Die 3 besten Anbieter für Ihre Auslandsüberweisung

 In Finanzen

Als Bankkunde finden Sie auf Ihren Kontoauszügen die IBAN und auch den BIC-Code. Mit diesen Angaben ist es ganz einfach auch Überweisungen innerhalb der EU zu tätigen. Bei nicht EU-Ländern sieht das schon wieder anders aus. Noch immer gibt es hier keine Standardisierung. Aus diesem Grund fallen auch je nach Bank unterschiedliche Gebühren für den Transfer an. Dies gilt für die heimische, wie auch für die ausländische Bank.

Da die Ausführungstermine nicht immer genau angegeben werden können, vergibt die ausführende Bank auch keine verbindliche Aussage, wann das Geld beim Empfänger ankommen wird. Somit entsteht auch keine Schadensersatzpflicht.

Folgendes sollten Sie bei einer Auslandsüberweisung beachten:

  • Sollten Sie in einer anderen Währung überweisen, denken Sie auch an die Wechselkurse
  • Bei Nicht-EU-Überweisungen fallen Gebühren bei beiden Banken an.
  • Innerhalb der EU können Sie die SEPA-Überweisung nutzen. Überweisen Sie in ein Nicht-EU-Land gelten andere Regeln.

Im Folgenden möchten wir Ihnen drei Gesellschaften vorstellen, mit denen Sie eine Überweisung in Nicht-EU-Länder vornehmen können und deren Leistungen im Test besonders gut bewertet werden konnten. Zusätzlich erfahren Sie alles Wichtige, was Sie bei einer Auslandsüberweisung beachten sollten und was auch für Überweisungen innerhalb der EU zu beachten ist.

Auslandsüberweisungen: Drei Anbieter im Vergleich

Western Union MoneyGram azimo
Gründung 1851 1940 2011
Dauer der Transaktion Wenige Minuten Bis 24 Stunden Bis 24 Stunden
Kosten D – USA 14,90 für Barauszahlung

Überweisung gratis

34 EUR

Nur Barauszahlung möglich

2,99 EUR

Nur Überweisung möglich

Filialen 445.000 Vertriebspartner 350.000 Vertriebspartner 270.000 Vertriebspartner
Online Nutzung oder APP Ja Ja Ja
In anderen Ländern vertreten Über 200 Über 200 Über 50

Western Union

Der bekannteste und führende Anbieter ist bereits seit vielen Jahren Western Union. Der flächendeckende Service der Gesellschaft erstreckt sich auf mehr als 200 Länder und es gibt nur ganz wenige Einschränkungen. Dies gilt für das Sende- und auch für das Empfangsland. Um Geld ins Ausland zu überweisen müssen Sie sich lediglich kostenlos registrieren und können danach sofort starten. Sollte es einmal ganz dringend sein, ist eine Überweisung innerhalb von wenigen Minuten möglich. Bereits kurz nach dem Versenden kann so in einer Filiale des Empfängerlandes das Geld in Empfang genommen werden.

Auch wenn die Überweisungskosten recht hoch sind, kann kein anderer Anbieter diesen Service bieten. Über Western Union können Sie übrigens auch Geld nach Kuba versenden.

 

MoneyGram

MoneyGram zählt als das zweitgrößte Finanzunternehmen für Geldüberweisungen in das Ausland. Das US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in Dalls verfügt über 350.000 Vertriebspartner in mehr als 200 Ländern. Sie können das Geld entweder über eine Filiale oder Online überweisen und erhalten nach der Transaktion eine Referenznummer. Diese teilen Sie einfach dem Empfänger mit und er kann sich hiermit die überwiesene Summe in einer Filiale abholen. Allerdings müssen sich Sender und Empfänger ausweisen können.

Eine Überweisung auf ein anders Konto im Ausland ist über MoneyGram nicht möglich. Hier können Sie lediglich eine Barauszahlung veranlassen. Somit können Sie aber auch Geld an einen Empfänger überweisen, der nicht über ein eigenes Konto verfügt. Durch eine Registrierung können Sie die Kosten für die Überweisungen senken.

 

azimo

Azimo punktet besonders durch die niedrigen Gebühren, die bei einer Überweisung anfallen. Allerdings wird dieser Vorteil schnell wieder zunichte gemacht. Die Gebühren, die zum Teil nur bei einem Euro liegen, werden durch einen teuren Wechselkurs schnell wieder kompensiert. Wenn Sie aber nur einmalig oder selten in ein Nicht-EU-Land überweisen möchten, ist azimo die richtige Wahl. Denn hier ist die erste und die zweite Überweisung kostenlos.

Bei Banküberweisung sind die Gebühren allerdings niedriger, weshalb sich ein Vergleich lohnt. Mit azimo können Sie in über 190 Länder weltweit überweisen.

 

SEPA-Überweisungen in EU-Länder

Wenn Sie innerhalb der EU überweisen möchten, müssen Sie und der Empfänger über ein Konto bei einer Bank oder Sparkasse verfügen. Die Überweisung muss außerdem in Euro erfolgen.

