Britische Lebensversicherungen im Vergleich 2017

 In Versicherungen

Britische Lebensversicherungen versprechen im Gegensatz zu klassischen deutschen Lebensversicherungen deutlich höhere Renditen. Ferner bieten die englischen Lebensversicherungen diverse Vorteile und sind somit deutlich auf dem Vormarsch. Im Nachfolgenden erfahren Sie alles rund um britische Lebensversicherungen sowie deren Vor- und Nachteile.

Wie sind britische Lebensversicherungen aufgebaut?

Die britische Lebensversicherung gleicht vom Aufbau her einer kapitalbildenden Lebensversicherung, denn beide nutzen einen Sparplan. Der Unterschied besteht darin, dass eine britische Lebensversicherung rund 50 bis 80 % der Beiträge in Aktien investiert, wobei die deutschen Versicherungen auf 35 % beschränkt sind.

Bieten britische Versicherungen ausreichend an Sicherheiten?

Die englischen Lebensversicherungen bieten trotz hoher Renditen ausreichend an Sicherheiten. Diese haben zwar keinen Garantiezins wie Kapitalversicherungen, dennoch garantieren die britischen Anbieter, dass der angelegte Wert nie fallen wird. Darüber hinaus wird durch die Versicherungsunternehmen jedes Jahr eine rechtlich gebundene Gewinngarantie ausgesprochen. Außerdem unterliegen die britischen Lebensversicherungen den strengen Auflagen der britischen Bankaufsichtsbehörde namens FSA.

Wo kann eine britische Lebensversicherung abgeschlossen werden?

Viele britische Lebensversicherungen bieten ihren Kunden Niederlassungen in Deutschland sowie weiteren EU-Staaten an.
Ferner ist es möglich die Versicherung direkt bei dem Anbieter in Großbritannien abzuschließen. Die Wahl liegt bei Ihnen. Zudem können Sie entscheiden, ob Sie Ihr Geld lieber in Euro oder Pfund anlegen möchten.

Worin besteht der Unterschied zu deutschen Lebensversicherungen?

Die britischen Lebensversicherungen unterscheiden sich deutlich zu den kapitalbildenden Lebensversicherungen in Deutschland. Der Hauptunterschied liegt bei der Kapitalanlage. Das Gesetz in Deutschland beziehungsweise in ganz Europa sieht vor, dass nur maximal 35 % der Geldanlage als Aktienanteil eingesetzt werden dürfen. Bei britischen Lebensversicherungen gilt dieses Limit nicht. Sie können bei den englischen Lebensversicherungen bis zu 80 % Ihres Kapitals in Aktien investieren und somit höhere Renditen erzielen.

Gibt es noch weitere Unterschiede?

Die deutschen Kreditinstitute müssen während der kompletten Laufzeit Rückkaufwerte garantieren. Die britischen Lebensversicherungen garantieren erst nach Ablauf der Laufzeit die Kapitalleistung. Dies macht die britischen Lebensversicherungen flexibel, was die Geldanlagestrategien anbelangt. Dadurch, dass die britischen Lebensversicherungen erst nach Beendigung der Laufzeit zur Auszahlung verpflichtet sind, können diese zwischendurch Verluste eingehen, welche durch neue Anlagestrategien wieder ausgeglichen werden.

Sind die britischen Lebensversicherungen eine sichere Anlageform?

Die britischen Unternehmen verfügen über eine größere Flexibilität, was die Geldanlagen anbelangt. Auf der einen Seite ist es möglich den Aktienanteil bei den Einlagen bis zu 80 % zu erhöhen und auf der anderen Seite garantieren die Versicherer die etwaigen Leistungen erst nach dem Ablauf der Policen. Folglich können die britischen Versicherungsunternehmen in viele Produkte gleichzeitig investieren. Dies macht sich insbesondere durch höhere Renditen bemerkbar.

Kann es zu einem Wertverlust kommen?

Die britischen Lebensversicherungen garantieren dem Versicherungsnehmer, dass die Werte der Eigenanteile nicht fallen werden. Des Weiteren geben die britischen Versicherungsunternehmen jedes Jahr eine Renditegarantie für das darauf folgende Jahr aus, an welche die Unternehmen sich halten müssen. Wer somit Geld in britische Lebensversicherungen investiert, kann mit einer konstanten Renditenhöhe rechnen. Der Bonus fällt zwischen zwei und vier Prozent aus. Insofern z. B. 10.000 Euro investiert werden, liegt der jährliche Renditenbonus bei ca. 200 bis 400 Euro.

Bekomme ich jedes Jahr Rendite?

Gewöhnlicherweise verwenden britische Lebensversicherungsunternehmen Überschüsse für Rücklagen, um somit geringfügige Aktienerträge auszugleichen. Dies mindert die Gefahr, dass in einem Jahr keine Rendite angekündigt wird, erheblich. Folglich bleiben die Kapitalerträge auf einem konstanten Level. Der Fachbegriff für dieses effiziente Verfahren lautet „Smoothing“ zu deutsch „Glättung“.

HINWEIS: Vermeiden Sie ein Währungsrisiko
Führen Sie Ihre britische Lebensversicherung in Euro. Somit vermeiden Sie ein Währungsrisiko und damit eingehende Kapitalverluste.

Sollte die britische Lebensversicherung mit oder ohne Garantie gewählt werden?

Die britischen Lebensversicherer bieten ihren Mitgliedern jedes Jahr die Garantie auf eine Renditenerhöhung im nachfolgenden Jahr. An dieses Garantieversprechen sind die Versicherungsunternehmen gebunden. Sie als Versicherungsnehmer sollten dennoch darauf achten, dass die Garantie in der Police inkludiert ist, denn so haben Sie die Chance auf einen konstanten Kapitalertrag.

