich sei. Denn die meisten Personen, die einen Rollstuhl erwerben, können oder wollen diesen eh nicht oder nur selten benutzen. Selbst wenn dies tatsächlich korrekt ist, so sollte zumindest der Rollstuhl nicht das „hindernde Element“ in dieser Hinsicht darstellen. Im Gegenteil: ein Rollstuhl soll unterstützen, helfen, den Alltag erleichtern – und in gewisser Weise auch motivieren!

Was sagt die Stiftung Warentest zu Rollstühlen?

So vielfältig das Angebot mit Blick auf Rollstühle ist, so wichtig ist es auch zu berücksichtigen, dass es auch die Vorgaben der Krankenkassen in sich haben. Daher lohnt sich ein Blick auf das Online-Ratgeberportal der Stiftung Warentest in jedem Fall. Sehr hilfreich für den interessierten Verbraucher ist in diesem Zusammenhang auch die Plattform des Informationssystems Rehadat. Dort findet man nützliche Informationen zu diesen und anderen Themen:

  • Fakten über Rollstühle und andere Geh- und Greifhilfen
  • Hersteller- und Preisangaben
  • Hintergründe zum Behindertengleichstellungsgesetz
  • Angaben und Tipps hinsichtlich einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Hinweise auf weitere Portale wie Rollstuhlcheck.de etc.

Vor dem Kauf des Rollstuhls – die wichtigsten Tipps:

Es ist nicht ohne Weiteres möglich, in einen Sanitätsfachhandel zu gehen und dort einen x-beliebigen Rollstuhl zu erwerben. Der Kauf eines Rollstuhls gestaltet sich da erfahrungsgemäß ein bisschen schwieriger. Grundsätzlich sollte ein Rollstuhl die Aktivität und die Mobilität des Nutzers fördern, sodass eine optimale Integration in den beruflichen oder privaten Alltag gewährleistet werden kann. Umso wichtiger ist daher eine vollumfängliche Beratung durch den Arzt und/oder die Krankenkasse sowie durch das erfahrene Fachpersonal im Sanitätshaus.

Was zahlt die Krankenkasse?

Derzeit übernehmen die Krankenkassen die finanziellen Aufwendungen für den Erwerb eines Rollstuhls, sofern es die Erfordernis gebietet. Patienten mit Multipler Sklerose, spastischen Lähmungen, mit Gleichgewichtsstörungen, Querschnittslähmungen, Gelenkdefekten oder altersbedingten Erkrankungen haben gute Chancen, einen hohen Anteil durch die Krankenkasse bezuschusst zu bekommen. Selbstverständlich muss der Hausarzt nach entsprechender Untersuchung eine Verordnung erstellen bzw. ein Rezept anfertigen. Dieses ist unabdingbar, wenn der Rollstuhl, zumindest anteilsmäßig, durch die Krankenkasse mitfinanziert werden soll. Und so wird das Sanitätshaus in Kooperation mit der Krankenkasse einen Rollstuhl auswählen, der individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt ist. Mit Blick auf das Stichwort „Bedürfnisse“ ist erwähnenswert, dass hierbei sowohl die Vorgaben des behandelnden Arztes, als auch die persönlichen Erfordernisse des Verwenders im Fokus stehen.

Darauf kommt es an:

  • die Körpergröße des Nutzers
  • das Gewicht
  • der angedachte Verwendungszweck (Alltag, sportliche Betätigung etc.)
  • die richtige Sitzhöhe und -breite
  • die optimale Sitzhöhe
  • die ideale Höhe der Rückenlehne

Probesitzen ist empfehlenswert

Wichtig ist, dass die Breite des Rollstuhlsitzes so konzipiert ist, dass der Nutzer nicht seitlich hin und herrutscht. Zugleich muss aber die Anpassung der Fläche an das Gesäß und die Oberschenkel so geartet sein, dass nicht das Gefühl des „Eingeengtseins“ entsteht. Insofern muss ein Rollstuhl sowohl Halt, als auch Stabilität bieten, ohne dabei den Nutzer zu fixieren. Wie tief der Sitz sein muss, hängt von der Länge der Oberschenkel ab. Je bequemer sich das Sitzen im Stuhl anfühlt, ohne dass die Kante der Sitzfläche vielleicht sogar in die Kniekehlen einschneidet, desto besser. Auch eine zu kurze Sitzfläche, wenn sie beispielsweise gar nur bis zur Hälfte der Oberschenkel reicht, beeinträchtigt den Komfort beim Sitzen erheblich.

Stabilität, Halt und Sicherheit

Wenn die Rückenlehne des Rollstuhls zu hoch bemessen ist, kann dies mit Blick auf die Berührung und Bedienung der Greifreifen an den Rollstuhlrädern von Nachteil sein. Außerdem könnte darunter die Bewegungsfreiheit im oberen Teil des Körpers leiden. Idealerweise reicht die Höhe der Rückenlehne daher bis kurz unterhalb der Schulterblätter.

Genügend Beinfreiheit – für mehr Komfort

Das sollten Sie über den Kauf eines Rollstuhls wissen:Liegen die Oberschenkel fest und gleichzeitig bequem auf der Sitzfläche auf und stehen darüber hinaus die Füße gerade auf den Fußhebeln, dann ist das zumeist eine optimale Sitzhöhe. Wie die Stiftung Warentest rät, wird in dem Zusammenhang beim Kauf des Rollstuhls allerdings häufig nicht bedacht, dass viele Nutzer den Rollstuhl mitunter auch dazu verwenden möchten – sofern möglich – mit ihren Füßen auf dem Boden zu „gehen“. Es gibt Situationen, in denen diese Art der Fortbewegung als angenehmer empfunden wird, als die Nutzung der Greifreifen. Gerade in kleineren Räumlichkeiten bietet sich diese Vorgehensweise an.

Die Beschaffenheit der Räder

Klein und kompakt sind Rollstuhl-Räder möglichst nicht. Vielmehr zeichnen sie sich durch eine spezielle Größe aus sowie dadurch, dass sie leicht nach hinten stehen. Das ist wichtig in Bezug darauf, dass das Kipprisiko auf diese Weise reduziert wird. Des Weiteren sollten die hinteren Räder leicht nach innen gekippt sein, um zu vermeiden, dass der Rollstuhl in „Kurvenlage“ nach links oder nach rechts ausdriftet. Bei Unebenheiten im Boden ist die Gefahr in der Tat groß, dass der Nutzer leicht aus dem Rollstuhl fällt. Nicht auszudenken!

Rollstühle – die Unterschiede

  • Falt- oder Klapprollstühle sind die wohl gängigsten Modelle dieser Produktkategorie. Sie sind prima und mit nur wenigen Handgriffen zusammenzufalten. Des Weiteren nehmen sie ausgesprochen wenig Platz in Anspruch, sofern sie einmal nicht benötigt werden.
  • Elektrorollstühle sind in der Regel ausgesprochen kostspielig, allerdings hinsichtlich ihrer Funktionalität perfekt auf die Anforderungen des Nutzers zugeschnitten. Mit nur einem Handgriff kann ein solcher Rollstuhl in die gewünschte Position gebracht werden und bietet daher mehr Flexibilität im Alltag. Allerdings sind elektrische Rollstühle nicht jedermanns Sache. Insbesondere ältere Menschen gewöhnen sich mitunter nur schwer an die meist sehr komplexe Technologie.
  • Rollstühle mit implementierter Stehvorrichtung bieten dem Nutzer bei Bedarf die Option, sich – sofern dies körperlich möglich ist – hinzustellen. Beim Einkaufen oder zum Trainieren der Muskelpartien ist dies von entscheidendem Vorteil.
  • Reha-Stühle sowie Spezialrollstühle für Erwachsene und Kinder runden die Produktvielfalt mit Blick auf Rollstühle ab.
  • Aktiv- und Sportrollstühle sind ideal für Nutzer, die den Rollstuhl nicht nur für normale Alltagsabläufe verwenden möchten, sondern die so gut es geht auch weiterhin ihre Freizeit aktiv gestalten wollen.

Nützliche Features bei modernen Rollstühlen

Wer nicht gerade auf die Standardvariante setzen, sondern von einer höheren Funktionalität profitieren möchte, der kann sich für einen Rollstuhl mit extra großen Vorderrädern entscheiden. Sicherlich bieten kleinere Vorderräder den Vorteil einer höheren Wendigkeit. Größere Rollen hingegen stehen für einen besseren Schutz und für mehr Stabilität. Das ist gerade auch in gegenden wichtig, in denen die Wege durch Bodenunebenheiten oder Schlaglöcher auffallen. Überhaupt ist ein inkludierter Kippschutz von großer Relevanz. Wer allein im Rollstuhl unterwegs ist und nicht regelmäßig eine Person zur Seite stehen hat, die den Rollstuhl schiebt, der kommt ohne einen Rollstuhl mit Anti-Kippfunktion bzw. mit Kippschutz nicht aus. Dazu rät auch die Stiftung Warentest dringend. Bei einem solchen Kippschutz handelt es sich um eine speziell gearbeitete Verlängerung, die beliebig vor- oder zurückgeschaltet werden kann. Diese trägt dazu bei, dass der Rollstuhl nicht nach hinten überkippen kann.

[alert style=“info“]Tipp: Im Bereich von Bordsteinkanten oder bei Schlaglöchern, wenn die schiebende Person den Rollstuhl leicht nach hinten kippen muss, um das Hindernis zu überwinden, muss die Anti-Kippfunktion natürlich ausgeschaltet bzw. zurückgeklappt werden.[/alert]

Die richtige Bereifung

Sicherlich sind Rollstühle mit Luftbereifung im Allgemeinen günstiger in der Anschaffung. Auf der anderen Seite bieten jedoch Vollgummireifen den Vorteil, dass sie nicht zwischendurch aufgepumpt oder nach einer möglichen Beschädigung sogar repariert oder gewartet werden müssen. Wer alleine lebt, wird diesen besonderen Vorzug gewiss zu schätzen wissen.

Welche Bremsen sind von Vorteil?

Wenn man an Bremsen denkt, ist sogleich von einer erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr die Rede. Ähnlich verhält es sich auch bei Rollstühlen. Allerdings ist bei der Auswahl der passenden Bremsen eine gewisse Vorsicht geboten. Denn Fakt ist, dass keineswegs jede Bremse gleichermaßen geeignet ist, um dem Nutzer während der Fahrt ein Maximum an Sicherheit, Schutz und Komfort zu gewährleisten. Klassische Rollstühle sind häufig mit herkömmlichen Feststellbremsen ausgerüstet. Sie hat eine ähnliche Funktion, wie man es vom Autofahren her kennt. Insgesamt soll es die Feststellbremse erleichtern, Rollstühle mit Greifbereifung individueller und zielführender zu kontrollieren. Menschen mit besonderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder auch pflegebedürftige Senioren werden mit einem Rollstuhl mit Feststellbremse allerdings nur schwerlich zurecht kommen. Ideal für Einsätze dieser Art sind daher Rollstühle mit Trommelbremse. Sie bieten gegenüber der Feststellbremse den Vorteil, dass die Bremsregulierung mit Hilfe von Schiebegriffen erfolgen kann. Die Handhabung ist einfach und effektiv.

Gut geschützt – auch an kühleren Tagen

Häufig sind Rollstuhlfahrer mit einer kuscheligen Wärmedecke bedeckt, damit der Unterkörper in der kalten Jahreszeit unterkühlen kann. In Anbetracht der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten frieren Rollstuhlfahrer weitaus eher als Menschen ohne körperliche Beeinträchtigungen. Ein Schlupfsack bietet aus dem Grund einen optimalen Kälteschutz und darüber hinaus weitaus mehr Flexibilität. Denn im Gegensatz zu einer normalen Decke verrutscht nichts, sodass ein hoher Komfort und guter Rundumschutz gegen eindringende Kälte gewährleistet ist.

Mehr Sicherheit mit Speichenschutz für die Räder

Der Speichenschutz ist ein wichtiges Feature, das beim Kauf des Rollstuhls möglichst mit dabei sein sollte. Es handelt sich dabei um eine Art Kunststoffverkleidung für die Hinterräder. Damit wird von Anfang an vermieden, dass der Nutzer aus Versehen in die Speichen greift. Dieses Risiko ist unter anderem auch bei Rollstühlen mit Greifarmreifen sehr stark gegeben.

Das Preisgefüge

Das sollten Sie über den Kauf eines Rollstuhls wissen:Es ist nicht ohne Weiteres möglich, die preislichen Gegebenheiten für Rollstühle pauschal zu bestimmen. Ganz im Gegenteil, denn die Artenvielfalt mit Blick auf diese Gehhilfen hat im Laufe der Zeit rasant zugenommen. So hat auch die Stiftung Warentest festgestellt, dass sich derzeit eine Art Trend zu entwickeln scheint, der dahin geht, dass Rollstühle nicht mehr „nur“ ein Werkzeug sind, um den Alltag behinderter oder kranker Menschen zu begleiten und zu erleichtern. Vielmehr geht es hinsichtlich der neuesten Entwicklungen darin, ein Maximum an Komfort, Funktionalität, Flexibilität und Freiheit zu bieten. Normale Rollstühle ohne spezielle Funktionen sind im gut sortierten Fachhandel für rund 500 bis 600 Euro zu haben. Des Weiteren ist es ein Leichtes, die Gehhilfen zu einem weitaus höheren Preis zu bekommen. Höherwertigere und mit zahlreichen Funktionen bestückte Modelle schlagen somit gut und gerne mit einem Kaufpreis von bis zu 6.000 Euro zu Buche.

Nicht nur der Rollstuhl kostet Geld…

Gewiss stellt sich häufig die Frage, wie sich die preislichen Gegebenheiten beim Kauf eines Rollstuhls zusammensetzen. Diesbezüglich ist es nicht allein die Materialbeschaffenheit, die Verarbeitung oder der Produktionsprozess generell, der den Anschaffungspreis rechtfertigt. Vielmehr ist zudem zu beachten, dass auch die Beratung durch den Arzt, durch das Personal im Sanitätshaus sowie bei der Krankenkasse nicht kostenfrei sind. Darüber hinaus kostet auch die Anpassung Geld. All das wird von vielen Verbrauchern oft im Vorfeld nicht beachtet, wenn es um den Kauf eines Rollstuhls geht.

[alert style=“info“]Tipp: Wer zusammen mit einer hilfreichen Person, die den Rollstuhl schiebt, unterwegs ist, sollte bedenken, dass etwaige Hindernisse keineswegs schwer zu überwinden sein müssen. So zeigt sich immer wieder, dass Treppenstufen oder Bordsteinkanten viel leichter zu bewältigen sind, wenn man den Rollstuhl rückwärts darüber hinweg zieht. Würde man den Rollstuhl vorwärts hochheben, würde es viel mehr Zeit und Kraft in Anspruch nehmen, das Hinternis zu meistern.[/alert]

Anmerkung:

Die Stiftung Warentest hält auf ihrer Online-Präsenz zahlreiche hilfreiche Tipps und Hinweise bereit, die es der schiebenden Person ermöglichen, den Rollstuhl möglichst ohne großen Aufwand von A nach B zu manövrieren. Wer diese Hilfestellungen berücksichtigt, der wird in jedem Fall davon profitieren. Denn das Schieben eines Rollstuhls ist keineswegs mit einem Kraftakt verbunden, sondern – die richtige Handhabung vorausgesetzt – macht es sogar durchaus Spaß, einen Rollstuhl zu schieben. Je geringer dabei der körperliche Aufwand unter Berücksichtigung der Anleitungen zur optimalen Handhabung ist, desto entspannter werden die Spaziergänge.