 

IBAN und BIC

Innerhalb des EWR und des Euroraums benötigen Sie für eine Überweisung die IBAN und die BIC des Empfängers. Durch die IBAN wurden die Kontonummer und die Bankleitzahl ersetzt. Hinzugekommen ist die Kennung des Landes.

Die BIC besteht aus dem Kürzel der Bank, einer Länderkennung und der Buchstabenkombination, die die Filiale kennzeichnet. Alle Überweisungen die Sie innerhalb der EU ausführen möchten, sind nur noch über das SEPA-Verfahren möglich.

 

So einfach ist es Geld innerhalb der EU zu überweisen.

 Mit dem SEPA-Verfahren ist es für Sie ganz einfach Geld innerhalb der EU zu überweisen. Diese können Sie über das Terminal der Bank oder online durchführen, wenn Sie Online-Banking nutzen. Sie können aber die SEPA-Überweisung auch in der Filiale Ihrer Bank mit einem Überweisungsformular durchführen.

 

Was bedeutet der Begriff SEPA

Der Begriff SEPA steht für Single Euro Payments Area und ermöglicht das einheitliche Zahlungssystem für Europa. Innerhalb der Eurozone konnte so der Geldtransfer vereinfacht werden.

 

Was ist, wenn Sie nicht alle Angaben zur Verfügung haben?

Wenn Sie bei Ihren Auslandsüberweisungen nicht alle Angaben zur IBAN und BIC machen, oder diese nicht vollständig sind, kann die Bank dafür Gebühren berechnen.

EU-Überweisungen können Sie übrigens nur bis zu einem Höchstbetrag von 50.000 Euro vornehmen. In diesem Fall greift die Standartüberweisung nicht mehr und es fallen weitere Gebühren für Sie als Überweiser an.

Beachten Sie aber auch, dass alle Überweisungen über 12.500 Euro dies der Bundesbank für Außenwirtschaftsstatistik gemeldet werden muss. Dafür erhalten Sie dann ein Zusatzformular oder die Meldung an die AWV erfolgt online.

Beachten Sie die Meldepflicht! Bei Missachtung riskieren Sie ein Ordnungsgeld.

Ausgenommen hiervon sind lediglich Importzahlungen oder Exporterlöse. Diese Daten dienen allerdings nur zu statistischen Zwecken. Steuerrechtlich hat die Meldung keine Auswirkung.

 

Die Dauer einer Auslandsüberweisung

Auch für EU-Überweisungen gilt die Ein-Tages-Regelung die besagt, dass eine Überweisung laut EU-Vorgaben nur einen Bank Tag betragen darf. Für eine Verzögerung können Sie Ihrer Bank Zinsen in Rechnung stellen. Diese Regelung gilt aber nur für Euro-Überweisungen. Überweisungen in einer Fremdwährung dürfen bis zu vier Tage dauern.

 

Fallen Gebühren an?

Normalerweise fallen für eine EU-Überweisung in Euro keine zusätzlichen Gebühren an. Dies gilt aber nur, wenn oben genannte Punkte beachtet werden.

 

Die Gebühren ins außereuropäische Ausland

Möchten Sie an ein ausländisches Konto außerhalb der EU Geld überweisen, müssen Sie immer damit rechnen, dass Sie hierfür Gebühren bezahlen müssen.  Je nach beauftragter Bank oder für welches Unternehmen Sie sich entscheiden, setzen sich die Gebühren wie folgt zusammen:

  • Die Überweisungs- oder SWIFT-Gebühren fallen je nach Geldinstitut immer unterschiedlich aus. Gebühren können von der Versender- und auch von der Empfängerbank berechnet werden.
  • Überweisen Sie in einer fremden Währung, fallen hierfür Umrechnungsgebühren an. Auch ein wechselnder Kurs kann die Gebühren erhöhen.

Dabei können die Gebühren bis zu 10 Prozent der überwiesenen Summe betragen. Möchten Sie 2.000 Euro überweisen werden hieraus schnell 2.200 Euro. Allerdings werden die anfallenden Gebühren immer übersichtlich dargestellt.

 

Die Bankgebühren aufteilen

Sie haben bei einer Überweisung in ein Nicht-EU-Land aber die Möglichkeit, die Gebühren für die Transaktion aufzuteilen. Hierzu gibt es unterschiedliche Verfahren, die Sie als Überweiser entscheiden.

  • SHARE: Wenn Sie diese Methode wählen, wird die Gebühr zwischen Ihnen und dem Empfänger geteilt. Sie als Auftraggeber bezahlen die Gebühren die bei Ihrer Bank anfallen und der Empfänger übernimmt die Kosten, die von seiner Bank berechnet werden.
  • OUR: Wählen Sie OUR, zahlen Sie alle Gebühren die anfallen sofort bei der Überweisung an Ihre Bank.
  • BEN: Für Sie die günstigste Methode, da hier der Empfänger für alle Gebühren aufkommt.