Beim Abschluss einer britischen Lebensversicherung ohne Garantie sind höhere Renditen möglich, da der Versicherer in mehre Aktiengeschäfte investieren kann, damit steigt aber auch das Risiko, dass Sie als Anleger am Jahresende leer ausgehen.

Ist eine höhere Rendite mit mehr Risiko verbunden?

In England entscheiden sich die meisten Versicherungsnehmer für eine garantiefreie Lebensversicherung, um sich somit hohe Renditechancen zuzusichern. Bei einer garantiefreien Lebensversicherung muss beachtet werden, dass die Garantieversprechen der britischen Versicherer sich auf einem niedrigen Niveau bewegen. Wer gerne Geld mit Risiko investiert, ist auch in der Lage dazu ein noch höheres Risiko einzugehen und somit gegebenenfalls eine überdurchschnittlich hohe Rendite zu erhalten.

Muss man Mitglied werden um anlegen zu dürfen?

Die meisten britischen Lebensversicherungen sind Gesellschaften oder Vereine. Wer solch eine Lebensversicherung abschließt, wird zum Mitglied des Vereins bzw. der Gesellschaft. Dies ist für Versicherungsunternehmen besonders vorteilhaft, da diese von der Gewinnausschüttung profitieren, ohne dass die Rendite mit einem anderen Vermittler oder Kreditinstitut aufgeteilt werden muss. Aufgrund dieser Struktur ist bei den britischen Lebensversicherungen eine deutliche höhere Rendite erzielbar als bei den deutschen Lebensversicherungen.

Bieten britische Versicherungen ein hohes Maß an Flexibilität?

Die englischen Lebensversicherungen bieten bei der Kapitalauszahlung als auch bei der Laufzeit eine große Flexibilität.
Versicherte können die Laufzeiten nach persönlichem Bedarf festlegen. Zudem besteht ein Kapitalwahlrecht. Hierbei haben die Versicherungsnehmer die Wahl, ob die Versicherungssumme als monatliche Rente oder in einem ganzen Betrag nach Ende der Laufzeit, ausgezahlt werden soll. Außerdem können Versicherte bereits fünf Jahre vor Ablauf die Auszahlung anweisen.

Wie sind die gesetzlichen Auflagen britischer Lebensversicherungen?

Die britischen Lebensversicherungen sind gesetzlich dazu verpflichtet verschiedene Auflagen zu erfüllen. Die Unternehmen unterliegen hierbei der strengen Kontrollen durch die FSA (britische Versicherungsaufsicht). Ferner müssen britische Versicherer sich an den britischen Sicherungsfonds FSCS „Financial Services Compensation Scheme“ beteiligen. Durch diese Auflagen werden 90 % der Vertragswerte gedeckt. Ganz unabhängig, ob der Wohnsitz in Großbritannien oder in einem anderen Land ist – der Schutz gilt für alle Anleger.

Wie sind die EU-Auflagen für britische Lebensversicherungen?

Die Policen der Lebensversicherungen auch Großbritannien müssen EU-Auflagen erfüllen. Unter anderem muss der Versicherungsnehmer vor Vertragsabschluss über die Risiken sowie die Kostenstruktur des Produkts informiert werden. Durch ein Urteil des Bundesgerichtshof im Jahre 2005 sind die Versicherungsunternehmen zu einer Kostentransparenz verpflichtet. Dies bringt für die Mitglieder sowie Konsumenten den Vorteil, dass eine volle Kostenkontrolle möglich ist und der Überblick über die etwaigen Risiken bei der Investition in britische Lebensversicherungen nicht verloren geht.

Was geschieht bei Insolvenz?

Die Versicherungsnehmer sind bei einer Insolvenz nur dann geschützt, wenn diese den Vertrag in Großbritannien abgeschlossen haben. Der Erhalt der Einlagen fällt weg, insofern die Police in Deutschland abgeschlossen wurde.

HINWEIS: Wenn Sie nicht nach Großbritannien reisen wollen, schließen Sie die britische Lebensversicherung über eine deutsche Niederlassung ab. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit das Kapital über vorausgehende Bürgschaftserklärungen der Versicherer zurückzufordern.

Was geschieht bei einer vorzeitigen Kündigung?

ACHTUNG: Bei einer vorzeitigen Kündigung müssen Sie mit Einbußen rechnen!

Das britische Lebensversicherungssystem basiert darauf, dass die Mitglieder gegen Ende der Laufzeit ihr Kapital inkl. Boni sowie Wertsteigerung bekommen. Von einer vorzeitigen Kündigung wird abgesehen, da sonst der komplette Anspruch auf Kapitalsteigerung entfällt.

Was sagt die Stiftung Warentest zu britischen Lebensversicherungen?

Stiftung Warentest rät dazu, sich nicht von der Werbung britischer Lebensversicherungen blenden zu lassen. Laut Stiftung Warentest ist es für eine Grundversorgung im Alter wichtig, eine Versicherung zu wählen, die einen Mindestertrag garantiert, wie es bei den klassischen deutschen Lebensversicherungen der Fall ist.

Bei den britischen Lebensversicherungen ändern sich die Zinsen von Jahr zu Jahr. Darüber hinaus garantieren diese laut Stiftung Warentest nur, dass die Beiträge zum Teil erhalten bleiben. Weiterhin wird angemerkt, dass die britischen Lebensversicherungen die Chance auf höhere Renditen bieten, wobei in den Sternen steht, ob diese erzielbar sind.

Die wichtigsten britischen Lebensversicherungen im Überblick:

Fazit:

Die britischen Lebensversicherungen sind lukrativ und gewinnbringend, sofern Sie mit einem gewissen Risiko leben können beziehungsweise Sie nicht auf das Geld vor Vertragsende angewiesen sind.

Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren: