Anbietervergleich und Tarifrechner für DSL-Anmeldung/Anbieterwechsel

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DSL-Tarife gibt es inzwischen wie Sand am Meer, umso schwieriger ist es sich als Laie im großen DSL-Dschungel zurechtzufinden. Dabei macht vielen Verbrauchern nicht nur das große Tarifangebot zu schaffen, sondern auch die vielen unterschiedlichen Vertragskonditionen und DSL-Technologien.

Der folgende Ratgeber klärt die häufigsten Fragen, die mit einem DSL-Anbieterwechsel einhergehen und bringt somit Licht ins Dunkle.

DSL-Anmeldung/Anbieterwechsel: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Welche Vorbereitungen müssen vor einem Wechsel veranlasst werden?

Bevor man sich auf die Suche nach einem neuen DSL-Anbieter begibt, sollte man sich zunächst seinen aktuellen DSL-Vertrag anschauen, insbesondere die Laufzeit und das Vertragsende, wenn der Vertrag fristgerecht gekündigt wird. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel 3 Monate. Hinzu kommt meist noch ein kleiner Puffer von um die 4 Wochen. In dieser Zeit kann der neue Anbieter den Auftrag in Ruhe abwickeln.

Wann und wie muss ich meinen alten DSL-Vertrag kündigen?

Noch immer denken viele Verbraucher, dass sie bei einem Anbieterwechsel ihren alten Vertrag selbstständig kündigen müssen. Das ist aber nicht der Fall. Bei einem Wechsel kündigt der neue Anbieter den alten Vertrag automatisch. Es muss lediglich der sogenannte Wechselauftrag an den neuen DSL-Anbieter gesendet werden. Dieser übernimmt dann die komplette Auftragsabwicklung. Um den Wechsel nicht unnötig kompliziert zu gestalten, sollte der alte Vertrag daher nicht eigenständig schon im Vorfeld gekündigt werden.

 

Welche Arten von DSL-Tarifen werden aktuell eigentlich angeboten?

Zum Standard gehören schon seit längerer Zeit DSL-Flatrate Tarife. Diese beinhalten dann nicht nur einen DSL-Anschluss mit unbegrenzter Internetnutzung sondern auch einen Festnetz-Anschluss mit dem kostenlos in alle deutschen Netze telefoniert werden kann. Sogenannte Volumen- und Zeittarife, die nur eine bestimmte Anzahl an Datenvolumen fürs Surfen im Internet beinhalten, sind kaum noch zu finden und das hat auch einen guten Grund. Sie sind viel zu teuer und bieten kaum Vorteile für den Nutzer.

Festnetz-Flatrate bedeutet nicht, dass alle Telefonate kostenlos sind. Telefonate ins Mobilfunknetz und zu Sonderrufnummern sind bei den meisten Tarifen weiterhin kostenpflichtig. Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

 

Was gilt es bei der Übertragungsgeschwindigkeit des DSL-Tarifs zu beachten?

Viele Anbieter in diesem Segment werben mit ihren hohen Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu mittlerweile stolzen 120 MBit pro Sekunde. Als Erklärung: Je höher dieser Wert, desto schneller kann man sich im Internet bewegen. Seiten werden schneller geladen und anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen laufen flüssiger. Das bringt einem aber rein gar nichts, wenn man in einem Gebiet wohnt, in dem die gewünschte Übertragungsgeschwindigkeit gar nicht realisierbar ist.

 

Wie kann ich herausfinden welche Übertragungsgeschwindigkeit an meinem Wohnort möglich ist?

Ist bereits eine DSL-Leitung und ein DSL-Vertrag vorhanden kann ganz einfach herausgefunden werden welche Bandbreite möglich ist. Ablesbar ist die vorhandene Kapazität nämlich im Interface des DSL-Modems. Aufgerufen werden kann das Interface über einen Webbrowser, indem man seine IP dort eingibt.

Eine weitere Möglichkeit besteht im sogenannten Verfügbarkeitscheck. Dieser ist auf der Internetseite des jeweiligen DSL-Anbieters zu finden. Dort wird dann lediglich die Adresse eingegeben und schon ermittelt der Check welche Bandbreite in der jeweiligen Region möglich ist oder ob generell der Anbieter seine Leistungen dort zur Verfügung stellt.

Ihr DSL-Anbieter sollte eine Mindestbandbreite gewährleisten. Ansonsten verzichten sie auf den Abschluss eines Vertrags.

 

Surftypen: Welche Bandbreite sollte mein DSL-Anschluss aufweisen?

Welche Bandbreite der jeweilige DSL-Anschluss aufweisen sollte, hängt in erster Linie vom eigenen Nutzerverhalten ab. Für eine bessere Einschätzung, werden im Folgenden die gängigsten Surftypen ausführlich vorgestellt:

 

Gelegenheitsnutzer

Wer zwischendurch mal kurz seine E-Mails checken möchte, soziale Netzwerke besucht und Nachrichten liest, benötigt keine enorm hohe Bandbreite bei seinem DSL-Anschluss. Ein gängiger DSL-Tarif mit 6.000 kbit/s ist hier absolut ausreichend, auch wenn dieser inzwischen nur noch recht selten anzutreffen ist. Klassische DSL-Tarife beginnen meist bei einer Bandbreite von 16.000 kbit/s.

 

Streamer

Nutzer von Streaming-Diensten, sei es von Musik oder Filmen, sollten schon zu höheren Bandbreite tendieren. Hier sollte die Bandbreite mindestens 16.000 kbit/s und im Idealfall 50.000 kBit/s betragen. Das gewährleistet, dass hochauflösende Filme ohne Qualitätseinschränkungen und lästige Buffer-Zeiten abgespielt werden können.

 

Gaming-Fans

Liebhaber von anspruchsvollen Online-Games sollten ebenfalls eine höhere Bandbreite bevorzugen. Zu empfehlen sind hier Bandbreiten zwischen 50.000 und 100.000 kBit/s. Das sorgt für einen reibungslosen Spielablauf ohne lange Ladezeiten.

Tipp: Gamer sollten vom WLAN auf das Netzwerkkabel umsteigen, da die Latenzzeit so positiv beeinflusst wird und das verhindert wiederum Ruckler und Wartezeiten im Spiel.

 

Viele Nutzer

In einer großen Familie und in einer WG greifen auf die DSL-Leitung gleichzeitig viele Nutzer zu, umso wichtiger ist hier eine angemessene Bandbreite. Gehören zum Haushalt auch noch Vielsurfer und Fans von anspruchsvollen Multimedia-Anwendungen und hochauflösenden Filmen, sollten es schon 100.000 oder noch besser 200.000 kBit/s sein. So ist man definitiv auf der sicheren Seite und es gibt bei der Nutzung keine Einschränkungen, wenn wirklich alle Familienmitglieder gleichzeitig im Internet surfen.

 

Worin liegen die Unterschiede bei der DSL-Leitung?

Grundsätzlich unterscheidet man bei DSL zwischen der klassischen DSL-Leitung, LTE, VDSL und Kabel.

DSL

Die gängigste und beliebteste Variante ist nach wie vor der DSL-Anschluss. Mit dieser Leitung kann der Nutzer gleichzeitig im Internet surfen und telefonieren. Bei den meisten DSL-Verträgen ist von Haus aus ein kostenloser DSL-Modem/Router enthalten, der an die Telefonbuchse angeschlossen werden muss.

 

VDSL

Die Weiterentwicklung von DSL nennt sich VDSL und zeichnet sich besonders durch die deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit aus. Möglich wird die höhere Geschwindigkeit durch den Einsatz von Glasfasernetzen gemacht, wodurch höhere Downloadraten erzielt werden. Gängige VDSL-Tarife bieten eine Geschwindigkeit von 25.000 bis 50.000 kbit/s.

 

LTE

LTE ermöglicht schnelles Surfen über das Mobilfunknetz. Dabei kommt es aber nicht nur beim Surfen im Internet über Smartphone oder Tablet zum Einsatz sondern auch im stationären Bereich. LTE war ursprünglich für Regionen geplant, in denen gar keine DSL-Leitungen vorhanden waren. Der Ausbau ist aber so schnell vorangeschritten, dass LTE spätestens bis 2018 flächendeckend zur Verfügung steht.

LTE erreicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s. Der große Nachteil vom stationären LTE besteht darin, dass der Zugang nicht ohne Begrenzung genutzt werden kann. Je nachdem für welchen Anbieter und Tarif man sich in diesem Segment entscheidet, wird die Leitung nach Verbrauch eines bestimmten Kontingents gedrosselt. Meist beläuft sich das Kontingent auf 10 bis 30 Gigabyte pro Monat. Ist dieses Kontingent verbraucht, wird nur noch eine Übertragungsgeschwindigkeit von 380 kBit/s zur Verfügung gestellt. Dies ist vergleichbar mit der veralteten UMTS-Übertragung.

 

Internet via Kabelanschluss

Hier wird der klassische Kabelanschluss noch um eine weitere Funktionalität erweitert in Form eines Internetanschlusses. Die meisten Tarife in diesem Segment bestehen aus einer TV-, Internet- und Festnetz-Flatrate. Hinzu kommt meistens auch eine TV-BOX, die via Kabel mit der Kabelbuchse verbunden wird und an die dann Telefon und Co. angeschlossen werden. Der große Vorteil von Internet via Kabel besteht darin, dass er doppelt so schnell ist wie VDSL.

Wer hier sparen möchte, sollte Tarife wählen, die lediglich einen Telefon- und Internet-Anschluss beinhalten.

 

Wie finde ich den günstigsten und besten DSL-Anbieter?

Wer sich auf die Suche nach einem neuen DSL-Anbieter begibt, sollte unbedingt die Preise und Tarife vergleichen. Insbesondere in diesem Segment gibt es nämlich sehr große Unterschiede und zwar nicht nur beim Preis sondern auch bei den Konditionen. So gibt es Anbieter, die einen günstigen Tarif anbieten, dieser schwächelt dann aber bei den Konditionen.

Finden Sie hier den günstigsten Tarif für Ihr Postleitzahlengebiet:

Der Leistungsumfang sollte nicht nur eine angemessene Bandbreite aufweisen sondern auch die notwendige Hardware. Ein vermeidlich günstiger Tarif kann schnell teuer werden, wenn man die Hardware, die dafür benötigt wird, aus eigener Tasche bezahlen muss. Besser sind Verträge bei denen die Hardware, sprich der Router oder Modem, kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

 

Worauf sollte ich beim DSL-Vertrag besonders achten?

Grundsätzlich sollte man keinen Vertrag unterschreiben, den man nicht vorher gründlich durchgelesen hat. Im Kleingedruckten können sich nämlich durchaus Kostenfallen verstecken. Umso wichtiger ist es den Vertrag gründlich zu studieren und bei Fragen beim jeweiligen Anbieter nachzuhaken. So gibt es zum Beispiel vermeidlich günstige Flatrate-Tarife, deren Kosten sich bei einer enormen Nutzung erhöhen oder die Internetgeschwindigkeit gedrosselt wird. Daher immer einen Blick auf die AGBs werfen, bevor man sich für einen bestimmten Vertrag entscheidet.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Wechsel?

Für einen reibungslosen Wechsel vom alten zum neuen DSL-Anbieter ist es ratsam, den Anbieterwechsel ca. 4 bis 6 Wochen vor Auslaufen der Kündigungsfrist vom alten Vertrag in Angriff zu nehmen.

 

Wie lange dauert der Wechsel des DSL-Vertrags?

Wenn der neue Anbieter den Vertrag bearbeitet und den alten bzw. noch aktuellen DSL-Anbieter darüber informiert hat, beginnt der eigentliche Wechsel. Bis dieser Status erreicht ist, kann es durchaus 4 bis 6 Wochen dauern, je nachdem welche Mindestvertragslaufzeit noch vorhanden ist.

 

Auf welche Dinge sollte man beim Wechsel unbedingt achten?

Zu den relevanten Dingen beim Wechsel gehören folgende Bereiche:

  • Die Vertragslaufzeit des neuen Anbieters (von 1 bis 12 und 24 Monaten)
  • Die Internetgeschwindigkeit
  • inklusive kostenloser Hardware?
  • Sonderangebot für Wechsler oder Neukunden?
  • Leistungsumfang (TV, Internet und Telefon?)
  • monatlicher Beitrag (erhöht sich dieser nach ein paar Monaten?)
  • Kündigungsfrist

 

Ist ein Anbieterwechsel mit Risiken verbunden?

Wenn man ein paar Dinge beachtet, kann ein DSL-Wechsel reibungslos und ohne Risiken vonstatten gehen. Wichtig ist vor allen Dingen, dass sich bei Eingabe der Adressdaten und der persönlichen Daten keine Tippfehler einschleichen. Des Weiteren sollten die Inhaberdaten vom alten DSL-Tarif mit den Angaben beim neuen Anbieter zu 100 Prozent übereinstimmen. Ansonsten kann es bei der Vertragsabwicklung zu Verzögerungen kommen.

 

Wie wechsle ich meinen DSL-Vertrag?

Hat man einen Online-Preisvergleich gestartet und sich bereits für einen bestimmten DSL-Tarif entschieden, kann man über diesen Vergleich meist auch direkt zur jeweiligen Anbieterseite wechseln. Natürlich kann die jeweilige Anbieter-Webseite auch ohne Preissuchmaschine aufgerufen werden. Von dort kann der Vertragsabschluss in wenigen Schritten durchgeführt werden. Einfach Tarif auswählen, die persönlichen Daten eintragen und schon erhält man nach kurzer Zeit eine E-Mail-Bestätigung und ein paar Tage später die schriftliche Form des Vertrags.

 

Kann ich meine alte Rufnummer zum neuen Anbieter mitnehmen?

Die Rufnummernmitnahme ist beim DSL-Wechsel problemlos möglich. Bezeichnet wird dies auch als Portierung. Damit alles reibungslos abläuft, sollte der neue Anbieter sofort auf die gewünschte Portierung hingewiesen werden. Dieser übernimmt dann die komplette Abwicklung.

Wurde der alte DSL-Vertrag bereits gekündigt, ist eine Mitnahme der Rufnummer meistens nicht mehr möglich. Nachfragen lohnt sich aber, manchmal ist die Mitnahme dann trotzdem noch umsetzbar.

 

Was passiert bei einem Wechsel mit der alten DSL-Hardware?

Hier sollte man sich beim alten Anbieter rechtzeitig erkundigen. Meistens kann man die Hardware sprich den DSL-Router behalten. Es gibt aber auch Anbieter, bei denen die Hardware bei Kündigung des Vertrags zurückgegeben werden muss, dies ist bei sogenannten Mietgeräten der Fall. Diese müssen mit einer Frist von 14 Tagen nach Beendigung des Vertrags an den DSL-Anbieter zurückgeschickt werden.

Vorsicht: Schickt man die Hardware nicht in der vertraglich geregelten Frist zurück, stellt der Anbieter eine Rechnung aus und zwar über den Wert der jeweiligen Hardware.

 

Besteht das Risiko beim Wechsel vom neuen zum alten Anbieter zeitweise gar keinen Internetzugang zu haben?

Dieses Risiko ist zum Glück sehr gering, da der alte und der neue DSL-Anbieter den Wechsel so durchführen, dass es zu keiner Leistungsunterbrechung kommt. Der alte Vertrag geht meistens nahtlos in den neuen Vertrag über. Wer hier aber komplett auf Nummer sicher gehen möchte, sollte darauf achten, dass der neue Anbieter eine neue Zugangstechnik anbietet.

Das bedeutet im Einzelnen: Wenn der alte Vertrag mit der klassischen DSL-Technik gearbeitet hat, sollte der neue Vertrag mit der Funktechnik LTE oder mit Internet via Kabel funktionieren. Diese Techniken können nämlich problemlos parallel genutzt werden. Beim Wechsel kann man so für um die 1 bis 2 Wochen beide Varianten parallel nutzen. So muss man keine Angst mehr davor haben, ganz ohne Internetzugang dazustehen.

In diesem Zeitraum fallen dann natürlich auch doppelte Nutzungsgebühren an.

 

Gibt es DSL-Verträge mit interessanten Zusatz-Optionen?

Es gib durchaus Verträge in diesem Segment, die interessante Zusatz-Features zu bieten haben, die man individuell hinzu buchen kann. Bei diesen Features kann es sich zum Beispiel um Internet-Fernsehen, Online-Videotheken, Musikdienste aber auch um die kostenlose Nutzung von E-Mail Konten oder Cloud-Speicher handeln. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, es gibt auch Anbieter die zu Beginn des Vertrags für einen bestimmten Zeitraum kostenlos gewisse Zusatz-Features anbieten, die dann bei nicht rechtzeitiger Kündigung zu Mehrkosten führen. Häufig handelt es sich dabei um Sicherheitspakete.

 

Welche DSL-Anbieter und DSL-Tarife haben bei Stiftung Warentest besonders gut abgeschnitten?

Im Bereich der technischen Leistung konnten im Test von Stiftung Warentest Congstar, 1&1 sowie die Telekom und Vodafone im deutschlandweiten Vergleich mit der Testnote „gut“ überzeugen. Das beste Testergebnis und somit der Testsieger ist hier aber Kabel Deutschland. Dieser schloss den Test in den Bereichen Internet-Stabilität und Internet-Geschwindigkeit mit der Note „Sehr gut“ ab. Ein weiterer wichtiger Bereich ist natürlich auch immer die Vertragsabwicklung. Diese sollte im Idealfall reibungslos vonstatten gehen. Leider kommt es in diesem Bereich immer wieder zu Problemen, so dass die Telekom hier lediglich die Testnote 2,6, Congstar die Note 2,8 und Tele2 die Note 3,1 erzielt haben. Nachteilig sind außerdem die Laufzeiten bei vielen Anbietern. Telefónica und Congstar sind eine der wenigen Anbieter mit kundenfreundlichen Vertragslaufzeiten von nur einem Monat und 1&1 von drei Monaten. Die meisten anderen Anbieter bieten nur Zweijahresverträge an.

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