Weiterführende Links, Rollstuhl-Tests und Infos für Rollstuhlfahrer:

http://aktive-foerderung-behinderter-menschen.de/de/Info/Rollstuhltest—Alarmierende-Ergebnisse/

https://www.myhandicap.de/hilfsmittel-behinderung/mobilitaetshilfen/rollstuhl/crashtest/

https://de.wikipedia.org/wiki/Rollstuhl

https://www.test.de/Technische-Hilfsmittel-Tipps-fuer-die-Auswahl-4316553-0/

Für welche Anlässe werden Elektromobile eingesetzt?

Es gibt viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten eines Elektromobiles. Die Mobile können gut in der Freizeit benutzt werden. Gerade, wenn Personen ohne eine andere Person nicht ins Freie könnten, da sie eingeschränkt sind, hilft dieses Mobil den Betroffenen gut weiter.

Sie können auch mal wieder etwas selber machen und sind nicht auf andere Personen angewiesen. Auch die Fahrt zur Arbeit ist eine gute Möglichkeit mit dem Mobil. Sie sind viel flexibler, als mit einer Fahrgemeinschaft oder einem Service. Das Einkaufen geht auch viel schneller voran. Außerdem machen Spazierfahren mit dem Elektromobil sehr viel Freude.

Die Fahrten mit dem Mobil sind sowohl im städtischen Raum, als auch auf dem Land gut möglich. Daher ist das Elektromobile für alle Lebenswohnräume geeignet.

 

Mit welchen Kosten können Sie bei der Anschaffung rechnen?

Es gibt sowohl günstige und auch teuere Modelle. Hier kommt es immer darauf an, was der Kunde ausgeben will und welche Ansprüche er an das Mobil stellt. Wenn das Elektromobil etwas teurer ist, dann sind auch die Ausstattung, die Leistung und die Verarbeitung besser. Das billigste Modell auf dem Markt liegt derzeit bei 1500 EUR. Es können aber auch Mobile über 9.000 EUR gekauft werden. Gebrauchte Elektromobile wären auch eine Alternative.

Kosten sparen durch die Miete eines Elektromobils?

Neben dem Kauf des Elektromobils ist auch eine Miete möglich. Außerdem kann auch ein gebrauchtes Fahrzeug erworben werden. Die Miete ist immer von der Nutzung abhängig. Wenn Sie ein Elektromobil täglich nutzen, wird eine Miete auf Dauer teurer sein, als ein Kauf. Hier müssen Sie gezielt beim Händler nachfragen, welche Angebote möglich sind.

Welche Strecken können mit dem Elektromobil zurückgelegt werden?

Dies ist unterschiedlich und hängt auch von der Ausstattung des Elektromobils ab. Auch weitere Punkte spielen eine wichtige Rolle. Da die Mobile mit einer Batterie betrieben werden, muss diese für eine lange Strecke komplett aufgeladen sein. Außerdem ist die Batterie davon abhängig, wie schnell das Elektromobil unterwegs ist.

Wenn Sie viele bergige Strecken fahren, geht die Batterie schneller leer, als bei flachen Strecken. Auch ist es entscheidend, ob das Gelände einen glatten Belag hat oder viele Steine aufweist. Die Reifen sollten immer gut mit Luft befüllt sein. Natürlich spielen hier viele äußerliche Faktoren eine Rolle, dennoch ist die Leistung der Batterie ebenfalls ausschlaggebend.

Wenn es schlechtes Wetter ist, machen die meisten Batterien ihren Job auch nicht sehr gut. Ebenfalls ist das Körpergewicht des Nutzers entscheidend, wie weit gefahren werden kann. Es hängt immer vom Modell selber ab. Es gibt Hersteller, die eine Garantie dafür geben, dass das Mobil bis zu 50 km oder noch weiter fährt.

 

Wie schnell kann der Fahrer mit dem Elektromobil werden?

Hier ist die Geschwindigkeit auch wieder vom einzelnen Modell abhängig. Je nach Modell ist die Motorleistung unterschiedlich. Ein kleiner Motor leistet eine Geschwindigkeit von 6km/h. Es gibt aber auch schneller Modelle mit 15km/h. Mehr als 15km/h darf allerdings nicht gefahren werden, da dies gesetzlich geregelt ist.

Sieht man am Elektromobil, ob die Batterie bald leer ist?

Dies ist auch je nach Modell anders. Manche Hersteller haben eine Batteriestandsanzeige im Elektromobil integriert. Wer immer sicher sein will, ob er noch genug Strom hat, der kann sich ein solches Modell kaufen. Beim Kauf ist das genau mit dem Verkäufer abzuklären und zu besprechen.

Sind die Stromkosten hoch? mit welchen Kosten kann gerechnet werden?

Dies ist wieder von Modell zu Modell anders. Das hat vor allem mit der Leistung des Mobils und der Größe zu tun. Hier sollte beim Händler genau nachgefragt werden. Sie können gezielt nach dem kW Durchschnitt fragen. Dieser sollte dann mit dem eigenen Stromtarif berechnet werden.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass ein Mobil im Durchschnitt für 100 Kilometer ein 1 EUR kostet. Falls Sie vom Arzt ein solches Mobil verordnet bekommen haben, dann zahlt Ihre Krankenkasse die Kosten für den Unterhalt dieses Fahrzeugs. Sie müssen dies einfach bei Ihrer Krankenkasse beantragen und bekommen die Kosten erstattet.

 

Brauchen Sie wie bei einem Fahrrad eine Sturzhelm für das Mobil?

Nein, ein Sturzhelm ist nicht nötig und muss auch nicht getragen werden.

Muss man einen Führerschein für ein Mobil besitzen?

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Personen, die keinen Führerschein haben, trotzdem mit einem Elektromobil fahren dürfen. Ein Führerschein ist nicht nötig.

Dennoch gibt es Modelle, die einen Führerschein fordern. Diese fordern mindestens einen Mofaführerschein. Dieser muss von Personen vorgelegt werden, die nach dem 01.04.1965 geboren sind. Auch das Mindestalter für diese Mobile ist geregelt. Es liegt bei 15 Jahren.

 

Bevor man eine Elektromobil kauft, kann dieses vorher zur Probe gefahren werden?

Ja, ein guter Händler lässt seine Kunden immer erst Probefahren. Schließlich muss man sich erst einmal an das Gefühl gewöhnen und schauen, ob das Mobil das Richtige für einen ist.

Warum ist das Gewicht des Fahrers beim Kauf so wichtig?

Je nach Modell spielt auch das Gewicht eine wichtige Rolle. Nicht jedes Fahrzeug ist für jedes Gewicht geeignet. Hier gibt es Unterschiede, die zu berücksichtigen sind. Es gibt bestimmte Grenzen, die bei manchen Modellen nicht überschritten werden dürfen. Dies sollte aber alles ausführlich mit dem Verkäufer besprochen werden und ist immer individuell unterschiedlich.

 

Wie sehen die Vorteile eines Elektromobils aus?

 

Es gibt sehr viele Vorteil eines Elektromobils:
  • der Fahrer ist sehr mobil und kann viel selbständig erledigen
  • Flexibilität
  • der Fahrer ist auf keine öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Bus und Bahn werden für die nähere Umgebung überflüssig.
  • das Fahrzeug ist leicht zu bedienen
  • es ist nicht auf fremde Hilfe angewiesen und kann durch den Fahrer allein benutzt werden
  • es kann bei schlechtem Wetter durch die Möglichkeit einer Überdachung verwendet werden
  • der Fahrer kann bequem ein- und aussteigen
  • die Beine sind während der Fahrt frei
  • Einkäufe können bequem transportiert werden
  • der Lenker ist verstellbar
  • der Sitz ist verstellbar
  • man kann in Supermärkte mit dem Mobil hineinfahren
  • das Mobil kann im Auto transportiert werden
  • man kann bis zu 60 km/h damit fahren
  • ist auch gut im gebrauchten Zustand zu kaufen und wieder zu verkaufen
  • es muss nicht gewartet werden
  • sicher und mit allem Zubehör für die Sicherheit ausgestattet

 

Ein paar Nachteile gibt es allerdings auch:

  • es kann bei einem Neukauf teuer sein
  • der Zuschuss der Krankenkasse wird nicht in allen Fällen gewährt
  • die Aufbewahrung ist manchmal schwierig
  • die Batterien sind teuer
  • keine gute Möglichkeit, um an einen Tisch zu sitzen
  • nicht für die Wohnung
  • keine Möglichkeit oder erschwerte Möglichkeit Türen aufzumachen

Ist ein TÜV für ein Elektromobil nötig?

Nein, ein TÜV wird für ein Elektromobil nicht gebraucht und ist daher auch nicht nötig.

 

Muss ein Elektromobil versichert werden?

Dies hängt wieder von dem Modell ab. Es gibt in diesem Fall Modelle, die keine Versicherung brauchen und auch Modelle, die eine Versicherung benötigen. Dies ist vor allem beim elektrischen Krankenfahrstuhl der Fall. Eine Haftpflichtversicherung kann in manchen Fällen sinnvoll sein und sollte überprüft werden.

 

Ist ein Mobil auch eine gute Fortbewegungsmöglichkeit auf einer Reise?

Ja, sie können ihr Mobil sowohl per Flugzeug, als auch mit der Deutschen Bahn transportieren lassen. Dies geht aber nur, wenn Sie das Mobil falten oder klappen können. Hier sollte immer zuerst der Kontakt zu der Gesellschaft aufgenommen werden mit der Sie reisen. Diese kann Ihnen genauere Informationen geben. Bei der Mitnahme im Flugzeug ist auf die Batterien zu achten. Diese müssen sicher sein und dürfen nicht auslaufen.

 

Mit welchen Zuschüssen kann von der Krankenkasse gerechnet werden?

Wenn eine Notwendigkeit besteht und der Patient vom Arzt ein solches Mobil verordnet bekommt, kann der Fahrer einen Zuschuss bei der zuständigen Krankenkasse beantragen. Dies muss allerdings immer medizinisch notwendig sein. Ist eine medizinische Notwendigkeit gegeben und belegt und die Krankenkasse lehnt dennoch den Antrag ab, kann Widerspruch eingelegt werden.

Voraussetzung für die Erstattung der Kosten durch die Krankenkasse ist, dass das Mobil eine Hilfsmittelnummer besitzt. Dies ist für die Erstattung zwingend nötig, da nicht jedes Modell erstattungsfähig ist. Hier ist bei der Beratung Wert darauf zu legen. Es muss eine Verordnung gegeben sein und die Hilfsmittelnummer ebenfalls vorhanden sein.

Außerdem ist für die Übernahme der Kosten auch die Geschwindigkeit des Fahrzeug entscheidend. Die Krankenkassen bezahlen nichts, wenn die Höchstgeschwindigkeit des Mobils über 6km/h ist. Die Pflegestufe spielt bei der Erstattung durch die Krankenkasse keine Rolle.

Wer jedoch ein Modell will, das die Krankenkasse nicht ohne weiteres genehmigt, muss damit rechnen die Mehrkosten zu tragen oder eine Ablehnung durch die Krankenkasse zu erhalten. Hier ist immer ein Gespräch mit dem Verkäufer und mit der Krankenkasse hilfreich.

Die Krankenkasse übernehmen eigentlich immer einen Mehrverbrauch an Strom. Falls der Betroffene Geld vom Sozialamt, dem Arbeitsamt oder der Rentenversicherung bekommt, können auch diese Anstalten verpflichtet sein, einen bestimmten Betrag der Kosten zu übernehmen.

 

Was für Kosten können von der Steuer abgesetzt werden?

Die Mehrkosten können auf jeden Fall von der Steuer abgesetzt werden, als sogenannte „Hilfsmittel im engeren Sinne“. Unter der Rubrik außergewöhnliche Belastungen sind diese Kosten einzutragen. Falls Sie das Mobil komplett selbst bezahlen müssen, ist eine Bescheinigung des Arztes über die medizinische Notwenigkeit beim Finanzamt einzureichen. Auch Umbauten am Haus wegen des Mobils, können von der Steuer abgesetzt werden. Ebenso Kosten für Fahrten und Parkgebühren zu den Händlern oder zur Krankenkasse sind ansetzbar.

 

Kaufkriterien, die auf jeden Fall vor dem Kauf zu beachten sind

Je nach Person und Einschränkung sind Ansprüche an das Mobil unterschiedlich. Das Fahrzeug wird auch nicht von jedem gleich und gleich oft genutzt. Deshalb sollten Sie vor dem Kauf folgende Gedanken machen:

  • wie weit möchte ich mit dem Mobil fahren
  • für was benötig ich das Mobil
  • wie oft benötige ich das Mobil
  • wie stark soll die Batterie sein
  • benutzte ich das Elektromobil in der Stadt oder auf dem Land
  • wie schwer bin ich und welches Mobil ist für mich geeignet
  • möchte ich Einkäufe mitnehmen
  • wie schnell will ich fahren können
  • wie viel soll es kosten
  • habe ich meine Krankenkasse bereits kontaktiert
  • kann ich das Fahrzeug im Auto und auf Reisen mitnehmen
  • soll das Elektromobil eine Federung haben
  • habe ich eine Verordnung vom Arzt bekommen
  • welches Modell ist für mich geeignet

 

Elektrorollstühle sind wichtige Hilfsmittel für ältere oder behinderte Menschen. Denn oftmals ist es diesen Menschen nur mit dem elektrisch betriebenen Rollstuhl möglich, mobil zu bleiben. Mit dem Elektrorollstuhl bleibt die Lebensqualität erhalten.

 

Unterschiedliche Rollstühle für unterschiedliche Lebenslagen

Beim Kauf eines Elektrorollstuhls spielen viele unterschiedliche Faktoren eine große Rolle. Neben der Art der Behinderung sind unter anderem das Alter, die Größe und das Gewicht des Benutzers zu beachten. Auch der Lebensstil darf bei der Wahl nicht vergessen werden: Denn es macht einen großen Unterschied, ob der Rollstuhl nur im Innern, also in der Wohnung oder im Altenheim genutzt werden soll, oder ob auch Einkäufe, Spaziergänge und Ausflüge mit dem Rollstuhl unternommen werden sollen.

Rollstühle für den Innenbereich

Wer in der eigenen Wohnung, im Altenheim oder am Arbeitsplatz auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte sich für ein Modell entschieden, dass speziell für diesen Einsatzzweck entwickelt wurde. Die Modelle für den Innenbereich sind recht kompakt gebaut und verfügen über kleine Räder, die eine große Wendigkeit erlauben. Damit ist es möglich, sich bequem auch in engeren Innenräumen zu bewegen, ohne an Möbeln und Wänden anzustoßen. Gleichzeitig sind die Wege kurz, die innerhalb des Hauses bewältigt werden müssen. Daher können Rollstühle für den Innenbereich mit einer vergleichsweise geringen Akkukapazität ausgestattet werden. Das ermöglicht wiederum, den Akku kompakter zu bauen und damit die Kosten für den Rollstuhl erheblich zu senken.

Rollstühle für den Außenbereich

Für Fahrten zum Einkaufen, Spazierfahrten, Ausflüge und Arbeitswege ist hingegen ein Elektrorollstuhl notwendig, der für den Außeneinsatz eingerichtet ist. Insbesondere müssen die Räder des Rollstuhls und die Spurweite größer sein als bei Modellen, die nur im Haus eingesetzt werden. Denn nur die größeren Räder und den größeren Abstand ist es möglich, Stabilität zu gewährleisten und Unebenheiten am Boden sicher zu bewältigen, ohne stecken zu bleiben oder zu stürzen. Ein gefedertes Fahrgestell erhöht Fahrkomfort und Sicherheit. Da die Wege länger sind und nicht überall Auflademöglichkeiten bestehen, müssen die Akkus mehr Leistung bringen. Häufig werden Elektrorollstühle für den Außeneinsatz auch mit stärkeren Motoren ausgestattet. Je nach Bedarf können diese Rollstühle eine Geschwindigkeit bis zu 15 Kilometer pro Stunde erreichen. Die Reichweite beträgt je nach Akkuleistung bis zu 60 Kilometer.

 

Kombirollstühle für Innen und Außen

Viele Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, aber gleichzeitig mobil bleiben wollen und die eigene Wohnung regelmäßig verlassen, entscheiden sich dafür, zwei Rollstühle zu benutzen. Ein Rollstuhl bleibt in der Wohnung, der anderen wird für die Fahrten auf der Straße genutzt. Es hängt von den einzelnen Umständen ab, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Wenn sich die ideale Lösung mit zwei Rollstühlen nicht verwirklichen lässt, kommt ein Kombimodell infrage. Diese Rollstühle sind wendig und kompakt in der Bauart, sodass der behinderte Mensch in der Wohnung gut zurechtkommt, ohne dass man auf Stabilität und Sicherheit auf der Straße verzichten muss. Dabei muss jedoch deutlich betont werden, dass diese Modelle immer Kompromisse darstellen. Es müssen also sowohl im Inneren also auch auf der Straße einige Abstriche in Sachen Komfort gemacht werden.

Antriebsarten

1. Der Heckantrieb

Bei Elektrorollstühlen gibt es drei verschiedene Antriebsarten. Weit verbreitet und seit langer Zeit bewährt ist der klassische Heckantrieb, bei dem die hinteren Räder des Rollstuhls durch den Motor angetrieben werden. Diese Antriebsform hat folgende Vorteile:

  • Hoher Fahrkomfort
  • Hohe Stabilität
  • Stabiles Fahrverhalten bei Gefälle und Steigung

Allerdings ist der Heckantrieb in der Regel mit einem großen Wendekreis verbunden, wenn es eng wird. Nicht selten muss aufwendig rangiert werden.

2. Frontantrieb

Bei einem Elektrorollstuhl mit Frontantrieb befinden sich die größeren Räder, die mit dem Motor verbunden sind, vorne. Das Fahrverhalten ist etwas gewöhnungsbedürftig, bringt aber einige Vorteile mit sich:

  • Kleiner, kompakter Wendekreis
  • Hohe Stabilität
  • Kanten bis zu einer Höhe von 10 Zentimetern können leicht überwunden werden.

3. Mittelantrieb

Vergleichsweise neu in der Entwicklung der Elektrofahrstühle ist der Mittelantrieb. Dabei wird vom gewöhnlichen Konstruktionsprinzip mit vier Rändern abgewichen: Elektrorollstühle mit Mittelantrieb verfügen nämlich über sechs Räder. Die beiden Räder in der Mitte sind deutlich größer als die anderen Räder, von denen sich jeweils zwei vorne und zwei hinten befinden. Die mittleren Räder werden durch den Motor angetrieben. Da alle Räder einzeln aufgehängt und somit immer Kontakt mit dem Boden haben, führt das neuartige Konstruktionsprinzip zu einer sehr großen Stabilität. Der weitere Vorteil des Mittelantriebs besteht in der großen Wendigkeit. Denn nur mit diesem Antrieb ist es möglich, den Rollstuhl auf der Stelle zu drehen. Ein solcher Rollstuhl ist also hervorragend in einer engen Wohnung einsetzbar.

Zugleich trägt die große Stabilität auch zu einer großen Sicherheit im Outdooreinsatz bei. Moderne Kombirollstühle werden daher sehr oft mit diesem Mittelantrieb ausgestattet.

 

Lenkung

Die klassische und bewährte Lenkung für einen Elektrorollstuhl erfolgt über einen Joystick. Die Bedienung ist dabei weitgehend intuitiv. Bewegt man den Joystick nach vorne, so wird beschleunigt. Mit einer Bewegung nach rechts und links kann gelenkt werden. Wird der Joystick nach hinten gezogen, fährt man rückwärts. Mit etwas Übungen kommen die meisten Menschen damit schnell zurecht. Doch manchmal macht eine Behinderung die Bedienung des Joysticks unmöglich. Für Menschen ohne Arme wurden daher andere Formen entwickelt. Heute gibt es vielfältige Steuerungssysteme, die an die jeweilige Behinderung angepasst werden können. So stehen unter anderen folgende Steuerungen zur Auswahl:

  • Fußsteuerung
  • Kinnsteuerung
  • Mund-/Lippensteuerung
  • Kopfsteuerung
  • Fingersteuerung

Die Sitze

Ein weiter wichtiger Aspekt bei der Auswahl eines Elektrorollstuhls betrifft die Sitze. Bei Rollstühlen, die am Tage nur für kurze Zeit benutzt werden, reichen einfache Sitzpolster aus Schaumstoff vollkommen aus. Wenn Menschen aber über viele Stunden, vielleicht sogar den ganzen Tag auf den Elektrorollstuhl angewiesen sind, sind ergonomische geformte Sitzkissen unabdingbar, um Druckstellen oder gar Wundstellen zu vermeiden. Je nach Behinderung kann es auch notwendig sein, Sitze, Sitzpolster oder Sitzschalen speziell für den Benutzer anfertigen zu lassen.

 

Die richtige Größe finden

Jeder Rollstuhl muss von der Größe perfekt zu dem Menschen passen, der ihn benutzen will. Viele Elektrorollstühle lassen sich zwar in einem gewissen Umfange anpassen. Es ist aber sinnvoll, insbesondere folgende, individuellen Maße schon beim Kauf zu berücksichtigen.

  • Sitztiefe
  • Sitzhöhe
  • Sitzbreite
  • Rückenhöhe
  • Unterschenkellänge

Zubehör

Bei der Auswahl eines Elektrorollstuhls spielt nicht zuletzt die Frage nach möglichem Zubehör eine wichtige Rolle. Denn je nach Bedarf und Einsatzzweck kann es sinnvoll sein, wenn Einkaufskörbe und Taschen leicht und unkompliziert an den Rollstuhl angebracht werden können. Optionale Kopfstützen können den Komfort ebenfalls deutlich erhöhen. Auch wer zum Zeitpunkt des Kaufes noch keinen Gebrauch von diesem Zubehör machen will, sollte sich die Möglichkeit zum späteren Nachrüsten offen halten.

Vergleichen und ausprobieren

Die Entscheidung für einen Rollstuhl ist eine Entscheidung von großer Tragweite, denn oft sind die Menschen über viele Jahre auf das einmal gewählte Rollstuhlmodell festgelegt. Es ist also sehr sinnvoll, die Entscheidung sorgfältig zutreffen.

Wenn eben möglich, sollte möglichst viele unterschiedliche Modelle ausprobiert werden – am besten im alltäglichen Leben, denn nur so kann man feststellen, ob mit dem Rollstuhl auch die Herausforderungen des Alltags gemeistert werden können.

Muss ein Rollstuhl angeschafft werden, denken die meisten Menschen normalerweise an den klassischen Rollstuhl. Es stehen jedoch etliche Varianten Rollstühle im Handel zur Verfügung, die den individuellen Bedürfnissen der Nutzer entgegenkommen, von denen viele Interessierte nichts wissen.

Die unterschiedlichen Arten der Rollstühle werden grob in zwei Gruppen unterteilt:

    • manuell zu bewegende Rollstühle und
    • elektrisch betriebene Rollstühle

Die verschiedenen Arten manueller Rollstühle

Manuelle Rollstühle werden für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer online wie auch im Fachhandel angeboten. Dadurch können Personen mit körperlichen Einschränkungen über eine gewisse eigenständige Bewegungsfreiheit verfügen und bedürfen in manchen Fällen lediglich zeitweise Unterstützung durch Dritte. Zu den manuellen Rollstühlen werden grundsätzlich alle Modelle gezählt, die sich ohne jegliche Elektrik betreiben lassen. Normalerweise sind diese Rollstühle günstiger, wenn es nicht um Spezialanfertigungen oder Sportrollstühle geht.