Die Vorteile der Transfer-Dienstleister

Zu den größten Vorteilen der Transfer-Dienstleister zählt, dass Sie als als Überweiser bei einigen Gesellschaften nicht über ein eigenes Konto verfügen müssen. Hier können Sie auch problemlos Bargeld überweisen. Einige der Gesellschaften bieten auch die Möglichkeit, das Geld auf ein Treuhandkonto zu übermitteln, so dass der Empfänger dieses in einer Filiale abholen kann und ebenfalls kein Konto benötigt.

Aber auch die Geschwindigkeit der Überweisungen von teilweise nur ein paar Minuten ist nicht zu übertreffen. Die Transfer-Dienstleister fungieren dabei als Treuhändler und nicht wie die Banken als Vermittler.

 

Können Sie den Dienstleistern trauen?

Die getesteten Dienstleister sind alle vertrauenswürdig und Ihr Geld wird sicher Überwiesen. Diesen Service lassen sich die Unternehmen dafür auch teilweise recht gut bezahlen. Gebühren von bis zu 15 Prozent sind je nach Anbieter möglich.

 

Ist es möglich eine Überweisung ins Ausland zurückzuholen?

Für die Angaben die Sie bei Ihrer Überweisung machen, sind Sie alleine verantwortlich. Denn seit Einführen des SEPA-Verfahrens müssen die Banken die angegebenen Daten nicht mehr überprüfen. SEPA bietet aber den Vorteil, dass durch eine falsche Kontonummer ein Überweisungsfehler eigentlich ausgeschlossen werden kann. Durch die IBAN-Nummer kann der jeweilige Empfänger genau zugeordnet werden. Vertauschen Sie beispielsweise ein Ziffer, erhalten Sie bei einer Online-Überweisung einen Fehlermeldung. Dadurch kann die Überweisung nicht ausgeführt werden.

 

Sie haben die falsche IBAN-Nummer eingegeben – was nun?

Sollten Sie versehentlich die IBAN-Nummer eines anderen Empfängers eingegeben haben, bestehen aber Chance Ihr Geld zurückzubekommen. Sobald Ihnen der Fehler auffällt, sollten Sie Ihre Bank kontaktieren und mitteilen, dass Sie Ihre Überweisung wieder zurückholen möchten. Wurde der Betrag noch nicht von Ihrem Konto abgebucht und dem Empfänger gutgeschrieben, kann die Überweisung gestoppt werden.

Ist das Geld aber bereits überwiesen, kann Ihre Bank hier nicht mehr eingreifen. Meist dauert eine Überweisung zwischen 4 und 24 Stunden. Sollte Ihnen das frühzeitig auffallen, gibt es also noch Möglichkeiten.

 

Können Sie bei einer fehlerhaften Überweisung eine Rückerstattung fordern?

Eine Rückerstattung können Sie nicht fordern, da der Fehler auf Ihrer Seite liegt und Sie diesen selbst verschuldet haben. Viele Banken lassen Sie aber trotzdem nicht im Stich und setzen sich mit der Empfängerbank in Verbindung. Diese gibt dann Ihre Rückforderung an den Kunden weiter. Sie können sich natürlich auch selbst mit der Empfängerbank in Verbindung setzen und Ihren Fall schildern. Ist der Empfänger benachrichtigt, kann dieser Ihnen nun das fälschlicherweise überwiesene Geld zurück überweisen.

Weigert sich der Empfänger das Geld zurückzuzahlen, sollten Sie einen Anwalt aufsuchen. Die Adressdaten müssen in diesem Fall von der Bank ausgehändigt werden, so dass Sie eine Anzeige erstatten können.

Juristisch gesehen ist der Empfänger verpflichtet Ihnen das Geld zurückzuzahlen. Hier greift nämlich der sogenannte Herausgabe-Anspruch. Der Empfänger hat sich so nämlich ungerechtfertigt bereichert. Machen Sie Ihren Anspruch allerdings möglichst schnell geltend.

Sie sollten sich aber bewusst sein, dass für diese Arbeit von den Banken Kosten berechnet werden. Diese liegen in der Regel zwischen 10 und 15 Euro. Von einigen Banken werden für eine Rückholung sogar 45 Euro berechnet.

Achten Sie bei Ihren Überweisungen immer darauf, dass der richtige Empfänger eingetragen ist. Somit ersparen Sie sich Ärger und Kosten.

 

Gibt es für eine Auslandsüberweisung ein Limit?

Fast alle Anbieter haben eine Obergrenze für den Geldtransfer in das Ausland. Dieser liegt meist zwischen 1.000 Euro und 3.000 Euro. Auf Anfrage können diese Beträge aber oft auch erhöht werden. Der Grund liegt in den Gesetzen, die den Anbietern aufgelegt wurden und das Geldwäschegesetz betreffen.

 

FAZIT:

Es ist heute ganz einfach Geld in das EU-Ausland zu überweisen. Aber auch in andere Länder ist dies aufgrund der vielen Anbietern leicht zu bewerkstelligen. Achten Sie allerdings auf die Gebühren die berechnet werden.

 

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