Zu den manuellen Rollstühlen zählen in der Regel:

  • traditionelle Standard-Rollstühle
  • der Pflege-Rollstuhl oder Multifunktions-Rollstuhl
  • Adaptiv-Rollstühle, werden auch als Aktiv-Rollstühle bezeichnet
  • Transport-Rollstühle
  • Sport-Rollstühle
  • individuelle Kinder-Rollstühle
  • Leichtgewichts-Rollstühle
  • und zur Unterstützung bei der Pflege: Dusch-Rollstühle

 

Weitere Modellvarianten mit unterschiedlichen manuellen AntriebsweisenManuelle Rollstühle lassen sich noch genauer in weitere Gruppen einteilen:

  • Einhand-Antrieb zum eigenständigen Fahren, wobei eine Hand den Doppelgreif-Reifen bedient
  • Greifreifen-Antrieb für selbstständiges Fahren, wie es beispielsweise bei einem Standard-Rollstuhl gehandhabt wird
  • Trippel-Rollstuhl, der Selbstfahren durch den Einsatz der Füße erlaubt (trippeln)
  • Kurbel-Antrieb für Selbstfahrer, wobei die Fortbewegung mittels Kurbel erfolgt, die gedreht werden muss
  • Hebel-Antrieb zum unabhängigen Fahren, die Hebel befinden sich entweder auf beiden oder nur auf einer Seite
  • Schiebe-Rollstühle, hierbei wird grundsätzlich eine Person als Unterstützung benötigt, die den Rollstuhl bewegt.

Vorstellung Standard-Rollstuhl

Der Standard-Rollstuhl ist ein Modell, das keinerlei individuelle Funktionen aufweist und somit für ‚Jedermann‘ nutzbar ist. Erweiterungen sind zwar möglich, jedoch begrenzt. Das Standardmodell wird zum Beispiel hauptsächlich auf Flughäfen, in Kliniken oder anderen stationären Einrichtungen/Bereichen als Transportmittel eingesetzt. Des Weiteren eignet er sich für Personen, die zeitweise körperlich eingeschränkt sind. Diese Rollstühle bieten aufgrund ihrer robusten Konstruktion aus Stahlrohr Sicherheit und Langlebigkeit.

Die Vorteile des Standard-Rollstuhls sind:

  • anpassungsfähig und äußerst flexibel
  • schwere Konstruktion, deshalb robust und sicher
  • hohe Langlebigkeit
  • nicht zum dauerhaften Gebrauch vorgesehen
  • dient vielen Nutzern
  • kann im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden.

Vorstellung Transport-Rollstuhl

Der Transport-Rollstuhl ist normalerweise nicht für Selbstfahrer ausgelegt. Es wird eine Hilfsperson benötigt, die schiebt. Dieses Modell eignet sich beispielsweise für ältere Menschen, denen das Gehen schwer fällt. Der Transport-Rollstuhl wird deshalb oft von Familienmitgliedern angeschafft, um Ältere oder zeitweise geschwächte Personen zum Beispiel auf Spaziergängen/Ausflügen oder nach einer Operation unkomplizierter zu bewegen.

Die Vorteile dieses Typs Rollstuhl sind:

  • als Leichtgewichts-Rollstuhl von ungefähr elf Kilogramm erhältlich
  • unkompliziert zu transportieren und zu verstauen
  • kompakter gegenüber anderen Rollstuhlarten
  • im Innenbereich auch auf sehr engem Raum zu nutzen
  • sehr günstig in der Anschaffung.

Elektro-Rollstühle – für Menschen mit mehreren körperlichen Einschränkungen prädestiniert

Rollstühle mit Elektroantrieb eignen sich im Besonderen für Personen, deren Arme deutlich an Kraft verloren oder einen geringen Bewegungsradius zeigen.

Das Preisniveau dieser Rollstühle liegt normalerweise deutlich über dem eines manuellen Modells.

Das Elektromodell bietet allerdings mehr Komfort und ermöglicht unproblematisch die Bewältigung größerer Distanzen. Zur Gruppe der elektrisch betriebenen Rollstühle gehören:

  • das Elektromobil, auch als ‚Scooter‘ bekannt
  • Elektro-Rollstühle für die Nutzung im Innen- oder/und Außenbereich
  • elektrische Rollstühle, die eine motorisierte Aufstehhilfe besitzen (Aufricht-/Steh-Rollstuhl).

 

Elektro-Rollstühle für die Nutzung im Innenbereich

Elektrisch betriebene Rollstühle die drinnen, wie draußen einsetzbar sind, unterscheiden sich kaum in ihrer Konstruktion und Ausstattung. Bei manchen Modellen für drinnen lässt sich die Sitzhöhe flexibel mittels Knopfdruck einstellen. Andere Modelle erleichtern durch eine elektrische Aufstehhilfe das Aufrichten. Aufgrund dieser und weiterer komfortabler Hilfen wird die Bewegungsfreiheit und Wendigkeit der Nutzer in geschlossenen Räumen gewährleistet.

Die Vorteile der Elektro-Rollstühle für drinnen sind:

  • kompakte Bauweise und dadurch exzellente Beweglichkeit
  • Eignung selbst für kleine Räumlichkeiten
  • Sitzposition in der Höhe durch Knopfdruck zu verändern
  • Aufstehhilfe möglich
  • unterschiedliche Rollstuhl-Modelle verfügbar.

Der ‚Scooter‘ und Elektro-Mobile für die Outdoor-Nutzung

Im Vergleich zu elektrischen Indoor-Rollstühlen besitzen elektrische Outdoor-Rollstühle größere Antriebsräder, die im vorderen Bereich des Elektro-Mobils montiert sind. Ergänzend befinden sich an jeder Seite hinten zwei Räder, die einen kleineren Durchmesser aufweisen. Somit verfügt der ‚Scooter‘ über insgesamt sechs Räder, die seine Stabilität gewährleisten. Die Batterien der Elektro-Mobile, die Steuer-Elektronik und Elektromotoren versorgen, verfügen normalerweise über 60 Ah (Amperestunde) oder 70 Ah Kapazität und sind wartungsfrei. Des Weiteren sind diese Art Rollstühle mit einer exzellenten Federung, einem Diebstahlschutz, Rückspiegel und passiver/aktiver Beleuchtung ausgestattet. Outdoor-Rollstühle dürfen maximal sechs Kilometer/Stunde fahren. Bei den ‚Scootern‘ liegt die Höchstgeschwindigkeit dagegen bei fünfzehn Kilometern/Stunde. Diese Modelle sind für lange und gerade Strecken prädestiniert.

[alert style=“info“]Wird ein Rollstuhl dauerhaft benötigt, sind grundsätzlich eher hochwertige Elektro- oder Aktiv-Rollstühle zu empfehlen. Wird der Rollstuhl nur zeitweise genutzt, eignen sich die günstigeren manuellen Transport- oder Standard-Rollstühle.[/alert]

Lassen Sie hier das beste Elektromobil für Sie finden:

Egal, ob elektrisch oder faltbar, ob Klapprollstuhl, Sportrollstuhl, Kinderrollstühle oder individuelle Spezialanfertigungen: Rollstühle sollten bequem, funktional und nützlich sein. Insbesondere für den Verwender ist es wichtig, dass er das Gefühl hat, dass der Rollstuhl eine wirkliche Erleichterung im Alltag darstellt. Aus diesem Grund gibt es laut Stiftung Warentest eine Reihe besonderer Aspekte, die beim Kauf eines Rollstuhls beachtet werden müssen. Jeder Rollstuhl sollte perfekt den körperlichen Gegebenheiten und den Bedürfnissen des Nutzers angepasst sein. Leider herrscht nach wie vor die Meinung, dass eben dies nicht zwingend erforderlich sei. Denn die meisten Personen, die einen Rollstuhl erwerben, können oder wollen diesen eh nicht oder nur selten benutzen. Selbst wenn dies tatsächlich korrekt ist, so sollte zumindest der Rollstuhl nicht das „hindernde Element“ in dieser Hinsicht darstellen. Im Gegenteil: ein Rollstuhl soll unterstützen, helfen, den Alltag erleichtern – und in gewisser Weise auch motivieren!

Was sagt die Stiftung Warentest zu Rollstühlen?

So vielfältig das Angebot mit Blick auf Rollstühle ist, so wichtig ist es auch zu berücksichtigen, dass es auch die Vorgaben der Krankenkassen in sich haben. Daher lohnt sich ein Blick auf das Online-Ratgeberportal der Stiftung Warentest in jedem Fall. Sehr hilfreich für den interessierten Verbraucher ist in diesem Zusammenhang auch die Plattform des Informationssystems Rehadat. Dort findet man nützliche Informationen zu diesen und anderen Themen:

  • Fakten über Rollstühle und andere Geh- und Greifhilfen
  • Hersteller- und Preisangaben
  • Hintergründe zum Behindertengleichstellungsgesetz
  • Angaben und Tipps hinsichtlich einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Hinweise auf weitere Portale wie Rollstuhlcheck.de etc.

Vor dem Kauf des Rollstuhls – die wichtigsten Tipps:

Es ist nicht ohne Weiteres möglich, in einen Sanitätsfachhandel zu gehen und dort einen x-beliebigen Rollstuhl zu erwerben. Der Kauf eines Rollstuhls gestaltet sich da erfahrungsgemäß ein bisschen schwieriger. Grundsätzlich sollte ein Rollstuhl die Aktivität und die Mobilität des Nutzers fördern, sodass eine optimale Integration in den beruflichen oder privaten Alltag gewährleistet werden kann. Umso wichtiger ist daher eine vollumfängliche Beratung durch den Arzt und/oder die Krankenkasse sowie durch das erfahrene Fachpersonal im Sanitätshaus.

Was zahlt die Krankenkasse?

Derzeit übernehmen die Krankenkassen die finanziellen Aufwendungen für den Erwerb eines Rollstuhls, sofern es die Erfordernis gebietet. Patienten mit Multipler Sklerose, spastischen Lähmungen, mit Gleichgewichtsstörungen, Querschnittslähmungen, Gelenkdefekten oder altersbedingten Erkrankungen haben gute Chancen, einen hohen Anteil durch die Krankenkasse bezuschusst zu bekommen. Selbstverständlich muss der Hausarzt nach entsprechender Untersuchung eine Verordnung erstellen bzw. ein Rezept anfertigen. Dieses ist unabdingbar, wenn der Rollstuhl, zumindest anteilsmäßig, durch die Krankenkasse mitfinanziert werden soll. Und so wird das Sanitätshaus in Kooperation mit der Krankenkasse einen Rollstuhl auswählen, der individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt ist. Mit Blick auf das Stichwort „Bedürfnisse“ ist erwähnenswert, dass hierbei sowohl die Vorgaben des behandelnden Arztes, als auch die persönlichen Erfordernisse des Verwenders im Fokus stehen.

Darauf kommt es an:

  • die Körpergröße des Nutzers
  • das Gewicht
  • der angedachte Verwendungszweck (Alltag, sportliche Betätigung etc.)
  • die richtige Sitzhöhe und -breite
  • die optimale Sitzhöhe
  • die ideale Höhe der Rückenlehne

 

Probesitzen ist empfehlenswert

Wichtig ist, dass die Breite des Rollstuhlsitzes so konzipiert ist, dass der Nutzer nicht seitlich hin und herrutscht. Zugleich muss aber die Anpassung der Fläche an das Gesäß und die Oberschenkel so geartet sein, dass nicht das Gefühl des „Eingeengtseins“ entsteht. Insofern muss ein Rollstuhl sowohl Halt, als auch Stabilität bieten, ohne dabei den Nutzer zu fixieren. Wie tief der Sitz sein muss, hängt von der Länge der Oberschenkel ab. Je bequemer sich das Sitzen im Stuhl anfühlt, ohne dass die Kante der Sitzfläche vielleicht sogar in die Kniekehlen einschneidet, desto besser. Auch eine zu kurze Sitzfläche, wenn sie beispielsweise gar nur bis zur Hälfte der Oberschenkel reicht, beeinträchtigt den Komfort beim Sitzen erheblich.

Stabilität, Halt und Sicherheit

Wenn die Rückenlehne des Rollstuhls zu hoch bemessen ist, kann dies mit Blick auf die Berührung und Bedienung der Greifreifen an den Rollstuhlrädern von Nachteil sein. Außerdem könnte darunter die Bewegungsfreiheit im oberen Teil des Körpers leiden. Idealerweise reicht die Höhe der Rückenlehne daher bis kurz unterhalb der Schulterblätter.

Genügend Beinfreiheit – für mehr Komfort

Liegen die Oberschenkel fest und gleichzeitig bequem auf der Sitzfläche auf und stehen darüber hinaus die Füße gerade auf den Fußhebeln, dann ist das zumeist eine optimale Sitzhöhe. Wie die Stiftung Warentest rät, wird in dem Zusammenhang beim Kauf des Rollstuhls allerdings häufig nicht bedacht, dass viele Nutzer den Rollstuhl mitunter auch dazu verwenden möchten – sofern möglich – mit ihren Füßen auf dem Boden zu „gehen“. Es gibt Situationen, in denen diese Art der Fortbewegung als angenehmer empfunden wird, als die Nutzung der Greifreifen. Gerade in kleineren Räumlichkeiten bietet sich diese Vorgehensweise an.

Die Beschaffenheit der Räder

Klein und kompakt sind Rollstuhl-Räder möglichst nicht. Vielmehr zeichnen sie sich durch eine spezielle Größe aus sowie dadurch, dass sie leicht nach hinten stehen. Das ist wichtig in Bezug darauf, dass das Kipprisiko auf diese Weise reduziert wird. Des Weiteren sollten die hinteren Räder leicht nach innen gekippt sein, um zu vermeiden, dass der Rollstuhl in „Kurvenlage“ nach links oder nach rechts ausdriftet. Bei Unebenheiten im Boden ist die Gefahr in der Tat groß, dass der Nutzer leicht aus dem Rollstuhl fällt. Nicht auszudenken!

Rollstühle – die Unterschiede

  • Falt- oder Klapprollstühle sind die wohl gängigsten Modelle dieser Produktkategorie. Sie sind prima und mit nur wenigen Handgriffen zusammenzufalten. Des Weiteren nehmen sie ausgesprochen wenig Platz in Anspruch, sofern sie einmal nicht benötigt werden.
  • Elektrorollstühle sind in der Regel ausgesprochen kostspielig, allerdings hinsichtlich ihrer Funktionalität perfekt auf die Anforderungen des Nutzers zugeschnitten. Mit nur einem Handgriff kann ein solcher Rollstuhl in die gewünschte Position gebracht werden und bietet daher mehr Flexibilität im Alltag. Allerdings sind elektrische Rollstühle nicht jedermanns Sache. Insbesondere ältere Menschen gewöhnen sich mitunter nur schwer an die meist sehr komplexe Technologie.
  • Rollstühle mit implementierter Stehvorrichtung bieten dem Nutzer bei Bedarf die Option, sich – sofern dies körperlich möglich ist – hinzustellen. Beim Einkaufen oder zum Trainieren der Muskelpartien ist dies von entscheidendem Vorteil.
  • Reha-Stühle sowie Spezialrollstühle für Erwachsene und Kinder runden die Produktvielfalt mit Blick auf Rollstühle ab.
  • Aktiv- und Sportrollstühle sind ideal für Nutzer, die den Rollstuhl nicht nur für normale Alltagsabläufe verwenden möchten, sondern die so gut es geht auch weiterhin ihre Freizeit aktiv gestalten wollen.

Nützliche Features bei modernen Rollstühlen

Wer nicht gerade auf die Standardvariante setzen, sondern von einer höheren Funktionalität profitieren möchte, der kann sich für einen Rollstuhl mit extra großen Vorderrädern entscheiden. Sicherlich bieten kleinere Vorderräder den Vorteil einer höheren Wendigkeit. Größere Rollen hingegen stehen für einen besseren Schutz und für mehr Stabilität. Das ist gerade auch in gegenden wichtig, in denen die Wege durch Bodenunebenheiten oder Schlaglöcher auffallen. Überhaupt ist ein inkludierter Kippschutz von großer Relevanz. Wer allein im Rollstuhl unterwegs ist und nicht regelmäßig eine Person zur Seite stehen hat, die den Rollstuhl schiebt, der kommt ohne einen Rollstuhl mit Anti-Kippfunktion bzw. mit Kippschutz nicht aus. Dazu rät auch die Stiftung Warentest dringend. Bei einem solchen Kippschutz handelt es sich um eine speziell gearbeitete Verlängerung, die beliebig vor- oder zurückgeschaltet werden kann. Diese trägt dazu bei, dass der Rollstuhl nicht nach hinten überkippen kann.

Tipp: Im Bereich von Bordsteinkanten oder bei Schlaglöchern, wenn die schiebende Person den Rollstuhl leicht nach hinten kippen muss, um das Hindernis zu überwinden, muss die Anti-Kippfunktion natürlich ausgeschaltet bzw. zurückgeklappt werden.

Die richtige Bereifung

Sicherlich sind Rollstühle mit Luftbereifung im Allgemeinen günstiger in der Anschaffung. Auf der anderen Seite bieten jedoch Vollgummireifen den Vorteil, dass sie nicht zwischendurch aufgepumpt oder nach einer möglichen Beschädigung sogar repariert oder gewartet werden müssen. Wer alleine lebt, wird diesen besonderen Vorzug gewiss zu schätzen wissen.

Welche Bremsen sind von Vorteil?

Wenn man an Bremsen denkt, ist sogleich von einer erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr die Rede. Ähnlich verhält es sich auch bei Rollstühlen. Allerdings ist bei der Auswahl der passenden Bremsen eine gewisse Vorsicht geboten. Denn Fakt ist, dass keineswegs jede Bremse gleichermaßen geeignet ist, um dem Nutzer während der Fahrt ein Maximum an Sicherheit, Schutz und Komfort zu gewährleisten. Klassische Rollstühle sind häufig mit herkömmlichen Feststellbremsen ausgerüstet. Sie hat eine ähnliche Funktion, wie man es vom Autofahren her kennt. Insgesamt soll es die Feststellbremse erleichtern, Rollstühle mit Greifbereifung individueller und zielführender zu kontrollieren. Menschen mit besonderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder auch pflegebedürftige Senioren werden mit einem Rollstuhl mit Feststellbremse allerdings nur schwerlich zurecht kommen. Ideal für Einsätze dieser Art sind daher Rollstühle mit Trommelbremse. Sie bieten gegenüber der Feststellbremse den Vorteil, dass die Bremsregulierung mit Hilfe von Schiebegriffen erfolgen kann. Die Handhabung ist einfach und effektiv.

Gut geschützt – auch an kühleren Tagen

Häufig sind Rollstuhlfahrer mit einer kuscheligen Wärmedecke bedeckt, damit der Unterkörper in der kalten Jahreszeit unterkühlen kann. In Anbetracht der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten frieren Rollstuhlfahrer weitaus eher als Menschen ohne körperliche Beeinträchtigungen. Ein Schlupfsack bietet aus dem Grund einen optimalen Kälteschutz und darüber hinaus weitaus mehr Flexibilität. Denn im Gegensatz zu einer normalen Decke verrutscht nichts, sodass ein hoher Komfort und guter Rundumschutz gegen eindringende Kälte gewährleistet ist.

Mehr Sicherheit mit Speichenschutz für die Räder

Der Speichenschutz ist ein wichtiges Feature, das beim Kauf des Rollstuhls möglichst mit dabei sein sollte. Es handelt sich dabei um eine Art Kunststoffverkleidung für die Hinterräder. Damit wird von Anfang an vermieden, dass der Nutzer aus Versehen in die Speichen greift. Dieses Risiko ist unter anderem auch bei Rollstühlen mit Greifarmreifen sehr stark gegeben.

Das Preisgefüge

Es ist nicht ohne Weiteres möglich, die preislichen Gegebenheiten für Rollstühle pauschal zu bestimmen. Ganz im Gegenteil, denn die Artenvielfalt mit Blick auf diese Gehhilfen hat im Laufe der Zeit rasant zugenommen. So hat auch die Stiftung Warentest festgestellt, dass sich derzeit eine Art Trend zu entwickeln scheint, der dahin geht, dass Rollstühle nicht mehr „nur“ ein Werkzeug sind, um den Alltag behinderter oder kranker Menschen zu begleiten und zu erleichtern. Vielmehr geht es hinsichtlich der neuesten Entwicklungen darin, ein Maximum an Komfort, Funktionalität, Flexibilität und Freiheit zu bieten. Normale Rollstühle ohne spezielle Funktionen sind im gut sortierten Fachhandel für rund 500 bis 600 Euro zu haben. Des Weiteren ist es ein Leichtes, die Gehhilfen zu einem weitaus höheren Preis zu bekommen. Höherwertigere und mit zahlreichen Funktionen bestückte Modelle schlagen somit gut und gerne mit einem Kaufpreis von bis zu 6.000 Euro zu Buche.

Nicht nur der Rollstuhl kostet Geld…

Gewiss stellt sich häufig die Frage, wie sich die preislichen Gegebenheiten beim Kauf eines Rollstuhls zusammensetzen. Diesbezüglich ist es nicht allein die Materialbeschaffenheit, die Verarbeitung oder der Produktionsprozess generell, der den Anschaffungspreis rechtfertigt. Vielmehr ist zudem zu beachten, dass auch die Beratung durch den Arzt, durch das Personal im Sanitätshaus sowie bei der Krankenkasse nicht kostenfrei sind. Darüber hinaus kostet auch die Anpassung Geld. All das wird von vielen Verbrauchern oft im Vorfeld nicht beachtet, wenn es um den Kauf eines Rollstuhls geht.

[alert style=“info“]Tipp: Wer zusammen mit einer hilfreichen Person, die den Rollstuhl schiebt, unterwegs ist, sollte bedenken, dass etwaige Hindernisse keineswegs schwer zu überwinden sein müssen. So zeigt sich immer wieder, dass Treppenstufen oder Bordsteinkanten viel leichter zu bewältigen sind, wenn man den Rollstuhl rückwärts darüber hinweg zieht. Würde man den Rollstuhl vorwärts hochheben, würde es viel mehr Zeit und Kraft in Anspruch nehmen, das Hinternis zu meistern.[/alert]

Anmerkung:

Die Stiftung Warentest hält auf ihrer Online-Präsenz zahlreiche hilfreiche Tipps und Hinweise bereit, die es der schiebenden Person ermöglichen, den Rollstuhl möglichst ohne großen Aufwand von A nach B zu manövrieren. Wer diese Hilfestellungen berücksichtigt, der wird in jedem Fall davon profitieren. Denn das Schieben eines Rollstuhls ist keineswegs mit einem Kraftakt verbunden, sondern – die richtige Handhabung vorausgesetzt – macht es sogar durchaus Spaß, einen Rollstuhl zu schieben. Je geringer dabei der körperliche Aufwand unter Berücksichtigung der Anleitungen zur optimalen Handhabung ist, desto entspannter werden die Spaziergänge.

Weiterführende Links, Tests und Infos für Rollstuhlfahrer:

http://aktive-foerderung-behinderter-menschen.de/de/Info/Rollstuhltest—Alarmierende-Ergebnisse/

https://www.myhandicap.de/hilfsmittel-behinderung/mobilitaetshilfen/rollstuhl/crashtest/

https://de.wikipedia.org/wiki/Rollstuhl

https://www.test.de/Technische-Hilfsmittel-Tipps-fuer-die-Auswahl-4316553-0/

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